Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Hah
Ludwig Tieck vorgebildet, trat er
1834 in Magdeburg als "Jakob Pech"
zum erstenmale auf. Dann war er
engagiert in Olmütz, wo er 1837 seine
erste dramatische Arbeit, ein Gelegen-
heitsstück, "Der falsche Döbler", zur
Aufführung brachte, ferner in Alten-
burg, Dessau, Hamburg, Berlin, wo
er am alten Königsstädter Theater
als dramatischer Schriftsteller tätig
war, und endlich in Pest, wo er 1847
von der Bühne Abschied nahm, um
hinfort ausschließlich als dramati-
scher Schriftsteller zu wirken. Jm
Laufe der folgenden Jahre war er
als Dramaturg am Friedrich-Wil-
helmstädtischen, am Krollschen und
kurze Zeit am Viktoria-Theater in
Berlin tätig, später auch am Stadt-
theater in Breslau. Dann lebte er
eine Reihe von Jahren als Redak-
teur der "Märkischen Zeitung" in
Neu-Ruppin, bis er im Sommer
1888 die Redaktion niederlegte und
nach Schöneberg bei Berlin über-
siedelte. Hier starb er am 20. Okto-
ber 1889.

S:

Von den 173 Stücken,
die Hahn für die Bühne geschrieben,
sind zu erwähnen: Eigentum ist Dieb-
stahl (Lsp.), 1848. - Schultze und
Müller unter d. Zulukaffern (Schw.),
1854. - Sennora Pepita, mein Name
ist Meyer! (Schw.), 1855. - Lieb-
habertheater; II, 1855 (Jnhalt: Die
Picarde in Berlin. - Korporal Püffke
in Dresden. - Wie denken Sie dar-
über? - Zwei alte Soldaten. - Der
alte Junggeselle. - Hempel, oder:
Dorotheenstraße 99. - Herr Panne-
mann. - Meyer in der Mördergrube.
- Der Geh. Registrator und sein Pa-
letot. - Zum grünen Esel. - Er will
Skandal!). - Ein Tag in der Resi-
denz (P., mit F. Denecke), 1855. -
Und Frauenzimmer sind doch Men-
schen (Dramat. Kleinigkeit), 1861. -
Rieke und Piefke, oder: Am Schorn-
stein (Lsp.), 1862. - Fünfzehn Minu-
ten vorm Scheidungstermin (Lsp.),
1863. - Jm Vorzimmer Sr. Exzel-
[Spaltenumbruch]

Hah
lenz (Lebensbild), 1864. - Ein
Don Juan aus Familienrücksichten
(Schw.), 1864. - Vettern und Basen
(Schw.), 1865. - Nachtigall u. Nichte
(P.), 1865. - Parkettloge Nr. 3 (Kom.
Soloßene), 1865. - Erste Kulisse
links (P.), 1865. - Er ist Baron (P.),
1866. - Eine Berliner Bonne (P.),
1866. - Ein alter Dienstbote (Lsp.),
1866. - Auf Posten am Weihnachts-
abend (Lsp.), 1868. - Jm Wartesalon
4. Klasse (P.), 1870. - Die silberne
Hochzeit (Schw.), 1870. - Fromm u.
redlich (P.), 1870. - Am Omnibus
(Lsp.), 1875. - Ein Paar Ballschuhe
(Lsp.), 1875. - Pikante Lokalnach-
richten (Schw.), 1876. -- Jm Schlaf-
rock (Schw.), 1876. - Das Zukunfts-
mädchen für alles (Lustspiel), 1876. -
Onkelchen spioniert (Lsp), 1876. - Ha-
nau brennt! (Schw.), 1876. - Alles
für die Neffen (Lsp.), 1876. - Her-
mann u. Dorothea (Genrebild), 1876.
- Durch Nußschalen (Schw.), 1876.
- Ein Lendemain (Lsp.), 1876. - Eine
unruhige Hochzeitsnacht (Schwank),
1876. - Noten in Nöten (Lsp.), 1876.
- Des Theaterdieners Töchterlein
(Schw.), 1877. - Peter in d. Fremde
(Liedersp.), 1877. - Kadettenlaunen
(Lrsp.), 1877. - Eine Rekrutierung
in Krähwinkel (P.), 1879. - Es wird
gerückt! (Schw.), 1880. - Jn der
Kochschule (Schw.), 1880. - Präsen-
tiert das Gewehr (P. m. Ges.), 1884.

