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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Hot
Ramiro (Tr.), 1825. - Verschiedene
Werke über Ästhetik, Kunstgeschichte
und Malerei.

*Hotop, Luise,

geb. Kluge, wurde
1853 in Berlin als die Tochter eines
pensionierten Offiziers geboren, be-
suchte vom 6. bis 11. Jahre die kgl.
Luisenschule daselbst u. erhielt dann
ihre weitere Ausbildung durch Pri-
vatunterricht. Später bildete sie sich
in den Ateliers von Prof. Streckfuß
u. Jean Lulves zur Porträtmalerin
aus. Nach ihrer Vermählung mit G.
Hotop lebte sie in Angerburg und
Aurich, wo ihr Gatte Seminar-Ober-
lehrer war, der dann als Kreisschul-
inspektor 1899 nach Bomst (Provinz
Posen), 1904 nach Wollstein (Posen)
u. 1908 in den Kreis Teltow mit dem
Wohnsitz in Berlin oder den Vororten
versetzt ward.

S:

De servo arbitrio
(N.), 1897. - Der Tote (N.), 1897. -
Die Fremde (R. a. d. Marsch), 1911.

Hottner-Grefe, Anna,

geb. am
17. März 1867 in Wien als Tochter
des bekannten Landschaftsmalers
Konrad Grefe, erhielt dort eine vor-
treffliche Erziehung und Ausbildung.
Der Vater lehrte sie, das Schöne in
jeder Form zu erkennen u. zu lieben,
während die heitere, zärtliche Mut-
ter ihren frohen Sinn auf die Toch-
ter vererbte. Diese wandte sich da-
nach schriftstellerischer Tätigkeit zu
und fand an J. J. David, V. Chia-
vacci, O. Fuchs u. a. treue Förderer
ihres Talents. Nach ihrer Verheira-
tung mit Franz Hottner, Kommissär
im Konskriptionsamte in Wien, fand
sie einen neuen, weiten Pflichtenkreis,
in dem sie sich wohl fühlt.

S:

Dunkle
Gewalten. Die Villa (2 En.), 1910.

Hotzen, Otto,

geb. am 17. Oktbr.
1830 in Grohnde a. W., lebt als prak-
tischer Arzt in Bremen.

S:

Eine Pil-
gerfahrt (Ep.), 1883. - Wichmann der
Kreuzfahrer (Eine altbremische Ge-
schichte), 1893.

Hötzl, Joseph,

wurde am 19. Jan.
1817 in Wien von bürgerlichen, be-
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Hou
mittelten Eltern geboren u. besuchte
die Normalhauptschule bei St. Anna,
dann das akademische Gymnasium u.
zwei Jahrgänge der philosophischen
Fakultät an der Hochschule daselbst
und trat 1837 als Novize in den Be-
nediktinerorden zu Göttweig, wo er
ein Jahr lang unter mannigfaltigen
Studien verblieb, aber doch endlich
zu der Einsicht gelangte, daß er nicht
für den geistlichen Stand geschaffen
sei. Er verließ im Herbste 1838 das
Kloster und trat als Praktikant der
k. k. Posthofbuchhaltung zu Wien in
den Staatsdienst. Da er sich neben-
bei fortwährend mit den Studien be-
schäftigte, auch seit 1849 die Vorle-
sungen besonders des Professors Bo-
nitz gehört hatte, erhielt er 1851 einen
Ruf als Supplent an das Staats-
gymnasium in Ofen, wurde im April
1862 an das Staatsgymnasium in
Triest und 1864 an das in Linz ver-
setzt, wo er am 17./18. April 1869
plötzlich am Schlagflusse starb. Das
Gerücht, er habe sich selbst entleibt,
ist auf H. s Furcht vor dem Schein-
tode und auf seine ausdrückliche Be-
stimmung zurückzuführen, man solle
seiner Leiche einen sicher tötenden
Stich ins Herz geben.

S:

Gedichte,
1864.

*Houben, Heinr.

geb. am 19. Febr.
1866 in Leutherheide bei Breyell in
der Rheinprovinz als der Sohn des
dortigen Lehrers, wurde während
seiner Gymnasialzeit von einer schwe-
ren Krankheit befallen, so daß er seine
Studien abbrechen und sich später
autodidaktisch weiter bilden mußte.
Er lebt noch jetzt, andauernd kränk-
lich, in seinem Heimatdorfe und wid-
met sich, soweit seine Gesundheit es
erlaubt, der Schriftstellerei.

S:

Des
Räubers Umkehr (Schauspiel), 1894.
- Die Schauspiel-Kandidatin (Lsp.),
1894. - Der Gelegenheitsdichter
(Schw.), 1896. - Der Turmgeist von
Grauenburg (Schsp.), 1896. 10. A.
1906. - Eine Schwiegermutter in spe

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Hot
Ramiro (Tr.), 1825. – Verſchiedene
Werke über Äſthetik, Kunſtgeſchichte
und Malerei.

