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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Hla
der Beschäftigung mit der Dichtkunst
widmet.

S:

Weltenmorgen (Dr. G.);
III, 1896-97 (Jnhalt: I. Jm Himmel:
Der Sturz der Engel. - II. Jm Pa-
radiese: Der Sündenfall. - III. Auf
der Erde: Das erste Opfer.) 5. A.
1907. - An der Schwelle des Gerichts
(Ein Streitgedicht ohne Ende. 1. Tl.),
1902. - Gedichte, 1905.

*Hlawacek, Eduard,

psd. Edward,
* am 25. September 1808 zu Karls-
bad in Böhmen, besuchte die Gymna-
sien zu Schlackenwerth und Prag, ab-
solvierte hier auch den philosophi-
schen Kursus u. studierte dann teils
in Wien, teils in Prag Medizin. Den
Winter von 1833 zu 1834 verbrachte
er zum größten Teil in Padua, wo
er auch zum Doktor promovierte, be-
suchte von dort aus einigemal Ve-
nedig, wo er Wilibald Alexis kennen
lernte, u. ließ sich dann 1834 in sei-
ner Vaterstadt Karlsbad als Brun-
nenarzt nieder. Die Wintermonate
verlebte er meist an andern Orten,
so unter andern von 1839-1840 in
Paris, wo er Heinr. Heine und Hein-
rich Laube, sowie den französischen
Gelehrten Littre persönlich kennen
lernte, 1844-45 in Jtalien, 1847 in
Kopenhagen, mehrmals in Magde-
burg u. Meran. Er starb in Karls-
bad am 25. September 1883.

S:


Gedichte, 1874.

Höarmeckan, F.,

Pseudon. für
Friedrich Storck; s. d.!

Hobe, Marie von,

psd. Kerimee
Hanoum,
wurde zu Münster i. W.
als die Tochter des Obersten Gutt-
zeit
geboren u. bereits mit 16 Jah-
ren zum erstenmal an einen Ritter-
gutsbesitzer in Westpreußen verhei-
ratet. Jm Jahre 1882 vermählte sie
sich zum zweitenmal, und zwar mit
dem damaligen Rittmeister im ba-
dischen Dragonerregiment, v. Hobe,
der dann bald darauf als Divisions-
adjutant nach Stettin versetzt wurde.
Jm Frühjahr 1883 erhielt von Hobe
durch Kaiser Wilhelm I. ein Kom-
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Hob
mando nach der Türkei und wurde
hier bald Pascha und Oberstallmeister
und Generaladjutant des Sultans in
Konstantinopel. Marie v. H. selbst
erlernte bald die türkische Sprache u.
erfreute sich gleich ihrem Gatten der
Gunst des Sultans u. der Sultanin.
Sie ward auch stets den Herrschaf-
ten, die den Orient und den Sultan
besuchten, attachiert - wie der Kö-
nigin von Schweden, der Erzherzogin
Stephanie, der Großherzogin von
Mecklenburg, der deutschen Kaiserin
-- führte dieselben in den Harem des
Sultans u. machte daselbst die Hon-
neurs. Auch war sie stets bemüht,
in ihrer Stellung ihren Landsleuten
soviel als möglich zu nützen, und hat
sie namentlich vielen Erzieherinnen
in Konstantinopel zu gesicherten Stel-
lungen verholfen. Jm Jahre 1894
kehrte sie mit ihrem Gatten nach
Deutschland zurück, und erhielt der-
selbe das Kommando über die 10. Ka-
vallerie-Brigade in Posen.

S:

Ha-
remsbilder, 1896. Neue Ausg. u. d.
T.: Was der Außenwelt verschlossen,
1904. Neue Folge u. d. T.: Vom
Orient zum Okzident, 1897. - Xia
(Weiteres vom Orient u. Okzident),
1901. - Hofluft (Xia; Lsp.), 1907.

*Hobein, Eduard,

ein Sohn des
Advokaten u. Dichters L. T. A. Hobein
in Schwerin (Mecklenburg), wurde
daselbst am 24. März 1817 geboren,
besuchte das dortige Gymnasium und
studierte von 1839-1843 die Rechte,
worauf er sich 1845 in seiner Vater-
stadt als Advokat niederließ. Da-
neben war er Konsulent des Hof-
theaters und fungierte als Regie-
rungskommissar der Mecklenburgi-
schen Hypotheken- und Wechselbank.
Jm Jahre 1875 wurde er zum Hof-
rat ernannt. Er starb am 28. Mai
1882.

S:

Ulrich v. Hutten (Tr.), 1845.
- Gedichte, 1853. - Mazarins Pate
(Lsp.), 1858. - Blömings un Blomen
ut frömden Gor'n (Plattd. Ge.), 1860.
- Das Buch der Hymnen (Kirchen-

*


[Spaltenumbruch]

Hla
der Beſchäftigung mit der Dichtkunſt
widmet.

