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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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seine ersten Jugendjahre in Rothen-
burg O. L., absolvierte dann die
höhere Bürgerschule in Görlitz und
trat mit 17 Jahren als Volontär in
ein kaufmännisches Geschäft ein. Nach-
dem er in Löwenberg in Schlesien die
Filiale seines Bruders Gustav in
Rothenburg selbständig geleitet hatte,
diente er in den folgenden acht Jah-
ren bedeutenden Großfirmen Sach-
sens, der Hansestädte und Hollands,
nicht ohne dabei sein literarisches
Talent durch Mitarbeiterschaft an
politischen und belletristischen Jour-
nalen mit Erfolg zu betätigen. Be-
reichert durch Welt- und Menschen-
kenntnis wandte er Anfang der sieb-
ziger Jahre seine ganze Kraft ernsten
Studien und der literarischen Pro-
duktion zu, lebte längere Zeit als
Schriftsteller in Berlin u. Hamburg
und wählte 1882 Leipzig zu seinem
Wohnsitz. Hier widmete er seine Zeit
teils wissenschaftlichen Studien, teils
Korrespondenzen für auswärtige
Journale.

S:

Die Landesboten (Hi-
stor. Schausp.), 1877. - Dion (Tr.),
1879. - Liebe und Grünspan (Hum.),
1882.

Jannsen, Harry,

pseud. Konrad
Walther,
wurde am 1. (13. Sept.
n. St.) 1851 zu Pernau in Livland
als der Sohn des bekannten estnischen
Volksmannes Johann Wilhelm J.,
des Begründers und langjährigen
Redakteurs der ersten estnischen Zei-
tung "Pärnu Eesti Postimees" ge-
boren, besuchte das Gymnasium sei-
ner Vaterstadt und seit 1864 das zu
Dorpat und studierte darauf in Dor-
pat 1874-78 Diplomatie, Philosophie
und Sprachwissenschaft. Nachdem er
danach seine Studien in Deutschland
forigesetzt, legte er 1881 in Dorpat
sein philosophisches Kandidatenexa-
men ab, wurde nun Redakteur an der
Zeitung seines Vaters und begrün-
dete 1882 das politische Blatt "Die
Heimat", das er bis 1884 in Reval
und 1885 in Riga herausgab. Dann
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Jan
wurde er Beamter der livländischen
Gouv.-Regierung, 1886 Jnspektor
der livländ. Telephonien in Riga u.
einige Jahre später Zensor daselbst.

S:

Liederbuch eines Balten, 1880. -
Sagen und Märchen des estnischen
Volkes, übers.; II, 1881-88.

*Jansen, Ferdinand,

wurde am
13. Aug. 1859 in Kiel als der Sohn
eines Kaufmanns geboren, der durch
den Krieg mit Dänemark, da er
hauptsächlich mit Kopenhagen Han-
delsbeziehungen unterhielt, fast sein
ganzes Vermögen einbüßte u. bereits
1865 starb. Doch ermöglichte es seine
Mutter, daß er die Oberrealschule in
Kiel absolvieren konnte. Um sich für
den Beruf eines Journalisten vorzu-
bereiten, nahm er eine Hauslehrer-
stelle in einer gräflichen Familie in
Kiel an und hörte nebenher volks-
wirtschaftliche und literarische Vor-
lesungen an der dortigen Universität.
Nachdem er dann noch in Hamburg
u. Frankfurt a. M. Hauslehrerstellen
innegehabt, kehrte er 1883 nach Kiel
zurück und war hier zunächst Mit-
arbeiter und Theaterreferent für ver-
schiedene Blätter, bis er 1887 in die
Redaktion derneubegründeten "Nord-
Ostsee-Zeitung" eintrat. Von 1894
bis 1899 gehörte er der Redaktion
der "Kieler Neuesten Nachrichten" an,
u. im Frühjahr 1900 siedelte er nach
Berlin über. Hier redigiert er jetzt
das "Rixdorfer Tageblatt" und das
"Berliner Musik- und Theaterblatt".

S:

Der neue Heiland (Ep.), 1902. -
Der Sohn der Sterne (Trag.), 1905.

Jansen, Robert,

geb. am 18. Juli
1881 in Köln a. Rh., war seit 1905
Redakteur an der "Rheinisch-West-
fälischen Zeitung" in Essen a. d. Ruhr
und ist seit 1906 Red. der "Neuen
Hamburger Zeitung" in Hamburg.

S:

Jenseits (Dr.), 1904. - Ein
Volksfreund (Dr.), 1905.

