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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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grün (Hochdeutsche und schwäbische
Ge.), 1886. 4. A. 1897. - Naive Welt
(Schwäbische Lr. und Jd.), 1891. 4. A.
1904.

Hiller, Olga,

Pseudon. für Olga
Heuser;
s. d.!

Hillermann, Johann Wilhelm,

*
zu Hamburg 1801, war seit 1828
Feldwebel beim Jägerbataillon des
Hamburger Bürgermilitärs u. starb
am 17. Oktober 1841.

S:

Drama-
tische Arbeiten, Erzählungen und Ge-
dichte, 1836. - Neueste Erzählungen;
2 Hefte, 1837.

Hillern, Hermine v.,

s. Hermine
Diemer!

*Hillern, Wilhelmine von,

wurde
am 11. März 1836 zu München ge-
boren und ist das einzige Kind des
durch seine "Geschichte Ludwig Phi-
lipps", sowie durch sonstige publizi-
stische und belletristische Schriften
rühmlichst bekannten Dr. Christian
Birch
und der dramatischen Schrift-
stellerin Charlotte Birch-Pfeif-
fer.
Wilhelmine erhielt im elter-
lichen Hause in Berlin unter der Lei-
tung ihrer feinbegabten Eltern durch
treffliche Lehrer eine sorgsame Er-
ziehung. Es war ein reger geistiger
Verkehr künstlerisch und wissenschaft-
lich bedeutender Menschen in diesem
Hause, der auf das junge Talent
nicht ohne Wirkung bleiben konnte.
Das zarte Wesen und schnelle Wachs-
tum des Kindes flößten der Mutter
so große Besorgnisse ein, daß diese
ihre Tochter von allem fernzuhalten
suchte, was deren reizbare Phan-
tasie entzücken konnte, und deshalb
ihr erst im 12. Jahre den Besuch
eines Theaters gestattete. Dann aber
wurde W. durch das geistvolle Spiel
Davisons und der Rachel derart hin-
gerissen, daß sie den Entschluß faßte,
sich gleichfalls der Bühne zu widmen,
die sie denn auch als "Julia" im Jahre
1854 in Gotha zum erstenmal betrat.
Die Zeit ihrer kurzen theatralischen
Laufbahn füllen ihre Gastspiele an
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den Hoftheatern zu Braunschweig,
Karlsruhe, Berlin, an den Stadt-
theatern zu Frankfurt a. M., Ham-
burg und andern Orten, sowie ein
Engagement am Hof- und National-
theater zu Mannheim aus. Schon
1857 schied sie von der Bühne, da sie
sich mit dem badischen Kammerherrn
und Hofgerichtsdirektor v. Hillern
in Freiburg i. Br. vermählte. Nun-
mehr suchte ihr schöpferischer Geist
auf einem andern Gebiete, dem der
dichterischen Produktion, Befriedi-
gung. Durch die Berührung mit den
bedeutendsten Vertretern der Frei-
burger Universität gewann sie eine
wesentliche Erweiterung ihrer Kennt-
nisse und Anschauungen, und gleich
ihr erster Roman "Doppelleben"
sicherte ihr von vornherein eine ge-
achtete Stellung in der Dichterwelt.
Durch ihre späteren Arbeiten hat sie
sich dieselbe zu erhalten gewußt. Die
Dichterin, die am 8. Dezember 1882
ihren Gatten durch den Tod verlor,
siedelte einige Jahre später nach
Oberammergau über, wo sie im Herbst
1904 zur katholischen Kirche übertrat.

S:

Doppelleben (R.); II, 1865. - Ein
Arzt der Seele (R.); IV, 1869. 5. A.
1906. - Aus eigener Kraft (R.), III;
1872. 3. A. 1896. - Guten Abend!
(Bluette), 1873. - Ein Autographen-
sammler (Lustsp.), 1874. - Die Geyer-
Wally (E.); II, 1875; dramatisiert
1880. - Höher als die Kirche (E.),
1877. - Die Augen der Liebe (Lsp.),
1878. - Und sie kommt doch! (E.);
III, 1879. 6. A. 1907. - Die Fried-
hofsblume (N.), 1883. - Am Kreuz
(Passionsroman a. Oberammergau);
II, 1890. 2. A. 1900. - 's Reis am
Weg (Eine Gesch. a. d. Jsarwinkel),
1897. - Ein alter Streit (R. aus dem
bayer. Volksleben), 1898. - Der Ge-
waltigste (R.), 1901. - Ein Sklave
der Freiheit (R.), 1903.

Hillisch, Joseph Hermann,

geb.
1825 in Wien, erlernte daselbst die
Buchdruckerei u. arbeitete in verschie-

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Hil
grün (Hochdeutſche und ſchwäbiſche
Ge.), 1886. 4. A. 1897. – Naive Welt
(Schwäbiſche Lr. und Jd.), 1891. 4. A.
1904.

