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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Hob
[L]ieder a. d. Lateinischen ins Deutsche
[ü]bertr.), 1864. - Byron-Anthologie,
[1]866. - Vom Ostseestrande (Belletri-
[st]isches Jahrbuch aus Mecklenburg);
I, 1866-68. - Feldflüchters (Plattd.
[L]eeder un Läuschen), 1875.

Hobrecht, Arthur Heinr. Ludolf
[J]ohnson,

* am 14. August 1824 zu
[K]obierzyn bei Danzig, besuchte seit
[1]836 das Gymnasium in Königsberg
[u]. studierte 1841-44 in Königsberg,
[L]eipzig und Halle die Rechte. Nach-
[d]em er zwei Jahre im Justizdienst
[t]ätig gewesen, trat er 1846 zur Ver-
[w]altung über, versah 1847-49 die
[L]andratsämter zu Rybnik u. Grott-
[k]au, arbeitete 1850-1860 als Regie-
[r]ungsassessor in Posen, Gleiwitz,
[M]arienwerder und wurde dann Rat
[i]m Ministerium des Jnnern, bis ihn
[i]m Septbr. 1863 die Wahl zum Ober-
[b]ürgermeister nach Breslau berief.
Nach acht Jahren wurde er zum
Oberbürgermeister von Berlin er-
wählt und am 16. Mai 1872 in die-
[s]es Amt eingeführt. Vom Januar
1865 bis Mai 1872 vertrat er Bres-
[l]au und seit November 1872 Berlin
[i]m Herrenhause. Jm März 1878
[w]urde H. zum preußischen Finanz-
[mi]ninister ernannt, doch nahm er schon
[a]m 28. Juni 1879 seine Entlassung,
[d]ie er am 7. Juli unter gleichzeitiger
Ernennung zum Wirkl. Geh. Rat er-
[h]ielt. H., der von 1879-1907 Mit-
glied des Abgeordnetenhauses und
1881-1893 Mitglied des Reichstages
war und als solches der national-
[l]iberalen Partei angehörte, hat seinen
Wohnsitz in Berlin oder den Vororten
[d]ieser Stadt.

S:

Altpreußische Ge-
[s]chichten von dem einen und dem an-
[d]ern (mit seinem Bruder Max), 1882.
-Fritz Kannacher (Hist. R.); II, 1885.

Hobrecht, Max,

Bruder des Vori-
gen, wurde am 13. Dezbr. 1827 zu
Rodhan in Westpreußen als der Sohn
eines Ökonomiekommissionsrats ge-
boren, hatte die Absicht, Vermes-
sungsbeamter zu werden, wurde in-
[Spaltenumbruch]

Hoch
des durch die Vorgänge des Jahres
1848 genötigt, nach England zu
gehen. Jnfolge der Amnestie kehrte
er nach Deutschland zurück u. wurde
Kaufmann in Rathenow, wohin sein
Vater versetzt worden war. Durch
seine Verheiratung (1865) wurde H.
Mitinhaber einer Dampfmühle in
Rathenow, wo er durch viele Jahre
auch das Amt eines Stadtverord-
netenvorstehers bekleidete u. infolge-
dessen an seinem 70. Geburtstage
zum Ehrenbürger der Stadt ernannt
wurde. Von 1873-76 vertrat er den
Wahlkreis Westhavelland-Zauch-Bel-
zig als Mitglied der nationalliberalen
Partei im Abgeordnetenhause. H.
starb am 1. Septbr. 1899.

S:

Alt-
preußische Geschichten (in Gemein-
schaft mit s. Bruder Arthur), 1882. -
Von der Ostgrenze (3 Nn.: Feier-
tage. - Marienburg. - Vis major),
1885. - Zwischen Judica und Pal-
marum (4 Nn.), 1885. - Hutten in
Rostock (E.), 1886. - Neue Novellen
(Der Triumph. - Frühlingsidyll. -
Jm Spiel der Wellen. - Telemaque),
1890. - Luther auf der Koburg 1530,
1893.

Hoch, Christa,

Pseud. für Sophie
Börner;
s. d.!

Hoch, Marie Konstanze,

siehe M.
Malapert-Neufville!

*Hochdorf, Max,

geb. am 19. März
1880 in Stettin als der Sohn eines
Kaufmanns, besuchte das Schiller-
Gymnasium und Stadtgymnasium
daselbst und studierte darauf in Mün-
chen und Berlin erst Jurisprudenz,
dann aber vergleichende Sprachwis-
senschaft und Philosophie. Nachdem
er am orientalischen Seminar in
Berlin eine Dolmetscherprüfung für
das Neugriechische bestanden, begab
er sich auf ausgedehnte Studienreisen,
hielt sich zwei Jahre in Jtalien,
Frankreich und dem Orient auf und
ließ sich für einige Zeit in Athen
nieder. Bei seiner Rückkehr nach
Deutschland wandte er sich ganz der

*


[Spaltenumbruch]

Hob
[L]ieder a. d. Lateiniſchen ins Deutſche
[ü]bertr.), 1864. – Byron-Anthologie,
[1]866. – Vom Oſtſeeſtrande (Belletri-
[ſt]iſches Jahrbuch aus Mecklenburg);
I, 1866–68. – Feldflüchters (Plattd.
[L]eeder un Läuſchen), 1875.

