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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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in dieser Kunst technisch zu üben. Jm
Frühjahr 1900 ging er nach Holland
und Belgien und arbeitete die Gale-
rien in den großen Städten durch,
im August d. J. nach Dortmund, um
sich praktisch weiter auszubilden und
die Galerien in Hannover, Kassel u.
Düsseldorf zu studieren, und kehrte
dann zur Beendigung seiner Studien
nach Dresden zurück. Später lebte
er als Verlags-Redakteur teils in
Chemnitz, teils in Leipzig.

S:

Licht-
und Schattenflecke (Geschn.), 1901.
- Launen und Leidenschaften (Psy-
chologische Skizz.), 1903. - Fratzen
(12 Capriccios), 1904. - Erwartung
(Trag. Szene in erzgebirg. Mdt.),
1905. - Harlekin Tod (11 Toten-
tänze), 1905. - Leichte Lieder, 1907.
- Lichter im Nebel (M. und Bilder),
1909.

Henke, Theodor,

geb. 1848 in der
sächsischen Grenzstadt Schirgiswalde,
besuchte die Schule seiner Vaterstadt
und widmete sich dann dem kaufmän-
nischen Berufe. Schon in seiner Lehr-
zeit trat er mit Poesien an die Öffent-
lichkeit u. ließ später keinen geschicht-
lich denkwürdigen Tag vorübergehen,
ohne ihn nicht mit einem seiner frischen
Lieder zu begrüßen. Jm J. 1868 trat
er als einjährig Freiwilliger ins deut-
sche Heer und zog 1870, seinen Kame-
raden fort und fort patriotische Lie-
der weihend, mit gegen die Franzosen
zu Felde. Zum Offizier befördert,
fiel er vor Paris für des Vaterlandes
heilige Sache.

S:

Maienblätter (nebst
einem Anhange "Kommerslieder"),
1870.

Henkel, Franz,

geb. am 16. No-
vember 1868 in Schermcke (Provinz
Sachs.), studierte Geschichte, Deutsch,
Philologie, Religion, absolvierte im
Juli 1894 sein Staatsexamen, wurde
Ostern 1899 Oberlehrer am Wilhelms-
Gymnasium in Hamburg, Neujahr
1901 am Gymnasium in Jever (Ol-
denburg) und Ostern 1903 an der
Oberrealschule in Göttingen. Jm
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Hen
Jahre 1910 wurde er zum Professor
ernannt.

S:

Aus dem Burenkriege,
1901. - Hermann und die Cherusker
(Dr.), 1906. - Der Kampf um Süd-
westafrika, 1908.

*Henkel, Friederike,

wurde am 25.
Dezbr. 1826 zu Berlin geboren, wo
ihr Vater die erste Tapetenfabrik ge-
gründet hatte, kam 1835 nach Kassel,
wo der Vater eine gleiche Fabrik
übernahm, und erhielt hier ihre Bil-
dung. Jm Jahre 1850 verheiratete
sie sich mit dem damaligen Ministe-
rialsekretär W. Henkel, dessen Ernen-
nung zum Hofrat bei der deutschen
Gesandtschaft in Bern ihre Über-
siedelung nach der Schweiz (1868)
veranlaßte. Hier begann sie sich
schriftstellerisch zu betätigen. Nach
dem Tode ihres Mannes kehrte sie
mit ihren Kindern 1872 nach Deutsch-
land zurück, ließ sich erst in Berlin,
nach zwei Jahren in Eisenach, später
in Kassel nieder und hat neuerdings
ihren Wohnsitz in Weimar genom-
men. Seit dem Verlust ihrer hoch-
begabten Tochter, die unter dem Na-
men Ellen Lenneck (s. d.) als Schrift-
stellerin bekannt war, hat sie ihre
novellistischen Arbeiten fast ganz
vernachlässigt.

S:

Sommermärchen,
1870. - Aus Langeweile (R.); II,
1875. - Der Liebe Licht und Schatten
(R.), 1878. - Die Herren von Jbich-
stein (R.); 1879. - Wenn Frauen
hassen (R.); II, 1880. - Die Stief-
schwestern (R.), 1880.

Henle, Elise,

s. Elise Levi!

Henne am Rhyn, Otto,

* am 26.
August 1828 zu St. Gallen in der
Schweiz, wo sein Vater, der bekannte
Historiker, Dichter und Volksredner
Joseph Anton Henne damals Ar-
chivar war, erhielt an dem dortigen
Gymnasium und später in Bern, wo-
hin der Vater 1842 als Universitäts-
professor berufen worden war, sei-
nen Unterricht u. studierte seit 1846
an der Berner Hochschule Philoso-
phie, Geschichte und Jurisprudenz.

