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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Jar
- Wie Benjamin Redlich eine Frau
suchte und fand), 1886. - Jdeale
Lebensbilder in Dichtersprüchen,
1888.

Jarno, Joseph,

Schauspieler- und
Schriftstellername für Joseph Coh-
ner,
wurde am 24. August 1866 in
Budapest geboren, sollte Kaufmann
werden und war bereits Beamter der
Escompte-Gesellschaft in Budapest,
als ihn seine von Kindheit an gehegte
Neigung für das Theater 1885 der
Bühne zuführte. Er fand Engage-
ment bei der Wildschen Gesellschaft
in Jschl und war bis 1899 jeden
Sommer als Gast im Theater dieses
Kurortes tätig. Von Jschl ging er
nach Laibach, war seit 1887 am Deut-
schen Theater in Budapest, 1889-94
am Residenztheater in Berlin, 1894
bis 1897 am Deutschen Theater da-
selbst tätig und kehrte dann wieder
ans Residenztheater zurück. Daneben
leitete er seit dem Sommer 1897 das
neuerbaute Sommertheater in Aussee
(Oberösterreich). Später am Neuen
Theater in Berlin und dann am Les-
sing-Theater daselbst wirkend, über-
nahm er im Herbst 1899 die Leitung
des Josephstädter Theaters in Wien.
Er ist mit der berühmten Schauspie-
lerin Hansi Niese seit 1899 verheira-
tet.

S:

Momentaufnahmen (Kom.),
1896. - Der Rabenvater (Schw., mit
H. Fr. Fischer), 1897. - Die Wahr-
sagerin (Schw., mit G. Rickelt), 1899.

Jaroljmek, Edmund,

entstammte
einer tschechischen Familie, war Pri-
vatsekretär des bekannten Fürsten
Philipp zu Eulenburg und Hertefeld
(s. d.!) und verheiratete sich zu An-
fang d. J. 1907 mit dessen Tochter,
Gräfin Augusta von Eulenburg. Er
lebt seitdem in Jtalien.

S:

Von Lei-
denden und Befreiten (Dämmerstun-
denträume. Nn.), 1908.

Jarosch, Joseph,

pseud. Alfred
Waldau,
wurde am 24. Nov. 1837
zu Petrovic bei Zatec in Böhmen ge-
boren, besuchte die Gymnasien zu
[Spaltenumbruch]

Jckl
Zatec u. Prag u. studierte an der hie-
sigen Hochschule bis 1860 die Rechte.
Nachdem er sich dann in Prag und
später in Wien vornehmlich literari-
schen und journalistischen Arbeiten
gewidmet hatte, trat er im März
1863 bei dem k. k. Auditoriat in Wien
ein, wurde 1864 Oberleutnant-Audi-
tor und fungierte als solcher erst in
Graz, dann in Triest. Bei Auflösung
der Regimentsgerichte bei den Fuß-
truppen (1868) kam er zum Militär-
gericht in Agram, von hier 1869 nach
Belovar und rückte 1870 zum Haupt-
mann-Auditor vor.

S:

Thomas
(Lebensbild a. d. Gegenwart), 1857.
- Böhmische Granaten (Tschechische
Volkslieder, übers.); II, 1858-60 -
Böhmische Nationaltänze (Kultur-
studie); II, 1859-60. - Böhmisches
Märchenbuch, 1860. - Altböhmische
Minnepoesie, 1860. - Böhmische Na-
turdichter (Literar-histor. Studie),
1860. - Karl Hynek Machas ausge-
wählte Dichtungen (übers.), 1862. -
Wenceslav Hankas Lieder (übers.),
1863.

Jässing, Albert,

geb. 1850, war
Student in Leipzig und machte als
Einjährig-Freiwilliger den Krieg
gegen Frankreich mit, in dem er am
28. Dezbr. 1870 vor Paris den Hel-
dentod starb.

S:

Saitenklänge (Ge.),
1868. - Vorgefühle (Ge.), 1869. -
Der Bahnhof auf Golgatha, 1869. -
Lieder eines Zwanzigjährigen, 1870.

Jbo,

Pseud. für Jda Bosch; s. d.!

*Jckler, Karl,

* am 8. Juni 1868
zu Wiera bei Treysa im ehemaligen
Kurhessen als der Sohn eines Leh-
rers, besuchte seit dem 10. Jahre eine
höhere Privatknabenschule in Treysa,
später die Präparandenanstalt in
Herborn, an der sein ältester Bruder
Vorsteher war, und trat Ostern 1885
in das Lehrerseminar zu Homberg
ein, das er nach drei Jahren absol-
vierte. Er wurde darauf zweimal als
Schulvikar verwendet, dann Lehrer
in Friedrichsfeld, Kreis Hofgeismar,

*


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Jar
– Wie Benjamin Redlich eine Frau
ſuchte und fand), 1886. – Jdeale
Lebensbilder in Dichterſprüchen,
1888.

