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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Hick
Schlau muß man sein (Schw.), 1860.
- Auch eine Tante (Lsp.), 1860. -
Blücher in Höchst (Festsp.), 1863. -
Episode aus dem Jahre 1813 (Dr.),
1864. - Der Kurfürst und die Päch-
terin (Lustsp.), 1864. - Großbeeren
(Patriot. Dr.), 1865.

Hick, Johann Georg Christoph
Konrad,

wurde am 14. Juli 1829 in
Köln geboren, besuchte das dortige
Gymnasium und trat 1847 als Lehr-
ling in ein Handlungshaus; indes
fand er in dem kaufmännischen Beruf
so wenig Befriedigung, daß er nach
Ablauf seiner Lehrzeit gern die Ge-
legenheit ergriff, in die Expedition
der "Kölnischen Zeitung" einzutreten,
deren Mitarbeiter u. Berichterstatter
er später wurde. Jn dieser Stellung
lebte er bis zu seinem am 7. Mai 1872
erfolgten Tode.

S:

Akkorde der Seele
(Ge.), 1863. - Shakespeare u. South-
ampton, oder: Die letzten Tage der
großen Königin (Schsp.), 1863. - Huß
und Hieronymus (Tr.), 1868. - Ein
Wintermärchen (Ep. D.), 1865. -
Was mir die Stunden brachten (Ge.),
1870. - Die Parias der Gesellschaft
(R.); IV, 1872.

Hickel, J. Karl,

* am 11. Septbr.
1811 in Böhmen, trat, von seinen
Eltern zum Soldaten bestimmt, nach
beendeten Studien als Kadett in ein
Kürassierregiment, das er als Leut-
nant, seiner Verheiratung wegen,
wieder verließ. Bereits in seiner
Jugend Freund der Literatur, wid-
mete er sich nunmehr ganz derselben,
u. da einige zur Aufführung gelangte
dramatische Arbeiten Beifall gefun-
den hatten, so übertrug ihm Hoff-
mann, der damalige Direktor des
ständischen Theaters in Prag, die
Stelle eines Dramaturgen bei der
dortigen Bühne. Jm Jahre 1852
folgte H. in gleicher Eigenschaft dem
Direktor Hoffmann an das Joseph-
städter Theater in Wien. Hier starb
er bereits am 28. September 1855.

S:

Radetzkyfeier (Dram. G.), 1850.
[Spaltenumbruch]

Hie
- Österreichische Kaiserlieder (Ge.),
1855. - Der Minnehof (Poet. Vade-
mekum), 1855.

*Hielscher(-Panten), Elsa,

geb.
in Panten bei Liegnitz (Schlesien), hat
bis jetzt ihren Wohnsitz dort festge-
halten, wenn sie auch oft und für
lange Zeit im Auslande geweilt hat.
Sie widmet ihre Haupttätigkeit der
Frauensache u. besonders dem Kampfe
um das Frauenstimmrecht, und wirkt
nach dieser Richtung hin durch Vor-
träge im Jn- und Auslande.

S:

Ge-
dichte, 1907. Neue Ausg. 1909.

*Hierl, Johann Georg,

geb. am
6. August 1873 in Heldmannsberg,
einem Dörfchen an der oberpfälzischen
Grenze im Jurabergland, siedelte
1877 mit seinen Eltern auf das von
diesen erworbene Einödgut Jnzen-
hof (Oberpfalz) über, wo er in roman-
tischer Einsamkeit seine Jugendjahre
verlebte, besuchte 1884-93 das huma-
nistische Gymnasium in Eichstätt und
studierte dann daselbst im Priester-
seminar Philosophie und Theologie,
worauf er im März 1898 die Priester-
weihe empfing. Jn rascher Folge
wirkte er dann als Hilfspriester in
Waldkirchen, Pölling, Aberzhausen,
als Pfarrverweser in Gnadenberg,
Egweil und Veitsaurach, sowie als
Benefiziumsverweser in Eschenbach
und Kastel, worauf er 1905 zum Pfar-
rer in Neukirchen b. Sulzbach (Ober-
pfalz) ernannt wurde. Seit 1909
wirkt er als Pfarrer in Jahrsdorf bei
Hilpoltstein (Nordbayern).

S:

Sei-
fried Schweppermann (Ein Sang a.
alter Zeit), 1904. - Lieder aus dem
Nordgau, 1906. - Trausnitzlieder
(Dn.), 1906.

*Hieronymus, Karl Ernst Wil-
helm,

geb. am 19. Septbr. 1856 in
Kassel als Sohn eines kurhessischen
Beamten, zeigte schon in früher Ju-
gend eine hervorstechende Neigung,
die Vorgänge in der freien Natur zu
beobachten, wozu ihn die reizvolle
Umgebung seiner Vaterstadt ganz be-

*


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Hick
Schlau muß man ſein (Schw.), 1860.
– Auch eine Tante (Lſp.), 1860. –
Blücher in Höchſt (Feſtſp.), 1863. –
Epiſode aus dem Jahre 1813 (Dr.),
1864. – Der Kurfürſt und die Päch-
terin (Luſtſp.), 1864. – Großbeeren
(Patriot. Dr.), 1865.