Hiller, Olga,

Pſeudon. für Olga
Heuſer;
ſ. d.!

Hillermann, Johann Wilhelm,

*
zu Hamburg 1801, war ſeit 1828
Feldwebel beim Jägerbataillon des
Hamburger Bürgermilitärs u. ſtarb
am 17. Oktober 1841.

S:

Drama-
tiſche Arbeiten, Erzählungen und Ge-
dichte, 1836. – Neueſte Erzählungen;
2 Hefte, 1837.

Hillern, Hermine v.,

ſ. Hermine
Diemer!

*Hillern, Wilhelmine von,

wurde
am 11. März 1836 zu München ge-
boren und iſt das einzige Kind des
durch ſeine „Geſchichte Ludwig Phi-
lipps“, ſowie durch ſonſtige publizi-
ſtiſche und belletriſtiſche Schriften
rühmlichſt bekannten Dr. Chriſtian
Birch
und der dramatiſchen Schrift-
ſtellerin Charlotte Birch-Pfeif-
fer.
Wilhelmine erhielt im elter-
lichen Hauſe in Berlin unter der Lei-
tung ihrer feinbegabten Eltern durch
treffliche Lehrer eine ſorgſame Er-
ziehung. Es war ein reger geiſtiger
Verkehr künſtleriſch und wiſſenſchaft-
lich bedeutender Menſchen in dieſem
Hauſe, der auf das junge Talent
nicht ohne Wirkung bleiben konnte.
Das zarte Weſen und ſchnelle Wachs-
tum des Kindes flößten der Mutter
ſo große Beſorgniſſe ein, daß dieſe
ihre Tochter von allem fernzuhalten
ſuchte, was deren reizbare Phan-
taſie entzücken konnte, und deshalb
ihr erſt im 12. Jahre den Beſuch
eines Theaters geſtattete. Dann aber
wurde W. durch das geiſtvolle Spiel
Daviſons und der Rachel derart hin-
geriſſen, daß ſie den Entſchluß faßte,
ſich gleichfalls der Bühne zu widmen,
die ſie denn auch als „Julia“ im Jahre
1854 in Gotha zum erſtenmal betrat.
Die Zeit ihrer kurzen theatraliſchen
Laufbahn füllen ihre Gaſtſpiele an
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den Hoftheatern zu Braunſchweig,
Karlsruhe, Berlin, an den Stadt-
theatern zu Frankfurt a. M., Ham-
burg und andern Orten, ſowie ein
Engagement am Hof- und National-
theater zu Mannheim aus. Schon
1857 ſchied ſie von der Bühne, da ſie
ſich mit dem badiſchen Kammerherrn
und Hofgerichtsdirektor v. Hillern
in Freiburg i. Br. vermählte. Nun-
mehr ſuchte ihr ſchöpferiſcher Geiſt
auf einem andern Gebiete, dem der
dichteriſchen Produktion, Befriedi-
gung. Durch die Berührung mit den
bedeutendſten Vertretern der Frei-
burger Univerſität gewann ſie eine
weſentliche Erweiterung ihrer Kennt-
niſſe und Anſchauungen, und gleich
ihr erſter Roman „Doppelleben“
ſicherte ihr von vornherein eine ge-
achtete Stellung in der Dichterwelt.
Durch ihre ſpäteren Arbeiten hat ſie
ſich dieſelbe zu erhalten gewußt. Die
Dichterin, die am 8. Dezember 1882
ihren Gatten durch den Tod verlor,
ſiedelte einige Jahre ſpäter nach
Oberammergau über, wo ſie im Herbſt
1904 zur katholiſchen Kirche übertrat.

S:

Doppelleben (R.); II, 1865. – Ein
Arzt der Seele (R.); IV, 1869. 5. A.
1906. – Aus eigener Kraft (R.), III;
1872. 3. A. 1896. – Guten Abend!
(Bluette), 1873. – Ein Autographen-
ſammler (Luſtſp.), 1874. – Die Geyer-
Wally (E.); II, 1875; dramatiſiert
1880. – Höher als die Kirche (E.),
1877. – Die Augen der Liebe (Lſp.),
1878. – Und ſie kommt doch! (E.);
III, 1879. 6. A. 1907. – Die Fried-
hofsblume (N.), 1883. – Am Kreuz
(Paſſionsroman a. Oberammergau);
II, 1890. 2. A. 1900. – ’s Reis am
Weg (Eine Geſch. a. d. Jſarwinkel),
1897. – Ein alter Streit (R. aus dem
bayer. Volksleben), 1898. – Der Ge-
waltigſte (R.), 1901. – Ein Sklave
der Freiheit (R.), 1903.