*Hahn, Werner,

geboren am
13. Mai 1816 zu Marienburg in West-
preußen, studierte in Berlin u. Halle
Theologie und Philosophie u. wid-
mete sich, 1839 seinen Aufenthalt in
Berlin nehmend, literar-historischen
und ästhetischen Studien. Seit 1870
lebte er vorwiegend in Sakrow bei
Potsdam, und hier starb er am 1. Dez.
1890.

S:

Edda, Lieder germanischer
Göttersage, 1872. - Helgi u. Sigrun
(12 Lieder germanischer Heldensage),
1867. - Geschichte der poetischen Lite-
ratur der Deutschen, 15. Aufl., 1906.
- Deutsche Poetik 1879. - Odin und

*


[Spaltenumbruch]

Hah
Ludwig Tieck vorgebildet, trat er
1834 in Magdeburg als „Jakob Pech“
zum erſtenmale auf. Dann war er
engagiert in Olmütz, wo er 1837 ſeine
erſte dramatiſche Arbeit, ein Gelegen-
heitsſtück, „Der falſche Döbler“, zur
Aufführung brachte, ferner in Alten-
burg, Deſſau, Hamburg, Berlin, wo
er am alten Königsſtädter Theater
als dramatiſcher Schriftſteller tätig
war, und endlich in Peſt, wo er 1847
von der Bühne Abſchied nahm, um
hinfort ausſchließlich als dramati-
ſcher Schriftſteller zu wirken. Jm
Laufe der folgenden Jahre war er
als Dramaturg am Friedrich-Wil-
helmſtädtiſchen, am Krollſchen und
kurze Zeit am Viktoria-Theater in
Berlin tätig, ſpäter auch am Stadt-
theater in Breslau. Dann lebte er
eine Reihe von Jahren als Redak-
teur der „Märkiſchen Zeitung“ in
Neu-Ruppin, bis er im Sommer
1888 die Redaktion niederlegte und
nach Schöneberg bei Berlin über-
ſiedelte. Hier ſtarb er am 20. Okto-
ber 1889.

S:

Von den 173 Stücken,
die Hahn für die Bühne geſchrieben,
ſind zu erwähnen: Eigentum iſt Dieb-
ſtahl (Lſp.), 1848. – Schultze und
Müller unter d. Zulukaffern (Schw.),
1854. – Sennora Pepita, mein Name
iſt Meyer! (Schw.), 1855. – Lieb-
habertheater; II, 1855 (Jnhalt: Die
Picarde in Berlin. – Korporal Püffke
in Dresden. – Wie denken Sie dar-
über? – Zwei alte Soldaten. – Der
alte Junggeſelle. – Hempel, oder:
Dorotheenſtraße 99. – Herr Panne-
mann. – Meyer in der Mördergrube.
– Der Geh. Regiſtrator und ſein Pa-
letot. – Zum grünen Eſel. – Er will
Skandal!). – Ein Tag in der Reſi-
denz (P., mit F. Denecke), 1855. –
Und Frauenzimmer ſind doch Men-
ſchen (Dramat. Kleinigkeit), 1861. –
Rieke und Piefke, oder: Am Schorn-
ſtein (Lſp.), 1862. – Fünfzehn Minu-
ten vorm Scheidungstermin (Lſp.),
1863. – Jm Vorzimmer Sr. Exzel-
[Spaltenumbruch]

