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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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begann. Die leidenschaftliche Liebe
zur Natur, zur Heimat und zur Ein-
samkeit machte sie zur Dichterin, und
an ihrem 13. Geburtstage überrasch-
ten einige Freunde sie mit einer Aus-
gabe ihrer bis dahin verfaßten Ge-
dichte, was indes von der Dichterin
nicht als eine reine Freude empfun-
den ward. Jm folgenden Sommer
weilte sie am Gardasee, und hier ent-
stand ihr Roman "Wenn 's Morgen
wird", den die Romanzeitung zum
Abdruck brachte. Nach Abschluß ihrer
Schulbildung wandte sich Thea v. H.
der Bühne zu und wirkt jetzt (1909)
am Hoftheater in Weimar.

S:

Ge-
dichte, 1902. - Weimar (Ein Som-
mertagstraum). Tiefurt (Memoiren
eines Sonnenstrahls). Belvedere (Jn
einer Vollmondnacht). Drei Mär-
chendichtungen, 1908.

*Harder, Agnes,

geb. am 24. März
1864 zu Königsberg in Pr. als die
Tochter eines Juristen, der später
nach Wehlau u. dann als Landgerichts-
direktor nach Elbing kam, besuchte
hier die höhere Töchterschule und das
Lehrerinnenseminar u. legte im Sep-
tember 1883 die Prüfung für Lehre-
rinnen an höheren Töchterschulen ab.
Sie lebte auch später im Hause ihres
Vaters, der danach als Landgerichts-
präsident nach Stargard in Pommern
und 1898 in gleicher Eigenschaft nach
Königsberg versetzt ward u. nach sei-
ner Pensionierung (1902) nach Ber-
lin (Wilmersdorf) übersiedelte, wo er
im Dezbr. 1907 starb.

S:

Erkämpft
(R.), 1893. - Sommervögel (Eine
launige Geschichte), 1894. - Mein
Gummimännchen (A. heiteren Stun-
den), 1896. - Doktor Eisenbart (Fa-
milienroman), 1897. - Stille Helden
(R.), 1898. - Jm Kaleidoskop (R.);
III, 1898. - ... und hätte der Liebe
nicht (3 Nn.), 1900 (Jnhalt: Bis ans
Ende. - Ein vergessener Kuß. - Leit-
motive). - Wider den gelben Drachen
(Abenteuer zweier jungen Helden
während des Boxeraufstandes), 1900.
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Har
- Jm Wunderlande Jtalien (Reisen
und Studien deutscher Jünglinge),
1902. - Engelchen und Bengelchen
(Ein Buch für junge Mdchn. u. junge
Mütter), 1903. 3. A. 1905. 2. Teil
u. d. T.: Bredablick, 1906. - Unter
goldenem Joch (R. a. d. Gesellschaft),
1904. - Nach Amerika durchgebrannt
(Eine wahre Gesch. f. d. Jugd.), 1903.
- Tönerne Füße (Die Gesch. einer
Enttäuschung), 1904. - Siebenschläfer
(R.), 1904. - Jrdische und himmlische
Liebe (R.), 1905. - Liebe (Philosoph.
Betrachtg.), 1905. - Rahel Baldbereit
(N.), 1907. - Vom Rain des Lebens,
1907. - Frau Maja (R.), 1909. - Anno
dazumal (R. a. Ostpreuß.), 1910.

*Hardmeier, Rudolf,

geb. am 2.
Dezbr. 1859 in Küsnacht am Züricher
See als Sohn eines Försters, der
frühzeitig seinen Sohn für alle Na-
turschönheiten zu begeistern wußte,
besuchte die Primar- und Sekundar-
schule und das zürcherische kantonale
Lehrerseminar und erhielt seine erste
Anstellung in der kleinen Bergge-
meinde Sternenberg im Züricher
Oberland. Hier begann er seine jour-
nalistische Tätigkeit für verschiedene
Tagesblätter u. Zeitschriften, schrieb
auch sein historisches Schauspiel "Jda
v. Toggenburg", das in jener Gegend
oft mit Erfolg aufgeführt ward.
Später war er Lehrer in Dübendorf
bei Zürich. Von hier sandte ihn der
Erziehungsrat als Abgeordneten auf
die Pariser Weltausstellung (1889),
u. 1892 bereiste er im Auftrage einer
hochgestellten Persönlichkeit Jtalien,
Frankreich, Tunis, Algier, Marokko,
Spanien und Portugal, über welche
Reise er dann in verschiedenen Zei-
tungen und in öffentlichen Vorträgen
berichtete. Seit 1904 wirkt H. als
Lehrer in Feuerthalen bei Schaffhau-
sen. Von seinen vielen Arbeiten sind
erst wenige in die Öffentlichkeit ge-
langt.