Jansen, Sophie,

geb. am 26. März
1862 in Hamburg als Tochter des
Kaufmanns Karl Schloßmann,

*


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Jan
ſeine erſten Jugendjahre in Rothen-
burg O. L., abſolvierte dann die
höhere Bürgerſchule in Görlitz und
trat mit 17 Jahren als Volontär in
ein kaufmänniſches Geſchäft ein. Nach-
dem er in Löwenberg in Schleſien die
Filiale ſeines Bruders Guſtav in
Rothenburg ſelbſtändig geleitet hatte,
diente er in den folgenden acht Jah-
ren bedeutenden Großfirmen Sach-
ſens, der Hanſeſtädte und Hollands,
nicht ohne dabei ſein literariſches
Talent durch Mitarbeiterſchaft an
politiſchen und belletriſtiſchen Jour-
nalen mit Erfolg zu betätigen. Be-
reichert durch Welt- und Menſchen-
kenntnis wandte er Anfang der ſieb-
ziger Jahre ſeine ganze Kraft ernſten
Studien und der literariſchen Pro-
duktion zu, lebte längere Zeit als
Schriftſteller in Berlin u. Hamburg
und wählte 1882 Leipzig zu ſeinem
Wohnſitz. Hier widmete er ſeine Zeit
teils wiſſenſchaftlichen Studien, teils
Korreſpondenzen für auswärtige
Journale.

S:

Die Landesboten (Hi-
ſtor. Schauſp.), 1877. – Dion (Tr.),
1879. – Liebe und Grünſpan (Hum.),
1882.

Jannſen, Harry,

pſeud. Konrad
Walther,
wurde am 1. (13. Sept.
n. St.) 1851 zu Pernau in Livland
als der Sohn des bekannten eſtniſchen
Volksmannes Johann Wilhelm J.,
des Begründers und langjährigen
Redakteurs der erſten eſtniſchen Zei-
tung „Pärnu Eesti Postimees“ ge-
boren, beſuchte das Gymnaſium ſei-
ner Vaterſtadt und ſeit 1864 das zu
Dorpat und ſtudierte darauf in Dor-
pat 1874–78 Diplomatie, Philoſophie
und Sprachwiſſenſchaft. Nachdem er
danach ſeine Studien in Deutſchland
forigeſetzt, legte er 1881 in Dorpat
ſein philoſophiſches Kandidatenexa-
men ab, wurde nun Redakteur an der
Zeitung ſeines Vaters und begrün-
dete 1882 das politiſche Blatt „Die
Heimat“, das er bis 1884 in Reval
und 1885 in Riga herausgab. Dann
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Jan
wurde er Beamter der livländiſchen
Gouv.-Regierung, 1886 Jnſpektor
der livländ. Telephonien in Riga u.
einige Jahre ſpäter Zenſor daſelbſt.

S:

Liederbuch eines Balten, 1880. –
Sagen und Märchen des eſtniſchen
Volkes, überſ.; II, 1881–88.

*Janſen, Ferdinand,

wurde am
13. Aug. 1859 in Kiel als der Sohn
eines Kaufmanns geboren, der durch
den Krieg mit Dänemark, da er
hauptſächlich mit Kopenhagen Han-
delsbeziehungen unterhielt, faſt ſein
ganzes Vermögen einbüßte u. bereits
1865 ſtarb. Doch ermöglichte es ſeine
Mutter, daß er die Oberrealſchule in
Kiel abſolvieren konnte. Um ſich für
den Beruf eines Journaliſten vorzu-
bereiten, nahm er eine Hauslehrer-
ſtelle in einer gräflichen Familie in
Kiel an und hörte nebenher volks-
wirtſchaftliche und literariſche Vor-
leſungen an der dortigen Univerſität.
Nachdem er dann noch in Hamburg
u. Frankfurt a. M. Hauslehrerſtellen
innegehabt, kehrte er 1883 nach Kiel
zurück und war hier zunächſt Mit-
arbeiter und Theaterreferent für ver-
ſchiedene Blätter, bis er 1887 in die
Redaktion derneubegründeten „Nord-
Oſtſee-Zeitung“ eintrat. Von 1894
bis 1899 gehörte er der Redaktion
der „Kieler Neueſten Nachrichten“ an,
u. im Frühjahr 1900 ſiedelte er nach
Berlin über. Hier redigiert er jetzt
das „Rixdorfer Tageblatt“ und das
„Berliner Muſik- und Theaterblatt“.

S:

Der neue Heiland (Ep.), 1902. –
Der Sohn der Sterne (Trag.), 1905.

Janſen, Robert,

geb. am 18. Juli
1881 in Köln a. Rh., war ſeit 1905
Redakteur an der „Rheiniſch-Weſt-
fäliſchen Zeitung“ in Eſſen a. d. Ruhr
und iſt ſeit 1906 Red. der „Neuen
Hamburger Zeitung“ in Hamburg.

S:

Jenſeits (Dr.), 1904. – Ein
Volksfreund (Dr.), 1905.

