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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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matischen Verein gründen, durch den
er selbst wieder zur Bearbeitung fran-
zösischer Bühnenwerke u. zu eigenen
dramatischen Werken angeregt wurde.
Jm Jahre 1857 wurde H. als Asses-
sor an das Justizamt in Zittau ver-
setzt. Hier starb er am 24. Aug. 1874.

S:

Die Pilgerfahrt der Rose (D.),
1852. - Die Lilie vom See (D.), 1853.
- Magdala (D.), 1855. - Die Dorf-
großmutter (Jd.), 1856. - Der Köhler
von Burg (Sg. in V.), 1857. - Auf
dem Schloß und im Tal (E.); II, 1858.
- Neue Dichtungen, 1858. - Erzäh-
lungen und Humoresken; II, 1858. -
Der Hausball (Humor. E.), 1858. -
Zu Schillers 100 jähriger Geburts-
tagsfeier (Vorsp.), 1859. - Dämonen
(R.); II, 1862. - Aus goldener Kin-
derzeit (Geschn. und M.), 1862. - Die
schwarze Maske und drei andere No-
vellen, 1864. - Der Freischulze (E.),
1864. - Der zerrissene Dreiklang (R.);
II, 1867. - Schatten und Licht (En.
u. Sk.); II, 1867. - Für das Haus zu
festlichen Gelegenheiten (Ge.), 1867.
- Magdalena (Gesch. und M.). 2. A.
1870. - Quintin Messis, der Schmied
von Antwerpen (Lyrisches Spiel),
1871. - Plaudereien (Schw.), o. J. -
Drei Dinge nenn' ich euch (Lustsp.),
1871. - Am Erlenhof (R.); III, 1871.
- Der Scherbauer (E.), 1872. - Jn
der Veranda (En.); II, 1873. - Goethe
in Straßburg und Sesenheim (D.),
1875.

*Horn, Oskar,

* am 14. Dez. 1841
zu München, studierte an der dortigen
Universität von 1859-63 Philosophie
u. Geschichte, promovierte zum Dok-
tor der Philosophie und wendete sich
dann der Journalistik und poetischen
Schriftstellerei zu. Jm Jahre 1864
trat er in die Redaktion der "Allge-
meinen Zeitung", war während des
Krieges von 1866 Kavallerieoffizier
und gründete 1868 das "Süddeutsche
Sonntagsblatt" in Regensburg. Jm
Jahre 1869 wurde er Redakteur der
"Süddeutschen Presse" in München,
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Hor
1872 Chefredakteur der "Nordd. Zei-
tung" in Flensburg, war als Redak-
teur seit 1874 in Gera, später in
Aschaffenburg u. dann seit 1883 als
solcher in Worms tätig, lebte seit
1890 zu Lohr a. M., seit 1900 in Ber-
lin und starb hier in der Nacht vom
31. Dezbr. 1907 zum 1. Januar 1908.

S:

Jm Siegesheimzug (Dram. G.),
1871. - Jugendliebe (4 Nn.), 1872. -
Herr Alexander Jürgensen (Münche-
ner Künstlergesch.), 1873. - Chastelard
(Tr. a. d. Engl. übers.), 1873. - Aus
zwei Feldzügen (Bayer. Geschichten);
II, 1875.

Horn, Uffo Daniel,

wurde am
18. Mai 1817 zu Trautenau in Böh-
men als der Sohn eines kaiserlichen
Offiziers u. späteren Tabakdistrikts-
verlegers geboren, erhielt die erste
Ausbildung in den niederen Schulen
seiner Vaterstadt und kam mit dem
8. Jahre nach Prag, wo er das Gym-
nasium auf der Kleinseite besuchte u.
seit 1833 die Rechte studierte. Wäh-
rend seines dortigen Aufenthalts
hatte er sich mit Erfolg in dramati-
schen Dichtungen versucht. Jm Jahre
1838 siedelte Horn nach Wien über,
beendete hier seine Studien und ging
dann 1839 nach Hamburg, wo er mit
Gutzkow, Wienbarg u. anderen bekannt
wurde und bis 1841 literarisch tätig
war. Nach Böhmen zurückgekehrt,
stand er in Prag dem damaligen
Kreiskommissär A. Klar bei Begrün-
dung des Almanachs "Libussa" be-
ratend zur Seite, und von 1842-58
blieb H. ein treuer Mitarbeiter dieses
vorzüglichen deutschen Taschenbuches.
Seit 1843 in seiner Vaterstadt lebend,
beschäftigte er sich viel mit Kommu-
nalangelegenheiten, unternahm 1845
mit dem Komponisten Kittl eine grö-
ßere Reise durch Jtalien, die Schweiz,
Süd- und Westdeutschland, verließ
dann die Heimat und lebte meistens
in Dresden. Als 1848 die tschechische
Bewegung in Prag ausbrach, eilte
er, kaum von einer im Duell erhal-

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Hor
matiſchen Verein gründen, durch den
er ſelbſt wieder zur Bearbeitung fran-
zöſiſcher Bühnenwerke u. zu eigenen
dramatiſchen Werken angeregt wurde.
Jm Jahre 1857 wurde H. als Aſſeſ-
ſor an das Juſtizamt in Zittau ver-
ſetzt. Hier ſtarb er am 24. Aug. 1874.