Hah
lenz (Lebensbild), 1864. – Ein
Don Juan aus Familienrückſichten
(Schw.), 1864. – Vettern und Baſen
(Schw.), 1865. – Nachtigall u. Nichte
(P.), 1865. – Parkettloge Nr. 3 (Kom.
Soloſzene), 1865. – Erſte Kuliſſe
links (P.), 1865. – Er iſt Baron (P.),
1866. – Eine Berliner Bonne (P.),
1866. – Ein alter Dienſtbote (Lſp.),
1866. – Auf Poſten am Weihnachts-
abend (Lſp.), 1868. – Jm Warteſalon
4. Klaſſe (P.), 1870. – Die ſilberne
Hochzeit (Schw.), 1870. – Fromm u.
redlich (P.), 1870. – Am Omnibus
(Lſp.), 1875. – Ein Paar Ballſchuhe
(Lſp.), 1875. – Pikante Lokalnach-
richten (Schw.), 1876. — Jm Schlaf-
rock (Schw.), 1876. – Das Zukunfts-
mädchen für alles (Luſtſpiel), 1876. –
Onkelchen ſpioniert (Lſp), 1876. – Ha-
nau brennt! (Schw.), 1876. – Alles
für die Neffen (Lſp.), 1876. – Her-
mann u. Dorothea (Genrebild), 1876.
– Durch Nußſchalen (Schw.), 1876.
– Ein Lendemain (Lſp.), 1876. – Eine
unruhige Hochzeitsnacht (Schwank),
1876. – Noten in Nöten (Lſp.), 1876.
– Des Theaterdieners Töchterlein
(Schw.), 1877. – Peter in d. Fremde
(Liederſp.), 1877. – Kadettenlaunen
(Lrſp.), 1877. – Eine Rekrutierung
in Krähwinkel (P.), 1879. – Es wird
gerückt! (Schw.), 1880. – Jn der
Kochſchule (Schw.), 1880. – Präſen-
tiert das Gewehr (P. m. Geſ.), 1884.

*Hahn, Werner,

geboren am
13. Mai 1816 zu Marienburg in Weſt-
preußen, ſtudierte in Berlin u. Halle
Theologie und Philoſophie u. wid-
mete ſich, 1839 ſeinen Aufenthalt in
Berlin nehmend, literar-hiſtoriſchen
und äſthetiſchen Studien. Seit 1870
lebte er vorwiegend in Sakrow bei
Potsdam, und hier ſtarb er am 1. Dez.
1890.

S:

Edda, Lieder germaniſcher
Götterſage, 1872. – Helgi u. Sigrun
(12 Lieder germaniſcher Heldenſage),
1867. – Geſchichte der poetiſchen Lite-
ratur der Deutſchen, 15. Aufl., 1906.
– Deutſche Poetik 1879. – Odin und

