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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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- Zwei Familien (E.); II, 1869. -
Aus Kriegs- u. Friedenszeiten (Neue
Geschn.); II, 1869 (Jnhalt: I. Ein
Licht im Grünen. - Zur goldenen
Rose. - Vierundzwanzig Stunden. -
Der tolle Walther. - Zerbrochen. -
II. Die Herrin von Dernot. - Der
Pfarrer von Steinkirchen. - Droschke
Nr. 1). - In doloribus (E.), 1869. -
Jn der Welt verlassen (E.); IV, 1869.
- Land und See (Nn.); II, 1870. -
Zur linken Hand (E.), 1872. - Unter
fliegenden Fahnen (R.); II, 1872. -
Stille Geschichten; III, 1872 (Jnhalt:
Das Haus der Majorin. - Weder
Glück noch Stern. - Herr Klemens
Rothmann. - Die kleine Else). - Zu
Olims Zeiten (E.), 1872. - Der De-
magoge (R.); III, 1872. - C'est fini
(E.), 1874. - Treue siegt (E.), 1874.
- Erzählungen aus der Heimat; II,
1874. - Kleines Leben (En.); III,
1874. - Von ihr und mir (E.), 1876.
- Deutsche Literaturgeschichte für
Frauen, 1876. - Die Bettelprinzeß
(E.), 1876. - Allerhand Geister (En.),
1876. - Fünf neue Geschichten, 1877.
- Haus an Haus (E.), 1877. - Der
Junker (R.); III, 1878. - Dunkle
Fenster (E.), 1878. - Pap Kuhn
(Plattd. E.), 1878. - Goethe und
Charlotte von Stein, 1878. - Jn der
letzten Stunde und andere Erzählun-
gen; II, 1881. - Ausgewählte Schrif-
ten; XIV, 1882.

*Höfer, Jrma von,

geb. 1875 auf
Schloß Kosatek in Böhmen als Toch-
ter eines Bauunternehmers u. Guts-
besitzers, verlebte nach dem frühen
Tode ihres Vaters ihre erste Jugend
in Prag. Von dem Drange nach
künstlerischer Betätigung beseelt,
nahm sie mit 17 Jahren ein Engage-
ment am Grazer Landestheater an;
aber ihre schon nach wenigen Monaten
erfolgte Vermählung mit einem Offi-
zier setzte dieser Tätigkeit ein frühes
Ziel. Sie wandte sich nun der Schrift-
stellerei zu. Das abwechslungsreiche
Leben in verschiedenen Garnisonen,
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größere Reisen und der frische Drang
nach den Schönheiten der Natur ließ
eine Fülle von Schilderungen als
Feuilletons in zahlreichen Wiener u.
Provinzialzeitungen erstehen, denen
sich dann in rascher Folge ihre Ro-
mane als das Ergebnis der seit Jah-
ren betriebenen Studien auf kultur-
geschichtlichem Gebiet anschlossen. Die
Schriftstellerin lebt jetzt (1910) in
Wien, wo ihr Gatte, Oberst im Gene-
ralstab, eine leitende Stellung im
Reichs-Kriegsministerium innehat.

S:

Jugend (Liebesroman a. d. österr.
Offiziersleben), 1907. - Schuld (Die
Gesch. e. Liebe), 1908. - Frühlings-
sturm (R. a. d. österr. Offiziersleben),
1908. - Am Lido (Eine Ehegesch.),
1909. - Jm Taumel (Gesch. e. Offi-
ziers), 1910. - Jn der engen Gasse
(R. a. d. Biedermeierzeit), 1910.

*Höfer, Paul,

* am 11. März 1845
in Kraja, einem Dorfe im Südharze,
besuchte seit 1857 das Gymnasium in
Mühlhausen und studierte von 1863
bis 1866 in Halle Philosophie, Phi-
lologie und Theologie. Nachdem er
dann ein Jahr lang Hauslehrer ge-
wesen, in Halle promoviert worden
und sein Oberlehrerexamen abgelegt,
wurde er 1870 Gymnasiallehrer in
Göttingen, 1871 in Spandau, 1872
in Zerbst u. Ostern 1882 erster Ober-
lehrer an dem neuorganisierten Real-
gymnasium zu Bernburg. Jnfolge
andauernden Leidens trat er zu Ostern
1886 in den Ruhestand und siedelte
1887 nach Wernigerode über, wo ihm
sein Landesherr 1889 den Titel eines
Professors verlieh. Bei der Eröff-
nung des Fürst-Otto-Museums da-
selbst (1897), an dessen Entwicklung
H. in hervorragender Weise beteiligt
ist, wurde er zum Vorsteher desselben
ernannt. Als solcher leitete er eine
Reihe von archäologischen Ausgra-
bungen im Harzgebiet, so z. B. 1898
bis 1901 die Ausgrabung des Königs-
hofes Bodfeld, 1901 die des Tumu-
lus bei Baalberge, 1904 die des Pohls-