S:

Die Pilgerfahrt der Roſe (D.),
1852. – Die Lilie vom See (D.), 1853.
– Magdala (D.), 1855. – Die Dorf-
großmutter (Jd.), 1856. – Der Köhler
von Burg (Sg. in V.), 1857. – Auf
dem Schloß und im Tal (E.); II, 1858.
– Neue Dichtungen, 1858. – Erzäh-
lungen und Humoresken; II, 1858. –
Der Hausball (Humor. E.), 1858. –
Zu Schillers 100 jähriger Geburts-
tagsfeier (Vorſp.), 1859. – Dämonen
(R.); II, 1862. – Aus goldener Kin-
derzeit (Geſchn. und M.), 1862. – Die
ſchwarze Maske und drei andere No-
vellen, 1864. – Der Freiſchulze (E.),
1864. – Der zerriſſene Dreiklang (R.);
II, 1867. – Schatten und Licht (En.
u. Sk.); II, 1867. – Für das Haus zu
feſtlichen Gelegenheiten (Ge.), 1867.
– Magdalena (Geſch. und M.). 2. A.
1870. – Quintin Meſſis, der Schmied
von Antwerpen (Lyriſches Spiel),
1871. – Plaudereien (Schw.), o. J. –
Drei Dinge nenn’ ich euch (Luſtſp.),
1871. – Am Erlenhof (R.); III, 1871.
– Der Scherbauer (E.), 1872. – Jn
der Veranda (En.); II, 1873. – Goethe
in Straßburg und Seſenheim (D.),
1875.

*Horn, Oskar,

* am 14. Dez. 1841
zu München, ſtudierte an der dortigen
Univerſität von 1859–63 Philoſophie
u. Geſchichte, promovierte zum Dok-
tor der Philoſophie und wendete ſich
dann der Journaliſtik und poetiſchen
Schriftſtellerei zu. Jm Jahre 1864
trat er in die Redaktion der „Allge-
meinen Zeitung“, war während des
Krieges von 1866 Kavallerieoffizier
und gründete 1868 das „Süddeutſche
Sonntagsblatt“ in Regensburg. Jm
Jahre 1869 wurde er Redakteur der
„Süddeutſchen Preſſe“ in München,
[Spaltenumbruch]

Hor
1872 Chefredakteur der „Nordd. Zei-
tung“ in Flensburg, war als Redak-
teur ſeit 1874 in Gera, ſpäter in
Aſchaffenburg u. dann ſeit 1883 als
ſolcher in Worms tätig, lebte ſeit
1890 zu Lohr a. M., ſeit 1900 in Ber-
lin und ſtarb hier in der Nacht vom
31. Dezbr. 1907 zum 1. Januar 1908.

S:

Jm Siegesheimzug (Dram. G.),
1871. – Jugendliebe (4 Nn.), 1872. –
Herr Alexander Jürgenſen (Münche-
ner Künſtlergeſch.), 1873. – Chaſtelard
(Tr. a. d. Engl. überſ.), 1873. – Aus
zwei Feldzügen (Bayer. Geſchichten);
II, 1875.

Horn, Uffo Daniel,

wurde am
18. Mai 1817 zu Trautenau in Böh-
men als der Sohn eines kaiſerlichen
Offiziers u. ſpäteren Tabakdiſtrikts-
verlegers geboren, erhielt die erſte
Ausbildung in den niederen Schulen
ſeiner Vaterſtadt und kam mit dem
8. Jahre nach Prag, wo er das Gym-
naſium auf der Kleinſeite beſuchte u.
ſeit 1833 die Rechte ſtudierte. Wäh-
rend ſeines dortigen Aufenthalts
hatte er ſich mit Erfolg in dramati-
ſchen Dichtungen verſucht. Jm Jahre
1838 ſiedelte Horn nach Wien über,
beendete hier ſeine Studien und ging
dann 1839 nach Hamburg, wo er mit
Gutzkow, Wienbarg u. anderen bekannt
wurde und bis 1841 literariſch tätig
war. Nach Böhmen zurückgekehrt,
ſtand er in Prag dem damaligen
Kreiskommiſſär A. Klar bei Begrün-
dung des Almanachs „Libuſſa“ be-
ratend zur Seite, und von 1842–58
blieb H. ein treuer Mitarbeiter dieſes
vorzüglichen deutſchen Taſchenbuches.
Seit 1843 in ſeiner Vaterſtadt lebend,
beſchäftigte er ſich viel mit Kommu-
nalangelegenheiten, unternahm 1845
mit dem Komponiſten Kittl eine grö-
ßere Reiſe durch Jtalien, die Schweiz,
Süd- und Weſtdeutſchland, verließ
dann die Heimat und lebte meiſtens
in Dresden. Als 1848 die tſchechiſche
Bewegung in Prag ausbrach, eilte
er, kaum von einer im Duell erhal-