*Hotop, Luiſe,

geb. Kluge, wurde
1853 in Berlin als die Tochter eines
penſionierten Offiziers geboren, be-
ſuchte vom 6. bis 11. Jahre die kgl.
Luiſenſchule daſelbſt u. erhielt dann
ihre weitere Ausbildung durch Pri-
vatunterricht. Später bildete ſie ſich
in den Ateliers von Prof. Streckfuß
u. Jean Lulvés zur Porträtmalerin
aus. Nach ihrer Vermählung mit G.
Hotop lebte ſie in Angerburg und
Aurich, wo ihr Gatte Seminar-Ober-
lehrer war, der dann als Kreisſchul-
inſpektor 1899 nach Bomſt (Provinz
Poſen), 1904 nach Wollſtein (Poſen)
u. 1908 in den Kreis Teltow mit dem
Wohnſitz in Berlin oder den Vororten
verſetzt ward.

S:

De servo arbitrio
(N.), 1897. – Der Tote (N.), 1897. –
Die Fremde (R. a. d. Marſch), 1911.

Hottner-Grefe, Anna,

geb. am
17. März 1867 in Wien als Tochter
des bekannten Landſchaftsmalers
Konrad Grefe, erhielt dort eine vor-
treffliche Erziehung und Ausbildung.
Der Vater lehrte ſie, das Schöne in
jeder Form zu erkennen u. zu lieben,
während die heitere, zärtliche Mut-
ter ihren frohen Sinn auf die Toch-
ter vererbte. Dieſe wandte ſich da-
nach ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit zu
und fand an J. J. David, V. Chia-
vacci, O. Fuchs u. a. treue Förderer
ihres Talents. Nach ihrer Verheira-
tung mit Franz Hottner, Kommiſſär
im Konſkriptionsamte in Wien, fand
ſie einen neuen, weiten Pflichtenkreis,
in dem ſie ſich wohl fühlt.

S:

Dunkle
Gewalten. Die Villa (2 En.), 1910.

Hotzen, Otto,

geb. am 17. Oktbr.
1830 in Grohnde a. W., lebt als prak-
tiſcher Arzt in Bremen.

S:

Eine Pil-
gerfahrt (Ep.), 1883. – Wichmann der
Kreuzfahrer (Eine altbremiſche Ge-
ſchichte), 1893.

Hötzl, Joſeph,

wurde am 19. Jan.
1817 in Wien von bürgerlichen, be-
[Spaltenumbruch]

Hou
mittelten Eltern geboren u. beſuchte
die Normalhauptſchule bei St. Anna,
dann das akademiſche Gymnaſium u.
zwei Jahrgänge der philoſophiſchen
Fakultät an der Hochſchule daſelbſt
und trat 1837 als Novize in den Be-
nediktinerorden zu Göttweig, wo er
ein Jahr lang unter mannigfaltigen
Studien verblieb, aber doch endlich
zu der Einſicht gelangte, daß er nicht
für den geiſtlichen Stand geſchaffen
ſei. Er verließ im Herbſte 1838 das
Kloſter und trat als Praktikant der
k. k. Poſthofbuchhaltung zu Wien in
den Staatsdienſt. Da er ſich neben-
bei fortwährend mit den Studien be-
ſchäftigte, auch ſeit 1849 die Vorle-
ſungen beſonders des Profeſſors Bo-
nitz gehört hatte, erhielt er 1851 einen
Ruf als Supplent an das Staats-
gymnaſium in Ofen, wurde im April
1862 an das Staatsgymnaſium in
Trieſt und 1864 an das in Linz ver-
ſetzt, wo er am 17./18. April 1869
plötzlich am Schlagfluſſe ſtarb. Das
Gerücht, er habe ſich ſelbſt entleibt,
iſt auf H. s Furcht vor dem Schein-
tode und auf ſeine ausdrückliche Be-
ſtimmung zurückzuführen, man ſolle
ſeiner Leiche einen ſicher tötenden
Stich ins Herz geben.

S:

Gedichte,
1864.

*Houben, Heinr.

geb. am 19. Febr.
1866 in Leutherheide bei Breyell in
der Rheinprovinz als der Sohn des
dortigen Lehrers, wurde während
ſeiner Gymnaſialzeit von einer ſchwe-
ren Krankheit befallen, ſo daß er ſeine
Studien abbrechen und ſich ſpäter
autodidaktiſch weiter bilden mußte.
Er lebt noch jetzt, andauernd kränk-
lich, in ſeinem Heimatdorfe und wid-
met ſich, ſoweit ſeine Geſundheit es
erlaubt, der Schriftſtellerei.