Jarno, Joſeph,

Schauſpieler- und
Schriftſtellername für Joſeph Coh-
ner,
wurde am 24. Auguſt 1866 in
Budapeſt geboren, ſollte Kaufmann
werden und war bereits Beamter der
Escompte-Geſellſchaft in Budapeſt,
als ihn ſeine von Kindheit an gehegte
Neigung für das Theater 1885 der
Bühne zuführte. Er fand Engage-
ment bei der Wildſchen Geſellſchaft
in Jſchl und war bis 1899 jeden
Sommer als Gaſt im Theater dieſes
Kurortes tätig. Von Jſchl ging er
nach Laibach, war ſeit 1887 am Deut-
ſchen Theater in Budapeſt, 1889–94
am Reſidenztheater in Berlin, 1894
bis 1897 am Deutſchen Theater da-
ſelbſt tätig und kehrte dann wieder
ans Reſidenztheater zurück. Daneben
leitete er ſeit dem Sommer 1897 das
neuerbaute Sommertheater in Auſſee
(Oberöſterreich). Später am Neuen
Theater in Berlin und dann am Leſ-
ſing-Theater daſelbſt wirkend, über-
nahm er im Herbſt 1899 die Leitung
des Joſephſtädter Theaters in Wien.
Er iſt mit der berühmten Schauſpie-
lerin Hanſi Nieſe ſeit 1899 verheira-
tet.

S:

Momentaufnahmen (Kom.),
1896. – Der Rabenvater (Schw., mit
H. Fr. Fiſcher), 1897. – Die Wahr-
ſagerin (Schw., mit G. Rickelt), 1899.

Jaroljmek, Edmund,

entſtammte
einer tſchechiſchen Familie, war Pri-
vatſekretär des bekannten Fürſten
Philipp zu Eulenburg und Hertefeld
(ſ. d.!) und verheiratete ſich zu An-
fang d. J. 1907 mit deſſen Tochter,
Gräfin Auguſta von Eulenburg. Er
lebt ſeitdem in Jtalien.

S:

Von Lei-
denden und Befreiten (Dämmerſtun-
denträume. Nn.), 1908.

Jaroſch, Joſeph,

pſeud. Alfred
Waldau,
wurde am 24. Nov. 1837
zu Petrovic bei Zatec in Böhmen ge-
boren, beſuchte die Gymnaſien zu
[Spaltenumbruch]

Jckl
Zatec u. Prag u. ſtudierte an der hie-
ſigen Hochſchule bis 1860 die Rechte.
Nachdem er ſich dann in Prag und
ſpäter in Wien vornehmlich literari-
ſchen und journaliſtiſchen Arbeiten
gewidmet hatte, trat er im März
1863 bei dem k. k. Auditoriat in Wien
ein, wurde 1864 Oberleutnant-Audi-
tor und fungierte als ſolcher erſt in
Graz, dann in Trieſt. Bei Auflöſung
der Regimentsgerichte bei den Fuß-
truppen (1868) kam er zum Militär-
gericht in Agram, von hier 1869 nach
Belovar und rückte 1870 zum Haupt-
mann-Auditor vor.

S:

Thomas
(Lebensbild a. d. Gegenwart), 1857.
– Böhmiſche Granaten (Tſchechiſche
Volkslieder, überſ.); II, 1858–60 –
Böhmiſche Nationaltänze (Kultur-
ſtudie); II, 1859–60. – Böhmiſches
Märchenbuch, 1860. – Altböhmiſche
Minnepoeſie, 1860. – Böhmiſche Na-
turdichter (Literar-hiſtor. Studie),
1860. – Karl Hynek Machas ausge-
wählte Dichtungen (überſ.), 1862. –
Wenceslav Hankas Lieder (überſ.),
1863.

Jäſſing, Albert,

geb. 1850, war
Student in Leipzig und machte als
Einjährig-Freiwilliger den Krieg
gegen Frankreich mit, in dem er am
28. Dezbr. 1870 vor Paris den Hel-
dentod ſtarb.

S:

Saitenklänge (Ge.),
1868. – Vorgefühle (Ge.), 1869. –
Der Bahnhof auf Golgatha, 1869. –
Lieder eines Zwanzigjährigen, 1870.

Jbo,

Pſeud. für Jda Boſch; ſ. d.!