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Hen
in dieſer Kunſt techniſch zu üben. Jm
Frühjahr 1900 ging er nach Holland
und Belgien und arbeitete die Gale-
rien in den großen Städten durch,
im Auguſt d. J. nach Dortmund, um
ſich praktiſch weiter auszubilden und
die Galerien in Hannover, Kaſſel u.
Düſſeldorf zu ſtudieren, und kehrte
dann zur Beendigung ſeiner Studien
nach Dresden zurück. Später lebte
er als Verlags-Redakteur teils in
Chemnitz, teils in Leipzig.

S:

Licht-
und Schattenflecke (Geſchn.), 1901.
– Launen und Leidenſchaften (Pſy-
chologiſche Skizz.), 1903. – Fratzen
(12 Capriccios), 1904. – Erwartung
(Trag. Szene in erzgebirg. Mdt.),
1905. – Harlekin Tod (11 Toten-
tänze), 1905. – Leichte Lieder, 1907.
– Lichter im Nebel (M. und Bilder),
1909.

Henke, Theodor,

geb. 1848 in der
ſächſiſchen Grenzſtadt Schirgiswalde,
beſuchte die Schule ſeiner Vaterſtadt
und widmete ſich dann dem kaufmän-
niſchen Berufe. Schon in ſeiner Lehr-
zeit trat er mit Poeſien an die Öffent-
lichkeit u. ließ ſpäter keinen geſchicht-
lich denkwürdigen Tag vorübergehen,
ohne ihn nicht mit einem ſeiner friſchen
Lieder zu begrüßen. Jm J. 1868 trat
er als einjährig Freiwilliger ins deut-
ſche Heer und zog 1870, ſeinen Kame-
raden fort und fort patriotiſche Lie-
der weihend, mit gegen die Franzoſen
zu Felde. Zum Offizier befördert,
fiel er vor Paris für des Vaterlandes
heilige Sache.

S:

Maienblätter (nebſt
einem Anhange „Kommerslieder“),
1870.

Henkel, Franz,

geb. am 16. No-
vember 1868 in Schermcke (Provinz
Sachſ.), ſtudierte Geſchichte, Deutſch,
Philologie, Religion, abſolvierte im
Juli 1894 ſein Staatsexamen, wurde
Oſtern 1899 Oberlehrer am Wilhelms-
Gymnaſium in Hamburg, Neujahr
1901 am Gymnaſium in Jever (Ol-
denburg) und Oſtern 1903 an der
Oberrealſchule in Göttingen. Jm
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Hen
Jahre 1910 wurde er zum Profeſſor
ernannt.

S:

Aus dem Burenkriege,
1901. – Hermann und die Cherusker
(Dr.), 1906. – Der Kampf um Süd-
weſtafrika, 1908.

*Henkel, Friederike,

wurde am 25.
Dezbr. 1826 zu Berlin geboren, wo
ihr Vater die erſte Tapetenfabrik ge-
gründet hatte, kam 1835 nach Kaſſel,
wo der Vater eine gleiche Fabrik
übernahm, und erhielt hier ihre Bil-
dung. Jm Jahre 1850 verheiratete
ſie ſich mit dem damaligen Miniſte-
rialſekretär W. Henkel, deſſen Ernen-
nung zum Hofrat bei der deutſchen
Geſandtſchaft in Bern ihre Über-
ſiedelung nach der Schweiz (1868)
veranlaßte. Hier begann ſie ſich
ſchriftſtelleriſch zu betätigen. Nach
dem Tode ihres Mannes kehrte ſie
mit ihren Kindern 1872 nach Deutſch-
land zurück, ließ ſich erſt in Berlin,
nach zwei Jahren in Eiſenach, ſpäter
in Kaſſel nieder und hat neuerdings
ihren Wohnſitz in Weimar genom-
men. Seit dem Verluſt ihrer hoch-
begabten Tochter, die unter dem Na-
men Ellen Lenneck (ſ. d.) als Schrift-
ſtellerin bekannt war, hat ſie ihre
novelliſtiſchen Arbeiten faſt ganz
vernachläſſigt.

S:

Sommermärchen,
1870. – Aus Langeweile (R.); II,
1875. – Der Liebe Licht und Schatten
(R.), 1878. – Die Herren von Jbich-
ſtein (R.); 1879. – Wenn Frauen
haſſen (R.); II, 1880. – Die Stief-
ſchweſtern (R.), 1880.

Henle, Eliſe,

ſ. Eliſe Levi!

Henne am Rhyn, Otto,

* am 26.
Auguſt 1828 zu St. Gallen in der
Schweiz, wo ſein Vater, der bekannte
Hiſtoriker, Dichter und Volksredner
Joſeph Anton Henne damals Ar-
chivar war, erhielt an dem dortigen
Gymnaſium und ſpäter in Bern, wo-
hin der Vater 1842 als Univerſitäts-
profeſſor berufen worden war, ſei-
nen Unterricht u. ſtudierte ſeit 1846
an der Berner Hochſchule Philoſo-
phie, Geſchichte und Jurisprudenz.

