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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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er noch jetzt, ist auch gleichzeitig Vor-
stand des Johanniterkrankenhauses.
Jn seinen Mußestunden beschäftigt er
sich vorzugsweise mit anthropologi-
schen, speziell folkloristischen Studien,
infolge deren er sein Buch "Tierorakel
und Orakeltiere in alter und neuer
Zeit" (1888) schrieb.

S:

Medizinische
Märchen, 1892.

*Hopfen, Hans Demetrius Rit-
ter von,

wurde am 3. Januar 1835
zu München geboren, absolvierte da-
selbst 1853 das Gymnasium und stu-
dierte bis 1858 die Rechte, wurde
aber durch den Münchener Dichter-
kreis gleichzeitig zu poetischer Tätig-
keit angeregt. Nach der vorgeschrie-
benen zweijährigen Gerichtspraxis
bestand er das juristische Staats-
examen, verfolgte aber die richterliche
Laufbahn nicht, sondern wandte sich
bald ausschließlich der Literatur zu.
Emanuel Geibel führte ihn im "Mün-
chener Dichterbuch" zuerst als Dichter
ein. Nachdem H. in Tübingen die
philosophische Doktorwürde erlangt,
bereiste er 1862 Jtalien und weilte
namentlich längere Zeit in Venedig.
Das Jahr 1863 brachte er in Paris
zu, 1864 ging er nach Wien, wohin
ihn seine Verehrung für den Drama-
tiker Frdr. Halm zog. Als dieser 1865
Vorsitzender des Verwaltungsrats der
deutschen Schiller-Stiftung wurde,
berief er H. zum Generalsekretär dieser
Stiftung, welches Amt er bis zum
Septbr. 1866 bekleidete. Dann wandte
sich H. nach Berlin, und hier oder in
den Vororten der Hauptstadt hat er
als Schriftsteller eine sehr erfolgreiche
Tätigkeit entfaltet. Jm Jahre 1888
wurde er durch Verleihung der Rit-
terklasse des Verdienstordens der
bayerischen Krone in den Ritterstand
erhoben. Am 19. November 1904 ist
er in seiner Villa zu Groß-Lichterfelde
gestorben.

S:

Peregretta (R.), 1863.
- Verdorben zu Paris (R.); II, 1867.
2. A. 1892. - Der Pinsel Mings (Ep.
G.). 1868. - Arge Sitten (R.); II,
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1869. - Aschenbrödel in Böhmen
(Schsp.), 1869. - Jn der Mark (Schsp.),
1870. - Der graue Freund (R.); IV,
1874. - Juschu (Tagebuch ein. Schau-
spielers), 1875. - Verfehlte Liebe
(R.); II, 1876. - Streitfragen und
Erinnerungen, 1876. - Bayerische
Dorfgeschichten, 1877 (Jnhalt: Der
Böswirt [sep. 1903]. - Zwischen Dorf
und Stadt. - Aus den Akten, aus der
Welt). - Der alte Praktikant (Bayer.
Dorfgesch.), 1878. 3. A. 1891. - Die
Heirat des Herrn von Waldenberg
(R.); III, 1879. - Die Geschichten des
Majors, 1879. - Kleine Leute (3 Nn.:
Um den Engel. - Gewitter im Früh-
ling. - Trudels Ball), 1880. - Mein
Onkel Don Juan (E.); 1881. 2. A.
1904. - Die Einsame (N.), 1882. -
Gedichte, 1883. - Tiroler Geschichten;
II, 1884-85. - Das Allheilmittel (E.),
1885. - Die Einsame (N.), 1886. -
Der letzte Hieb (Studentengesch.),
1886. 4. A. 1903. - Ein wunderlicher
Heiliger (Wiener Gesch.), 1886. -
Mein erstes Abenteuer und andere
Geschichten, 1886. - Der Genius und
sein Erbe (Künstlergeschichte), 1887. -
Robert Leichtfuß (R.); II, 1888. -
Neue Geschichten des Majors, 1890.
(Jnhalt: Übergangen. - Der pol-
nische Wachtmeister. - Schneidiges
Liebchen.) - Die fünfzig Semmeln
des Studiosus Taillefer (Studenten-
gesch.), 1891. - Der Stellvertreter
(E.), 1891. - Helga (Schsp.), 1892. -
Die Göttin der Vernunft (Tr.), 1892.
- Es hat so sollen sein. Hexenfang.
Der König von Thule (Dr.), 1893. -
Glänzendes Elend (R.); III, 1893. -
Jm Schlaf geschenkt (E.), 1895. -
Hotel Köpf und: Übereilte Werbung
(zwei Geschn.), 1896. - Die Sie-
gerin (Eine Wiener Gesch.), 1896.
- Die Engelmacherin (E.), 1898. -
Der Väter zweie (Eine Gesch. aus dem
modernen Berlin); II, 1898. - Die
ganze Hand (R.); II, 1900. - Zehn
oder elf? (E. a. d. Süden), 1901. -
Gotthard Lingens Fahrt nach dem

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er noch jetzt, iſt auch gleichzeitig Vor-
ſtand des Johanniterkrankenhauſes.
Jn ſeinen Mußeſtunden beſchäftigt er
ſich vorzugsweiſe mit anthropologi-
ſchen, ſpeziell folkloriſtiſchen Studien,
infolge deren er ſein Buch „Tierorakel
und Orakeltiere in alter und neuer
Zeit“ (1888) ſchrieb.