Janſen, Sophie,

geb. am 26. März
1862 in Hamburg als Tochter des
Kaufmanns Karl Schloßmann,

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[344/0348] Jan Jan ſeine erſten Jugendjahre in Rothen- burg O. L., abſolvierte dann die höhere Bürgerſchule in Görlitz und trat mit 17 Jahren als Volontär in ein kaufmänniſches Geſchäft ein. Nach- dem er in Löwenberg in Schleſien die Filiale ſeines Bruders Guſtav in Rothenburg ſelbſtändig geleitet hatte, diente er in den folgenden acht Jah- ren bedeutenden Großfirmen Sach- ſens, der Hanſeſtädte und Hollands, nicht ohne dabei ſein literariſches Talent durch Mitarbeiterſchaft an politiſchen und belletriſtiſchen Jour- nalen mit Erfolg zu betätigen. Be- reichert durch Welt- und Menſchen- kenntnis wandte er Anfang der ſieb- ziger Jahre ſeine ganze Kraft ernſten Studien und der literariſchen Pro- duktion zu, lebte längere Zeit als Schriftſteller in Berlin u. Hamburg und wählte 1882 Leipzig zu ſeinem Wohnſitz. Hier widmete er ſeine Zeit teils wiſſenſchaftlichen Studien, teils Korreſpondenzen für auswärtige Journale. S: Die Landesboten (Hi- ſtor. Schauſp.), 1877. – Dion (Tr.), 1879. – Liebe und Grünſpan (Hum.), 1882. Jannſen, Harry, pſeud. Konrad Walther, wurde am 1. (13. Sept. n. St.) 1851 zu Pernau in Livland als der Sohn des bekannten eſtniſchen Volksmannes Johann Wilhelm J., des Begründers und langjährigen Redakteurs der erſten eſtniſchen Zei- tung „Pärnu Eesti Postimees“ ge- boren, beſuchte das Gymnaſium ſei- ner Vaterſtadt und ſeit 1864 das zu Dorpat und ſtudierte darauf in Dor- pat 1874–78 Diplomatie, Philoſophie und Sprachwiſſenſchaft. Nachdem er danach ſeine Studien in Deutſchland forigeſetzt, legte er 1881 in Dorpat ſein philoſophiſches Kandidatenexa- men ab, wurde nun Redakteur an der Zeitung ſeines Vaters und begrün- dete 1882 das politiſche Blatt „Die Heimat“, das er bis 1884 in Reval und 1885 in Riga herausgab. Dann wurde er Beamter der livländiſchen Gouv.-Regierung, 1886 Jnſpektor der livländ. Telephonien in Riga u. einige Jahre ſpäter Zenſor daſelbſt. S: Liederbuch eines Balten, 1880. – Sagen und Märchen des eſtniſchen Volkes, überſ.; II, 1881–88. *Janſen, Ferdinand, wurde am 13. Aug. 1859 in Kiel als der Sohn eines Kaufmanns geboren, der durch den Krieg mit Dänemark, da er hauptſächlich mit Kopenhagen Han- delsbeziehungen unterhielt, faſt ſein ganzes Vermögen einbüßte u. bereits 1865 ſtarb. Doch ermöglichte es ſeine Mutter, daß er die Oberrealſchule in Kiel abſolvieren konnte. Um ſich für den Beruf eines Journaliſten vorzu- bereiten, nahm er eine Hauslehrer- ſtelle in einer gräflichen Familie in Kiel an und hörte nebenher volks- wirtſchaftliche und literariſche Vor- leſungen an der dortigen Univerſität. Nachdem er dann noch in Hamburg u. Frankfurt a. M. Hauslehrerſtellen innegehabt, kehrte er 1883 nach Kiel zurück und war hier zunächſt Mit- arbeiter und Theaterreferent für ver- ſchiedene Blätter, bis er 1887 in die Redaktion derneubegründeten „Nord- Oſtſee-Zeitung“ eintrat. Von 1894 bis 1899 gehörte er der Redaktion der „Kieler Neueſten Nachrichten“ an, u. im Frühjahr 1900 ſiedelte er nach Berlin über. Hier redigiert er jetzt das „Rixdorfer Tageblatt“ und das „Berliner Muſik- und Theaterblatt“. S: Der neue Heiland (Ep.), 1902. – Der Sohn der Sterne (Trag.), 1905. Janſen, Robert, geb. am 18. Juli 1881 in Köln a. Rh., war ſeit 1905 Redakteur an der „Rheiniſch-Weſt- fäliſchen Zeitung“ in Eſſen a. d. Ruhr und iſt ſeit 1906 Red. der „Neuen Hamburger Zeitung“ in Hamburg. S: Jenſeits (Dr.), 1904. – Ein Volksfreund (Dr.), 1905. Janſen, Sophie, geb. am 26. März 1862 in Hamburg als Tochter des Kaufmanns Karl Schloßmann, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 344. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/348>, abgerufen am 26.03.2019.