S:

Des
Räubers Umkehr (Schauſpiel), 1894.
– Die Schauſpiel-Kandidatin (Lſp.),
1894. – Der Gelegenheitsdichter
(Schw.), 1896. – Der Turmgeiſt von
Grauenburg (Schſp.), 1896. 10. A.
1906. – Eine Schwiegermutter in spe

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[299/0303] Hot Hou Ramiro (Tr.), 1825. – Verſchiedene Werke über Äſthetik, Kunſtgeſchichte und Malerei. *Hotop, Luiſe, geb. Kluge, wurde 1853 in Berlin als die Tochter eines penſionierten Offiziers geboren, be- ſuchte vom 6. bis 11. Jahre die kgl. Luiſenſchule daſelbſt u. erhielt dann ihre weitere Ausbildung durch Pri- vatunterricht. Später bildete ſie ſich in den Ateliers von Prof. Streckfuß u. Jean Lulvés zur Porträtmalerin aus. Nach ihrer Vermählung mit G. Hotop lebte ſie in Angerburg und Aurich, wo ihr Gatte Seminar-Ober- lehrer war, der dann als Kreisſchul- inſpektor 1899 nach Bomſt (Provinz Poſen), 1904 nach Wollſtein (Poſen) u. 1908 in den Kreis Teltow mit dem Wohnſitz in Berlin oder den Vororten verſetzt ward. S: De servo arbitrio (N.), 1897. – Der Tote (N.), 1897. – Die Fremde (R. a. d. Marſch), 1911. Hottner-Grefe, Anna, geb. am 17. März 1867 in Wien als Tochter des bekannten Landſchaftsmalers Konrad Grefe, erhielt dort eine vor- treffliche Erziehung und Ausbildung. Der Vater lehrte ſie, das Schöne in jeder Form zu erkennen u. zu lieben, während die heitere, zärtliche Mut- ter ihren frohen Sinn auf die Toch- ter vererbte. Dieſe wandte ſich da- nach ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit zu und fand an J. J. David, V. Chia- vacci, O. Fuchs u. a. treue Förderer ihres Talents. Nach ihrer Verheira- tung mit Franz Hottner, Kommiſſär im Konſkriptionsamte in Wien, fand ſie einen neuen, weiten Pflichtenkreis, in dem ſie ſich wohl fühlt. S: Dunkle Gewalten. Die Villa (2 En.), 1910. Hotzen, Otto, geb. am 17. Oktbr. 1830 in Grohnde a. W., lebt als prak- tiſcher Arzt in Bremen. S: Eine Pil- gerfahrt (Ep.), 1883. – Wichmann der Kreuzfahrer (Eine altbremiſche Ge- ſchichte), 1893. Hötzl, Joſeph, wurde am 19. Jan. 1817 in Wien von bürgerlichen, be- mittelten Eltern geboren u. beſuchte die Normalhauptſchule bei St. Anna, dann das akademiſche Gymnaſium u. zwei Jahrgänge der philoſophiſchen Fakultät an der Hochſchule daſelbſt und trat 1837 als Novize in den Be- nediktinerorden zu Göttweig, wo er ein Jahr lang unter mannigfaltigen Studien verblieb, aber doch endlich zu der Einſicht gelangte, daß er nicht für den geiſtlichen Stand geſchaffen ſei. Er verließ im Herbſte 1838 das Kloſter und trat als Praktikant der k. k. Poſthofbuchhaltung zu Wien in den Staatsdienſt. Da er ſich neben- bei fortwährend mit den Studien be- ſchäftigte, auch ſeit 1849 die Vorle- ſungen beſonders des Profeſſors Bo- nitz gehört hatte, erhielt er 1851 einen Ruf als Supplent an das Staats- gymnaſium in Ofen, wurde im April 1862 an das Staatsgymnaſium in Trieſt und 1864 an das in Linz ver- ſetzt, wo er am 17./18. April 1869 plötzlich am Schlagfluſſe ſtarb. Das Gerücht, er habe ſich ſelbſt entleibt, iſt auf H. s Furcht vor dem Schein- tode und auf ſeine ausdrückliche Be- ſtimmung zurückzuführen, man ſolle ſeiner Leiche einen ſicher tötenden Stich ins Herz geben. S: Gedichte, 1864. *Houben, Heinr. geb. am 19. Febr. 1866 in Leutherheide bei Breyell in der Rheinprovinz als der Sohn des dortigen Lehrers, wurde während ſeiner Gymnaſialzeit von einer ſchwe- ren Krankheit befallen, ſo daß er ſeine Studien abbrechen und ſich ſpäter autodidaktiſch weiter bilden mußte. Er lebt noch jetzt, andauernd kränk- lich, in ſeinem Heimatdorfe und wid- met ſich, ſoweit ſeine Geſundheit es erlaubt, der Schriftſtellerei. S: Des Räubers Umkehr (Schauſpiel), 1894. – Die Schauſpiel-Kandidatin (Lſp.), 1894. – Der Gelegenheitsdichter (Schw.), 1896. – Der Turmgeiſt von Grauenburg (Schſp.), 1896. 10. A. 1906. – Eine Schwiegermutter in spe *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 299. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/303>, abgerufen am 21.03.2019.