S:

Mediziniſche
Märchen, 1892.

*Hopfen, Hans Demetrius Rit-
ter von,

wurde am 3. Januar 1835
zu München geboren, abſolvierte da-
ſelbſt 1853 das Gymnaſium und ſtu-
dierte bis 1858 die Rechte, wurde
aber durch den Münchener Dichter-
kreis gleichzeitig zu poetiſcher Tätig-
keit angeregt. Nach der vorgeſchrie-
benen zweijährigen Gerichtspraxis
beſtand er das juriſtiſche Staats-
examen, verfolgte aber die richterliche
Laufbahn nicht, ſondern wandte ſich
bald ausſchließlich der Literatur zu.
Emanuel Geibel führte ihn im „Mün-
chener Dichterbuch“ zuerſt als Dichter
ein. Nachdem H. in Tübingen die
philoſophiſche Doktorwürde erlangt,
bereiſte er 1862 Jtalien und weilte
namentlich längere Zeit in Venedig.
Das Jahr 1863 brachte er in Paris
zu, 1864 ging er nach Wien, wohin
ihn ſeine Verehrung für den Drama-
tiker Frdr. Halm zog. Als dieſer 1865
Vorſitzender des Verwaltungsrats der
deutſchen Schiller-Stiftung wurde,
berief er H. zum Generalſekretär dieſer
Stiftung, welches Amt er bis zum
Septbr. 1866 bekleidete. Dann wandte
ſich H. nach Berlin, und hier oder in
den Vororten der Hauptſtadt hat er
als Schriftſteller eine ſehr erfolgreiche
Tätigkeit entfaltet. Jm Jahre 1888
wurde er durch Verleihung der Rit-
terklaſſe des Verdienſtordens der
bayeriſchen Krone in den Ritterſtand
erhoben. Am 19. November 1904 iſt
er in ſeiner Villa zu Groß-Lichterfelde
geſtorben.

S:

Peregretta (R.), 1863.
– Verdorben zu Paris (R.); II, 1867.
2. A. 1892. – Der Pinſel Mings (Ep.
G.). 1868. – Arge Sitten (R.); II,
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Hop
1869. – Aſchenbrödel in Böhmen
(Schſp.), 1869. – Jn der Mark (Schſp.),
1870. – Der graue Freund (R.); IV,
1874. – Juſchu (Tagebuch ein. Schau-
ſpielers), 1875. – Verfehlte Liebe
(R.); II, 1876. – Streitfragen und
Erinnerungen, 1876. – Bayeriſche
Dorfgeſchichten, 1877 (Jnhalt: Der
Böswirt [ſep. 1903]. – Zwiſchen Dorf
und Stadt. – Aus den Akten, aus der
Welt). – Der alte Praktikant (Bayer.
Dorfgeſch.), 1878. 3. A. 1891. – Die
Heirat des Herrn von Waldenberg
(R.); III, 1879. – Die Geſchichten des
Majors, 1879. – Kleine Leute (3 Nn.:
Um den Engel. – Gewitter im Früh-
ling. – Trudels Ball), 1880. – Mein
Onkel Don Juan (E.); 1881. 2. A.
1904. – Die Einſame (N.), 1882. –
Gedichte, 1883. – Tiroler Geſchichten;
II, 1884–85. – Das Allheilmittel (E.),
1885. – Die Einſame (N.), 1886. –
Der letzte Hieb (Studentengeſch.),
1886. 4. A. 1903. – Ein wunderlicher
Heiliger (Wiener Geſch.), 1886. –
Mein erſtes Abenteuer und andere
Geſchichten, 1886. – Der Genius und
ſein Erbe (Künſtlergeſchichte), 1887. –
Robert Leichtfuß (R.); II, 1888. –
Neue Geſchichten des Majors, 1890.
(Jnhalt: Übergangen. – Der pol-
niſche Wachtmeiſter. – Schneidiges
Liebchen.) – Die fünfzig Semmeln
des Studioſus Taillefer (Studenten-
geſch.), 1891. – Der Stellvertreter
(E.), 1891. – Helga (Schſp.), 1892. –
Die Göttin der Vernunft (Tr.), 1892.
– Es hat ſo ſollen ſein. Hexenfang.
Der König von Thule (Dr.), 1893. –
Glänzendes Elend (R.); III, 1893. –
Jm Schlaf geſchenkt (E.), 1895. –
Hotel Köpf und: Übereilte Werbung
(zwei Geſchn.), 1896. – Die Sie-
gerin (Eine Wiener Geſch.), 1896.
– Die Engelmacherin (E.), 1898. –
Der Väter zweie (Eine Geſch. aus dem
modernen Berlin); II, 1898. – Die
ganze Hand (R.); II, 1900. – Zehn
oder elf? (E. a. d. Süden), 1901. –
Gotthard Lingens Fahrt nach dem

