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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Februar 1888.

S:

Die Abendmahls-
kinder von E. Tegner; übers., 1864.
- Axel (G. von Tegner; übers.), 1865.
- Die Hochzeit zu Ulfasa (Schsp. von
Franz Hedberg; f. d. deutsche Bühne
bearb.), 1872. - Das Erbe Wasas
(Schsp. von Hedberg; f. d. deutsche
Bühne bearb.), 1874. - Die Nachbarn
(Dr. Scherz n. d. Schwed.), 1875. -
Die Töchter des Majors (Lustsp. von
F. Hedberg; für die deutsche Bühne
bearb.), 1876. - Nichte und Fräulein
Nichte (Lstsp.), 1879.

*Hilger, Joseph,

geboren am
23. März 1857 zu Kottenheim im
Kreise Mayen (Rheinprovinz), be-
suchte die Volksschule seines Heimats-
ortes, 1874-77 das Lehrerseminar zu
Boppard am Rhein, genügte dann in
Metz seiner Militärpflicht als Frei-
williger und wurde darauf Lehrer in
Weiler am Rhein. Am 1. März 1880
nach Mayen berufen, wirkt er jetzt
daselbst als Hauptlehrer.

S:

Ge-
dichte, 1893. - Dichterklänge vom
Laacher See und seiner Umgebung,
1897. 3. A. 1906. - Bunte Blätter
(Neue Ge.), 1907.

*Hilgert, Anton,

pseud. Anton
Endersdorf,
wurde am 17. Febr.
1861 in Paucsova (Ungarn) als der
Sohn eines Militärlehrers an der
dortigen Militärschule, späteren Si-
cherheitsbeamten in Wien, geboren,
besuchte an beiden Orten die Mit-
telschulen und erlernte 1873-77 bei
seinem Großvater mütterlicherseits
in Pancsova das Rauchfangkehrer-
handwerk. Als Gehilfe arbeitete er
1877-81 in Semlin, Troppau, Mähr.-
Ostrau und Neusatz; dann genügte
er 1881-84 seiner Militärpflicht im
Jnfanterie-Regiment Kaiser Franz
Joseph u. machte die Jnsurrektions-
Kampagne in Bosnien u. der Herze-
gowina mit (1881-82). Er arbeitete
danach wieder als Rauchfangkehrer-
gehilfe in Neusatz (Ungarn), wurde
1889 Meister in Ruma in Slawo-
nien, gab aber 1893, in der Hoff-
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nung, anderswo seine Verhältnisse
zu verbessern, sein Geschäft auf und
ging nach Wien, wo er das Fachblatt
"Neue allgem. österr.-ungar. Rauch-
fangkehrer-Zeitung" gründete. Die-
ses einzig in Österreich-Ungarn be-
stehende Fachblatt redigiert er noch
heute. Auch ist er seit 1899 wieder
Rauchfangkehrer-Meister in einem
Wiener Bezirk. Als Dichter ist H.
völlig Autodidakt.

S:

Fata Mor-
gana. Zwei Freunde (2 En.), 1896.
- Haß und Liebe (E.), 1899.

*Hill, Anna,

geb. am 21. Nov. 1860
zu Frankfurt a. M. als die Tochter
wohlhabender Eltern, hatte als jun-
ges Mädchen den sehnlichsten Wunsch,
zur Bühne zu gehen, da ihr ein
großes schauspielerisches Talent zu
eigen war. Wenngleich nun ihre Ver-
lobung und Verheiratung (1879)
ihr die Bühnenlaufbahn für immer
verschloß, so verwertet sie doch ihr
Talent immer noch in Privatgesell-
schaften, und es wird in Frankfurt
selten eine größere Festlichkeit ver-
anstaltet, bei der ihre Mitwirkung
nicht erbeten wird. Kein Wunder, daß
sie schließlich selbst in eigenen drama-
tischen Arbeiten sich versuchte und
auch sonst schriftstellerisch tätig er-
wies (in Feuilletons, Referaten über
Theater und Kunst). Anna H. lebt
an der Seite ihres Gatten Gustav H.,
des Oberinspektors und Prokuristen
der Versicherungsgesellschaft "Pro-
videntia" in den glücklichsten Ver-
hältnissen in ihrer Vaterstadt.

S:


Diana (Lsp.), 1887. - Kompromit-
tiert (Lsp.), 1889. - Jch suche eine
Stelle als Köchin! (Lsp.), 1891. - Jn
Feindesland (Sz. a. d. deutsch-franz.
Kriege), 1899. - Erlkönig (Schw.),
1900. - Der rote Schornsteinfeger
(Schw.), 1905. - Jn der neuen Hei-
mat (Festsp. f. Kolonialvereine), 1908.

*Hill, Karl Heinz,

geb. am 26. Ja-
nuar 1883 in Altenhaßlau bei Geln-
hausen als Sohn eines Hotelbesitzers,
besuchte vom 6. bis 10. Jahre die

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Hil
Februar 1888.