Hilliſch, Joſeph Hermann,

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1825 in Wien, erlernte daſelbſt die
Buchdruckerei u. arbeitete in verſchie-

*
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[214/0218] Hil Hil grün (Hochdeutſche und ſchwäbiſche Ge.), 1886. 4. A. 1897. – Naive Welt (Schwäbiſche Lr. und Jd.), 1891. 4. A. 1904. Hiller, Olga, Pſeudon. für Olga Heuſer; ſ. d.! Hillermann, Johann Wilhelm, * zu Hamburg 1801, war ſeit 1828 Feldwebel beim Jägerbataillon des Hamburger Bürgermilitärs u. ſtarb am 17. Oktober 1841. S: Drama- tiſche Arbeiten, Erzählungen und Ge- dichte, 1836. – Neueſte Erzählungen; 2 Hefte, 1837. Hillern, Hermine v., ſ. Hermine Diemer! *Hillern, Wilhelmine von, wurde am 11. März 1836 zu München ge- boren und iſt das einzige Kind des durch ſeine „Geſchichte Ludwig Phi- lipps“, ſowie durch ſonſtige publizi- ſtiſche und belletriſtiſche Schriften rühmlichſt bekannten Dr. Chriſtian Birch und der dramatiſchen Schrift- ſtellerin Charlotte Birch-Pfeif- fer. Wilhelmine erhielt im elter- lichen Hauſe in Berlin unter der Lei- tung ihrer feinbegabten Eltern durch treffliche Lehrer eine ſorgſame Er- ziehung. Es war ein reger geiſtiger Verkehr künſtleriſch und wiſſenſchaft- lich bedeutender Menſchen in dieſem Hauſe, der auf das junge Talent nicht ohne Wirkung bleiben konnte. Das zarte Weſen und ſchnelle Wachs- tum des Kindes flößten der Mutter ſo große Beſorgniſſe ein, daß dieſe ihre Tochter von allem fernzuhalten ſuchte, was deren reizbare Phan- taſie entzücken konnte, und deshalb ihr erſt im 12. Jahre den Beſuch eines Theaters geſtattete. Dann aber wurde W. durch das geiſtvolle Spiel Daviſons und der Rachel derart hin- geriſſen, daß ſie den Entſchluß faßte, ſich gleichfalls der Bühne zu widmen, die ſie denn auch als „Julia“ im Jahre 1854 in Gotha zum erſtenmal betrat. Die Zeit ihrer kurzen theatraliſchen Laufbahn füllen ihre Gaſtſpiele an den Hoftheatern zu Braunſchweig, Karlsruhe, Berlin, an den Stadt- theatern zu Frankfurt a. M., Ham- burg und andern Orten, ſowie ein Engagement am Hof- und National- theater zu Mannheim aus. Schon 1857 ſchied ſie von der Bühne, da ſie ſich mit dem badiſchen Kammerherrn und Hofgerichtsdirektor v. Hillern in Freiburg i. Br. vermählte. Nun- mehr ſuchte ihr ſchöpferiſcher Geiſt auf einem andern Gebiete, dem der dichteriſchen Produktion, Befriedi- gung. Durch die Berührung mit den bedeutendſten Vertretern der Frei- burger Univerſität gewann ſie eine weſentliche Erweiterung ihrer Kennt- niſſe und Anſchauungen, und gleich ihr erſter Roman „Doppelleben“ ſicherte ihr von vornherein eine ge- achtete Stellung in der Dichterwelt. Durch ihre ſpäteren Arbeiten hat ſie ſich dieſelbe zu erhalten gewußt. Die Dichterin, die am 8. Dezember 1882 ihren Gatten durch den Tod verlor, ſiedelte einige Jahre ſpäter nach Oberammergau über, wo ſie im Herbſt 1904 zur katholiſchen Kirche übertrat. S: Doppelleben (R.); II, 1865. – Ein Arzt der Seele (R.); IV, 1869. 5. A. 1906. – Aus eigener Kraft (R.), III; 1872. 3. A. 1896. – Guten Abend! (Bluette), 1873. – Ein Autographen- ſammler (Luſtſp.), 1874. – Die Geyer- Wally (E.); II, 1875; dramatiſiert 1880. – Höher als die Kirche (E.), 1877. – Die Augen der Liebe (Lſp.), 1878. – Und ſie kommt doch! (E.); III, 1879. 6. A. 1907. – Die Fried- hofsblume (N.), 1883. – Am Kreuz (Paſſionsroman a. Oberammergau); II, 1890. 2. A. 1900. – ’s Reis am Weg (Eine Geſch. a. d. Jſarwinkel), 1897. – Ein alter Streit (R. aus dem bayer. Volksleben), 1898. – Der Ge- waltigſte (R.), 1901. – Ein Sklave der Freiheit (R.), 1903. Hilliſch, Joſeph Hermann, geb. 1825 in Wien, erlernte daſelbſt die Buchdruckerei u. arbeitete in verſchie- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 214. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/218>, abgerufen am 19.03.2019.