Hick, Johann Georg Chriſtoph
Konrad,

wurde am 14. Juli 1829 in
Köln geboren, beſuchte das dortige
Gymnaſium und trat 1847 als Lehr-
ling in ein Handlungshaus; indes
fand er in dem kaufmänniſchen Beruf
ſo wenig Befriedigung, daß er nach
Ablauf ſeiner Lehrzeit gern die Ge-
legenheit ergriff, in die Expedition
der „Kölniſchen Zeitung“ einzutreten,
deren Mitarbeiter u. Berichterſtatter
er ſpäter wurde. Jn dieſer Stellung
lebte er bis zu ſeinem am 7. Mai 1872
erfolgten Tode.

S:

Akkorde der Seele
(Ge.), 1863. – Shakeſpeare u. South-
ampton, oder: Die letzten Tage der
großen Königin (Schſp.), 1863. – Huß
und Hieronymus (Tr.), 1868. – Ein
Wintermärchen (Ep. D.), 1865. –
Was mir die Stunden brachten (Ge.),
1870. – Die Parias der Geſellſchaft
(R.); IV, 1872.

Hickel, J. Karl,

* am 11. Septbr.
1811 in Böhmen, trat, von ſeinen
Eltern zum Soldaten beſtimmt, nach
beendeten Studien als Kadett in ein
Küraſſierregiment, das er als Leut-
nant, ſeiner Verheiratung wegen,
wieder verließ. Bereits in ſeiner
Jugend Freund der Literatur, wid-
mete er ſich nunmehr ganz derſelben,
u. da einige zur Aufführung gelangte
dramatiſche Arbeiten Beifall gefun-
den hatten, ſo übertrug ihm Hoff-
mann, der damalige Direktor des
ſtändiſchen Theaters in Prag, die
Stelle eines Dramaturgen bei der
dortigen Bühne. Jm Jahre 1852
folgte H. in gleicher Eigenſchaft dem
Direktor Hoffmann an das Joſeph-
ſtädter Theater in Wien. Hier ſtarb
er bereits am 28. September 1855.

S:

Radetzkyfeier (Dram. G.), 1850.
[Spaltenumbruch]

Hie
– Öſterreichiſche Kaiſerlieder (Ge.),
1855. – Der Minnehof (Poet. Vade-
mekum), 1855.

*Hielſcher(-Panten), Elſa,

geb.
in Panten bei Liegnitz (Schleſien), hat
bis jetzt ihren Wohnſitz dort feſtge-
halten, wenn ſie auch oft und für
lange Zeit im Auslande geweilt hat.
Sie widmet ihre Haupttätigkeit der
Frauenſache u. beſonders dem Kampfe
um das Frauenſtimmrecht, und wirkt
nach dieſer Richtung hin durch Vor-
träge im Jn- und Auslande.

S:

Ge-
dichte, 1907. Neue Ausg. 1909.

*Hierl, Johann Georg,

geb. am
6. Auguſt 1873 in Heldmannsberg,
einem Dörfchen an der oberpfälziſchen
Grenze im Jurabergland, ſiedelte
1877 mit ſeinen Eltern auf das von
dieſen erworbene Einödgut Jnzen-
hof (Oberpfalz) über, wo er in roman-
tiſcher Einſamkeit ſeine Jugendjahre
verlebte, beſuchte 1884–93 das huma-
niſtiſche Gymnaſium in Eichſtätt und
ſtudierte dann daſelbſt im Prieſter-
ſeminar Philoſophie und Theologie,
worauf er im März 1898 die Prieſter-
weihe empfing. Jn raſcher Folge
wirkte er dann als Hilfsprieſter in
Waldkirchen, Pölling, Aberzhauſen,
als Pfarrverweſer in Gnadenberg,
Egweil und Veitsaurach, ſowie als
Benefiziumsverweſer in Eſchenbach
und Kaſtel, worauf er 1905 zum Pfar-
rer in Neukirchen b. Sulzbach (Ober-
pfalz) ernannt wurde. Seit 1909
wirkt er als Pfarrer in Jahrsdorf bei
Hilpoltſtein (Nordbayern).

S:

Sei-
fried Schweppermann (Ein Sang a.
alter Zeit), 1904. – Lieder aus dem
Nordgau, 1906. – Trausnitzlieder
(Dn.), 1906.