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[286/0290] Hop Hop er noch jetzt, iſt auch gleichzeitig Vor- ſtand des Johanniterkrankenhauſes. Jn ſeinen Mußeſtunden beſchäftigt er ſich vorzugsweiſe mit anthropologi- ſchen, ſpeziell folkloriſtiſchen Studien, infolge deren er ſein Buch „Tierorakel und Orakeltiere in alter und neuer Zeit“ (1888) ſchrieb. S: Mediziniſche Märchen, 1892. *Hopfen, Hans Demetrius Rit- ter von, wurde am 3. Januar 1835 zu München geboren, abſolvierte da- ſelbſt 1853 das Gymnaſium und ſtu- dierte bis 1858 die Rechte, wurde aber durch den Münchener Dichter- kreis gleichzeitig zu poetiſcher Tätig- keit angeregt. Nach der vorgeſchrie- benen zweijährigen Gerichtspraxis beſtand er das juriſtiſche Staats- examen, verfolgte aber die richterliche Laufbahn nicht, ſondern wandte ſich bald ausſchließlich der Literatur zu. Emanuel Geibel führte ihn im „Mün- chener Dichterbuch“ zuerſt als Dichter ein. Nachdem H. in Tübingen die philoſophiſche Doktorwürde erlangt, bereiſte er 1862 Jtalien und weilte namentlich längere Zeit in Venedig. Das Jahr 1863 brachte er in Paris zu, 1864 ging er nach Wien, wohin ihn ſeine Verehrung für den Drama- tiker Frdr. Halm zog. Als dieſer 1865 Vorſitzender des Verwaltungsrats der deutſchen Schiller-Stiftung wurde, berief er H. zum Generalſekretär dieſer Stiftung, welches Amt er bis zum Septbr. 1866 bekleidete. Dann wandte ſich H. nach Berlin, und hier oder in den Vororten der Hauptſtadt hat er als Schriftſteller eine ſehr erfolgreiche Tätigkeit entfaltet. Jm Jahre 1888 wurde er durch Verleihung der Rit- terklaſſe des Verdienſtordens der bayeriſchen Krone in den Ritterſtand erhoben. Am 19. November 1904 iſt er in ſeiner Villa zu Groß-Lichterfelde geſtorben. S: Peregretta (R.), 1863. – Verdorben zu Paris (R.); II, 1867. 2. A. 1892. – Der Pinſel Mings (Ep. G.). 1868. – Arge Sitten (R.); II, 1869. – Aſchenbrödel in Böhmen (Schſp.), 1869. – Jn der Mark (Schſp.), 1870. – Der graue Freund (R.); IV, 1874. – Juſchu (Tagebuch ein. Schau- ſpielers), 1875. – Verfehlte Liebe (R.); II, 1876. – Streitfragen und Erinnerungen, 1876. – Bayeriſche Dorfgeſchichten, 1877 (Jnhalt: Der Böswirt [ſep. 1903]. – Zwiſchen Dorf und Stadt. – Aus den Akten, aus der Welt). – Der alte Praktikant (Bayer. Dorfgeſch.), 1878. 3. A. 1891. – Die Heirat des Herrn von Waldenberg (R.); III, 1879. – Die Geſchichten des Majors, 1879. – Kleine Leute (3 Nn.: Um den Engel. – Gewitter im Früh- ling. – Trudels Ball), 1880. – Mein Onkel Don Juan (E.); 1881. 2. A. 1904. – Die Einſame (N.), 1882. – Gedichte, 1883. – Tiroler Geſchichten; II, 1884–85. – Das Allheilmittel (E.), 1885. – Die Einſame (N.), 1886. – Der letzte Hieb (Studentengeſch.), 1886. 4. A. 1903. – Ein wunderlicher Heiliger (Wiener Geſch.), 1886. – Mein erſtes Abenteuer und andere Geſchichten, 1886. – Der Genius und ſein Erbe (Künſtlergeſchichte), 1887. – Robert Leichtfuß (R.); II, 1888. – Neue Geſchichten des Majors, 1890. (Jnhalt: Übergangen. – Der pol- niſche Wachtmeiſter. – Schneidiges Liebchen.) – Die fünfzig Semmeln des Studioſus Taillefer (Studenten- geſch.), 1891. – Der Stellvertreter (E.), 1891. – Helga (Schſp.), 1892. – Die Göttin der Vernunft (Tr.), 1892. – Es hat ſo ſollen ſein. Hexenfang. Der König von Thule (Dr.), 1893. – Glänzendes Elend (R.); III, 1893. – Jm Schlaf geſchenkt (E.), 1895. – Hotel Köpf und: Übereilte Werbung (zwei Geſchn.), 1896. – Die Sie- gerin (Eine Wiener Geſch.), 1896. – Die Engelmacherin (E.), 1898. – Der Väter zweie (Eine Geſch. aus dem modernen Berlin); II, 1898. – Die ganze Hand (R.); II, 1900. – Zehn oder elf? (E. a. d. Süden), 1901. – Gotthard Lingens Fahrt nach dem *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 286. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/290>, abgerufen am 23.03.2019.