S:

Weltenmorgen (Dr. G.);
III, 1896–97 (Jnhalt: I. Jm Himmel:
Der Sturz der Engel. – II. Jm Pa-
radieſe: Der Sündenfall. – III. Auf
der Erde: Das erſte Opfer.) 5. A.
1907. – An der Schwelle des Gerichts
(Ein Streitgedicht ohne Ende. 1. Tl.),
1902. – Gedichte, 1905.

*Hlawacek, Eduard,

pſd. Edward,
* am 25. September 1808 zu Karls-
bad in Böhmen, beſuchte die Gymna-
ſien zu Schlackenwerth und Prag, ab-
ſolvierte hier auch den philoſophi-
ſchen Kurſus u. ſtudierte dann teils
in Wien, teils in Prag Medizin. Den
Winter von 1833 zu 1834 verbrachte
er zum größten Teil in Padua, wo
er auch zum Doktor promovierte, be-
ſuchte von dort aus einigemal Ve-
nedig, wo er Wilibald Alexis kennen
lernte, u. ließ ſich dann 1834 in ſei-
ner Vaterſtadt Karlsbad als Brun-
nenarzt nieder. Die Wintermonate
verlebte er meiſt an andern Orten,
ſo unter andern von 1839–1840 in
Paris, wo er Heinr. Heine und Hein-
rich Laube, ſowie den franzöſiſchen
Gelehrten Littré perſönlich kennen
lernte, 1844–45 in Jtalien, 1847 in
Kopenhagen, mehrmals in Magde-
burg u. Meran. Er ſtarb in Karls-
bad am 25. September 1883.

S:


Gedichte, 1874.

Höarmeckan, F.,

Pſeudon. für
Friedrich Storck; ſ. d.!

Hobe, Marie von,

pſd. Kerimée
Hanoum,
wurde zu Münſter i. W.
als die Tochter des Oberſten Gutt-
zeit
geboren u. bereits mit 16 Jah-
ren zum erſtenmal an einen Ritter-
gutsbeſitzer in Weſtpreußen verhei-
ratet. Jm Jahre 1882 vermählte ſie
ſich zum zweitenmal, und zwar mit
dem damaligen Rittmeiſter im ba-
diſchen Dragonerregiment, v. Hobe,
der dann bald darauf als Diviſions-
adjutant nach Stettin verſetzt wurde.
Jm Frühjahr 1883 erhielt von Hobe
durch Kaiſer Wilhelm I. ein Kom-
[Spaltenumbruch]

Hob
mando nach der Türkei und wurde
hier bald Paſcha und Oberſtallmeiſter
und Generaladjutant des Sultans in
Konſtantinopel. Marie v. H. ſelbſt
erlernte bald die türkiſche Sprache u.
erfreute ſich gleich ihrem Gatten der
Gunſt des Sultans u. der Sultanin.
Sie ward auch ſtets den Herrſchaf-
ten, die den Orient und den Sultan
beſuchten, attachiert – wie der Kö-
nigin von Schweden, der Erzherzogin
Stephanie, der Großherzogin von
Mecklenburg, der deutſchen Kaiſerin
— führte dieſelben in den Harem des
Sultans u. machte daſelbſt die Hon-
neurs. Auch war ſie ſtets bemüht,
in ihrer Stellung ihren Landsleuten
ſoviel als möglich zu nützen, und hat
ſie namentlich vielen Erzieherinnen
in Konſtantinopel zu geſicherten Stel-
lungen verholfen. Jm Jahre 1894
kehrte ſie mit ihrem Gatten nach
Deutſchland zurück, und erhielt der-
ſelbe das Kommando über die 10. Ka-
vallerie-Brigade in Poſen.

S:

Ha-
remsbilder, 1896. Neue Ausg. u. d.
T.: Was der Außenwelt verſchloſſen,
1904. Neue Folge u. d. T.: Vom
Orient zum Okzident, 1897. – Xia
(Weiteres vom Orient u. Okzident),
1901. – Hofluft (Xia; Lſp.), 1907.

*Hobein, Eduard,

ein Sohn des
Advokaten u. Dichters L. T. A. Hobein
in Schwerin (Mecklenburg), wurde
daſelbſt am 24. März 1817 geboren,
beſuchte das dortige Gymnaſium und
ſtudierte von 1839–1843 die Rechte,
worauf er ſich 1845 in ſeiner Vater-
ſtadt als Advokat niederließ. Da-
neben war er Konſulent des Hof-
theaters und fungierte als Regie-
rungskommiſſar der Mecklenburgi-
ſchen Hypotheken- und Wechſelbank.
Jm Jahre 1875 wurde er zum Hof-
rat ernannt. Er ſtarb am 28. Mai
1882.

S:

Ulrich v. Hutten (Tr.), 1845.
– Gedichte, 1853. – Mazarins Pate
(Lſp.), 1858. – Blömings un Blomen
ut frömden Gor’n (Plattd. Ge.), 1860.
– Das Buch der Hymnen (Kirchen-

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 232. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/236>, abgerufen am 21.03.2019.