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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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ihm ohnehin nichts eintrug, nach fünf
Jahren wieder auf, um sich ganz der
Theaterdichtung zu widmen, da bereits
1835 seine erste Posse "Hans Hasen-
kopf" mit Glück über die Bretter des
Leopoldstädter Theaters gegangen
war. K. schloß 1839 mit dem Theater-
direktor Carl einen Vertrag ab, worin
er sich verpflichtete, für keine andere
Bühne in Wien, als für diejenige Carls
zu arbeiten. Zwanzig Jahre (1839
bis 1859) war nun K. bei sehr be-
scheidenem Honorar an dem Leopold-
städter Theater, erst unter Carl, dann
unter Nestroy und zuletzt unter Treu-
mann, als Theaterdichter tätig und
unterbrach nur einmal diese Tätigkeit,
als er einem Rufe des Direktors
Pokorny an das Josefstädtische Thea-
ter folgte. Er schuf eine große Anzahl
Possen und Volksstücke, die sich noch
heute zum großen Teil auf dem Reper-
toir erhalten haben, versuchte da-
zwischen auch sein Glück mit der Her-
ausgabe der Zeitschrift "Der Kobold",
die indes bald wieder einging. Wäh-
rend der Revolutionstage im Jahre
1848 nahm K. an dem Kampfe in den
Straßen Wiens teil; auch war er es,
der den aufgeregten Volksmassen den
Erlaß der Konstitution verkündigte.
Nach der Besitzergreifung Wiens durch
die kaiserlichen Truppen wurde K. ver-
haftet, aber auf Verwendung eines
hohen Militärs bald wieder auf freien
Fuß gesetzt. Nach dem Jahre 1859
lebte K. schriftstellerisch tätig in Wien,
doch war sein Leben ein fortwähren-
der Kampf mit des Lebens Trübsal
und Not, aus der ihn erst der Tod er-
löste, der am 7. Nov. 1874 in einer der
Vorstädte Wiens erfolgte. K. war auch
der Gründer der Künstlergesellschaft
"Concordia", die bis 1848 den Glanz-
punkt des geistigen Lebens in Wien
bildete.

S:

Geld! (P. n. d. Engl.),
1843. - Wer wird Amtmann? (Dr.),
1842. - Der Zigeuner in der Stein-
metzwerkstätte (Dr.), 1842. - Ein Aben-
teuer (P.), 1845. - Die Schule des
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Kai
Armen (Dr.), 1850. - Der Rastelbinder
(P.), 1850. - Ein Fürst (Dr.), 1850. -
Junker und Knecht (Dr.), 1850. -
Männerschönheit (Dr.). 1850. - Eine
Posse als Medizin (P.), 1850. - Mönch
und Soldat (Dr.), 1850. - Des Schau-
spielers letzte Rolle (P.), 1851. - Ein
Traum -- kein Traum, oder: Der
Schauspielerin letzte Rolle (P.), 1851.
- Der Schneider als Naturdichter (P.),
1851. - Dienstbotenwirtschaft (Lsp.),
1852. - Zwei Pistolen (P.), 1852. -
Zum erstenmal im Theater (P.), 1853.
- Müller und Schiffmeister (P.), 1853.
- Doktor u. Friseur (P.), 1853. - Jm
Dunkeln (Lsp.), 1853. - Der letzte
Hanswurst (P.), 1853. - Ein Silvester-
spaß (P.), 1854. - Ein neuer Monte
Christo (Dr.), 1854. - Etwas Kleines
(Lsp.), 1861. - Die Frau Wirtin (Dr.),
1861. - Eine Feindin und ein Freund
(P.), 1862. - Unrecht Gut! (Lsp.),
1862. - Ein Lump (P.), 1862. - Zwei
Testamente (Lsp.), 1862. - Der Billet-
teur u. sein Kind (Lsp.), 1862. - Künst-
ler und Millionär (P.), 1864. - Des
Krämers Töchterlein (Lsp.), 1862. -
Verrechnet! (Lsp.), 1862. - Palais u.