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0050" n="46"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Hah</hi></fw><lb/>
Ludwig Tieck vorgebildet, trat er<lb/>
1834 in Magdeburg als &#x201E;Jakob Pech&#x201C;<lb/>
zum er&#x017F;tenmale auf. Dann war er<lb/>
engagiert in Olmütz, wo er 1837 &#x017F;eine<lb/>
er&#x017F;te dramati&#x017F;che Arbeit, ein Gelegen-<lb/>
heits&#x017F;tück, &#x201E;Der fal&#x017F;che Döbler&#x201C;, zur<lb/>
Aufführung brachte, ferner in Alten-<lb/>
burg, De&#x017F;&#x017F;au, Hamburg, Berlin, wo<lb/>
er am alten Königs&#x017F;tädter Theater<lb/>
als dramati&#x017F;cher Schrift&#x017F;teller tätig<lb/>
war, und endlich in Pe&#x017F;t, wo er 1847<lb/>
von der Bühne Ab&#x017F;chied nahm, um<lb/>
hinfort aus&#x017F;chließlich als dramati-<lb/>
&#x017F;cher Schrift&#x017F;teller zu wirken. Jm<lb/>
Laufe der folgenden Jahre war er<lb/>
als Dramaturg am Friedrich-Wil-<lb/>
helm&#x017F;tädti&#x017F;chen, am Kroll&#x017F;chen und<lb/>
kurze Zeit am Viktoria-Theater in<lb/>
Berlin tätig, &#x017F;päter auch am Stadt-<lb/>
theater in Breslau. Dann lebte er<lb/>
eine Reihe von Jahren als Redak-<lb/>
teur der &#x201E;Märki&#x017F;chen Zeitung&#x201C; in<lb/>
Neu-Ruppin, bis er im Sommer<lb/>
1888 die Redaktion niederlegte und<lb/>
nach Schöneberg bei Berlin über-<lb/>
&#x017F;iedelte. Hier &#x017F;tarb er am 20. Okto-<lb/>
ber 1889. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Von den 173 Stücken,<lb/>
die Hahn für die Bühne ge&#x017F;chrieben,<lb/>
&#x017F;ind zu erwähnen: Eigentum i&#x017F;t Dieb-<lb/>
&#x017F;tahl (L&#x017F;p.), 1848. &#x2013; Schultze und<lb/>
Müller unter d. Zulukaffern (Schw.),<lb/>
1854. &#x2013; Sennora Pepita, mein Name<lb/>
i&#x017F;t Meyer! (Schw.), 1855. &#x2013; Lieb-<lb/>
habertheater; <hi rendition="#aq">II</hi>, 1855 (Jnhalt: Die<lb/>
Picarde in Berlin. &#x2013; Korporal Püffke<lb/>
in Dresden. &#x2013; Wie denken Sie dar-<lb/>
über? &#x2013; Zwei alte Soldaten. &#x2013; Der<lb/>
alte Jungge&#x017F;elle. &#x2013; Hempel, oder:<lb/>
Dorotheen&#x017F;traße 99. &#x2013; Herr Panne-<lb/>
mann. &#x2013; Meyer in der Mördergrube.<lb/>
&#x2013; Der Geh. Regi&#x017F;trator und &#x017F;ein Pa-<lb/>
letot. &#x2013; Zum grünen E&#x017F;el. &#x2013; Er will<lb/>
Skandal!). &#x2013; Ein Tag in der Re&#x017F;i-<lb/>
denz (P., mit F. Denecke), 1855. &#x2013;<lb/>
Und Frauenzimmer &#x017F;ind doch Men-<lb/>
&#x017F;chen (Dramat. Kleinigkeit), 1861. &#x2013;<lb/>
Rieke und Piefke, oder: Am Schorn-<lb/>
&#x017F;tein (L&#x017F;p.), 1862. &#x2013; Fünfzehn Minu-<lb/>
ten vorm Scheidungstermin (L&#x017F;p.),<lb/>
1863. &#x2013; Jm Vorzimmer Sr. Exzel-<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Hah</hi></fw><lb/>
lenz (Lebensbild), 1864. &#x2013; Ein<lb/>
Don Juan aus Familienrück&#x017F;ichten<lb/>
(Schw.), 1864. &#x2013; Vettern und Ba&#x017F;en<lb/>
(Schw.), 1865. &#x2013; Nachtigall u. Nichte<lb/>
(P.), 1865. &#x2013; Parkettloge Nr. 3 (Kom.<lb/>
Solo&#x017F;zene), 1865. &#x2013; Er&#x017F;te Kuli&#x017F;&#x017F;e<lb/>
links (P.), 1865. &#x2013; Er i&#x017F;t Baron (P.),<lb/>