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Höf
– Zwei Familien (E.); II, 1869. –
Aus Kriegs- u. Friedenszeiten (Neue
Geſchn.); II, 1869 (Jnhalt: I. Ein
Licht im Grünen. – Zur goldenen
Roſe. – Vierundzwanzig Stunden. –
Der tolle Walther. – Zerbrochen. –
II. Die Herrin von Dernot. – Der
Pfarrer von Steinkirchen. – Droſchke
Nr. 1). – In doloribus (E.), 1869. –
Jn der Welt verlaſſen (E.); IV, 1869.
– Land und See (Nn.); II, 1870. –
Zur linken Hand (E.), 1872. – Unter
fliegenden Fahnen (R.); II, 1872. –
Stille Geſchichten; III, 1872 (Jnhalt:
Das Haus der Majorin. – Weder
Glück noch Stern. – Herr Klemens
Rothmann. – Die kleine Elſe). – Zu
Olims Zeiten (E.), 1872. – Der De-
magoge (R.); III, 1872. – C’est fini
(E.), 1874. – Treue ſiegt (E.), 1874.
– Erzählungen aus der Heimat; II,
1874. – Kleines Leben (En.); III,
1874. – Von ihr und mir (E.), 1876.
– Deutſche Literaturgeſchichte für
Frauen, 1876. – Die Bettelprinzeß
(E.), 1876. – Allerhand Geiſter (En.),
1876. – Fünf neue Geſchichten, 1877.
– Haus an Haus (E.), 1877. – Der
Junker (R.); III, 1878. – Dunkle
Fenſter (E.), 1878. – Pap Kuhn
(Plattd. E.), 1878. – Goethe und
Charlotte von Stein, 1878. – Jn der
letzten Stunde und andere Erzählun-
gen; II, 1881. – Ausgewählte Schrif-
ten; XIV, 1882.

*Höfer, Jrma von,

geb. 1875 auf
Schloß Koſatek in Böhmen als Toch-
ter eines Bauunternehmers u. Guts-
beſitzers, verlebte nach dem frühen
Tode ihres Vaters ihre erſte Jugend
in Prag. Von dem Drange nach
künſtleriſcher Betätigung beſeelt,
nahm ſie mit 17 Jahren ein Engage-
ment am Grazer Landestheater an;
aber ihre ſchon nach wenigen Monaten
erfolgte Vermählung mit einem Offi-
zier ſetzte dieſer Tätigkeit ein frühes
Ziel. Sie wandte ſich nun der Schrift-
ſtellerei zu. Das abwechſlungsreiche
Leben in verſchiedenen Garniſonen,
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Höf
größere Reiſen und der friſche Drang
nach den Schönheiten der Natur ließ
eine Fülle von Schilderungen als
Feuilletons in zahlreichen Wiener u.
Provinzialzeitungen erſtehen, denen
ſich dann in raſcher Folge ihre Ro-
mane als das Ergebnis der ſeit Jah-
ren betriebenen Studien auf kultur-
geſchichtlichem Gebiet anſchloſſen. Die
Schriftſtellerin lebt jetzt (1910) in
Wien, wo ihr Gatte, Oberſt im Gene-
ralſtab, eine leitende Stellung im
Reichs-Kriegsminiſterium innehat.

S:

Jugend (Liebesroman a. d. öſterr.
Offiziersleben), 1907. – Schuld (Die
Geſch. e. Liebe), 1908. – Frühlings-
ſturm (R. a. d. öſterr. Offiziersleben),
1908. – Am Lido (Eine Ehegeſch.),
1909. – Jm Taumel (Geſch. e. Offi-
ziers), 1910. – Jn der engen Gaſſe
(R. a. d. Biedermeierzeit), 1910.

*Höfer, Paul,

* am 11. März 1845
in Kraja, einem Dorfe im Südharze,
beſuchte ſeit 1857 das Gymnaſium in
Mühlhauſen und ſtudierte von 1863
bis 1866 in Halle Philoſophie, Phi-
lologie und Theologie. Nachdem er
dann ein Jahr lang Hauslehrer ge-
weſen, in Halle promoviert worden
und ſein Oberlehrerexamen abgelegt,
wurde er 1870 Gymnaſiallehrer in
Göttingen, 1871 in Spandau, 1872
in Zerbſt u. Oſtern 1882 erſter Ober-
lehrer an dem neuorganiſierten Real-
gymnaſium zu Bernburg. Jnfolge
andauernden Leidens trat er zu Oſtern
1886 in den Ruheſtand und ſiedelte
1887 nach Wernigerode über, wo ihm
ſein Landesherr 1889 den Titel eines
Profeſſors verlieh. Bei der Eröff-
nung des Fürſt-Otto-Muſeums da-
ſelbſt (1897), an deſſen Entwicklung
H. in hervorragender Weiſe beteiligt
iſt, wurde er zum Vorſteher desſelben
ernannt. Als ſolcher leitete er eine
Reihe von archäologiſchen Ausgra-
bungen im Harzgebiet, ſo z. B. 1898
bis 1901 die Ausgrabung des Königs-
hofes Bodfeld, 1901 die des Tumu-
lus bei Baalberge, 1904 die des Pohls-

