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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Hof
alten Trsp. v. Thomas Otway), 1905.
- Kleine Dramen (Das Bergwerk zu
Falun. - Der Kaiser und die Hexe. -
Das kleine Welttheater), 1906. - Die
prosaischen Schriften, gesammelt; IV,
1907. - Gesammelte Gedichte, 3. A.
1909. - Der weiße Fächer (Ein Zwi-
schenspiel), 1907. - Vorspiele, 1908. -
Christinas Heimreise (Kom.), 1910.

*Hofmeister, Georg Xaver Adolf,
psd. Wladimir,

wurde am 9. Juni
1818 zu Göttingen geboren, besuchte
das dortige Gymnasium u. studierte
daselbst 1836-38 Staatswissenschaf-
ten u. Kameralia, widmete sich aber
bald ganz der Literatur und erhielt
Ende 1838 von dem Major Pierer in
Altenburg einen Ruf zur Mitredak-
tion des bekannten Universal-Lexi-
kons, für das er im Laufe der Jahre
Tausende von Artikeln schrieb. Da-
neben begründete er 1843 die belle-
tristische Zeitschrift "Der Unterhal-
tungssaal", die bis 1874 unter seiner
Redaktion erschien und seinerzeit die
verbreitetste Zeitschrift Thüringens
war. Jn Gera, wo er später seinen
Wohnsitz nahm, redigierte er des ge-
nialen Fürsten Heinrich LXXII. of-
fizielle politische Zeitung und von
1848-52 mehrere politische Blätter,
in denen er die Sache des Volks ver-
trat. Außerdem war er Mitarbeiter
an den gelesensten belletristischen
Blättern und Zeitungen. Seit dem
5. Juli 1863 befand sich H. auf Rei-
sen; mit wechselndem Aufenthalt
lebte er in Großbritannien, Frank-
reich, Jtalien, Holland, Dänemark,
Belgien, der Schweiz, Spanien und
Portugal u. war dabei fortwährend
literarisch tätig, allerdings unter
einem Pseudonym, dessen Jdentität
bisher noch nicht enthüllt worden ist.

S:

Der Liebe Wonn' und Weh (Sg.,
Nn., Sk.), 1840. - Phantasie und
Wirklichkeit (in Nn. und En.), 1842.
- Hannover und Altenburg (Erinne-
rungsblätter zur Vermählung des
Kronprinzen Georg von Hannover
[Spaltenumbruch]

Hof
mit Marie, Prinzessin von Sachsen-
Altenburg), 1843.

Hofstätter, Jakob,

wurde am 5.
Septbr. 1825 zu Luterbach im Kan-
ton Solothurn geboren. Bis in sein
12. Jahr besuchte er die für die da-
malige Zeit trefflich von seinem Va-
ter geleitete Dorfschule seines Hei-
matsortes, dann die Sekundarschule
in Solothurn, das Rothsche Lehrer-
seminar in Oberdorf, sowie das
Gymnasium und Lyzeum der Haupt-
stadt. Entschlossen, trotz aller Hin-
dernisse sich dem Studium der Medi-
zin zu widmen, bezog er 1847 die
Hochschule Bern, wurde nach einem
dreimonatigen Aufenthalt in Paris
1852 in Solothurn als Arzt paten-
tiert und praktizierte als solcher seit-
dem in Schottwyl, Luterbach und
Gerlafingen. Jm Jahre 1860 sie-
delte er als von der Kirchgemeinde
Chenit angestellter Arzt ins unwirt-
liche, waadtländische Jouxthal über,
wo er erst in Sentier, dann in Bras-
sus wohnte. Er starb in Sentier am
6. Januar 1871.

S:

Aus Berg und
Tal (Blätter a. d. Volke für d. Volk);
III, 2. A. 1865. Daraus sep.: Sechs
Dorfgeschichten in Schweizer Mund-
art, 1903 (Jnhalt: 's Wydebüßeli -
's Storchennest. Unverhofft chumt
oft. Es paar Stückli vom famöse
Bäniragger. Der Zürihegel. D'r
Tannhöfer).

*Hofstetter, Maria,

pseud. Tirza
Mira,
wurde am 10. Novbr. 1877
in Luzern (Schweiz) als Tochter eines
Kaufmanns und späteren Baudirek-
tors und Stadtrats geboren. Sie
war von Kindheit an kränklich, so daß
sie in ihrer Bildung meist auf den
Privatunterricht angewiesen war.
Dann folgte eine Jugend voll schwe-
ren Leids, das jedoch die Dichterin
in ihr reifte. Seit dem 25. Jahre
völlig verwaist, verlebte sie mehrere
Jahre in Kurorten, und 1908 ver-
tauschte sie ihre Heimatstadt mit dem
südlich gelegenen Lugano. Gegen-

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Hof
alten Trſp. v. Thomas Otway), 1905.
– Kleine Dramen (Das Bergwerk zu
Falun. – Der Kaiſer und die Hexe. –
Das kleine Welttheater), 1906. – Die
proſaiſchen Schriften, geſammelt; IV,
1907. – Geſammelte Gedichte, 3. A.
1909. – Der weiße Fächer (Ein Zwi-
ſchenſpiel), 1907. – Vorſpiele, 1908. –
Chriſtinas Heimreiſe (Kom.), 1910.