Jrrenhaus (Dr.), 1863. - Jagdaben-
teuer (P.), 1864. - Naturmensch und
Lebemann (Lsp.), 1864. - Der Soldat
im Frieden (Lsp.), 1865. - Nichts (P.),
1865. - Gute Nacht, Rosa! (Lsp.), 1865.
- Lokalsängerin und Postillon (P.),
1865. - Auf dem Eis und beim Christ-
baum (P.), 1866. - Der Mensch denkt
(Dr.), 1866. - Leute von der Bank
(Lsp.), 1867. - Haus Röhrmann (Lsp.),
1867. - Blumen-Nettel (Lsp.), 1867. -
Flüchtig in der Heimat (Lsp.), 1868. -
Der bayrische Hiesel (Volksst.), 1868. -
Alte Schulden (Lsp.), 1868. - Tisch-
lein, deck dich! (Lsp.), 1868. - Was ein
Weib kann (Volksst.), 1869. - Neu-
Jerusalem (Dr.), 1869. - Pater Abra-
ham a Santa Clara (Volksst.), 1870. -
Unter fünfzehn Theaterdirektoren
(Bunte Bilder) 1871. - Stadt u. Land
(P.), 1872. - Schlechtes Papier (Volks-
stück), 1873. - General Laudon (Volks-

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Kai
ihm ohnehin nichts eintrug, nach fünf
Jahren wieder auf, um ſich ganz der
Theaterdichtung zu widmen, da bereits
1835 ſeine erſte Poſſe „Hans Haſen-
kopf“ mit Glück über die Bretter des
Leopoldſtädter Theaters gegangen
war. K. ſchloß 1839 mit dem Theater-
direktor Carl einen Vertrag ab, worin
er ſich verpflichtete, für keine andere
Bühne in Wien, als für diejenige Carls
zu arbeiten. Zwanzig Jahre (1839
bis 1859) war nun K. bei ſehr be-
ſcheidenem Honorar an dem Leopold-
ſtädter Theater, erſt unter Carl, dann
unter Neſtroy und zuletzt unter Treu-
mann, als Theaterdichter tätig und
unterbrach nur einmal dieſe Tätigkeit,
als er einem Rufe des Direktors
Pokorny an das Joſefſtädtiſche Thea-
ter folgte. Er ſchuf eine große Anzahl
Poſſen und Volksſtücke, die ſich noch
heute zum großen Teil auf dem Reper-
toir erhalten haben, verſuchte da-
zwiſchen auch ſein Glück mit der Her-
ausgabe der Zeitſchrift „Der Kobold“,
die indes bald wieder einging. Wäh-
rend der Revolutionstage im Jahre
1848 nahm K. an dem Kampfe in den
Straßen Wiens teil; auch war er es,
der den aufgeregten Volksmaſſen den
Erlaß der Konſtitution verkündigte.
Nach der Beſitzergreifung Wiens durch
die kaiſerlichen Truppen wurde K. ver-
haftet, aber auf Verwendung eines
hohen Militärs bald wieder auf freien
Fuß geſetzt. Nach dem Jahre 1859
lebte K. ſchriftſtelleriſch tätig in Wien,
doch war ſein Leben ein fortwähren-
der Kampf mit des Lebens Trübſal
und Not, aus der ihn erſt der Tod er-
löſte, der am 7. Nov. 1874 in einer der
Vorſtädte Wiens erfolgte. K. war auch
der Gründer der Künſtlergeſellſchaft
„Concordia“, die bis 1848 den Glanz-
punkt des geiſtigen Lebens in Wien
bildete.

S:

Geld! (P. n. d. Engl.),
1843. – Wer wird Amtmann? (Dr.),
1842. – Der Zigeuner in der Stein-
metzwerkſtätte (Dr.), 1842. – Ein Aben-
teuer (P.), 1845. – Die Schule des
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Kai
Armen (Dr.), 1850. – Der Raſtelbinder
(P.), 1850. – Ein Fürſt (Dr.), 1850. –
Junker und Knecht (Dr.), 1850. –
Männerſchönheit (Dr.). 1850. – Eine
Poſſe als Medizin (P.), 1850. – Mönch
und Soldat (Dr.), 1850. – Des Schau-
ſpielers letzte Rolle (P.), 1851. – Ein
Traum — kein Traum, oder: Der
Schauſpielerin letzte Rolle (P.), 1851.
