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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kau
herr.

S:

Der letzte Flavier (R.),
1897. 2. A. 1898. - Das Dokument
der Lady (Hist. E. a. d. Zeit der iri-
schen Freiheitskämpfe), 1899. 2. A.
1909.

*Kaufmann, Max,

wurde am 24.
Juni 1864 in Hamburg als der Sohn
eines Bankiers geboren und erhielt
dort auch seine geistige Ausbildung.
Eine Zeitlang war er im väterlichen
Bankhause tätig, doch bestand seine
Lieblingsbeschäftigung in literari-
schen und wissenschaftlichen Studien,
denen er sich später gänzlich widmete;
auch war er ein fleißiger Gast im
akademischen Hörsaal, wo er philo-
sophische u. literarische Vorlesungen
bei den Professoren Portig u. Wohl-
will hörte. Mit Jnteresse verfolgte
er die aufstrebende Richtung des natu-
ralistischen jüngsten Deutschlands;
doch blieb seine Hauptbeschäftigung
dem Studium Heines gewidmet, und
gelang es ihm auch, durch eingehende
Forschungen neues, bisher unter-
schätztes Material zur Heine-Litera-
tur zu finden, das er dann in mehreren
Schriften niederlegte. Jn den letzten
Jahren lebte K. meistens im Süden,
abwechselnd in Rom, Neapel, Florenz,
Genua, Mailand, Zürich, hat aber
sonst seinen festen Wohnsitz in Ham-
burg.

S:

Heinrich Heines Liebes-
tragödien, 1897. - Heines Liebes-
leben, 1898. - Heine u. Platen, 1899.
- Leiden des modernen Werther (R.),
1900. 2. A. 1901. - Heinrich Heines
letzter Liebestraum (5 Akte), 1907. -
Heinrich Heine und Hamburg (Stu-
die), 1909.

Kaufmann, Wilhelm,

geb. am 23.
Februar 1830 in Drege bei Bremen,
bildete sich auf dem Seminar in Han-
nover zum Volksschullehrer, wirkte
als solcher erst in Hinsbergen, und
dann als Lehrer und Stiftskantor in
Hameln. Er war dichter und Kom-
ponist vieler geistlichen Lieder und
Hymnen, und seine Kaiserhymne ver-
anlaßte sogar Kaiser Wilhelm I., der
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Münsterkirche eine Orgel zu schenken.
K. starb am 16. Aug. 1899.

S:

Kord
Dusenddahler (En snaksch Geschicht
ut Karlsbad), 1885.

*Kausch, Agnes

, wurde am 29.
April 1871 in Friedrichshütte bei
Tarnowitz in Oberschles. als ältestes
Kind des königl. Hütteninspektors
Theodor Gerhard geboren. Die-
ser vertauschte 1875 aus Gesundheits-
rücksichten seinen Beruf an der Sil-
berhütte mit dem Bergfach u. siedelte
nach Kalkberge-Rüdersdorf (Mark
Brandenburg) über. Hier empfing
Agnes ihren ersten Unterricht in einer
Privatschule und besuchte danach vom
Herbst 1883 bis zum Frühjahr 1886
eine höhere Privat-Töchterschule in
Berlin. Jns Elternhaus zurückge-
kehrt, suchte sie sich in jeder Hinsicht
weiter zu bilden, sich eine Fertigkeit
in Handarbeiten und in der Führung
der Hauswirtschaft anzueignen. Hier
verlobte sie sich mit dem evang. Geist-
lichen des Orts, Hans Oskar Kausch,
dem sie im Oktober 1890 als Gattin
nach Friedenau-Berlin folgte, wohin
er als Jnspektor der sogenannten
"Goßnerschen Mission" (äußeren Mis-
sion für Ostindien) berufen worden
war. Seit 1901 ist ihr Gatte Direk-
tor dieser Mission u. unternahm als
solcher 1905-06 eine Reise nach Ost-
indien, auf welcher ihn seine Gattin
begleitete. Jhre dort empfangenen
Reiseeindrücke hat sie in zwei kleinen,
reich illustrierten Schriften ("Das
Herz Jndiens", 1907 und "Ein indi-
sches Bethesda", 1907) niedergelegt.
Auch auf anderen Reisen, durch Nord-,
Ost- u. Süddeutschland, durch Tirol,
die Schweiz und nach England hat
sie ihren Gatten begleitet.

S:

Jugend-
Symphonie (Ge.), 1910.

*Kausen, Armin,

geb. am 10. Jan.
1855 zu Neuß am Rhein, absolvierte
das dortige Gymnasium u. studierte
darauf in Bonn die Rechte. Schon
während seiner Studienzeit war er
literarisch und schriftstellerisch tätig,

*


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Kau
herr.

S:

Der letzte Flavier (R.),
1897. 2. A. 1898. – Das Dokument
der Lady (Hiſt. E. a. d. Zeit der iri-
ſchen Freiheitskämpfe), 1899. 2. A.
1909.

