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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Jaf
vorgebildet, worauf er an der Wiener
Universität Rechts- u. Staatswissen-
schaften studierte. 1894 trat er zu
Wien in den Justizdienst, erwarb sich
1895 die Würde eines Dr. jur. und
kam 1905 als Einzelrichter nach Lilien-
feld in Nieder-Österreich. Er hat
größere Reisen in das Ausland unter-
nommen, war in den Jahren 1897
und 1902 längere Zeit auf Jsland
und verheiratete sich 1899 in Kopen-
hagen mit der Nichte des Gouver-
neurs von Jsland. Er ist Mitarbei-
ter verschiedener Blätter, u. a. auch
der ältesten isländischen Zeitung
Thjodolfur in Reykjavik.

S:

Festge-
sänge, 1888. - Lieder und Gedichte,
1888. - Gefunden und wiedergefun-
den (Schsp.), 1889. - Sommerfreu-
den (Ge.), 1889. - Das Corpus juris
canonici
(Akadem. Scherz), 1891. -
Theodor Körner und seine Braut.
Körner in Wien. Antonie Adamber-
ger und ihre Familie, 1896. - Eine
Reise nach Jsland und den Faröer-
Jnseln, 1897. - Durch Korneuburg
u. auf Kreuzenstein, 1901. 2. A. 1903.

Jaffa, Eugen,

geb. am 9. Novbr.
1842 zu Bernstadt (Schlesien), ab-
solvierte das Gymnasium in Frank-
furt a. O. und hörte darauf in Ber-
lin Vorlesungen über Handelswissen-
schaft, worauf er sich dem praktischen
Beruf eines Kaufmanns widmete.
Nachdem er zwölf Jahre in großen
Handelshäusern gewirkt und drei
Jahre in Jtalien geweilt hatte, die
er teils zur Wiederherstellung seiner
Gesundheit, teils zu literarischen Ar-
beiten ausnutzte, übernahm er mit
seinem Bruder die väterlichen ge-
werblichen Anlagen in seiner Vater-
stadt und verwaltete sie 20 Jahre,
gleichzeitig seine Kräfte auch den
städtischen Jnteressen widmend. Seit
Anfang des Jahres 1894 lebt er als
Privatmann in Breslau.

S:

Mera-
ner Alpenblätter (Ge.), 1875.

Jaffe, Richard,

geb. am 15. Febr.
1861 in Posen als der Sohn des Geh.
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Jae
Kommerzienrats Bernhard J., absol-
vierte das dortige Friedrich-Wil-
helms-Gymnasium und studierte an
den Universitäten Leipzig, Halle und
Berlin die Rechte. Nach Erstehung
der vorschriftsmäßigen Prüfungen
ließ er sich als Dr. jur. und Rechts-
anwalt beim Kammergericht in Ber-
lin nieder.

S:

Das Bild der Sig-
norelli (Schsp.), 1900. - Der Außen-
seiter (Lsp., vom Oberpräsidenten zur
Aufführung verboten, im Wege der
Klage aber frei gegeben), 1900. -
Peter Brand (Rom.), 1909. - Als
Manuskript gedruckt: Ohne Jdeale
(Schsp.), 1891. - Die Höllenbrücke
(Schw.), 1893. - Fastnacht (Schsp.),
1899. - Der Pacenmacher (Lsp.), 1904.

*Jaffe, Robert,

geb. am 7. Febr.
1870 zu Gnesen (Provinz Posen) als
der Sohn eines wohlhabenden Kauf-
manns, besuchte 1879-86 das Gym-
nasium daselbst, mußte dann aber
wegen besonderer Familienverhält-
nisse seinen Bildungsgang unter-
brechen und in das väterliche Ge-
schäft eintreten. Erst 1838 konnte er
es, da er sich in der kaufmännischen
Tätigkeit höchst unglücklich fühlte,
durchsetzen, daß er wieder aufs Gym-
nasium zurückkehrte. Jm Herbst 1889
bezog er die Universität Berlin, um
die Rechte zu studieren, widmete sich
aber schon im zweiten Semester ganz
der Schriftstellerei und lebt seitdem
als Schriftsteller in Deutsch-Wilmers-
dorf bei Berlin, wo er am 20. Juni
1911 starb.

S:

Der arme Walter
(Tr.), 1895. - Ahasver (R.), 1900.

*Jaeger, Christian August,

* am
13. März 1817 zu Mietesheim im
Unterelsaß als der Sohn des dorti-
gen Pfarrers, studierte von 1835-41
in Straßburg Philosophie, Philolo-
gie und Theologie, wirkte dann als
Vikar in Mietesheim, nachmals in
Ballbronn, wurde 1846 Pfarrer in
Hohweiler, 1855 in Niederrödern u.
1861 in Mietesheim, wo er am 23.
Dezbr. 1893 starb.