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[293/0297] Hor Hor matiſchen Verein gründen, durch den er ſelbſt wieder zur Bearbeitung fran- zöſiſcher Bühnenwerke u. zu eigenen dramatiſchen Werken angeregt wurde. Jm Jahre 1857 wurde H. als Aſſeſ- ſor an das Juſtizamt in Zittau ver- ſetzt. Hier ſtarb er am 24. Aug. 1874. S: Die Pilgerfahrt der Roſe (D.), 1852. – Die Lilie vom See (D.), 1853. – Magdala (D.), 1855. – Die Dorf- großmutter (Jd.), 1856. – Der Köhler von Burg (Sg. in V.), 1857. – Auf dem Schloß und im Tal (E.); II, 1858. – Neue Dichtungen, 1858. – Erzäh- lungen und Humoresken; II, 1858. – Der Hausball (Humor. E.), 1858. – Zu Schillers 100 jähriger Geburts- tagsfeier (Vorſp.), 1859. – Dämonen (R.); II, 1862. – Aus goldener Kin- derzeit (Geſchn. und M.), 1862. – Die ſchwarze Maske und drei andere No- vellen, 1864. – Der Freiſchulze (E.), 1864. – Der zerriſſene Dreiklang (R.); II, 1867. – Schatten und Licht (En. u. Sk.); II, 1867. – Für das Haus zu feſtlichen Gelegenheiten (Ge.), 1867. – Magdalena (Geſch. und M.). 2. A. 1870. – Quintin Meſſis, der Schmied von Antwerpen (Lyriſches Spiel), 1871. – Plaudereien (Schw.), o. J. – Drei Dinge nenn’ ich euch (Luſtſp.), 1871. – Am Erlenhof (R.); III, 1871. – Der Scherbauer (E.), 1872. – Jn der Veranda (En.); II, 1873. – Goethe in Straßburg und Seſenheim (D.), 1875. *Horn, Oskar, * am 14. Dez. 1841 zu München, ſtudierte an der dortigen Univerſität von 1859–63 Philoſophie u. Geſchichte, promovierte zum Dok- tor der Philoſophie und wendete ſich dann der Journaliſtik und poetiſchen Schriftſtellerei zu. Jm Jahre 1864 trat er in die Redaktion der „Allge- meinen Zeitung“, war während des Krieges von 1866 Kavallerieoffizier und gründete 1868 das „Süddeutſche Sonntagsblatt“ in Regensburg. Jm Jahre 1869 wurde er Redakteur der „Süddeutſchen Preſſe“ in München, 1872 Chefredakteur der „Nordd. Zei- tung“ in Flensburg, war als Redak- teur ſeit 1874 in Gera, ſpäter in Aſchaffenburg u. dann ſeit 1883 als ſolcher in Worms tätig, lebte ſeit 1890 zu Lohr a. M., ſeit 1900 in Ber- lin und ſtarb hier in der Nacht vom 31. Dezbr. 1907 zum 1. Januar 1908. S: Jm Siegesheimzug (Dram. G.), 1871. – Jugendliebe (4 Nn.), 1872. – Herr Alexander Jürgenſen (Münche- ner Künſtlergeſch.), 1873. – Chaſtelard (Tr. a. d. Engl. überſ.), 1873. – Aus zwei Feldzügen (Bayer. Geſchichten); II, 1875. Horn, Uffo Daniel, wurde am 18. Mai 1817 zu Trautenau in Böh- men als der Sohn eines kaiſerlichen Offiziers u. ſpäteren Tabakdiſtrikts- verlegers geboren, erhielt die erſte Ausbildung in den niederen Schulen ſeiner Vaterſtadt und kam mit dem 8. Jahre nach Prag, wo er das Gym- naſium auf der Kleinſeite beſuchte u. ſeit 1833 die Rechte ſtudierte. Wäh- rend ſeines dortigen Aufenthalts hatte er ſich mit Erfolg in dramati- ſchen Dichtungen verſucht. Jm Jahre 1838 ſiedelte Horn nach Wien über, beendete hier ſeine Studien und ging dann 1839 nach Hamburg, wo er mit Gutzkow, Wienbarg u. anderen bekannt wurde und bis 1841 literariſch tätig war. Nach Böhmen zurückgekehrt, ſtand er in Prag dem damaligen Kreiskommiſſär A. Klar bei Begrün- dung des Almanachs „Libuſſa“ be- ratend zur Seite, und von 1842–58 blieb H. ein treuer Mitarbeiter dieſes vorzüglichen deutſchen Taſchenbuches. Seit 1843 in ſeiner Vaterſtadt lebend, beſchäftigte er ſich viel mit Kommu- nalangelegenheiten, unternahm 1845 mit dem Komponiſten Kittl eine grö- ßere Reiſe durch Jtalien, die Schweiz, Süd- und Weſtdeutſchland, verließ dann die Heimat und lebte meiſtens in Dresden. Als 1848 die tſchechiſche Bewegung in Prag ausbrach, eilte er, kaum von einer im Duell erhal- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 293. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/297>, abgerufen am 22.03.2019.