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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Jed
Konitz in Westpreußen) als der Sohn
eines Lehrers, der 1866 nach Löbau
versetzt wurde, besuchte hier die
Stadtschule, danach das Progymna-
sium bis zum Berechtigungszeugnis
und trat dann als Justizanwärter
beim Amtsgericht in Löbau ein. Als
sein Vater nach Niederreifenberg im
Taunus versetzt ward, arbeitete J.
beim Amtsgericht in Neumark, machte
seine Prüfung als Gerichtsschreiber
in Marienwerder u. als Dolmetscher
der polnischen Sprache in Thorn und
genügte dann vom Oktober 1889-90
in Danzig seiner Militärpflicht. Da-
nach war er als Assistent in Putzig
tätig und wurde 1897 zum Sekretär
beim Amtsgerichte in Vandsburg er-
nannt.

S:

Tante Malchens erste
Liebe (Schw.), 1902. - Die Wahrheit
(Kom.), 1902. - Das Wiedersehen
(Schsp.), 1904. - Der verwechselte
Schwiegersohn (Schw.), 1904.

*Jedrzejewsky, Franz,

geb. am
14. Dezbr. 1859 zu Schönsee in West-
preußen als der Sohn eines Lehrers,
kam mit seinem Vater später nach
Ossowo und 1866 nach Löbau, wo er
die Stadtschule, das Progymnasium
und seit 1876 das Lehrerseminar be-
suchte. Nach Erstehung seiner Leh-
rerprüfung (1879) wurde er Lehrer
in Schliewitz (Kreis Tuchel, West-
preußen), mußte aber bald zur Her-
stellung seiner Gesundheit einen län-
geren Urlaub nehmen, während dessen
er eine Hauslehrerstelle in Mortung
bei Löbau versah. Danach war er
Lehrer in Stuhm, Rauden, Mowe
Deutsch-Brodden, Bielitz (Kr. Löbau),
seit 1883 in Wlewsk, seit 1889 in
Gorzno und übernahm von Neujahr
1902 ab ein Lehreramt in Siemia-
nowitz-Laurahütte (Oberschlesien).

S:

Ein Veilchenstrauß (Biogr.-literar.
Sk.). 1892. - Nette Freier, oder: Die
erste Liebe ist die beste! (Schw.), 1897. -
Wir brauchen keine Schwiegermama!
(Schw.), 1897. - Der gnädige Herr
bin ich! (Lsp.), 1897. - Bei Justinus
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Jek
Kerner in Weinsberg (Dr. Genrebild),
1898. - Eine Kaffeegesellschaft, oder:
So leben wir alle Tage (Kom. Genre-
bild), 1900. - Moderne Menschen
(Dr.), 1902. - Hol' der Kuckuck die
Neujahrskarten (P.), 1902. - Größen-
wahn! (Dr.), 1903. - Zwillinge, die
nicht da sind (Schw.), 1909. - Jsa-
bella Klappenmayer, oder: Unter-
schrift verpflichtet (Schw.), 1910.

*Jegerlehner, J.,

geb. am 9. April
1871 in Thun (Schweiz), studierte in
Bern, Florenz und Venedig, wirkte
nach Abschluß seiner Studien und er-
langter Doktorwürde zwei Jahre in
Florenz als Hauslehrer und wurde
1900 Oberlehrer am städtischen Gym-
nasium in Bern. Seine Ferienzeit
verbrachte er schon als Knabe stets in
den Bergen, besonders in Wallis, das
ihm zur zweiten Heimat geworden ist
und auch zur Herausgabe seiner Werke
angeregt hat.

S:

Das Val d'Anni-
viers
(Eivischtal) nebst einem Streif-
zug ins Val d'Herens (Evolena).
Führer durch Landschaft, Geschichte,
Volk und Sage eines Walliser Hoch-
tals, 1904. - Was die Sennen erzäh-
len (M. u. Sg. a. d. Wallis), 1907. -
Am Herdfeuer der Sennen (Neue M.
u. Sg. a. d. Wallis), 1908. - Aroleid
(Aus dem Leben eines Berpfarrers),
1909. 3. T. 1910. - An den Gletscher-
bächen (En,), 1911.

Jeitteles, Jgnaz,

(Jsaak, Jtzig),
Pseud. für Julius Seidlitz; s. d.!

Jekelius, August,

geb. am 6. No-
vember 1861 in Kronstadt (Sieben-
bürgen), absolvierte das dortige Hon-
terusgymnasium und studierte 1881
bis 1885 in Hermannstadt die Rechte.
Jm folgenden Jahre trat er in den
Dienst des Kronstädter Komitats als
Stuhlrichter im Siebendörfer Bezirk,
wurde 1889 zweiter und 1893 erster
Vizenotär und ist seit 1898 Honorär-
Obernotär in Kronstadt.

