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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Hof
Jahre 1880 absolvierte sie ihr Exa-
men; da sie sich aber zu schwächlich
fühlte, um an einer öffentlichen
Schule eine Stellung zu suchen, so
beschäftigte sie sich seitdem mit Pri-
vatunterricht, der ihr reichlich Ge-
legenheit gibt, das Kindergemüt zu
studieren und (seit 1887) in ihren
Jugendschriften zu verwerten.

S:


Lottes Tagebuch (E. für junge Mäd-
chen), 1894. 6. A. u. d. T.: Ein Jahr
aus Lottes Leben, 1909. - Ruth
(E. f. erwachsene Mädchen), 1893. -
Die wilde Rose (desgleichen), 1895. -
Novellenbuch (desgleichen), 1896. -
Marienthal (E. f. junge Mädchen),
1898. - Fee und anderes (En. für
junge Mädchen), 1899. - Das Stifts-
kind (desgl.), 1899. - Unser Traud-
chen (desgl.), 1900. - "Zu jung"
(desgl.), 1901. - Postliesel (desgl.),
1902. - Waldeszauber (desgl.), 1903.
- Das Finkenhaus (desgl.), 1904. -
Rosi Reinwald (desgl.), 1908. - El-
sas erste Reise (desgl.), 6. A. 1910. -
Marienthal (desgl.), 3. Aufl. 1910. -
Prinzeßchen vom Lindenhof (desgl.),
1910.

Hoffmann, Bertha Wilhelmine,


wurde am 5. Februar 1816 zu Pre-
ster bei Magdeburg als die Tochter
des Baurats Flügel geboren, ver-
lebte ihre Jugend in Angermünde
und vermählte sich im Dezember 1845
mit dem Baurat Friedr. H. in Ber-
lin, wo sie gewöhnlich die Wintermo-
nate verlebte, während sie im Som-
mer im Riesengebirge verweilte. Sie
starb 1892 in Berlin.

S:

Was den
Kindern gefällt (M.), 1860. - Wart-
burg (G.), 1868. - Eine böse Sieben
(Dram. M.), 1870. - Kriegs- und
Siegeslieder, 1871. - Der böhmische
Mägdekrieg (Dr.), 1871. - Cillis Weg
zur Bühne (Schsp.), 1873. - Bilder-
lese (Ge.), 1875. - Pantinia (Schw.),
1879. - Der Ritter (Schsp.), 1880. -
Die erbaute Hochzeit (Lsp.), 1880. -
Napoleon Bonaparte (Tr.), 1884. -
Jn Tilsit (Hist. Charakterbild), 1885.
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Hof
- Margarete Minden (Tr.), 1885. -
Schön Else (Schsp.), 1888. - Gustav
Adolf (Tr.), 1888. - Der Strohkranz
(Schsp.), 1889. - Ekkehard (Schsp.),
1889. - Das zwölfte Paar (Schw.),
1890. - Der Corbeille (Schsp.), 1891.
- Der Galgenvogel (Lsp.), 1892.

Hoffmann, Camill,

geb. am 31.
Oktbr. 1878 in Kolin (Böhmen), lebt
in Wien, wo er seit 1902 Redakteur
an der "Zeit" ist.

S:

Adagio stiller
Abende (Ge.), 1902. - Die Vase (Neue
Ge.), 1910.

Hoffmann, Christoph,

geb. am
2. Dezbr. 1815 zu Leonberg (Würt-
temberg) als der zweite Sohn des dor-
tigen Bürgermeisters, verlebte seine
Jugend in der durch seinen Vater ins
Leben gerufenen Gemeinde Kornthal,
besuchte die oberen Klassen des Stutt-
garter Gymnasiums und trat im
Herbst 1832 in das theologische Stift
in Tübingen ein. Jm Verlauf seiner
Studien schloß er sich besonders der
theologischen Richtung des + Pfar-
rers Phil. Matth. Hahn an, dessen
Enkelin Pauline Paulus er auch 1841
als Gattin heimführte. Vorüber-
gehend in der von Strobel geleiteten
Erziehungsanstalt zu Stetten be-
schäftigt, trat er bald in das Unter-
nehmen der Familie Paulus ein,
welche zuerst in Kornthal, später auf
dem Salon bei Ludwigsburg eben-
falls eine Erziehungsanstalt grün-
dete. Hier blieb er mit Unterbrechung
im Jahre 1840, wo er seiner Pflicht
als Repetent im Tübinger Stift ge-
nügen mußte, bis 1853 tätig. Danach
war er bis 1855 Vorsteher der Evan-
gelistenschule in St. Chrischona bei
Basel und gründete 1854 in Verbin-
dung mit Christoph Paulus die "Tem-
pelgesellschaft", welche die christliche
Kolonisation in Palästina zum Zweck
hatte und demgemäß zu einer ausge-
dehnten Auswanderung nach dem
heiligen Lande aufrief, um dort mit
allen frommen Juden u. Katholiken
das Gesetz Mosis zu erfüllen. Vor-

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Hof
Jahre 1880 abſolvierte ſie ihr Exa-
men; da ſie ſich aber zu ſchwächlich
fühlte, um an einer öffentlichen
Schule eine Stellung zu ſuchen, ſo
beſchäftigte ſie ſich ſeitdem mit Pri-
vatunterricht, der ihr reichlich Ge-
legenheit gibt, das Kindergemüt zu
ſtudieren und (ſeit 1887) in ihren
Jugendſchriften zu verwerten.