*Hofmeiſter, Georg Xaver Adolf,
pſd. Wladimir,

wurde am 9. Juni
1818 zu Göttingen geboren, beſuchte
das dortige Gymnaſium u. ſtudierte
daſelbſt 1836–38 Staatswiſſenſchaf-
ten u. Kameralia, widmete ſich aber
bald ganz der Literatur und erhielt
Ende 1838 von dem Major Pierer in
Altenburg einen Ruf zur Mitredak-
tion des bekannten Univerſal-Lexi-
kons, für das er im Laufe der Jahre
Tauſende von Artikeln ſchrieb. Da-
neben begründete er 1843 die belle-
triſtiſche Zeitſchrift „Der Unterhal-
tungsſaal“, die bis 1874 unter ſeiner
Redaktion erſchien und ſeinerzeit die
verbreitetſte Zeitſchrift Thüringens
war. Jn Gera, wo er ſpäter ſeinen
Wohnſitz nahm, redigierte er des ge-
nialen Fürſten Heinrich LXXII. of-
fizielle politiſche Zeitung und von
1848–52 mehrere politiſche Blätter,
in denen er die Sache des Volks ver-
trat. Außerdem war er Mitarbeiter
an den geleſenſten belletriſtiſchen
Blättern und Zeitungen. Seit dem
5. Juli 1863 befand ſich H. auf Rei-
ſen; mit wechſelndem Aufenthalt
lebte er in Großbritannien, Frank-
reich, Jtalien, Holland, Dänemark,
Belgien, der Schweiz, Spanien und
Portugal u. war dabei fortwährend
literariſch tätig, allerdings unter
einem Pſeudonym, deſſen Jdentität
bisher noch nicht enthüllt worden iſt.

S:

Der Liebe Wonn’ und Weh (Sg.,
Nn., Sk.), 1840. – Phantaſie und
Wirklichkeit (in Nn. und En.), 1842.
– Hannover und Altenburg (Erinne-
rungsblätter zur Vermählung des
Kronprinzen Georg von Hannover
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Hof
mit Marie, Prinzeſſin von Sachſen-
Altenburg), 1843.

Hofſtätter, Jakob,

wurde am 5.
Septbr. 1825 zu Luterbach im Kan-
ton Solothurn geboren. Bis in ſein
12. Jahr beſuchte er die für die da-
malige Zeit trefflich von ſeinem Va-
ter geleitete Dorfſchule ſeines Hei-
matsortes, dann die Sekundarſchule
in Solothurn, das Rothſche Lehrer-
ſeminar in Oberdorf, ſowie das
Gymnaſium und Lyzeum der Haupt-
ſtadt. Entſchloſſen, trotz aller Hin-
derniſſe ſich dem Studium der Medi-
zin zu widmen, bezog er 1847 die
Hochſchule Bern, wurde nach einem
dreimonatigen Aufenthalt in Paris
1852 in Solothurn als Arzt paten-
tiert und praktizierte als ſolcher ſeit-
dem in Schottwyl, Luterbach und
Gerlafingen. Jm Jahre 1860 ſie-
delte er als von der Kirchgemeinde
Chenit angeſtellter Arzt ins unwirt-
liche, waadtländiſche Jouxthal über,
wo er erſt in Sentier, dann in Braſ-
ſus wohnte. Er ſtarb in Sentier am
6. Januar 1871.

S:

Aus Berg und
Tal (Blätter a. d. Volke für d. Volk);
III, 2. A. 1865. Daraus ſep.: Sechs
Dorfgeſchichten in Schweizer Mund-
art, 1903 (Jnhalt: ’s Wydebüßeli –
’s Storchenneſt. Unverhofft chumt
oft. Es paar Stückli vom famöſe
Bäniragger. Der Zürihegel. D’r
Tannhöfer).

*Hofſtetter, Maria,

pſeud. Tirza
Mira,
wurde am 10. Novbr. 1877
in Luzern (Schweiz) als Tochter eines
Kaufmanns und ſpäteren Baudirek-
tors und Stadtrats geboren. Sie
war von Kindheit an kränklich, ſo daß
ſie in ihrer Bildung meiſt auf den
Privatunterricht angewieſen war.
Dann folgte eine Jugend voll ſchwe-
ren Leids, das jedoch die Dichterin
in ihr reifte. Seit dem 25. Jahre
völlig verwaiſt, verlebte ſie mehrere
Jahre in Kurorten, und 1908 ver-
tauſchte ſie ihre Heimatſtadt mit dem
ſüdlich gelegenen Lugano. Gegen-