S:

Die Abendmahls-
kinder von E. Tegnér; überſ., 1864.
– Axel (G. von Tegnér; überſ.), 1865.
– Die Hochzeit zu Ulfaſa (Schſp. von
Franz Hedberg; f. d. deutſche Bühne
bearb.), 1872. – Das Erbe Waſas
(Schſp. von Hedberg; f. d. deutſche
Bühne bearb.), 1874. – Die Nachbarn
(Dr. Scherz n. d. Schwed.), 1875. –
Die Töchter des Majors (Luſtſp. von
F. Hedberg; für die deutſche Bühne
bearb.), 1876. – Nichte und Fräulein
Nichte (Lſtſp.), 1879.

*Hilger, Joſeph,

geboren am
23. März 1857 zu Kottenheim im
Kreiſe Mayen (Rheinprovinz), be-
ſuchte die Volksſchule ſeines Heimats-
ortes, 1874–77 das Lehrerſeminar zu
Boppard am Rhein, genügte dann in
Metz ſeiner Militärpflicht als Frei-
williger und wurde darauf Lehrer in
Weiler am Rhein. Am 1. März 1880
nach Mayen berufen, wirkt er jetzt
daſelbſt als Hauptlehrer.

S:

Ge-
dichte, 1893. – Dichterklänge vom
Laacher See und ſeiner Umgebung,
1897. 3. A. 1906. – Bunte Blätter
(Neue Ge.), 1907.

*Hilgert, Anton,

pſeud. Anton
Endersdorf,
wurde am 17. Febr.
1861 in Paucſova (Ungarn) als der
Sohn eines Militärlehrers an der
dortigen Militärſchule, ſpäteren Si-
cherheitsbeamten in Wien, geboren,
beſuchte an beiden Orten die Mit-
telſchulen und erlernte 1873–77 bei
ſeinem Großvater mütterlicherſeits
in Pancſova das Rauchfangkehrer-
handwerk. Als Gehilfe arbeitete er
1877–81 in Semlin, Troppau, Mähr.-
Oſtrau und Neuſatz; dann genügte
er 1881–84 ſeiner Militärpflicht im
Jnfanterie-Regiment Kaiſer Franz
Joſeph u. machte die Jnſurrektions-
Kampagne in Bosnien u. der Herze-
gowina mit (1881–82). Er arbeitete
danach wieder als Rauchfangkehrer-
gehilfe in Neuſatz (Ungarn), wurde
1889 Meiſter in Ruma in Slawo-
nien, gab aber 1893, in der Hoff-
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Hil
nung, anderswo ſeine Verhältniſſe
zu verbeſſern, ſein Geſchäft auf und
ging nach Wien, wo er das Fachblatt
„Neue allgem. öſterr.-ungar. Rauch-
fangkehrer-Zeitung“ gründete. Die-
ſes einzig in Öſterreich-Ungarn be-
ſtehende Fachblatt redigiert er noch
heute. Auch iſt er ſeit 1899 wieder
Rauchfangkehrer-Meiſter in einem
Wiener Bezirk. Als Dichter iſt H.
völlig Autodidakt.

S:

Fata Mor-
gana. Zwei Freunde (2 En.), 1896.
– Haß und Liebe (E.), 1899.

*Hill, Anna,

geb. am 21. Nov. 1860
zu Frankfurt a. M. als die Tochter
wohlhabender Eltern, hatte als jun-
ges Mädchen den ſehnlichſten Wunſch,
zur Bühne zu gehen, da ihr ein
großes ſchauſpieleriſches Talent zu
eigen war. Wenngleich nun ihre Ver-
lobung und Verheiratung (1879)
ihr die Bühnenlaufbahn für immer
verſchloß, ſo verwertet ſie doch ihr
Talent immer noch in Privatgeſell-
ſchaften, und es wird in Frankfurt
ſelten eine größere Feſtlichkeit ver-
anſtaltet, bei der ihre Mitwirkung
nicht erbeten wird. Kein Wunder, daß
ſie ſchließlich ſelbſt in eigenen drama-
tiſchen Arbeiten ſich verſuchte und
auch ſonſt ſchriftſtelleriſch tätig er-
wies (in Feuilletons, Referaten über
Theater und Kunſt). Anna H. lebt
an der Seite ihres Gatten Guſtav H.,
des Oberinſpektors und Prokuriſten
der Verſicherungsgeſellſchaft „Pro-
videntia“ in den glücklichſten Ver-
hältniſſen in ihrer Vaterſtadt.

S:


Diana (Lſp.), 1887. – Kompromit-
tiert (Lſp.), 1889. – Jch ſuche eine
Stelle als Köchin! (Lſp.), 1891. – Jn
Feindesland (Sz. a. d. deutſch-franz.
Kriege), 1899. – Erlkönig (Schw.),
1900. – Der rote Schornſteinfeger
(Schw.), 1905. – Jn der neuen Hei-
mat (Feſtſp. f. Kolonialvereine), 1908.

*Hill, Karl Heinz,

geb. am 26. Ja-
nuar 1883 in Altenhaßlau bei Geln-
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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 211. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/215>, abgerufen am 21.03.2019.