*Jckler, Karl,

* am 8. Juni 1868
zu Wiera bei Treyſa im ehemaligen
Kurheſſen als der Sohn eines Leh-
rers, beſuchte ſeit dem 10. Jahre eine
höhere Privatknabenſchule in Treyſa,
ſpäter die Präparandenanſtalt in
Herborn, an der ſein älteſter Bruder
Vorſteher war, und trat Oſtern 1885
in das Lehrerſeminar zu Homberg
ein, das er nach drei Jahren abſol-
vierte. Er wurde darauf zweimal als
Schulvikar verwendet, dann Lehrer
in Friedrichsfeld, Kreis Hofgeismar,

*
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[348/0352] Jar Jckl – Wie Benjamin Redlich eine Frau ſuchte und fand), 1886. – Jdeale Lebensbilder in Dichterſprüchen, 1888. Jarno, Joſeph, Schauſpieler- und Schriftſtellername für Joſeph Coh- ner, wurde am 24. Auguſt 1866 in Budapeſt geboren, ſollte Kaufmann werden und war bereits Beamter der Escompte-Geſellſchaft in Budapeſt, als ihn ſeine von Kindheit an gehegte Neigung für das Theater 1885 der Bühne zuführte. Er fand Engage- ment bei der Wildſchen Geſellſchaft in Jſchl und war bis 1899 jeden Sommer als Gaſt im Theater dieſes Kurortes tätig. Von Jſchl ging er nach Laibach, war ſeit 1887 am Deut- ſchen Theater in Budapeſt, 1889–94 am Reſidenztheater in Berlin, 1894 bis 1897 am Deutſchen Theater da- ſelbſt tätig und kehrte dann wieder ans Reſidenztheater zurück. Daneben leitete er ſeit dem Sommer 1897 das neuerbaute Sommertheater in Auſſee (Oberöſterreich). Später am Neuen Theater in Berlin und dann am Leſ- ſing-Theater daſelbſt wirkend, über- nahm er im Herbſt 1899 die Leitung des Joſephſtädter Theaters in Wien. Er iſt mit der berühmten Schauſpie- lerin Hanſi Nieſe ſeit 1899 verheira- tet. S: Momentaufnahmen (Kom.), 1896. – Der Rabenvater (Schw., mit H. Fr. Fiſcher), 1897. – Die Wahr- ſagerin (Schw., mit G. Rickelt), 1899. Jaroljmek, Edmund, entſtammte einer tſchechiſchen Familie, war Pri- vatſekretär des bekannten Fürſten Philipp zu Eulenburg und Hertefeld (ſ. d.!) und verheiratete ſich zu An- fang d. J. 1907 mit deſſen Tochter, Gräfin Auguſta von Eulenburg. Er lebt ſeitdem in Jtalien. S: Von Lei- denden und Befreiten (Dämmerſtun- denträume. Nn.), 1908. Jaroſch, Joſeph, pſeud. Alfred Waldau, wurde am 24. Nov. 1837 zu Petrovic bei Zatec in Böhmen ge- boren, beſuchte die Gymnaſien zu Zatec u. Prag u. ſtudierte an der hie- ſigen Hochſchule bis 1860 die Rechte. Nachdem er ſich dann in Prag und ſpäter in Wien vornehmlich literari- ſchen und journaliſtiſchen Arbeiten gewidmet hatte, trat er im März 1863 bei dem k. k. Auditoriat in Wien ein, wurde 1864 Oberleutnant-Audi- tor und fungierte als ſolcher erſt in Graz, dann in Trieſt. Bei Auflöſung der Regimentsgerichte bei den Fuß- truppen (1868) kam er zum Militär- gericht in Agram, von hier 1869 nach Belovar und rückte 1870 zum Haupt- mann-Auditor vor. S: Thomas (Lebensbild a. d. Gegenwart), 1857. – Böhmiſche Granaten (Tſchechiſche Volkslieder, überſ.); II, 1858–60 – Böhmiſche Nationaltänze (Kultur- ſtudie); II, 1859–60. – Böhmiſches Märchenbuch, 1860. – Altböhmiſche Minnepoeſie, 1860. – Böhmiſche Na- turdichter (Literar-hiſtor. Studie), 1860. – Karl Hynek Machas ausge- wählte Dichtungen (überſ.), 1862. – Wenceslav Hankas Lieder (überſ.), 1863. Jäſſing, Albert, geb. 1850, war Student in Leipzig und machte als Einjährig-Freiwilliger den Krieg gegen Frankreich mit, in dem er am 28. Dezbr. 1870 vor Paris den Hel- dentod ſtarb. S: Saitenklänge (Ge.), 1868. – Vorgefühle (Ge.), 1869. – Der Bahnhof auf Golgatha, 1869. – Lieder eines Zwanzigjährigen, 1870. Jbo, Pſeud. für Jda Boſch; ſ. d.! *Jckler, Karl, * am 8. Juni 1868 zu Wiera bei Treyſa im ehemaligen Kurheſſen als der Sohn eines Leh- rers, beſuchte ſeit dem 10. Jahre eine höhere Privatknabenſchule in Treyſa, ſpäter die Präparandenanſtalt in Herborn, an der ſein älteſter Bruder Vorſteher war, und trat Oſtern 1885 in das Lehrerſeminar zu Homberg ein, das er nach drei Jahren abſol- vierte. Er wurde darauf zweimal als Schulvikar verwendet, dann Lehrer in Friedrichsfeld, Kreis Hofgeismar, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 348. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/352>, abgerufen am 20.03.2019.