Hobrecht, Arthur Heinr. Ludolf
[J]ohnſon,

* am 14. Auguſt 1824 zu
[K]obierzyn bei Danzig, beſuchte ſeit
[1]836 das Gymnaſium in Königsberg
[u]. ſtudierte 1841–44 in Königsberg,
[L]eipzig und Halle die Rechte. Nach-
[d]em er zwei Jahre im Juſtizdienſt
[t]ätig geweſen, trat er 1846 zur Ver-
[w]altung über, verſah 1847–49 die
[L]andratsämter zu Rybnik u. Grott-
[k]au, arbeitete 1850–1860 als Regie-
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[i]m Miniſterium des Jnnern, bis ihn
[i]m Septbr. 1863 die Wahl zum Ober-
[b]ürgermeiſter nach Breslau berief.
Nach acht Jahren wurde er zum
Oberbürgermeiſter von Berlin er-
wählt und am 16. Mai 1872 in die-
[ſ]es Amt eingeführt. Vom Januar
1865 bis Mai 1872 vertrat er Bres-
[l]au und ſeit November 1872 Berlin
[i]m Herrenhauſe. Jm März 1878
[w]urde H. zum preußiſchen Finanz-
[mi]niniſter ernannt, doch nahm er ſchon
[a]m 28. Juni 1879 ſeine Entlaſſung,
[d]ie er am 7. Juli unter gleichzeitiger
Ernennung zum Wirkl. Geh. Rat er-
[h]ielt. H., der von 1879–1907 Mit-
glied des Abgeordnetenhauſes und
1881–1893 Mitglied des Reichstages
war und als ſolches der national-
[l]iberalen Partei angehörte, hat ſeinen
Wohnſitz in Berlin oder den Vororten
[d]ieſer Stadt.

S:

Altpreußiſche Ge-
[ſ]chichten von dem einen und dem an-
[d]ern (mit ſeinem Bruder Max), 1882.
-Fritz Kannacher (Hiſt. R.); II, 1885.

Hobrecht, Max,

Bruder des Vori-
gen, wurde am 13. Dezbr. 1827 zu
Rodhan in Weſtpreußen als der Sohn
eines Ökonomiekommiſſionsrats ge-
boren, hatte die Abſicht, Vermeſ-
ſungsbeamter zu werden, wurde in-
[Spaltenumbruch]

Hoch
des durch die Vorgänge des Jahres
1848 genötigt, nach England zu
gehen. Jnfolge der Amneſtie kehrte
er nach Deutſchland zurück u. wurde
Kaufmann in Rathenow, wohin ſein
Vater verſetzt worden war. Durch
ſeine Verheiratung (1865) wurde H.
Mitinhaber einer Dampfmühle in
Rathenow, wo er durch viele Jahre
auch das Amt eines Stadtverord-
netenvorſtehers bekleidete u. infolge-
deſſen an ſeinem 70. Geburtstage
zum Ehrenbürger der Stadt ernannt
wurde. Von 1873–76 vertrat er den
Wahlkreis Weſthavelland-Zauch-Bel-
zig als Mitglied der nationalliberalen
Partei im Abgeordnetenhauſe. H.
ſtarb am 1. Septbr. 1899.

S:

Alt-
preußiſche Geſchichten (in Gemein-
ſchaft mit ſ. Bruder Arthur), 1882. –
Von der Oſtgrenze (3 Nn.: Feier-
tage. – Marienburg. – Vis major),
1885. – Zwiſchen Judica und Pal-
marum (4 Nn.), 1885. – Hutten in
Roſtock (E.), 1886. – Neue Novellen
(Der Triumph. – Frühlingsidyll. –
Jm Spiel der Wellen. – Telemaque),
1890. – Luther auf der Koburg 1530,
1893.

Hoch, Chriſta,

Pſeud. für Sophie
Börner;
ſ. d.!

Hoch, Marie Konſtanze,

ſiehe M.
Malapert-Neufville!