– Der Schneider als Naturdichter (P.),
1851. – Dienſtbotenwirtſchaft (Lſp.),
1852. – Zwei Piſtolen (P.), 1852. –
Zum erſtenmal im Theater (P.), 1853.
– Müller und Schiffmeiſter (P.), 1853.
– Doktor u. Friſeur (P.), 1853. – Jm
Dunkeln (Lſp.), 1853. – Der letzte
Hanswurſt (P.), 1853. – Ein Silveſter-
ſpaß (P.), 1854. – Ein neuer Monte
Chriſto (Dr.), 1854. – Etwas Kleines
(Lſp.), 1861. – Die Frau Wirtin (Dr.),
1861. – Eine Feindin und ein Freund
(P.), 1862. – Unrecht Gut! (Lſp.),
1862. – Ein Lump (P.), 1862. – Zwei
Teſtamente (Lſp.), 1862. – Der Billet-
teur u. ſein Kind (Lſp.), 1862. – Künſt-
ler und Millionär (P.), 1864. – Des
Krämers Töchterlein (Lſp.), 1862. –
Verrechnet! (Lſp.), 1862. – Palais u.
Jrrenhaus (Dr.), 1863. – Jagdaben-
teuer (P.), 1864. – Naturmenſch und
Lebemann (Lſp.), 1864. – Der Soldat
im Frieden (Lſp.), 1865. – Nichts (P.),
1865. – Gute Nacht, Roſa! (Lſp.), 1865.
– Lokalſängerin und Poſtillon (P.),
1865. – Auf dem Eis und beim Chriſt-
baum (P.), 1866. – Der Menſch denkt
(Dr.), 1866. – Leute von der Bank
(Lſp.), 1867. – Haus Röhrmann (Lſp.),
1867. – Blumen-Nettel (Lſp.), 1867. –
Flüchtig in der Heimat (Lſp.), 1868. –
Der bayriſche Hieſel (Volksſt.), 1868. –
Alte Schulden (Lſp.), 1868. – Tiſch-
lein, deck dich! (Lſp.), 1868. – Was ein
Weib kann (Volksſt.), 1869. – Neu-
Jeruſalem (Dr.), 1869. – Pater Abra-
ham a Santa Clara (Volksſt.), 1870. –
Unter fünfzehn Theaterdirektoren
(Bunte Bilder) 1871. – Stadt u. Land
(P.), 1872. – Schlechtes Papier (Volks-
ſtück), 1873. – General Laudon (Volks-

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[396/0400] Kai Kai ihm ohnehin nichts eintrug, nach fünf Jahren wieder auf, um ſich ganz der Theaterdichtung zu widmen, da bereits 1835 ſeine erſte Poſſe „Hans Haſen- kopf“ mit Glück über die Bretter des Leopoldſtädter Theaters gegangen war. K. ſchloß 1839 mit dem Theater- direktor Carl einen Vertrag ab, worin er ſich verpflichtete, für keine andere Bühne in Wien, als für diejenige Carls zu arbeiten. Zwanzig Jahre (1839 bis 1859) war nun K. bei ſehr be- ſcheidenem Honorar an dem Leopold- ſtädter Theater, erſt unter Carl, dann unter Neſtroy und zuletzt unter Treu- mann, als Theaterdichter tätig und unterbrach nur einmal dieſe Tätigkeit, als er einem Rufe des Direktors Pokorny an das Joſefſtädtiſche Thea- ter folgte. Er ſchuf eine große Anzahl Poſſen und Volksſtücke, die ſich noch heute zum großen Teil auf dem Reper- toir erhalten haben, verſuchte da- zwiſchen auch ſein Glück mit der Her- ausgabe der Zeitſchrift „Der Kobold“, die indes bald wieder einging. Wäh- rend der Revolutionstage im Jahre 1848 nahm K. an dem Kampfe in den Straßen Wiens teil; auch war er es, der den aufgeregten Volksmaſſen den Erlaß der Konſtitution