*Kaufmann, Max,

wurde am 24.
Juni 1864 in Hamburg als der Sohn
eines Bankiers geboren und erhielt
dort auch ſeine geiſtige Ausbildung.
Eine Zeitlang war er im väterlichen
Bankhauſe tätig, doch beſtand ſeine
Lieblingsbeſchäftigung in literari-
ſchen und wiſſenſchaftlichen Studien,
denen er ſich ſpäter gänzlich widmete;
auch war er ein fleißiger Gaſt im
akademiſchen Hörſaal, wo er philo-
ſophiſche u. literariſche Vorleſungen
bei den Profeſſoren Portig u. Wohl-
will hörte. Mit Jntereſſe verfolgte
er die aufſtrebende Richtung des natu-
raliſtiſchen jüngſten Deutſchlands;
doch blieb ſeine Hauptbeſchäftigung
dem Studium Heines gewidmet, und
gelang es ihm auch, durch eingehende
Forſchungen neues, bisher unter-
ſchätztes Material zur Heine-Litera-
tur zu finden, das er dann in mehreren
Schriften niederlegte. Jn den letzten
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abwechſelnd in Rom, Neapel, Florenz,
Genua, Mailand, Zürich, hat aber
ſonſt ſeinen feſten Wohnſitz in Ham-
burg.

S:

Heinrich Heines Liebes-
tragödien, 1897. – Heines Liebes-
leben, 1898. – Heine u. Platen, 1899.
– Leiden des modernen Werther (R.),
1900. 2. A. 1901. – Heinrich Heines
letzter Liebestraum (5 Akte), 1907. –
Heinrich Heine und Hamburg (Stu-
die), 1909.

Kaufmann, Wilhelm,

geb. am 23.
Februar 1830 in Drege bei Bremen,
bildete ſich auf dem Seminar in Han-
nover zum Volksſchullehrer, wirkte
als ſolcher erſt in Hinsbergen, und
dann als Lehrer und Stiftskantor in
Hameln. Er war dichter und Kom-
poniſt vieler geiſtlichen Lieder und
Hymnen, und ſeine Kaiſerhymne ver-
anlaßte ſogar Kaiſer Wilhelm I., der
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Kau
Münſterkirche eine Orgel zu ſchenken.
K. ſtarb am 16. Aug. 1899.

S:

Kord
Duſenddahler (En ſnakſch Geſchicht
ut Karlsbad), 1885.

*Kauſch, Agnes

, wurde am 29.
April 1871 in Friedrichshütte bei
Tarnowitz in Oberſchleſ. als älteſtes
Kind des königl. Hütteninſpektors
Theodor Gerhard geboren. Die-
ſer vertauſchte 1875 aus Geſundheits-
rückſichten ſeinen Beruf an der Sil-
berhütte mit dem Bergfach u. ſiedelte
nach Kalkberge-Rüdersdorf (Mark
Brandenburg) über. Hier empfing
Agnes ihren erſten Unterricht in einer
Privatſchule und beſuchte danach vom
Herbſt 1883 bis zum Frühjahr 1886
eine höhere Privat-Töchterſchule in
Berlin. Jns Elternhaus zurückge-
kehrt, ſuchte ſie ſich in jeder Hinſicht
weiter zu bilden, ſich eine Fertigkeit
in Handarbeiten und in der Führung
der Hauswirtſchaft anzueignen. Hier
verlobte ſie ſich mit dem evang. Geiſt-
lichen des Orts, Hans Oskar Kauſch,
dem ſie im Oktober 1890 als Gattin
nach Friedenau-Berlin folgte, wohin
er als Jnſpektor der ſogenannten
„Goßnerſchen Miſſion“ (äußeren Miſ-
ſion für Oſtindien) berufen worden
war. Seit 1901 iſt ihr Gatte Direk-
tor dieſer Miſſion u. unternahm als
ſolcher 1905–06 eine Reiſe nach Oſt-
indien, auf welcher ihn ſeine Gattin
begleitete. Jhre dort empfangenen
Reiſeeindrücke hat ſie in zwei kleinen,
reich illuſtrierten Schriften („Das
Herz Jndiens“, 1907 und „Ein indi-
ſches Bethesda“, 1907) niedergelegt.
Auch auf anderen Reiſen, durch Nord-,
Oſt- u. Süddeutſchland, durch Tirol,
die Schweiz und nach England hat
ſie ihren Gatten begleitet.

S:

Jugend-
Symphonie (Ge.), 1910.

