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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Nizza, da der Vater Attache der bay-
rischen Gesandtschaft in Turin ge-
worden war. Seit 1859 lebte sie mit
dem Vater in Genf, bis sie sich 1864
mit dem Grafen Eugen Keyserling
vermählte und nun nach Deutschland
zurückkehrte. Die Gatten lebten in der
Folge ein halbes Jahr in München,
drei Jahre auf einem Gute bei Gör-
litz, zwei Jahre in Görlitz selbst, seit
1870 auf dem Gute Jakobskirch bei
Glogau und seit 1875 in Glogau.
Einige Jahre später siedelte d. Schrift-
stellerin nach Breslau über.

S:

Luc-
ciola (N.), 1880. - Die Sturmhexe
(R.), 1881. 2. A. 1883. - Römische
Aquarelle, 1883. - Das Fritzche (E.),
1890. - Exzentrisch (E.), 1893. - Ge-
dichte und Aphorismen (bevorwortet
von Adolf Graf Schack), 1893. -
Strandgeschichten, 1894. - Unbeschützt
(E.), 1894. - Der Werwolf (R. aus
Litauen); II, 1899. - Sordello (Hist.-
dram. G.), 1899. - Dunkle Sterne
(Erzählende und andere Ge.), 1902.
- Ein Todesurteil (Einakter), 1908.
- Auf Sturmeshöhen (Shakespeare-
Dr.), 1909.

Keyserling-Rautenburg, Ce-
cile Gräfin,

geb. Gräfin Aurep-
Elmpt,
wurde am 22. Juni 1847 zu
Schwitten in Kurland geboren und
genoß im elterlichen Hause eine vor-
zügliche Erziehung, wobei tüchtige
Lehrkräfte zu Hilfe gezogen wurden,
die es verstanden, die in dem Kinde
schlummernden Talente, besonders die
Vorliebe für Poesie, zu wecken und in
die rechten Bahnen zu lenken. Sie
vermählte sich mit dem Grafen Keyser-
ling und lebt auf ihrem Schloß Rau-
tenburg bei Lappienen in Ostpreußen.

S:

Maddalena (N.), 1883. - Wahres
und Erträumtes (Nn.), 1887.

Keyserlingk, J. von,

siehe Jrm-
gard Kern!

*Khuenberg, Sophie von,

geb.
am 31. Jan. 1863 in Graz (Steier-
mark) als Tochter des Finanzrats
Heinrich von K. und seiner Gattin
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Khu
Charlotte, geb. Freiin von Gall, er-
hielt im Elternhause ihre Erziehung
und Ausbildung und zeigte schon im
jugendlichen Alter Begabung zum
Fabulieren u. Reimen. Robert Hamer-
ling und Peter Rosegger, welche diese
Begabung erkannten, munterten sie
zu dauerndem Schaffen auf. Jm Sep-
tember 1883 vermählte sich Sophie
mit dem Redakteur der "Grazer Tages-
post", Karl Erasmus Kleinert, dem
sie 1891 nach Hamburg u. 1893 nach
Wien folgte. Doch wurde die Ehe,
der zwei Söhne entsprossen, nach einl-
gen Jahren geschieden und Sophie
nahm nun wieder ihren Mädchen-
namen an, unter welchem sie auch aus-
schließlich ihre Schriften veröffent-
licht hat. Sie befindet sich viel auf
Reisen, hat aber ihren ständigen
Wohnsitz in Brünn oder Wien.

S:


Frost und Flammen (Ge.), 1884. -
Plein air (Neue Prosa), 1893. - Psyche
(Neue Ge.), 1896. - Wahrheit (Volks-
schsp.), 1897. - Nach der Natur (Nn.
u. Sk.), 1889. - Die Liebesleiter (Ge-
schichten von Liebe und Ehe), 1901. -
Heiterer Himmel (Lustige Geschn.),
1906. - Feuerzauber (R.), 1912.

Khull, Ferdinand,

geb. am 3. Dezbr.
1854 in Klagenfurt als Sohn eines
Rechnungsrevidenten, vollendete seine
Gymnasialstudien in Graz und stu-
dierte darauf an der dortigen Uni-
versität, besonders unter Schönbachs
Leitung, germanische Philologie. Nach
erlangtem Doktorgrad unternahm er
größere Reisen durch die Schweiz,
Jtalien und Deutschland, nahm 1878
als Offizier an dem Feldzuge in Bos-
nien teil und wurde 1879 Lehrer an
einem Gymnasium in Graz, an dem
er noch jetzt als Professor wirkt. Seine
schriftstellerischen Arbeiten bewegen
sich vorwiegend auf dem Gebiet der
alten deutschen Literatur und des Alt-
nordischen; dahin weisen auch seine
schönwissenschaftlichen

S:

Viga Glum
(Eine germanische Bauerngesch. a. d.
Heidenzeit), 1888. - Viglund und

*


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Key
Nizza, da der Vater Attaché der bay-
riſchen Geſandtſchaft in Turin ge-
worden war. Seit 1859 lebte ſie mit
dem Vater in Genf, bis ſie ſich 1864
mit dem Grafen Eugen Keyſerling
vermählte und nun nach Deutſchland
zurückkehrte. Die Gatten lebten in der
Folge ein halbes Jahr in München,
drei Jahre auf einem Gute bei Gör-
litz, zwei Jahre in Görlitz ſelbſt, ſeit
1870 auf dem Gute Jakobskirch bei
Glogau und ſeit 1875 in Glogau.
Einige Jahre ſpäter ſiedelte d. Schrift-
ſtellerin nach Breslau über.