*
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[264/0268] Hof Hof alten Trſp. v. Thomas Otway), 1905. – Kleine Dramen (Das Bergwerk zu Falun. – Der Kaiſer und die Hexe. – Das kleine Welttheater), 1906. – Die proſaiſchen Schriften, geſammelt; IV, 1907. – Geſammelte Gedichte, 3. A. 1909. – Der weiße Fächer (Ein Zwi- ſchenſpiel), 1907. – Vorſpiele, 1908. – Chriſtinas Heimreiſe (Kom.), 1910. *Hofmeiſter, Georg Xaver Adolf, pſd. Wladimir, wurde am 9. Juni 1818 zu Göttingen geboren, beſuchte das dortige Gymnaſium u. ſtudierte daſelbſt 1836–38 Staatswiſſenſchaf- ten u. Kameralia, widmete ſich aber bald ganz der Literatur und erhielt Ende 1838 von dem Major Pierer in Altenburg einen Ruf zur Mitredak- tion des bekannten Univerſal-Lexi- kons, für das er im Laufe der Jahre Tauſende von Artikeln ſchrieb. Da- neben begründete er 1843 die belle- triſtiſche Zeitſchrift „Der Unterhal- tungsſaal“, die bis 1874 unter ſeiner Redaktion erſchien und ſeinerzeit die verbreitetſte Zeitſchrift Thüringens war. Jn Gera, wo er ſpäter ſeinen Wohnſitz nahm, redigierte er des ge- nialen Fürſten Heinrich LXXII. of- fizielle politiſche Zeitung und von 1848–52 mehrere politiſche Blätter, in denen er die Sache des Volks ver- trat. Außerdem war er Mitarbeiter an den geleſenſten belletriſtiſchen Blättern und Zeitungen. Seit dem 5. Juli 1863 befand ſich H. auf Rei- ſen; mit wechſelndem Aufenthalt lebte er in Großbritannien, Frank- reich, Jtalien, Holland, Dänemark, Belgien, der Schweiz, Spanien und Portugal u. war dabei fortwährend literariſch tätig, allerdings unter einem Pſeudonym, deſſen Jdentität bisher noch nicht enthüllt worden iſt. S: Der Liebe Wonn’ und Weh (Sg., Nn., Sk.), 1840. – Phantaſie und Wirklichkeit (in Nn. und En.), 1842. – Hannover und Altenburg (Erinne- rungsblätter zur Vermählung des Kronprinzen Georg von Hannover mit Marie, Prinzeſſin von Sachſen- Altenburg), 1843. Hofſtätter, Jakob, wurde am 5. Septbr. 1825 zu Luterbach im Kan- ton Solothurn geboren. Bis in ſein 12. Jahr beſuchte er die für die da- malige Zeit trefflich von ſeinem Va- ter geleitete Dorfſchule ſeines Hei- matsortes, dann die Sekundarſchule in Solothurn, das Rothſche Lehrer- ſeminar in Oberdorf, ſowie das Gymnaſium und Lyzeum der Haupt- ſtadt. Entſchloſſen, trotz aller Hin- derniſſe ſich dem Studium der Medi- zin zu widmen, bezog er 1847 die Hochſchule Bern, wurde nach einem dreimonatigen Aufenthalt in Paris 1852 in Solothurn als Arzt paten- tiert und praktizierte als ſolcher ſeit- dem in Schottwyl, Luterbach und Gerlafingen. Jm Jahre 1860 ſie- delte er als von der Kirchgemeinde Chenit angeſtellter Arzt ins unwirt- liche, waadtländiſche Jouxthal über, wo er erſt in Sentier, dann in Braſ- ſus wohnte. Er ſtarb in Sentier am 6. Januar 1871. S: Aus Berg und Tal (Blätter a. d. Volke für d. Volk); III, 2. A. 1865. Daraus ſep.: Sechs Dorfgeſchichten in Schweizer Mund- art, 1903 (Jnhalt: ’s Wydebüßeli – ’s Storchenneſt. Unverhofft chumt oft. Es paar Stückli vom famöſe Bäniragger. Der Zürihegel. D’r Tannhöfer). *Hofſtetter, Maria, pſeud. Tirza Mira, wurde am 10. Novbr. 1877 in Luzern (Schweiz) als Tochter eines Kaufmanns und ſpäteren Baudirek- tors und Stadtrats geboren. Sie war von Kindheit an kränklich, ſo daß ſie in ihrer Bildung meiſt auf den Privatunterricht angewieſen war. Dann folgte eine Jugend voll ſchwe- ren Leids, das jedoch die Dichterin in ihr reifte. Seit dem 25. Jahre völlig verwaiſt, verlebte ſie mehrere Jahre in Kurorten, und 1908 ver- tauſchte ſie ihre Heimatſtadt mit dem ſüdlich gelegenen Lugano. Gegen- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 264. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/268>, abgerufen am 26.03.2019.