*Hochdorf, Max,

geb. am 19. März
1880 in Stettin als der Sohn eines
Kaufmanns, beſuchte das Schiller-
Gymnaſium und Stadtgymnaſium
daſelbſt und ſtudierte darauf in Mün-
chen und Berlin erſt Jurisprudenz,
dann aber vergleichende Sprachwiſ-
ſenſchaft und Philoſophie. Nachdem
er am orientaliſchen Seminar in
Berlin eine Dolmetſcherprüfung für
das Neugriechiſche beſtanden, begab
er ſich auf ausgedehnte Studienreiſen,
hielt ſich zwei Jahre in Jtalien,
Frankreich und dem Orient auf und
ließ ſich für einige Zeit in Athen
nieder. Bei ſeiner Rückkehr nach
Deutſchland wandte er ſich ganz der

*
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[233/0237] Hob Hoch Lieder a. d. Lateiniſchen ins Deutſche übertr.), 1864. – Byron-Anthologie, 1866. – Vom Oſtſeeſtrande (Belletri- ſtiſches Jahrbuch aus Mecklenburg); I, 1866–68. – Feldflüchters (Plattd. Leeder un Läuſchen), 1875. Hobrecht, Arthur Heinr. Ludolf Johnſon, * am 14. Auguſt 1824 zu Kobierzyn bei Danzig, beſuchte ſeit 1836 das Gymnaſium in Königsberg u. ſtudierte 1841–44 in Königsberg, Leipzig und Halle die Rechte. Nach- dem er zwei Jahre im Juſtizdienſt tätig geweſen, trat er 1846 zur Ver- waltung über, verſah 1847–49 die Landratsämter zu Rybnik u. Grott- kau, arbeitete 1850–1860 als Regie- rungsaſſeſſor in Poſen, Gleiwitz, Marienwerder und wurde dann Rat im Miniſterium des Jnnern, bis ihn im Septbr. 1863 die Wahl zum Ober- bürgermeiſter nach Breslau berief. Nach acht Jahren wurde er zum Oberbürgermeiſter von Berlin er- wählt und am 16. Mai 1872 in die- ſes Amt eingeführt. Vom Januar 1865 bis Mai 1872 vertrat er Bres- lau und ſeit November 1872 Berlin im Herrenhauſe. Jm März 1878 wurde H. zum preußiſchen Finanz- mininiſter ernannt, doch nahm er ſchon am 28. Juni 1879 ſeine Entlaſſung, die er am 7. Juli unter gleichzeitiger Ernennung zum Wirkl. Geh. Rat er- hielt. H., der von 1879–1907 Mit- glied des Abgeordnetenhauſes und 1881–1893 Mitglied des Reichstages war und als ſolches der national- liberalen Partei angehörte, hat ſeinen Wohnſitz in Berlin oder den Vororten dieſer Stadt. S: Altpreußiſche Ge- ſchichten von dem einen und dem an- dern (mit ſeinem Bruder Max), 1882. -Fritz Kannacher (Hiſt. R.); II, 1885. Hobrecht, Max, Bruder des Vori- gen, wurde am 13. Dezbr. 1827 zu Rodhan in Weſtpreußen als der Sohn eines Ökonomiekommiſſionsrats ge- boren, hatte die Abſicht, Vermeſ- ſungsbeamter zu werden, wurde in- des durch die Vorgänge des Jahres 1848 genötigt, nach England zu gehen. Jnfolge der Amneſtie kehrte er nach Deutſchland zurück u. wurde Kaufmann in Rathenow, wohin ſein Vater verſetzt worden war. Durch ſeine Verheiratung (1865) wurde H. Mitinhaber einer Dampfmühle in Rathenow, wo er durch viele Jahre auch das Amt eines Stadtverord- netenvorſtehers bekleidete u. infolge- deſſen an ſeinem 70. Geburtstage zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde. Von 1873–76 vertrat er den Wahlkreis Weſthavelland-Zauch-Bel- zig als Mitglied der nationalliberalen Partei im Abgeordnetenhauſe. H. ſtarb am 1. Septbr. 1899. S: Alt- preußiſche Geſchichten (in Gemein- ſchaft mit ſ. Bruder Arthur), 1882. – Von der Oſtgrenze (3 Nn.: Feier- tage. – Marienburg. – Vis major), 1885. – Zwiſchen Judica und Pal- marum (4 Nn.), 1885. – Hutten in Roſtock (E.), 1886. – Neue Novellen (Der Triumph. – Frühlingsidyll. – Jm Spiel der Wellen. – Telemaque), 1890. – Luther auf der Koburg 1530, 1893. Hoch, Chriſta, Pſeud. für Sophie Börner; ſ. d.! Hoch, Marie Konſtanze, ſiehe M. Malapert-Neufville! *Hochdorf, Max, geb. am 19. März 1880 in Stettin als der Sohn eines Kaufmanns, beſuchte das Schiller- Gymnaſium und Stadtgymnaſium daſelbſt und ſtudierte darauf in Mün- chen und Berlin erſt Jurisprudenz, dann aber vergleichende Sprachwiſ- ſenſchaft und Philoſophie. Nachdem er am orientaliſchen Seminar in Berlin eine Dolmetſcherprüfung für das Neugriechiſche beſtanden, begab er ſich auf ausgedehnte Studienreiſen, hielt ſich zwei Jahre in Jtalien, Frankreich und dem Orient auf und ließ ſich für einige Zeit in Athen nieder. Bei ſeiner Rückkehr nach Deutſchland wandte er ſich ganz der *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 233. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/237>, abgerufen am 21.03.2019.