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[152/0156] Hen Hen in dieſer Kunſt techniſch zu üben. Jm Frühjahr 1900 ging er nach Holland und Belgien und arbeitete die Gale- rien in den großen Städten durch, im Auguſt d. J. nach Dortmund, um ſich praktiſch weiter auszubilden und die Galerien in Hannover, Kaſſel u. Düſſeldorf zu ſtudieren, und kehrte dann zur Beendigung ſeiner Studien nach Dresden zurück. Später lebte er als Verlags-Redakteur teils in Chemnitz, teils in Leipzig. S: Licht- und Schattenflecke (Geſchn.), 1901. – Launen und Leidenſchaften (Pſy- chologiſche Skizz.), 1903. – Fratzen (12 Capriccios), 1904. – Erwartung (Trag. Szene in erzgebirg. Mdt.), 1905. – Harlekin Tod (11 Toten- tänze), 1905. – Leichte Lieder, 1907. – Lichter im Nebel (M. und Bilder), 1909. Henke, Theodor, geb. 1848 in der ſächſiſchen Grenzſtadt Schirgiswalde, beſuchte die Schule ſeiner Vaterſtadt und widmete ſich dann dem kaufmän- niſchen Berufe. Schon in ſeiner Lehr- zeit trat er mit Poeſien an die Öffent- lichkeit u. ließ ſpäter keinen geſchicht- lich denkwürdigen Tag vorübergehen, ohne ihn nicht mit einem ſeiner friſchen Lieder zu begrüßen. Jm J. 1868 trat er als einjährig Freiwilliger ins deut- ſche Heer und zog 1870, ſeinen Kame- raden fort und fort patriotiſche Lie- der weihend, mit gegen die Franzoſen zu Felde. Zum Offizier befördert, fiel er vor Paris für des Vaterlandes heilige Sache. S: Maienblätter (nebſt einem Anhange „Kommerslieder“), 1870. Henkel, Franz, geb. am 16. No- vember 1868 in Schermcke (Provinz Sachſ.), ſtudierte Geſchichte, Deutſch, Philologie, Religion, abſolvierte im Juli 1894 ſein Staatsexamen, wurde Oſtern 1899 Oberlehrer am Wilhelms- Gymnaſium in Hamburg, Neujahr 1901 am Gymnaſium in Jever (Ol- denburg) und Oſtern 1903 an der Oberrealſchule in Göttingen. Jm Jahre 1910 wurde er zum Profeſſor ernannt. S: Aus dem Burenkriege, 1901. – Hermann und die Cherusker (Dr.), 1906. – Der Kampf um Süd- weſtafrika, 1908. *Henkel, Friederike, wurde am 25. Dezbr. 1826 zu Berlin geboren, wo ihr Vater die erſte Tapetenfabrik ge- gründet hatte, kam 1835 nach Kaſſel, wo der Vater eine gleiche Fabrik übernahm, und erhielt hier ihre Bil- dung. Jm Jahre 1850 verheiratete ſie ſich mit dem damaligen Miniſte- rialſekretär W. Henkel, deſſen Ernen- nung zum Hofrat bei der deutſchen Geſandtſchaft in Bern ihre Über- ſiedelung nach der Schweiz (1868) veranlaßte. Hier begann ſie ſich ſchriftſtelleriſch zu betätigen. Nach dem Tode ihres Mannes kehrte ſie mit ihren Kindern 1872 nach Deutſch- land zurück, ließ ſich erſt in Berlin, nach zwei Jahren in Eiſenach, ſpäter in Kaſſel nieder und hat neuerdings ihren Wohnſitz in Weimar genom- men. Seit dem Verluſt ihrer hoch- begabten Tochter, die unter dem Na- men Ellen Lenneck (ſ. d.) als Schrift- ſtellerin bekannt war, hat ſie ihre novelliſtiſchen Arbeiten faſt ganz vernachläſſigt. S: Sommermärchen, 1870. – Aus Langeweile (R.); II, 1875. – Der Liebe Licht und Schatten (R.), 1878. – Die Herren von Jbich- ſtein (R.); 1879. – Wenn Frauen haſſen (R.); II, 1880. – Die Stief- ſchweſtern (R.), 1880. Henle, Eliſe, ſ. Eliſe Levi! Henne am Rhyn, Otto, * am 26. Auguſt 1828 zu St. Gallen in der Schweiz, wo ſein Vater, der bekannte Hiſtoriker, Dichter und Volksredner Joſeph Anton Henne damals Ar- chivar war, erhielt an dem dortigen Gymnaſium und ſpäter in Bern, wo- hin der Vater 1842 als Univerſitäts- profeſſor berufen worden war, ſei- nen Unterricht u. ſtudierte ſeit 1846 an der Berner Hochſchule Philoſo- phie, Geſchichte und Jurisprudenz. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 152. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/156>, abgerufen am 22.03.2019.