S:

Ein
sächsischer Handwerker unseres Jahr-
hunderts 1819-1890 (Ein Lebens-
bild), 1895. - Jn Dolman und Ampel

*


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Jed
Konitz in Weſtpreußen) als der Sohn
eines Lehrers, der 1866 nach Löbau
verſetzt wurde, beſuchte hier die
Stadtſchule, danach das Progymna-
ſium bis zum Berechtigungszeugnis
und trat dann als Juſtizanwärter
beim Amtsgericht in Löbau ein. Als
ſein Vater nach Niederreifenberg im
Taunus verſetzt ward, arbeitete J.
beim Amtsgericht in Neumark, machte
ſeine Prüfung als Gerichtsſchreiber
in Marienwerder u. als Dolmetſcher
der polniſchen Sprache in Thorn und
genügte dann vom Oktober 1889–90
in Danzig ſeiner Militärpflicht. Da-
nach war er als Aſſiſtent in Putzig
tätig und wurde 1897 zum Sekretär
beim Amtsgerichte in Vandsburg er-
nannt.

S:

Tante Malchens erſte
Liebe (Schw.), 1902. – Die Wahrheit
(Kom.), 1902. – Das Wiederſehen
(Schſp.), 1904. – Der verwechſelte
Schwiegerſohn (Schw.), 1904.

*Jedrzejewsky, Franz,

geb. am
14. Dezbr. 1859 zu Schönſee in Weſt-
preußen als der Sohn eines Lehrers,
kam mit ſeinem Vater ſpäter nach
Oſſowo und 1866 nach Löbau, wo er
die Stadtſchule, das Progymnaſium
und ſeit 1876 das Lehrerſeminar be-
ſuchte. Nach Erſtehung ſeiner Leh-
rerprüfung (1879) wurde er Lehrer
in Schliewitz (Kreis Tuchel, Weſt-
preußen), mußte aber bald zur Her-
ſtellung ſeiner Geſundheit einen län-
geren Urlaub nehmen, während deſſen
er eine Hauslehrerſtelle in Mortung
bei Löbau verſah. Danach war er
Lehrer in Stuhm, Rauden, Mowe
Deutſch-Brodden, Bielitz (Kr. Löbau),
ſeit 1883 in Wlewsk, ſeit 1889 in
Gorzno und übernahm von Neujahr
1902 ab ein Lehreramt in Siemia-
nowitz-Laurahütte (Oberſchleſien).

S:

Ein Veilchenſtrauß (Biogr.-literar.
Sk.). 1892. – Nette Freier, oder: Die
erſte Liebe iſt die beſte! (Schw.), 1897. –
Wir brauchen keine Schwiegermama!
(Schw.), 1897. – Der gnädige Herr
bin ich! (Lſp.), 1897. – Bei Juſtinus
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Jek
Kerner in Weinsberg (Dr. Genrebild),
1898. – Eine Kaffeegeſellſchaft, oder:
So leben wir alle Tage (Kom. Genre-
bild), 1900. – Moderne Menſchen
(Dr.), 1902. – Hol’ der Kuckuck die
Neujahrskarten (P.), 1902. – Größen-
wahn! (Dr.), 1903. – Zwillinge, die
nicht da ſind (Schw.), 1909. – Jſa-
bella Klappenmayer, oder: Unter-
ſchrift verpflichtet (Schw.), 1910.

*Jegerlehner, J.,

geb. am 9. April
1871 in Thun (Schweiz), ſtudierte in
Bern, Florenz und Venedig, wirkte
nach Abſchluß ſeiner Studien und er-
langter Doktorwürde zwei Jahre in
Florenz als Hauslehrer und wurde
1900 Oberlehrer am ſtädtiſchen Gym-
naſium in Bern. Seine Ferienzeit
verbrachte er ſchon als Knabe ſtets in
den Bergen, beſonders in Wallis, das
ihm zur zweiten Heimat geworden iſt
und auch zur Herausgabe ſeiner Werke
angeregt hat.

S:

Das Val d’Anni-
viers
(Eiviſchtal) nebſt einem Streif-
zug ins Val d’Hérens (Evolena).
Führer durch Landſchaft, Geſchichte,
Volk und Sage eines Walliſer Hoch-
tals, 1904. – Was die Sennen erzäh-
len (M. u. Sg. a. d. Wallis), 1907. –
Am Herdfeuer der Sennen (Neue M.
u. Sg. a. d. Wallis), 1908. – Aroleid
(Aus dem Leben eines Berpfarrers),
1909. 3. T. 1910. – An den Gletſcher-
bächen (En,), 1911.

Jeitteles, Jgnaz,

(Jſaak, Jtzig),
Pſeud. für Julius Seidlitz; ſ. d.!

Jekelius, Auguſt,

geb. am 6. No-
vember 1861 in Kronſtadt (Sieben-
bürgen), abſolvierte das dortige Hon-
terusgymnaſium und ſtudierte 1881
bis 1885 in Hermannſtadt die Rechte.
Jm folgenden Jahre trat er in den
Dienſt des Kronſtädter Komitats als
Stuhlrichter im Siebendörfer Bezirk,
wurde 1889 zweiter und 1893 erſter
Vizenotär und iſt ſeit 1898 Honorär-
Obernotär in Kronſtadt.