S:


Lottes Tagebuch (E. für junge Mäd-
chen), 1894. 6. A. u. d. T.: Ein Jahr
aus Lottes Leben, 1909. – Ruth
(E. f. erwachſene Mädchen), 1893. –
Die wilde Roſe (desgleichen), 1895. –
Novellenbuch (desgleichen), 1896. –
Marienthal (E. f. junge Mädchen),
1898. – Fee und anderes (En. für
junge Mädchen), 1899. – Das Stifts-
kind (desgl.), 1899. – Unſer Traud-
chen (desgl.), 1900. – „Zu jung“
(desgl.), 1901. – Poſtlieſel (desgl.),
1902. – Waldeszauber (desgl.), 1903.
– Das Finkenhaus (desgl.), 1904. –
Roſi Reinwald (desgl.), 1908. – El-
ſas erſte Reiſe (desgl.), 6. A. 1910. –
Marienthal (desgl.), 3. Aufl. 1910. –
Prinzeßchen vom Lindenhof (desgl.),
1910.

Hoffmann, Bertha Wilhelmine,


wurde am 5. Februar 1816 zu Pre-
ſter bei Magdeburg als die Tochter
des Baurats Flügel geboren, ver-
lebte ihre Jugend in Angermünde
und vermählte ſich im Dezember 1845
mit dem Baurat Friedr. H. in Ber-
lin, wo ſie gewöhnlich die Wintermo-
nate verlebte, während ſie im Som-
mer im Rieſengebirge verweilte. Sie
ſtarb 1892 in Berlin.

S:

Was den
Kindern gefällt (M.), 1860. – Wart-
burg (G.), 1868. – Eine böſe Sieben
(Dram. M.), 1870. – Kriegs- und
Siegeslieder, 1871. – Der böhmiſche
Mägdekrieg (Dr.), 1871. – Cillis Weg
zur Bühne (Schſp.), 1873. – Bilder-
leſe (Ge.), 1875. – Pantinia (Schw.),
1879. – Der Ritter (Schſp.), 1880. –
Die erbaute Hochzeit (Lſp.), 1880. –
Napoleon Bonaparte (Tr.), 1884. –
Jn Tilſit (Hiſt. Charakterbild), 1885.
[Spaltenumbruch]

Hof
– Margarete Minden (Tr.), 1885. –
Schön Elſe (Schſp.), 1888. – Guſtav
Adolf (Tr.), 1888. – Der Strohkranz
(Schſp.), 1889. – Ekkehard (Schſp.),
1889. – Das zwölfte Paar (Schw.),
1890. – Der Corbeille (Schſp.), 1891.
– Der Galgenvogel (Lſp.), 1892.

Hoffmann, Camill,

geb. am 31.
Oktbr. 1878 in Kolin (Böhmen), lebt
in Wien, wo er ſeit 1902 Redakteur
an der „Zeit“ iſt.

S:

Adagio ſtiller
Abende (Ge.), 1902. – Die Vaſe (Neue
Ge.), 1910.

Hoffmann, Chriſtoph,

geb. am
2. Dezbr. 1815 zu Leonberg (Würt-
temberg) als der zweite Sohn des dor-
tigen Bürgermeiſters, verlebte ſeine
Jugend in der durch ſeinen Vater ins
Leben gerufenen Gemeinde Kornthal,
beſuchte die oberen Klaſſen des Stutt-
garter Gymnaſiums und trat im
Herbſt 1832 in das theologiſche Stift
in Tübingen ein. Jm Verlauf ſeiner
Studien ſchloß er ſich beſonders der
theologiſchen Richtung des † Pfar-
rers Phil. Matth. Hahn an, deſſen
Enkelin Pauline Paulus er auch 1841
als Gattin heimführte. Vorüber-
gehend in der von Strobel geleiteten
Erziehungsanſtalt zu Stetten be-
ſchäftigt, trat er bald in das Unter-
nehmen der Familie Paulus ein,
welche zuerſt in Kornthal, ſpäter auf
dem Salon bei Ludwigsburg eben-
falls eine Erziehungsanſtalt grün-
dete. Hier blieb er mit Unterbrechung
im Jahre 1840, wo er ſeiner Pflicht
als Repetent im Tübinger Stift ge-
nügen mußte, bis 1853 tätig. Danach
war er bis 1855 Vorſteher der Evan-
geliſtenſchule in St. Chriſchona bei
Baſel und gründete 1854 in Verbin-
dung mit Chriſtoph Paulus die „Tem-
pelgeſellſchaft“, welche die chriſtliche
Koloniſation in Paläſtina zum Zweck
hatte und demgemäß zu einer ausge-
dehnten Auswanderung nach dem
heiligen Lande aufrief, um dort mit
allen frommen Juden u. Katholiken
das Geſetz Moſis zu erfüllen. Vor-

