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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Her
1854). - Merope (Tr., 1858). - Die
Ravensberger (Schsp., 1859). - Die
Krebsmühle (Schsp., 1860). - 1740
(Schsp., 1861). - Benediktus Schwartz
(Schsp.), 1865. - Der Fabrikherr
(1867). - Modepuppen (1869).

Herse, Albert,

wurde am 31. Mai
1846 in Jsabella (Reg.-Bez. Brom-
berg) geboren. Sein Vater war
Rittergutsbesitzer und seine Mutter,
geb. von Lindenau, war vor ihrer
Verheiratung Hofdame bei der Groß-
herzogin Alexandrine von Mecklen-
burg-Schwerin gewesen. H. besuchte
das Gymnasium in Posen, das er kurz
vor dem Abiturium verließ, um als
Einjähr.-Freiwilliger in das 2. Leib-
Husarenregiment einzutreten, in wel-
chem er den Feldzug von 1866 mit-
machte. Dann wurde er Landwirt,
hatte aber in diesem Berufe wenig
Glück, so daß er nun zur Sportkunst
überging. Nach verschiedenen Reisen
ins Ausland ließ er sich in Klein-
Glienicke bei Potsdam nieder.

S:


Liebe und Sport (4 Nn.), 1892. 2. A.
1894.

*Hertel, Betty,

geb. am 24. Dez.
1865, wuchs auf dem Lande auf und
zeigte frühe eine besondere Begabung
für schriftliche Darstellung. Sie bil-
dete sich in einem Jnstitut zur Lehre-
rin aus und trat mit 18 Jahren in
den Volksschuldienst, in welchem sie
jetzt in München tätig ist. Das Ein-
leben in die neue Welt drängte ihre
Schreiblust zurück u. erst 1903 nahm
sie die Feder wieder auf, um nun, be-
sonders durch ihren Beruf angeregt,
das innerste Erleben des Kindes in
ihren Schriften zur Darstellung zu
bringen.

S:

Klein Elsbeth und die
Welt, 1906. - Kinder und wunderliche
Leute, 1910.

*Hertel, Eugen,

geb. am 20. März
1853 in München als der Sohn des
Lehrers an der Bonifazschule Joseph
H., absolvierte das dortige Maximi-
liansgymnasium und studierte 1872
bis 1876 an der Universität München
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Her
germanische Philologie, Geschichte u.
Literaturgeschichte. Schon als Stu-
dent hielt er Vorträge in dem histo-
rischen Seminar des berühmten Pro-
fessors Giesebrecht. Jm J. 1875 be-
stand er die Staatsprüfung für Lite-
ratur, Geschichte und Geographie,
wirkte seit 1876 als Lehrer an ver-
schiedenen Anstalten, zuletzt an der
königl. Realschule in Landsberg am
Lech, bis er 1895 aus Gesundheits-
rücksichten in den Ruhestand trat. Er
siedelte nun nach München über, wo
er 1897-1903 als Professor an einer
privaten höheren weiblichen Bil-
dungsanstalt tätig war, auch 1900
einen Literaturkursus für Damen er-
öffnete. Als Mitglied des "Freien
Deutschen Hochstifts" in Frankfurt
am Main und des Münchener Zweig-
vereins hält er häufig Vorträge über
Geschichte, Literatur, Graphologie etc.

S:

Sturm und Sonnenschein (6 Thea-
terstücke), 1905 [Jnhalt: Gegen den
Strom (Schsp., 1898) - Eine Locke
des Königs von Rom (Schsp., 1898)
- Das Ende des Kaisers Maximilian
von Mexiko (Dr., 1899). - Wahn-
ideen (Lsp., 1900). - Eine freie Stunde
(Schsp., 1900). - Die Nachtigall von
Wittenberg (Schsp., 1903)]. - Künst-
lers Erdenwallen (Schsp., Mnskr.),
1901. - Eine Dornenkrone (Dram.
Charaktergemälde), 1907.

Herten, Waldemar,

Pseudon. für
Emma Kreusler; s. d.!

*Herter, Ferdinand,

geb. am 23.
Septbr. 1840 in Oliva (Westpreußen),
verlebte seine Jugend in Elbing und
besuchte dort bis zu seiner Konfirma-
tion mit gutem Erfolge die St. Ni-
kolaischule. Jm Jahre 1857 trat er
in die Marine ein, die damals die
ersten Schritte zu ihrer Entwicklung
tat, und widmete sich der Laufbahn
eines Maschinisten. An den drei großen
Kriegen von 1864-1871 war er, so-
weit die preußische Flotte dabei wirk-
sam war, auch beteiligt. Jm Jahre
1876 wurde er zum Maschinen-Unter-

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Her
1854). – Merope (Tr., 1858). – Die
Ravensberger (Schſp., 1859). – Die
Krebsmühle (Schſp., 1860). – 1740
(Schſp., 1861). – Benediktus Schwartz
(Schſp.), 1865. – Der Fabrikherr
(1867). – Modepuppen (1869).