1866. &#x2013; Eine Berliner Bonne (P.),<lb/>
1866. &#x2013; Ein alter Dien&#x017F;tbote (L&#x017F;p.),<lb/>
1866. &#x2013; Auf Po&#x017F;ten am Weihnachts-<lb/>
abend (L&#x017F;p.), 1868. &#x2013; Jm Warte&#x017F;alon<lb/>
4. Kla&#x017F;&#x017F;e (P.), 1870. &#x2013; Die &#x017F;ilberne<lb/>
Hochzeit (Schw.), 1870. &#x2013; Fromm u.<lb/>
redlich (P.), 1870. &#x2013; Am Omnibus<lb/>
(L&#x017F;p.), 1875. &#x2013; Ein Paar Ball&#x017F;chuhe<lb/>
(L&#x017F;p.), 1875. &#x2013; Pikante Lokalnach-<lb/>
richten (Schw.), 1876. &#x2014; Jm Schlaf-<lb/>
rock (Schw.), 1876. &#x2013; Das Zukunfts-<lb/>
mädchen für alles (Lu&#x017F;t&#x017F;piel), 1876. &#x2013;<lb/>
Onkelchen &#x017F;pioniert (L&#x017F;p), 1876. &#x2013; Ha-<lb/>
nau brennt! (Schw.), 1876. &#x2013; Alles<lb/>
für die Neffen (L&#x017F;p.), 1876. &#x2013; Her-<lb/>
mann u. Dorothea (Genrebild), 1876.<lb/>
&#x2013; Durch Nuß&#x017F;chalen (Schw.), 1876.<lb/>
&#x2013; Ein Lendemain (L&#x017F;p.), 1876. &#x2013; Eine<lb/>
unruhige Hochzeitsnacht (Schwank),<lb/>
1876. &#x2013; Noten in Nöten (L&#x017F;p.), 1876.<lb/>
&#x2013; Des Theaterdieners Töchterlein<lb/>
(Schw.), 1877. &#x2013; Peter in d. Fremde<lb/>
(Lieder&#x017F;p.), 1877. &#x2013; Kadettenlaunen<lb/>
(Lr&#x017F;p.), 1877. &#x2013; Eine Rekrutierung<lb/>
in Krähwinkel (P.), 1879. &#x2013; Es wird<lb/>
gerückt! (Schw.), 1880. &#x2013; Jn der<lb/>
Koch&#x017F;chule (Schw.), 1880. &#x2013; Prä&#x017F;en-<lb/>
tiert das Gewehr (P. m. Ge&#x017F;.), 1884.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Hahn,</hi> <hi rendition="#g">Werner,</hi></head>
        <p> geboren am<lb/>
13. Mai 1816 zu Marienburg in We&#x017F;t-<lb/>
preußen, &#x017F;tudierte in Berlin u. Halle<lb/>
Theologie und Philo&#x017F;ophie u. wid-<lb/>
mete &#x017F;ich, 1839 &#x017F;einen Aufenthalt in<lb/>
Berlin nehmend, literar-hi&#x017F;tori&#x017F;chen<lb/>
und ä&#x017F;theti&#x017F;chen Studien. Seit 1870<lb/>
lebte er vorwiegend in Sakrow bei<lb/>
Potsdam, und hier &#x017F;tarb er am 1. Dez.<lb/>
1890. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Edda, Lieder germani&#x017F;cher<lb/>
Götter&#x017F;age, 1872. &#x2013; Helgi u. Sigrun<lb/>
(12 Lieder germani&#x017F;cher Helden&#x017F;age),<lb/>
1867. &#x2013; Ge&#x017F;chichte der poeti&#x017F;chen Lite-<lb/>
ratur der Deut&#x017F;chen, 15. Aufl., 1906.<lb/>
&#x2013; Deut&#x017F;che Poetik 1879. &#x2013; Odin und<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[46/0050] Hah Hah Ludwig Tieck vorgebildet, trat er 1834 in Magdeburg als „Jakob Pech“ zum erſtenmale auf. Dann war er engagiert in Olmütz, wo er 1837 ſeine erſte dramatiſche Arbeit, ein Gelegen- heitsſtück, „Der falſche Döbler“, zur Aufführung brachte, ferner in Alten- burg, Deſſau, Hamburg, Berlin, wo er am alten Königsſtädter Theater als dramatiſcher Schriftſteller tätig war, und endlich in Peſt, wo er 1847 von der Bühne Abſchied nahm, um hinfort ausſchließlich als dramati- ſcher Schriftſteller zu wirken. Jm Laufe der folgenden Jahre war er als Dramaturg am Friedrich-Wil- helmſtädtiſchen, am Krollſchen und kurze Zeit am Viktoria-Theater