*
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[244/0248] Höf Höf – Zwei Familien (E.); II, 1869. – Aus Kriegs- u. Friedenszeiten (Neue Geſchn.); II, 1869 (Jnhalt: I. Ein Licht im Grünen. – Zur goldenen Roſe. – Vierundzwanzig Stunden. – Der tolle Walther. – Zerbrochen. – II. Die Herrin von Dernot. – Der Pfarrer von Steinkirchen. – Droſchke Nr. 1). – In doloribus (E.), 1869. – Jn der Welt verlaſſen (E.); IV, 1869. – Land und See (Nn.); II, 1870. – Zur linken Hand (E.), 1872. – Unter fliegenden Fahnen (R.); II, 1872. – Stille Geſchichten; III, 1872 (Jnhalt: Das Haus der Majorin. – Weder Glück noch Stern. – Herr Klemens Rothmann. – Die kleine Elſe). – Zu Olims Zeiten (E.), 1872. – Der De- magoge (R.); III, 1872. – C’est fini (E.), 1874. – Treue ſiegt (E.), 1874. – Erzählungen aus der Heimat; II, 1874. – Kleines Leben (En.); III, 1874. – Von ihr und mir (E.), 1876. – Deutſche Literaturgeſchichte für Frauen, 1876. – Die Bettelprinzeß (E.), 1876. – Allerhand Geiſter (En.), 1876. – Fünf neue Geſchichten, 1877. – Haus an Haus (E.), 1877. – Der Junker (R.); III, 1878. – Dunkle Fenſter (E.), 1878. – Pap Kuhn (Plattd. E.), 1878. – Goethe und Charlotte von Stein, 1878. – Jn der letzten Stunde und andere Erzählun- gen; II, 1881. – Ausgewählte Schrif- ten; XIV, 1882. *Höfer, Jrma von, geb. 1875 auf Schloß Koſatek in Böhmen als Toch- ter eines Bauunternehmers u. Guts- beſitzers, verlebte nach dem frühen Tode ihres Vaters ihre erſte Jugend in Prag. Von dem Drange nach künſtleriſcher Betätigung beſeelt, nahm ſie mit 17 Jahren ein Engage- ment am Grazer Landestheater an; aber ihre ſchon nach wenigen Monaten erfolgte Vermählung mit einem Offi- zier ſetzte dieſer Tätigkeit ein frühes Ziel. Sie wandte ſich nun der Schrift- ſtellerei zu. Das abwechſlungsreiche Leben in verſchiedenen Garniſonen, größere Reiſen und der friſche Drang nach den Schönheiten der Natur ließ eine Fülle von Schilderungen als Feuilletons in zahlreichen Wiener u. Provinzialzeitungen erſtehen, denen ſich dann in raſcher Folge ihre Ro- mane als das Ergebnis der ſeit Jah- ren betriebenen Studien auf kultur- geſchichtlichem Gebiet anſchloſſen. Die Schriftſtellerin lebt jetzt (1910) in Wien, wo ihr Gatte, Oberſt im Gene- ralſtab, eine leitende Stellung im Reichs-Kriegsminiſterium innehat. S: Jugend (Liebesroman a. d. öſterr. Offiziersleben), 1907. – Schuld (Die Geſch. e. Liebe), 1908. – Frühlings- ſturm (R. a. d. öſterr. Offiziersleben), 1908. – Am Lido (Eine Ehegeſch.), 1909. – Jm Taumel (Geſch. e. Offi- ziers), 1910. – Jn der engen Gaſſe (R. a. d. Biedermeierzeit), 1910. *Höfer, Paul, * am 11. März 1845 in Kraja, einem Dorfe im Südharze, beſuchte ſeit 1857 das Gymnaſium in Mühlhauſen und ſtudierte von 1863 bis 1866 in Halle Philoſophie, Phi- lologie und Theologie. Nachdem er dann ein Jahr lang Hauslehrer ge- weſen, in Halle promoviert worden und ſein Oberlehrerexamen abgelegt, wurde er 1870 Gymnaſiallehrer in Göttingen, 1871 in Spandau, 1872 in Zerbſt u. Oſtern 1882 erſter Ober- lehrer an dem neuorganiſierten Real- gymnaſium zu Bernburg. Jnfolge andauernden Leidens trat er zu Oſtern 1886 in den Ruheſtand und ſiedelte 1887 nach Wernigerode über, wo ihm ſein Landesherr 1889 den Titel eines Profeſſors verlieh. Bei der Eröff- nung des Fürſt-Otto-Muſeums da- ſelbſt (1897), an deſſen Entwicklung H. in hervorragender Weiſe beteiligt iſt, wurde er zum Vorſteher desſelben ernannt. Als ſolcher leitete er eine Reihe von archäologiſchen Ausgra- bungen im Harzgebiet, ſo z. B. 1898 bis 1901 die Ausgrabung des Königs- hofes Bodfeld, 1901 die des Tumu- lus bei Baalberge, 1904 die des Pohls- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 244. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/248>, abgerufen am 21.03.2019.