Herſe, Albert,

wurde am 31. Mai
1846 in Jſabella (Reg.-Bez. Brom-
berg) geboren. Sein Vater war
Rittergutsbeſitzer und ſeine Mutter,
geb. von Lindenau, war vor ihrer
Verheiratung Hofdame bei der Groß-
herzogin Alexandrine von Mecklen-
burg-Schwerin geweſen. H. beſuchte
das Gymnaſium in Poſen, das er kurz
vor dem Abiturium verließ, um als
Einjähr.-Freiwilliger in das 2. Leib-
Huſarenregiment einzutreten, in wel-
chem er den Feldzug von 1866 mit-
machte. Dann wurde er Landwirt,
hatte aber in dieſem Berufe wenig
Glück, ſo daß er nun zur Sportkunſt
überging. Nach verſchiedenen Reiſen
ins Ausland ließ er ſich in Klein-
Glienicke bei Potsdam nieder.

S:


Liebe und Sport (4 Nn.), 1892. 2. A.
1894.

*Hertel, Betty,

geb. am 24. Dez.
1865, wuchs auf dem Lande auf und
zeigte frühe eine beſondere Begabung
für ſchriftliche Darſtellung. Sie bil-
dete ſich in einem Jnſtitut zur Lehre-
rin aus und trat mit 18 Jahren in
den Volksſchuldienſt, in welchem ſie
jetzt in München tätig iſt. Das Ein-
leben in die neue Welt drängte ihre
Schreibluſt zurück u. erſt 1903 nahm
ſie die Feder wieder auf, um nun, be-
ſonders durch ihren Beruf angeregt,
das innerſte Erleben des Kindes in
ihren Schriften zur Darſtellung zu
bringen.

S:

Klein Elsbeth und die
Welt, 1906. – Kinder und wunderliche
Leute, 1910.

*Hertel, Eugen,

geb. am 20. März
1853 in München als der Sohn des
Lehrers an der Bonifazſchule Joſeph
H., abſolvierte das dortige Maximi-
liansgymnaſium und ſtudierte 1872
bis 1876 an der Univerſität München
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Her
germaniſche Philologie, Geſchichte u.
Literaturgeſchichte. Schon als Stu-
dent hielt er Vorträge in dem hiſto-
riſchen Seminar des berühmten Pro-
feſſors Gieſebrecht. Jm J. 1875 be-
ſtand er die Staatsprüfung für Lite-
ratur, Geſchichte und Geographie,
wirkte ſeit 1876 als Lehrer an ver-
ſchiedenen Anſtalten, zuletzt an der
königl. Realſchule in Landsberg am
Lech, bis er 1895 aus Geſundheits-
rückſichten in den Ruheſtand trat. Er
ſiedelte nun nach München über, wo
er 1897–1903 als Profeſſor an einer
privaten höheren weiblichen Bil-
dungsanſtalt tätig war, auch 1900
einen Literaturkurſus für Damen er-
öffnete. Als Mitglied des „Freien
Deutſchen Hochſtifts“ in Frankfurt
am Main und des Münchener Zweig-
vereins hält er häufig Vorträge über
Geſchichte, Literatur, Graphologie ꝛc.

S:

Sturm und Sonnenſchein (6 Thea-
terſtücke), 1905 [Jnhalt: Gegen den
Strom (Schſp., 1898) – Eine Locke
des Königs von Rom (Schſp., 1898)
– Das Ende des Kaiſers Maximilian
von Mexiko (Dr., 1899). – Wahn-
ideen (Lſp., 1900). – Eine freie Stunde
(Schſp., 1900). – Die Nachtigall von
Wittenberg (Schſp., 1903)]. – Künſt-
lers Erdenwallen (Schſp., Mnſkr.),
1901. – Eine Dornenkrone (Dram.
Charaktergemälde), 1907.

Herten, Waldemar,

Pſeudon. für
Emma Kreusler; ſ. d.!