S:

Länze-Bäwi,

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Jaf
vorgebildet, worauf er an der Wiener
Univerſität Rechts- u. Staatswiſſen-
ſchaften ſtudierte. 1894 trat er zu
Wien in den Juſtizdienſt, erwarb ſich
1895 die Würde eines Dr. jur. und
kam 1905 als Einzelrichter nach Lilien-
feld in Nieder-Öſterreich. Er hat
größere Reiſen in das Ausland unter-
nommen, war in den Jahren 1897
und 1902 längere Zeit auf Jsland
und verheiratete ſich 1899 in Kopen-
hagen mit der Nichte des Gouver-
neurs von Jsland. Er iſt Mitarbei-
ter verſchiedener Blätter, u. a. auch
der älteſten isländiſchen Zeitung
Thjódólfur in Reykjavik.

S:

Feſtge-
ſänge, 1888. – Lieder und Gedichte,
1888. – Gefunden und wiedergefun-
den (Schſp.), 1889. – Sommerfreu-
den (Ge.), 1889. – Das Corpus juris
canonici
(Akadem. Scherz), 1891. –
Theodor Körner und ſeine Braut.
Körner in Wien. Antonie Adamber-
ger und ihre Familie, 1896. – Eine
Reiſe nach Jsland und den Faröer-
Jnſeln, 1897. – Durch Korneuburg
u. auf Kreuzenſtein, 1901. 2. A. 1903.

Jaffa, Eugen,

geb. am 9. Novbr.
1842 zu Bernſtadt (Schleſien), ab-
ſolvierte das Gymnaſium in Frank-
furt a. O. und hörte darauf in Ber-
lin Vorleſungen über Handelswiſſen-
ſchaft, worauf er ſich dem praktiſchen
Beruf eines Kaufmanns widmete.
Nachdem er zwölf Jahre in großen
Handelshäuſern gewirkt und drei
Jahre in Jtalien geweilt hatte, die
er teils zur Wiederherſtellung ſeiner
Geſundheit, teils zu literariſchen Ar-
beiten ausnutzte, übernahm er mit
ſeinem Bruder die väterlichen ge-
werblichen Anlagen in ſeiner Vater-
ſtadt und verwaltete ſie 20 Jahre,
gleichzeitig ſeine Kräfte auch den
ſtädtiſchen Jntereſſen widmend. Seit
Anfang des Jahres 1894 lebt er als
Privatmann in Breslau.

S:

Mera-
ner Alpenblätter (Ge.), 1875.

Jaffé, Richard,

geb. am 15. Febr.
1861 in Poſen als der Sohn des Geh.
[Spaltenumbruch]

Jae
Kommerzienrats Bernhard J., abſol-
vierte das dortige Friedrich-Wil-
helms-Gymnaſium und ſtudierte an
den Univerſitäten Leipzig, Halle und
Berlin die Rechte. Nach Erſtehung
der vorſchriftsmäßigen Prüfungen
ließ er ſich als Dr. jur. und Rechts-
anwalt beim Kammergericht in Ber-
lin nieder.

S:

Das Bild der Sig-
norelli (Schſp.), 1900. – Der Außen-
ſeiter (Lſp., vom Oberpräſidenten zur
Aufführung verboten, im Wege der
Klage aber frei gegeben), 1900. –
Peter Brand (Rom.), 1909. – Als
Manuſkript gedruckt: Ohne Jdeale
(Schſp.), 1891. – Die Höllenbrücke
(Schw.), 1893. – Faſtnacht (Schſp.),
1899. – Der Pacenmacher (Lſp.), 1904.

*Jaffé, Robert,

geb. am 7. Febr.
1870 zu Gneſen (Provinz Poſen) als
der Sohn eines wohlhabenden Kauf-
manns, beſuchte 1879–86 das Gym-
naſium daſelbſt, mußte dann aber
wegen beſonderer Familienverhält-
niſſe ſeinen Bildungsgang unter-
brechen und in das väterliche Ge-
ſchäft eintreten. Erſt 1838 konnte er
es, da er ſich in der kaufmänniſchen
Tätigkeit höchſt unglücklich fühlte,
durchſetzen, daß er wieder aufs Gym-
naſium zurückkehrte. Jm Herbſt 1889
bezog er die Univerſität Berlin, um
die Rechte zu ſtudieren, widmete ſich
aber ſchon im zweiten Semeſter ganz
der Schriftſtellerei und lebt ſeitdem
als Schriftſteller in Deutſch-Wilmers-
dorf bei Berlin, wo er am 20. Juni
1911 ſtarb.

S:

Der arme Walter
(Tr.), 1895. – Ahasver (R.), 1900.

*Jaeger, Chriſtian Auguſt,

* am
13. März 1817 zu Mietesheim im
Unterelſaß als der Sohn des dorti-
gen Pfarrers, ſtudierte von 1835–41
in Straßburg Philoſophie, Philolo-
gie und Theologie, wirkte dann als
Vikar in Mietesheim, nachmals in
Ballbronn, wurde 1846 Pfarrer in
Hohweiler, 1855 in Niederrödern u.
1861 in Mietesheim, wo er am 23.
Dezbr. 1893 ſtarb.