verkündigte. Nach der Beſitzergreifung Wiens durch die kaiſerlichen Truppen wurde K. ver- haftet, aber auf Verwendung eines hohen Militärs bald wieder auf freien Fuß geſetzt. Nach dem Jahre 1859 lebte K. ſchriftſtelleriſch tätig in Wien, doch war ſein Leben ein fortwähren- der Kampf mit des Lebens Trübſal und Not, aus der ihn erſt der Tod er- löſte, der am 7. Nov. 1874 in einer der Vorſtädte Wiens erfolgte. K. war auch der Gründer der Künſtlergeſellſchaft „Concordia“, die bis 1848 den Glanz- punkt des geiſtigen Lebens in Wien bildete. S: Geld! (P. n. d. Engl.), 1843. – Wer wird Amtmann? (Dr.), 1842. – Der Zigeuner in der Stein- metzwerkſtätte (Dr.), 1842. – Ein Aben- teuer (P.), 1845. – Die Schule des Armen (Dr.), 1850. – Der Raſtelbinder (P.), 1850. – Ein Fürſt (Dr.), 1850. – Junker und Knecht (Dr.), 1850. – Männerſchönheit (Dr.). 1850. – Eine Poſſe als Medizin (P.), 1850. – Mönch und Soldat (Dr.), 1850. – Des Schau- ſpielers letzte Rolle (P.), 1851. – Ein Traum — kein Traum, oder: Der Schauſpielerin letzte Rolle (P.), 1851. – Der Schneider als Naturdichter (P.), 1851. – Dienſtbotenwirtſchaft (Lſp.), 1852. – Zwei Piſtolen (P.), 1852. – Zum erſtenmal im Theater (P.), 1853. – Müller und Schiffmeiſter (P.), 1853. – Doktor u. Friſeur (P.), 1853. – Jm Dunkeln (Lſp.), 1853. – Der letzte Hanswurſt (P.), 1853. – Ein Silveſter- ſpaß (P.), 1854. – Ein neuer Monte Chriſto (Dr.), 1854. – Etwas Kleines (Lſp.), 1861. – Die Frau Wirtin (Dr.), 1861. – Eine Feindin und ein Freund (P.), 1862. – Unrecht Gut! (Lſp.), 1862. – Ein Lump (P.), 1862. – Zwei Teſtamente (Lſp.), 1862. – Der Billet- teur u. ſein Kind (Lſp.), 1862. – Künſt- ler und Millionär (P.), 1864. – Des Krämers Töchterlein (Lſp.), 1862. – Verrechnet! (Lſp.), 1862. – Palais u. Jrrenhaus (Dr.), 1863. – Jagdaben- teuer (P.), 1864. – Naturmenſch und Lebemann (Lſp.), 1864. – Der Soldat im Frieden (Lſp.), 1865. – Nichts (P.), 1865. – Gute Nacht, Roſa! (Lſp.), 1865. – Lokalſängerin und Poſtillon (P.), 1865. – Auf dem Eis und beim Chriſt- baum (P.), 1866. – Der Menſch denkt (Dr.), 1866. – Leute von der Bank (Lſp.), 1867. – Haus Röhrmann (Lſp.), 1867. – Blumen-Nettel (Lſp.), 1867. – Flüchtig in der Heimat (Lſp.), 1868. – Der bayriſche Hieſel (Volksſt.), 1868. – Alte Schulden (Lſp.), 1868. – Tiſch- lein, deck dich! (Lſp.), 1868. – Was ein Weib kann (Volksſt.), 1869. – Neu- Jeruſalem (Dr.), 1869. – Pater Abra- ham a Santa Clara (Volksſt.), 1870. – Unter fünfzehn Theaterdirektoren (Bunte Bilder) 1871. – Stadt u. Land (P.), 1872. – Schlechtes Papier (Volks- ſtück), 1873. – General Laudon (Volks- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 396. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/400>, abgerufen am 24.03.2019.