*Herter, Ferdinand,

geb. am 23.
Septbr. 1840 in Oliva (Weſtpreußen),
verlebte ſeine Jugend in Elbing und
beſuchte dort bis zu ſeiner Konfirma-
tion mit gutem Erfolge die St. Ni-
kolaiſchule. Jm Jahre 1857 trat er
in die Marine ein, die damals die
erſten Schritte zu ihrer Entwicklung
tat, und widmete ſich der Laufbahn
eines Maſchiniſten. An den drei großen
Kriegen von 1864–1871 war er, ſo-
weit die preußiſche Flotte dabei wirk-
ſam war, auch beteiligt. Jm Jahre
1876 wurde er zum Maſchinen-Unter-

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[176/0180] Her Her 1854). – Merope (Tr., 1858). – Die Ravensberger (Schſp., 1859). – Die Krebsmühle (Schſp., 1860). – 1740 (Schſp., 1861). – Benediktus Schwartz (Schſp.), 1865. – Der Fabrikherr (1867). – Modepuppen (1869). Herſe, Albert, wurde am 31. Mai 1846 in Jſabella (Reg.-Bez. Brom- berg) geboren. Sein Vater war Rittergutsbeſitzer und ſeine Mutter, geb. von Lindenau, war vor ihrer Verheiratung Hofdame bei der Groß- herzogin Alexandrine von Mecklen- burg-Schwerin geweſen. H. beſuchte das Gymnaſium in Poſen, das er kurz vor dem Abiturium verließ, um als Einjähr.-Freiwilliger in das 2. Leib- Huſarenregiment einzutreten, in wel- chem er den Feldzug von 1866 mit- machte. Dann wurde er Landwirt, hatte aber in dieſem Berufe wenig Glück, ſo daß er nun zur Sportkunſt überging. Nach verſchiedenen Reiſen ins Ausland ließ er ſich in Klein- Glienicke bei Potsdam nieder. S: Liebe und Sport (4 Nn.), 1892. 2. A. 1894. *Hertel, Betty, geb. am 24. Dez. 1865, wuchs auf dem Lande auf und zeigte frühe eine beſondere Begabung für ſchriftliche Darſtellung. Sie bil- dete ſich in einem Jnſtitut zur Lehre- rin aus und trat mit 18 Jahren in den Volksſchuldienſt, in welchem ſie jetzt in München tätig iſt. Das Ein- leben in die neue Welt drängte ihre Schreibluſt zurück u. erſt 1903 nahm ſie die Feder wieder auf, um nun, be- ſonders durch ihren Beruf angeregt, das innerſte Erleben des Kindes in ihren Schriften zur Darſtellung zu bringen. S: Klein Elsbeth und die Welt, 1906. – Kinder und wunderliche Leute, 1910. *Hertel, Eugen, geb. am 20. März 1853 in München als der Sohn des Lehrers an der Bonifazſchule Joſeph H., abſolvierte das dortige Maximi- liansgymnaſium und ſtudierte 1872 bis 1876 an der Univerſität München germaniſche Philologie, Geſchichte u. Literaturgeſchichte. Schon als Stu- dent hielt er Vorträge in dem hiſto- riſchen Seminar des berühmten Pro- feſſors Gieſebrecht. Jm J. 1875 be- ſtand er die Staatsprüfung für Lite- ratur, Geſchichte und Geographie, wirkte ſeit 1876 als Lehrer an ver- ſchiedenen Anſtalten, zuletzt an der königl. Realſchule in Landsberg am Lech, bis er 1895 aus Geſundheits- rückſichten in den Ruheſtand trat. Er ſiedelte nun nach München über, wo er 1897–1903 als Profeſſor an einer privaten höheren weiblichen Bil- dungsanſtalt tätig war, auch 1900 einen Literaturkurſus für Damen er- öffnete. Als Mitglied des „Freien Deutſchen Hochſtifts“ in Frankfurt am Main und des Münchener Zweig- vereins hält er häufig Vorträge über Geſchichte, Literatur, Graphologie ꝛc. S: Sturm und Sonnenſchein (6 Thea- terſtücke), 1905 [Jnhalt: Gegen den Strom (Schſp., 1898) – Eine Locke des Königs von Rom (Schſp., 1898) – Das Ende des Kaiſers Maximilian von Mexiko (Dr., 1899). – Wahn- ideen (Lſp., 1900). – Eine freie Stunde (Schſp., 1900). – Die Nachtigall von Wittenberg (Schſp., 1903)]. – Künſt- lers Erdenwallen (Schſp., Mnſkr.), 1901. – Eine Dornenkrone (Dram. Charaktergemälde), 1907. Herten, Waldemar, Pſeudon. für Emma Kreusler; ſ. d.! *Herter, Ferdinand, geb. am 23. Septbr. 1840 in Oliva (Weſtpreußen), verlebte ſeine Jugend in Elbing und beſuchte dort bis zu ſeiner Konfirma- tion mit gutem Erfolge die St. Ni- kolaiſchule. Jm Jahre 1857 trat er in die Marine ein, die damals die erſten Schritte zu ihrer Entwicklung tat, und widmete ſich der Laufbahn eines Maſchiniſten. An den drei großen Kriegen von 1864–1871 war er, ſo- weit die preußiſche Flotte dabei wirk- ſam war, auch beteiligt. Jm Jahre 1876 wurde er zum Maſchinen-Unter- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 176. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/180>, abgerufen am 24.03.2019.