*
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[247/0251] Hof Hof Jahre 1880 abſolvierte ſie ihr Exa- men; da ſie ſich aber zu ſchwächlich fühlte, um an einer öffentlichen Schule eine Stellung zu ſuchen, ſo beſchäftigte ſie ſich ſeitdem mit Pri- vatunterricht, der ihr reichlich Ge- legenheit gibt, das Kindergemüt zu ſtudieren und (ſeit 1887) in ihren Jugendſchriften zu verwerten. S: Lottes Tagebuch (E. für junge Mäd- chen), 1894. 6. A. u. d. T.: Ein Jahr aus Lottes Leben, 1909. – Ruth (E. f. erwachſene Mädchen), 1893. – Die wilde Roſe (desgleichen), 1895. – Novellenbuch (desgleichen), 1896. – Marienthal (E. f. junge Mädchen), 1898. – Fee und anderes (En. für junge Mädchen), 1899. – Das Stifts- kind (desgl.), 1899. – Unſer Traud- chen (desgl.), 1900. – „Zu jung“ (desgl.), 1901. – Poſtlieſel (desgl.), 1902. – Waldeszauber (desgl.), 1903. – Das Finkenhaus (desgl.), 1904. – Roſi Reinwald (desgl.), 1908. – El- ſas erſte Reiſe (desgl.), 6. A. 1910. – Marienthal (desgl.), 3. Aufl. 1910. – Prinzeßchen vom Lindenhof (desgl.), 1910. Hoffmann, Bertha Wilhelmine, wurde am 5. Februar 1816 zu Pre- ſter bei Magdeburg als die Tochter des Baurats Flügel geboren, ver- lebte ihre Jugend in Angermünde und vermählte ſich im Dezember 1845 mit dem Baurat Friedr. H. in Ber- lin, wo ſie gewöhnlich die Wintermo- nate verlebte, während ſie im Som- mer im Rieſengebirge verweilte. Sie ſtarb 1892 in Berlin. S: Was den Kindern gefällt (M.), 1860. – Wart- burg (G.), 1868. – Eine böſe Sieben (Dram. M.), 1870. – Kriegs- und Siegeslieder, 1871. – Der böhmiſche Mägdekrieg (Dr.), 1871. – Cillis Weg zur Bühne (Schſp.), 1873. – Bilder- leſe (Ge.), 1875. – Pantinia (Schw.), 1879. – Der Ritter (Schſp.), 1880. – Die erbaute Hochzeit (Lſp.), 1880. – Napoleon Bonaparte (Tr.), 1884. – Jn Tilſit (Hiſt. Charakterbild), 1885. – Margarete Minden (Tr.), 1885. – Schön Elſe (Schſp.), 1888. – Guſtav Adolf (Tr.), 1888. – Der Strohkranz (Schſp.), 1889. – Ekkehard (Schſp.), 1889. – Das zwölfte Paar (Schw.), 1890. – Der Corbeille (Schſp.), 1891. – Der Galgenvogel (Lſp.), 1892. Hoffmann, Camill, geb. am 31. Oktbr. 1878 in Kolin (Böhmen), lebt in Wien, wo er ſeit 1902 Redakteur an der „Zeit“ iſt. S: Adagio ſtiller Abende (Ge.), 1902. – Die Vaſe (Neue Ge.), 1910. Hoffmann, Chriſtoph, geb. am 2. Dezbr. 1815 zu Leonberg (Würt- temberg) als der zweite Sohn des dor- tigen Bürgermeiſters, verlebte ſeine Jugend in der durch ſeinen Vater ins Leben gerufenen Gemeinde Kornthal, beſuchte die oberen Klaſſen des Stutt- garter Gymnaſiums und trat im Herbſt 1832 in das theologiſche Stift in Tübingen ein. Jm Verlauf ſeiner Studien ſchloß er ſich beſonders der theologiſchen Richtung des † Pfar- rers Phil. Matth. Hahn an, deſſen Enkelin Pauline Paulus er auch 1841 als Gattin heimführte. Vorüber- gehend in der von Strobel geleiteten Erziehungsanſtalt zu Stetten be- ſchäftigt, trat er bald in das Unter- nehmen der Familie Paulus ein, welche zuerſt in Kornthal, ſpäter auf dem Salon bei Ludwigsburg eben- falls eine Erziehungsanſtalt grün- dete. Hier blieb er mit Unterbrechung im Jahre 1840, wo er ſeiner Pflicht als Repetent im Tübinger Stift ge- nügen mußte, bis 1853 tätig. Danach war er bis 1855 Vorſteher der Evan- geliſtenſchule in St. Chriſchona bei Baſel und gründete 1854 in Verbin- dung mit Chriſtoph Paulus die „Tem- pelgeſellſchaft“, welche die chriſtliche Koloniſation in Paläſtina zum Zweck hatte und demgemäß zu einer ausge- dehnten Auswanderung nach dem heiligen Lande aufrief, um dort mit allen frommen Juden u. Katholiken das Geſetz Moſis zu erfüllen. Vor- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 247. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/251>, abgerufen am 23.03.2019.