S:

Luc-
ciola (N.), 1880. – Die Sturmhexe
(R.), 1881. 2. A. 1883. – Römiſche
Aquarelle, 1883. – Das Fritzche (E.),
1890. – Exzentriſch (E.), 1893. – Ge-
dichte und Aphorismen (bevorwortet
von Adolf Graf Schack), 1893. –
Strandgeſchichten, 1894. – Unbeſchützt
(E.), 1894. – Der Werwolf (R. aus
Litauen); II, 1899. – Sordello (Hiſt.-
dram. G.), 1899. – Dunkle Sterne
(Erzählende und andere Ge.), 1902.
– Ein Todesurteil (Einakter), 1908.
– Auf Sturmeshöhen (Shakeſpeare-
Dr.), 1909.

Keyſerling-Rautenburg, Ce-
cile Gräfin,

geb. Gräfin Aurep-
Elmpt,
wurde am 22. Juni 1847 zu
Schwitten in Kurland geboren und
genoß im elterlichen Hauſe eine vor-
zügliche Erziehung, wobei tüchtige
Lehrkräfte zu Hilfe gezogen wurden,
die es verſtanden, die in dem Kinde
ſchlummernden Talente, beſonders die
Vorliebe für Poeſie, zu wecken und in
die rechten Bahnen zu lenken. Sie
vermählte ſich mit dem Grafen Keyſer-
ling und lebt auf ihrem Schloß Rau-
tenburg bei Lappienen in Oſtpreußen.

S:

Maddalena (N.), 1883. – Wahres
und Erträumtes (Nn.), 1887.

Keyſerlingk, J. von,

ſiehe Jrm-
gard Kern!

*Khuenberg, Sophie von,

geb.
am 31. Jan. 1863 in Graz (Steier-
mark) als Tochter des Finanzrats
Heinrich von K. und ſeiner Gattin
[Spaltenumbruch]

Khu
Charlotte, geb. Freiin von Gall, er-
hielt im Elternhauſe ihre Erziehung
und Ausbildung und zeigte ſchon im
jugendlichen Alter Begabung zum
Fabulieren u. Reimen. Robert Hamer-
ling und Peter Roſegger, welche dieſe
Begabung erkannten, munterten ſie
zu dauerndem Schaffen auf. Jm Sep-
tember 1883 vermählte ſich Sophie
mit dem Redakteur der „Grazer Tages-
poſt“, Karl Erasmus Kleinert, dem
ſie 1891 nach Hamburg u. 1893 nach
Wien folgte. Doch wurde die Ehe,
der zwei Söhne entſproſſen, nach einl-
gen Jahren geſchieden und Sophie
nahm nun wieder ihren Mädchen-
namen an, unter welchem ſie auch aus-
ſchließlich ihre Schriften veröffent-
licht hat. Sie befindet ſich viel auf
Reiſen, hat aber ihren ſtändigen
Wohnſitz in Brünn oder Wien.

S:


Froſt und Flammen (Ge.), 1884. –
Plein air (Neue Proſa), 1893. – Pſyche
(Neue Ge.), 1896. – Wahrheit (Volks-
ſchſp.), 1897. – Nach der Natur (Nn.
u. Sk.), 1889. – Die Liebesleiter (Ge-
ſchichten von Liebe und Ehe), 1901. –
Heiterer Himmel (Luſtige Geſchn.),
1906. – Feuerzauber (R.), 1912.

Khull, Ferdinand,

geb. am 3. Dezbr.
1854 in Klagenfurt als Sohn eines
Rechnungsrevidenten, vollendete ſeine
Gymnaſialſtudien in Graz und ſtu-
dierte darauf an der dortigen Uni-
verſität, beſonders unter Schönbachs
Leitung, germaniſche Philologie. Nach
erlangtem Doktorgrad unternahm er
größere Reiſen durch die Schweiz,
Jtalien und Deutſchland, nahm 1878
als Offizier an dem Feldzuge in Bos-
nien teil und wurde 1879 Lehrer an
einem Gymnaſium in Graz, an dem
er noch jetzt als Profeſſor wirkt. Seine
ſchriftſtelleriſchen Arbeiten bewegen
ſich vorwiegend auf dem Gebiet der
alten deutſchen Literatur und des Alt-
nordiſchen; dahin weiſen auch ſeine
ſchönwiſſenſchaftlichen

S:

Viga Glum
(Eine germaniſche Bauerngeſch. a. d.
Heidenzeit), 1888. – Viglund und

*
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[454/0458] Key Khu Nizza, da der Vater Attaché der bay- riſchen Geſandtſchaft in Turin ge- worden war. Seit 1859 lebte ſie mit dem Vater in Genf, bis ſie ſich 1864 mit dem Grafen Eugen Keyſerling vermählte und nun nach Deutſchland zurückkehrte. Die Gatten lebten in der Folge ein halbes Jahr in München, drei Jahre auf einem Gute bei Gör- litz, zwei Jahre in Görlitz ſelbſt, ſeit 1870 auf dem Gute Jakobskirch bei Glogau und ſeit 1875 in Glogau. Einige Jahre ſpäter ſiedelte d. Schrift- ſtellerin nach Breslau über. S: Luc- ciola (N.), 1880. – Die Sturmhexe (R.), 1881. 2. A. 1883. – Römiſche Aquarelle, 1883. – Das Fritzche (E.), 1890. – Exzentriſch (E.), 1893. – Ge- dichte und Aphorismen (bevorwortet von Adolf Graf Schack), 1893. – Strandgeſchichten, 1894. – Unbeſchützt (E.), 1894. – Der Werwolf (R. aus Litauen); II, 1899. – Sordello (Hiſt.- dram. G.), 1899. – Dunkle Sterne (Erzählende und andere Ge.), 1902. – Ein Todesurteil (Einakter), 1908. – Auf Sturmeshöhen (Shakeſpeare- Dr.), 1909. Keyſerling-Rautenburg, Ce- cile Gräfin, geb. Gräfin Aurep- Elmpt, wurde am 22. Juni 1847 zu Schwitten in Kurland geboren und genoß im elterlichen Hauſe eine vor- zügliche Erziehung, wobei tüchtige Lehrkräfte zu Hilfe gezogen wurden, die es verſtanden, die in dem Kinde ſchlummernden Talente, beſonders die Vorliebe für Poeſie, zu wecken und in die rechten Bahnen zu lenken. Sie vermählte ſich mit dem Grafen Keyſer- ling und lebt auf ihrem Schloß Rau- tenburg bei Lappienen in Oſtpreußen. S: Maddalena (N.), 1883. – Wahres und Erträumtes (Nn.), 1887. Keyſerlingk, J. von, ſiehe Jrm- gard Kern! *Khuenberg, Sophie von, geb. am 31. Jan. 1863 in Graz (Steier- mark) als Tochter des Finanzrats Heinrich von K. und ſeiner Gattin Charlotte, geb. Freiin von Gall, er- hielt im Elternhauſe ihre Erziehung und Ausbildung und zeigte ſchon im jugendlichen Alter Begabung zum Fabulieren u. Reimen. Robert Hamer- ling und Peter Roſegger, welche dieſe Begabung erkannten, munterten ſie zu dauerndem Schaffen auf. Jm Sep- tember 1883 vermählte ſich Sophie mit dem Redakteur der „Grazer Tages- poſt“, Karl Erasmus Kleinert, dem ſie 1891 nach Hamburg u. 1893 nach Wien folgte. Doch wurde die Ehe, der zwei Söhne entſproſſen, nach einl- gen Jahren geſchieden und Sophie nahm nun wieder ihren Mädchen- namen an, unter welchem ſie auch aus- ſchließlich ihre Schriften veröffent- licht hat. Sie befindet ſich viel auf Reiſen, hat aber ihren ſtändigen Wohnſitz in Brünn oder Wien. S: Froſt und Flammen (Ge.), 1884. – Plein air (Neue Proſa), 1893. – Pſyche (Neue Ge.), 1896. – Wahrheit (Volks- ſchſp.), 1897. – Nach der Natur (Nn. u. Sk.), 1889. – Die Liebesleiter (Ge- ſchichten von Liebe und Ehe), 1901. – Heiterer Himmel (Luſtige Geſchn.), 1906. – Feuerzauber (R.), 1912. Khull, Ferdinand, geb. am 3. Dezbr. 1854 in Klagenfurt als Sohn eines Rechnungsrevidenten, vollendete ſeine Gymnaſialſtudien in Graz und ſtu- dierte darauf an der dortigen Uni- verſität, beſonders unter Schönbachs Leitung, germaniſche Philologie. Nach erlangtem Doktorgrad unternahm er größere Reiſen durch die Schweiz, Jtalien und Deutſchland, nahm 1878 als Offizier an dem Feldzuge in Bos- nien teil und wurde 1879 Lehrer an einem Gymnaſium in Graz, an dem er noch jetzt als Profeſſor wirkt. Seine ſchriftſtelleriſchen Arbeiten bewegen ſich vorwiegend auf dem Gebiet der alten deutſchen Literatur und des Alt- nordiſchen; dahin weiſen auch ſeine ſchönwiſſenſchaftlichen S: Viga Glum (Eine germaniſche Bauerngeſch. a. d. Heidenzeit), 1888. – Viglund und *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 454. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/458>, abgerufen am 18.03.2019.