*Hieronymus, Karl Ernſt Wil-
helm,

geb. am 19. Septbr. 1856 in
Kaſſel als Sohn eines kurheſſiſchen
Beamten, zeigte ſchon in früher Ju-
gend eine hervorſtechende Neigung,
die Vorgänge in der freien Natur zu
beobachten, wozu ihn die reizvolle
Umgebung ſeiner Vaterſtadt ganz be-

*
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[207/0211] Hick Hie Schlau muß man ſein (Schw.), 1860. – Auch eine Tante (Lſp.), 1860. – Blücher in Höchſt (Feſtſp.), 1863. – Epiſode aus dem Jahre 1813 (Dr.), 1864. – Der Kurfürſt und die Päch- terin (Luſtſp.), 1864. – Großbeeren (Patriot. Dr.), 1865. Hick, Johann Georg Chriſtoph Konrad, wurde am 14. Juli 1829 in Köln geboren, beſuchte das dortige Gymnaſium und trat 1847 als Lehr- ling in ein Handlungshaus; indes fand er in dem kaufmänniſchen Beruf ſo wenig Befriedigung, daß er nach Ablauf ſeiner Lehrzeit gern die Ge- legenheit ergriff, in die Expedition der „Kölniſchen Zeitung“ einzutreten, deren Mitarbeiter u. Berichterſtatter er ſpäter wurde. Jn dieſer Stellung lebte er bis zu ſeinem am 7. Mai 1872 erfolgten Tode. S: Akkorde der Seele (Ge.), 1863. – Shakeſpeare u. South- ampton, oder: Die letzten Tage der großen Königin (Schſp.), 1863. – Huß und Hieronymus (Tr.), 1868. – Ein Wintermärchen (Ep. D.), 1865. – Was mir die Stunden brachten (Ge.), 1870. – Die Parias der Geſellſchaft (R.); IV, 1872. Hickel, J. Karl, * am 11. Septbr. 1811 in Böhmen, trat, von ſeinen Eltern zum Soldaten beſtimmt, nach beendeten Studien als Kadett in ein Küraſſierregiment, das er als Leut- nant, ſeiner Verheiratung wegen, wieder verließ. Bereits in ſeiner Jugend Freund der Literatur, wid- mete er ſich nunmehr ganz derſelben, u. da einige zur Aufführung gelangte dramatiſche Arbeiten Beifall gefun- den hatten, ſo übertrug ihm Hoff- mann, der damalige Direktor des ſtändiſchen Theaters in Prag, die Stelle eines Dramaturgen bei der dortigen Bühne. Jm Jahre 1852 folgte H. in gleicher Eigenſchaft dem Direktor Hoffmann an das Joſeph- ſtädter Theater in Wien. Hier ſtarb er bereits am 28. September 1855. S: Radetzkyfeier (Dram. G.), 1850. – Öſterreichiſche Kaiſerlieder (Ge.), 1855. – Der Minnehof (Poet. Vade- mekum), 1855. *Hielſcher(-Panten), Elſa, geb. in Panten bei Liegnitz (Schleſien), hat bis jetzt ihren Wohnſitz dort feſtge- halten, wenn ſie auch oft und für lange Zeit im Auslande geweilt hat. Sie widmet ihre Haupttätigkeit der Frauenſache u. beſonders dem Kampfe um das Frauenſtimmrecht, und wirkt nach dieſer Richtung hin durch Vor- träge im Jn- und Auslande. S: Ge- dichte, 1907. Neue Ausg. 1909. *Hierl, Johann Georg, geb. am 6. Auguſt 1873 in Heldmannsberg, einem Dörfchen an der oberpfälziſchen Grenze im Jurabergland, ſiedelte 1877 mit ſeinen Eltern auf das von dieſen erworbene Einödgut Jnzen- hof (Oberpfalz) über, wo er in roman- tiſcher Einſamkeit ſeine Jugendjahre verlebte, beſuchte 1884–93 das huma- niſtiſche Gymnaſium in Eichſtätt und ſtudierte dann daſelbſt im Prieſter- ſeminar Philoſophie und Theologie, worauf er im März 1898 die Prieſter- weihe empfing. Jn raſcher Folge wirkte er dann als Hilfsprieſter in Waldkirchen, Pölling, Aberzhauſen, als Pfarrverweſer in Gnadenberg, Egweil und Veitsaurach, ſowie als Benefiziumsverweſer in Eſchenbach und Kaſtel, worauf er 1905 zum Pfar- rer in Neukirchen b. Sulzbach (Ober- pfalz) ernannt wurde. Seit 1909 wirkt er als Pfarrer in Jahrsdorf bei Hilpoltſtein (Nordbayern). S: Sei- fried Schweppermann (Ein Sang a. alter Zeit), 1904. – Lieder aus dem Nordgau, 1906. – Trausnitzlieder (Dn.), 1906. *Hieronymus, Karl Ernſt Wil- helm, geb. am 19. Septbr. 1856 in Kaſſel als Sohn eines kurheſſiſchen Beamten, zeigte ſchon in früher Ju- gend eine hervorſtechende Neigung, die Vorgänge in der freien Natur zu beobachten, wozu ihn die reizvolle Umgebung ſeiner Vaterſtadt ganz be- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 207. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/211>, abgerufen am 24.03.2019.