in Berlin tätig, ſpäter auch am Stadt- theater in Breslau. Dann lebte er eine Reihe von Jahren als Redak- teur der „Märkiſchen Zeitung“ in Neu-Ruppin, bis er im Sommer 1888 die Redaktion niederlegte und nach Schöneberg bei Berlin über- ſiedelte. Hier ſtarb er am 20. Okto- ber 1889. S: Von den 173 Stücken, die Hahn für die Bühne geſchrieben, ſind zu erwähnen: Eigentum iſt Dieb- ſtahl (Lſp.), 1848. – Schultze und Müller unter d. Zulukaffern (Schw.), 1854. – Sennora Pepita, mein Name iſt Meyer! (Schw.), 1855. – Lieb- habertheater; II, 1855 (Jnhalt: Die Picarde in Berlin. – Korporal Püffke in Dresden. – Wie denken Sie dar- über? – Zwei alte Soldaten. – Der alte Junggeſelle. – Hempel, oder: Dorotheenſtraße 99. – Herr Panne- mann. – Meyer in der Mördergrube. – Der Geh. Regiſtrator und ſein Pa- letot. – Zum grünen Eſel. – Er will Skandal!). – Ein Tag in der Reſi- denz (P., mit F. Denecke), 1855. – Und Frauenzimmer ſind doch Men- ſchen (Dramat. Kleinigkeit), 1861. – Rieke und Piefke, oder: Am Schorn- ſtein (Lſp.), 1862. – Fünfzehn Minu- ten vorm Scheidungstermin (Lſp.), 1863. – Jm Vorzimmer Sr. Exzel- lenz (Lebensbild), 1864. – Ein Don Juan aus Familienrückſichten (Schw.), 1864. – Vettern und Baſen (Schw.), 1865. – Nachtigall u. Nichte (P.), 1865. – Parkettloge Nr. 3 (Kom. Soloſzene), 1865. – Erſte Kuliſſe links (P.), 1865. – Er iſt Baron (P.), 1866. – Eine Berliner Bonne (P.), 1866. – Ein alter Dienſtbote (Lſp.), 1866. – Auf Poſten am Weihnachts- abend (Lſp.), 1868. – Jm Warteſalon 4. Klaſſe (P.), 1870. – Die ſilberne Hochzeit (Schw.), 1870. – Fromm u. redlich (P.), 1870. – Am Omnibus (Lſp.), 1875. – Ein Paar Ballſchuhe (Lſp.), 1875. – Pikante Lokalnach- richten (Schw.), 1876. — Jm Schlaf- rock (Schw.), 1876. – Das Zukunfts- mädchen für alles (Luſtſpiel), 1876. – Onkelchen ſpioniert (Lſp), 1876. – Ha- nau brennt! (Schw.), 1876. – Alles für die Neffen (Lſp.), 1876. – Her- mann u. Dorothea (Genrebild), 1876. – Durch Nußſchalen (Schw.), 1876. – Ein Lendemain (Lſp.), 1876. – Eine unruhige Hochzeitsnacht (Schwank), 1876. – Noten in Nöten (Lſp.), 1876. – Des Theaterdieners Töchterlein (Schw.), 1877. – Peter in d. Fremde (Liederſp.), 1877. – Kadettenlaunen (Lrſp.), 1877. – Eine Rekrutierung in Krähwinkel (P.), 1879. – Es wird gerückt! (Schw.), 1880. – Jn der Kochſchule (Schw.), 1880. – Präſen- tiert das Gewehr (P. m. Geſ.), 1884. *Hahn, Werner, geboren am 13. Mai 1816 zu Marienburg in Weſt- preußen, ſtudierte in Berlin u. Halle Theologie und Philoſophie u. wid- mete ſich, 1839 ſeinen Aufenthalt in Berlin nehmend, literar-hiſtoriſchen und äſthetiſchen Studien. Seit 1870 lebte er vorwiegend in Sakrow bei Potsdam, und hier ſtarb er am 1. Dez. 1890. S: Edda, Lieder germaniſcher Götterſage, 1872. – Helgi u. Sigrun (12 Lieder germaniſcher Heldenſage), 1867. – Geſchichte der poetiſchen Lite- ratur der Deutſchen, 15. Aufl., 1906. – Deutſche Poetik 1879. – Odin und *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/50
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 46. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/50>, abgerufen am 25.03.2019.