*Kauſen, Armin,

geb. am 10. Jan.
1855 zu Neuß am Rhein, abſolvierte
das dortige Gymnaſium u. ſtudierte
darauf in Bonn die Rechte. Schon
während ſeiner Studienzeit war er
literariſch und ſchriftſtelleriſch tätig,

*
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[422/0426] Kau Kau herr. S: Der letzte Flavier (R.), 1897. 2. A. 1898. – Das Dokument der Lady (Hiſt. E. a. d. Zeit der iri- ſchen Freiheitskämpfe), 1899. 2. A. 1909. *Kaufmann, Max, wurde am 24. Juni 1864 in Hamburg als der Sohn eines Bankiers geboren und erhielt dort auch ſeine geiſtige Ausbildung. Eine Zeitlang war er im väterlichen Bankhauſe tätig, doch beſtand ſeine Lieblingsbeſchäftigung in literari- ſchen und wiſſenſchaftlichen Studien, denen er ſich ſpäter gänzlich widmete; auch war er ein fleißiger Gaſt im akademiſchen Hörſaal, wo er philo- ſophiſche u. literariſche Vorleſungen bei den Profeſſoren Portig u. Wohl- will hörte. Mit Jntereſſe verfolgte er die aufſtrebende Richtung des natu- raliſtiſchen jüngſten Deutſchlands; doch blieb ſeine Hauptbeſchäftigung dem Studium Heines gewidmet, und gelang es ihm auch, durch eingehende Forſchungen neues, bisher unter- ſchätztes Material zur Heine-Litera- tur zu finden, das er dann in mehreren Schriften niederlegte. Jn den letzten Jahren lebte K. meiſtens im Süden, abwechſelnd in Rom, Neapel, Florenz, Genua, Mailand, Zürich, hat aber ſonſt ſeinen feſten Wohnſitz in Ham- burg. S: Heinrich Heines Liebes- tragödien, 1897. – Heines Liebes- leben, 1898. – Heine u. Platen, 1899. – Leiden des modernen Werther (R.), 1900. 2. A. 1901. – Heinrich Heines letzter Liebestraum (5 Akte), 1907. – Heinrich Heine und Hamburg (Stu- die), 1909. Kaufmann, Wilhelm, geb. am 23. Februar 1830 in Drege bei Bremen, bildete ſich auf dem Seminar in Han- nover zum Volksſchullehrer, wirkte als ſolcher erſt in Hinsbergen, und dann als Lehrer und Stiftskantor in Hameln. Er war dichter und Kom- poniſt vieler geiſtlichen Lieder und Hymnen, und ſeine Kaiſerhymne ver- anlaßte ſogar Kaiſer Wilhelm I., der Münſterkirche eine Orgel zu ſchenken. K. ſtarb am 16. Aug. 1899. S: Kord Duſenddahler (En ſnakſch Geſchicht ut Karlsbad), 1885. *Kauſch, Agnes, wurde am 29. April 1871 in Friedrichshütte bei Tarnowitz in Oberſchleſ. als älteſtes Kind des königl. Hütteninſpektors Theodor Gerhard geboren. Die- ſer vertauſchte 1875 aus Geſundheits- rückſichten ſeinen Beruf an der Sil- berhütte mit dem Bergfach u. ſiedelte nach Kalkberge-Rüdersdorf (Mark Brandenburg) über. Hier empfing Agnes ihren erſten Unterricht in einer Privatſchule und beſuchte danach vom Herbſt 1883 bis zum Frühjahr 1886 eine höhere Privat-Töchterſchule in Berlin. Jns Elternhaus zurückge- kehrt, ſuchte ſie ſich in jeder Hinſicht weiter zu bilden, ſich eine Fertigkeit in Handarbeiten und in der Führung der Hauswirtſchaft anzueignen. Hier verlobte ſie ſich mit dem evang. Geiſt- lichen des Orts, Hans Oskar Kauſch, dem ſie im Oktober 1890 als Gattin nach Friedenau-Berlin folgte, wohin er als Jnſpektor der ſogenannten „Goßnerſchen Miſſion“ (äußeren Miſ- ſion für Oſtindien) berufen worden war. Seit 1901 iſt ihr Gatte Direk- tor dieſer Miſſion u. unternahm als ſolcher 1905–06 eine Reiſe nach Oſt- indien, auf welcher ihn ſeine Gattin begleitete. Jhre dort empfangenen Reiſeeindrücke hat ſie in zwei kleinen, reich illuſtrierten Schriften („Das Herz Jndiens“, 1907 und „Ein indi- ſches Bethesda“, 1907) niedergelegt. Auch auf anderen Reiſen, durch Nord-, Oſt- u. Süddeutſchland, durch Tirol, die Schweiz und nach England hat ſie ihren Gatten begleitet. S: Jugend- Symphonie (Ge.), 1910. *Kauſen, Armin, geb. am 10. Jan. 1855 zu Neuß am Rhein, abſolvierte das dortige Gymnaſium u. ſtudierte darauf in Bonn die Rechte. Schon während ſeiner Studienzeit war er literariſch und ſchriftſtelleriſch tätig, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 422. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/426>, abgerufen am 20.03.2019.