S:

Ein
ſächſiſcher Handwerker unſeres Jahr-
hunderts 1819–1890 (Ein Lebens-
bild), 1895. – Jn Dolman und Ampel

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[350/0354] Jed Jek Konitz in Weſtpreußen) als der Sohn eines Lehrers, der 1866 nach Löbau verſetzt wurde, beſuchte hier die Stadtſchule, danach das Progymna- ſium bis zum Berechtigungszeugnis und trat dann als Juſtizanwärter beim Amtsgericht in Löbau ein. Als ſein Vater nach Niederreifenberg im Taunus verſetzt ward, arbeitete J. beim Amtsgericht in Neumark, machte ſeine Prüfung als Gerichtsſchreiber in Marienwerder u. als Dolmetſcher der polniſchen Sprache in Thorn und genügte dann vom Oktober 1889–90 in Danzig ſeiner Militärpflicht. Da- nach war er als Aſſiſtent in Putzig tätig und wurde 1897 zum Sekretär beim Amtsgerichte in Vandsburg er- nannt. S: Tante Malchens erſte Liebe (Schw.), 1902. – Die Wahrheit (Kom.), 1902. – Das Wiederſehen (Schſp.), 1904. – Der verwechſelte Schwiegerſohn (Schw.), 1904. *Jedrzejewsky, Franz, geb. am 14. Dezbr. 1859 zu Schönſee in Weſt- preußen als der Sohn eines Lehrers, kam mit ſeinem Vater ſpäter nach Oſſowo und 1866 nach Löbau, wo er die Stadtſchule, das Progymnaſium und ſeit 1876 das Lehrerſeminar be- ſuchte. Nach Erſtehung ſeiner Leh- rerprüfung (1879) wurde er Lehrer in Schliewitz (Kreis Tuchel, Weſt- preußen), mußte aber bald zur Her- ſtellung ſeiner Geſundheit einen län- geren Urlaub nehmen, während deſſen er eine Hauslehrerſtelle in Mortung bei Löbau verſah. Danach war er Lehrer in Stuhm, Rauden, Mowe Deutſch-Brodden, Bielitz (Kr. Löbau), ſeit 1883 in Wlewsk, ſeit 1889 in Gorzno und übernahm von Neujahr 1902 ab ein Lehreramt in Siemia- nowitz-Laurahütte (Oberſchleſien). S: Ein Veilchenſtrauß (Biogr.-literar. Sk.). 1892. – Nette Freier, oder: Die erſte Liebe iſt die beſte! (Schw.), 1897. – Wir brauchen keine Schwiegermama! (Schw.), 1897. – Der gnädige Herr bin ich! (Lſp.), 1897. – Bei Juſtinus Kerner in Weinsberg (Dr. Genrebild), 1898. – Eine Kaffeegeſellſchaft, oder: So leben wir alle Tage (Kom. Genre- bild), 1900. – Moderne Menſchen (Dr.), 1902. – Hol’ der Kuckuck die Neujahrskarten (P.), 1902. – Größen- wahn! (Dr.), 1903. – Zwillinge, die nicht da ſind (Schw.), 1909. – Jſa- bella Klappenmayer, oder: Unter- ſchrift verpflichtet (Schw.), 1910. *Jegerlehner, J., geb. am 9. April 1871 in Thun (Schweiz), ſtudierte in Bern, Florenz und Venedig, wirkte nach Abſchluß ſeiner Studien und er- langter Doktorwürde zwei Jahre in Florenz als Hauslehrer und wurde 1900 Oberlehrer am ſtädtiſchen Gym- naſium in Bern. Seine Ferienzeit verbrachte er ſchon als Knabe ſtets in den Bergen, beſonders in Wallis, das ihm zur zweiten Heimat geworden iſt und auch zur Herausgabe ſeiner Werke angeregt hat. S: Das Val d’Anni- viers (Eiviſchtal) nebſt einem Streif- zug ins Val d’Hérens (Evolena). Führer durch Landſchaft, Geſchichte, Volk und Sage eines Walliſer Hoch- tals, 1904. – Was die Sennen erzäh- len (M. u. Sg. a. d. Wallis), 1907. – Am Herdfeuer der Sennen (Neue M. u. Sg. a. d. Wallis), 1908. – Aroleid (Aus dem Leben eines Berpfarrers), 1909. 3. T. 1910. – An den Gletſcher- bächen (En,), 1911. Jeitteles, Jgnaz, (Jſaak, Jtzig), Pſeud. für Julius Seidlitz; ſ. d.! Jekelius, Auguſt, geb. am 6. No- vember 1861 in Kronſtadt (Sieben- bürgen), abſolvierte das dortige Hon- terusgymnaſium und ſtudierte 1881 bis 1885 in Hermannſtadt die Rechte. Jm folgenden Jahre trat er in den Dienſt des Kronſtädter Komitats als Stuhlrichter im Siebendörfer Bezirk, wurde 1889 zweiter und 1893 erſter Vizenotär und iſt ſeit 1898 Honorär- Obernotär in Kronſtadt. S: Ein ſächſiſcher Handwerker unſeres Jahr- hunderts 1819–1890 (Ein Lebens- bild), 1895. – Jn Dolman und Ampel *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 350. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/354>, abgerufen am 24.03.2019.