S:

Länze-Bäwi,

*
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[333/0337] Jaf Jae vorgebildet, worauf er an der Wiener Univerſität Rechts- u. Staatswiſſen- ſchaften ſtudierte. 1894 trat er zu Wien in den Juſtizdienſt, erwarb ſich 1895 die Würde eines Dr. jur. und kam 1905 als Einzelrichter nach Lilien- feld in Nieder-Öſterreich. Er hat größere Reiſen in das Ausland unter- nommen, war in den Jahren 1897 und 1902 längere Zeit auf Jsland und verheiratete ſich 1899 in Kopen- hagen mit der Nichte des Gouver- neurs von Jsland. Er iſt Mitarbei- ter verſchiedener Blätter, u. a. auch der älteſten isländiſchen Zeitung Thjódólfur in Reykjavik. S: Feſtge- ſänge, 1888. – Lieder und Gedichte, 1888. – Gefunden und wiedergefun- den (Schſp.), 1889. – Sommerfreu- den (Ge.), 1889. – Das Corpus juris canonici (Akadem. Scherz), 1891. – Theodor Körner und ſeine Braut. Körner in Wien. Antonie Adamber- ger und ihre Familie, 1896. – Eine Reiſe nach Jsland und den Faröer- Jnſeln, 1897. – Durch Korneuburg u. auf Kreuzenſtein, 1901. 2. A. 1903. Jaffa, Eugen, geb. am 9. Novbr. 1842 zu Bernſtadt (Schleſien), ab- ſolvierte das Gymnaſium in Frank- furt a. O. und hörte darauf in Ber- lin Vorleſungen über Handelswiſſen- ſchaft, worauf er ſich dem praktiſchen Beruf eines Kaufmanns widmete. Nachdem er zwölf Jahre in großen Handelshäuſern gewirkt und drei Jahre in Jtalien geweilt hatte, die er teils zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit, teils zu literariſchen Ar- beiten ausnutzte, übernahm er mit ſeinem Bruder die väterlichen ge- werblichen Anlagen in ſeiner Vater- ſtadt und verwaltete ſie 20 Jahre, gleichzeitig ſeine Kräfte auch den ſtädtiſchen Jntereſſen widmend. Seit Anfang des Jahres 1894 lebt er als Privatmann in Breslau. S: Mera- ner Alpenblätter (Ge.), 1875. Jaffé, Richard, geb. am 15. Febr. 1861 in Poſen als der Sohn des Geh. Kommerzienrats Bernhard J., abſol- vierte das dortige Friedrich-Wil- helms-Gymnaſium und ſtudierte an den Univerſitäten Leipzig, Halle und Berlin die Rechte. Nach Erſtehung der vorſchriftsmäßigen Prüfungen ließ er ſich als Dr. jur. und Rechts- anwalt beim Kammergericht in Ber- lin nieder. S: Das Bild der Sig- norelli (Schſp.), 1900. – Der Außen- ſeiter (Lſp., vom Oberpräſidenten zur Aufführung verboten, im Wege der Klage aber frei gegeben), 1900. – Peter Brand (Rom.), 1909. – Als Manuſkript gedruckt: Ohne Jdeale (Schſp.), 1891. – Die Höllenbrücke (Schw.), 1893. – Faſtnacht (Schſp.), 1899. – Der Pacenmacher (Lſp.), 1904. *Jaffé, Robert, geb. am 7. Febr. 1870 zu Gneſen (Provinz Poſen) als der Sohn eines wohlhabenden Kauf- manns, beſuchte 1879–86 das Gym- naſium daſelbſt, mußte dann aber wegen beſonderer Familienverhält- niſſe ſeinen Bildungsgang unter- brechen und in das väterliche Ge- ſchäft eintreten. Erſt 1838 konnte er es, da er ſich in der kaufmänniſchen Tätigkeit höchſt unglücklich fühlte, durchſetzen, daß er wieder aufs Gym- naſium zurückkehrte. Jm Herbſt 1889 bezog er die Univerſität Berlin, um die Rechte zu ſtudieren, widmete ſich aber ſchon im zweiten Semeſter ganz der Schriftſtellerei und lebt ſeitdem als Schriftſteller in Deutſch-Wilmers- dorf bei Berlin, wo er am 20. Juni 1911 ſtarb. S: Der arme Walter (Tr.), 1895. – Ahasver (R.), 1900. *Jaeger, Chriſtian Auguſt, * am 13. März 1817 zu Mietesheim im Unterelſaß als der Sohn des dorti- gen Pfarrers, ſtudierte von 1835–41 in Straßburg Philoſophie, Philolo- gie und Theologie, wirkte dann als Vikar in Mietesheim, nachmals in Ballbronn, wurde 1846 Pfarrer in Hohweiler, 1855 in Niederrödern u. 1861 in Mietesheim, wo er am 23. Dezbr. 1893 ſtarb. S: Länze-Bäwi, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 333. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/337>, abgerufen am 25.03.2019.