S:

Gedichte u. Deklamationen,
3 Hefte, Grüningen o. J. (Jnhalt:
1. Weihnachts-Ge. - 2. Neujahrs-

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Har
begann. Die leidenſchaftliche Liebe
zur Natur, zur Heimat und zur Ein-
ſamkeit machte ſie zur Dichterin, und
an ihrem 13. Geburtstage überraſch-
ten einige Freunde ſie mit einer Aus-
gabe ihrer bis dahin verfaßten Ge-
dichte, was indes von der Dichterin
nicht als eine reine Freude empfun-
den ward. Jm folgenden Sommer
weilte ſie am Gardaſee, und hier ent-
ſtand ihr Roman „Wenn ’s Morgen
wird“, den die Romanzeitung zum
Abdruck brachte. Nach Abſchluß ihrer
Schulbildung wandte ſich Thea v. H.
der Bühne zu und wirkt jetzt (1909)
am Hoftheater in Weimar.

S:

Ge-
dichte, 1902. – Weimar (Ein Som-
mertagstraum). Tiefurt (Memoiren
eines Sonnenſtrahls). Belvedere (Jn
einer Vollmondnacht). Drei Mär-
chendichtungen, 1908.

*Harder, Agnes,

geb. am 24. März
1864 zu Königsberg in Pr. als die
Tochter eines Juriſten, der ſpäter
nach Wehlau u. dann als Landgerichts-
direktor nach Elbing kam, beſuchte
hier die höhere Töchterſchule und das
Lehrerinnenſeminar u. legte im Sep-
tember 1883 die Prüfung für Lehre-
rinnen an höheren Töchterſchulen ab.
Sie lebte auch ſpäter im Hauſe ihres
Vaters, der danach als Landgerichts-
präſident nach Stargard in Pommern
und 1898 in gleicher Eigenſchaft nach
Königsberg verſetzt ward u. nach ſei-
ner Penſionierung (1902) nach Ber-
lin (Wilmersdorf) überſiedelte, wo er
im Dezbr. 1907 ſtarb.

S:

Erkämpft
(R.), 1893. – Sommervögel (Eine
launige Geſchichte), 1894. – Mein
Gummimännchen (A. heiteren Stun-
den), 1896. – Doktor Eiſenbart (Fa-
milienroman), 1897. – Stille Helden
(R.), 1898. – Jm Kaleidoſkop (R.);
III, 1898. – ... und hätte der Liebe
nicht (3 Nn.), 1900 (Jnhalt: Bis ans
Ende. – Ein vergeſſener Kuß. – Leit-
motive). – Wider den gelben Drachen
(Abenteuer zweier jungen Helden
während des Boxeraufſtandes), 1900.
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Har
– Jm Wunderlande Jtalien (Reiſen
und Studien deutſcher Jünglinge),
1902. – Engelchen und Bengelchen
(Ein Buch für junge Mdchn. u. junge
Mütter), 1903. 3. A. 1905. 2. Teil
u. d. T.: Bredablick, 1906. – Unter
goldenem Joch (R. a. d. Geſellſchaft),
1904. – Nach Amerika durchgebrannt
(Eine wahre Geſch. f. d. Jugd.), 1903.
– Tönerne Füße (Die Geſch. einer
Enttäuſchung), 1904. – Siebenſchläfer
(R.), 1904. – Jrdiſche und himmliſche
Liebe (R.), 1905. – Liebe (Philoſoph.
Betrachtg.), 1905. – Rahel Baldbereit
(N.), 1907. – Vom Rain des Lebens,
1907. – Frau Maja (R.), 1909. – Anno
dazumal (R. a. Oſtpreuß.), 1910.

*Hardmeier, Rudolf,

geb. am 2.
Dezbr. 1859 in Küsnacht am Züricher
See als Sohn eines Förſters, der
frühzeitig ſeinen Sohn für alle Na-
turſchönheiten zu begeiſtern wußte,
beſuchte die Primar- und Sekundar-
ſchule und das zürcheriſche kantonale
Lehrerſeminar und erhielt ſeine erſte
Anſtellung in der kleinen Bergge-
meinde Sternenberg im Züricher
Oberland. Hier begann er ſeine jour-
naliſtiſche Tätigkeit für verſchiedene
Tagesblätter u. Zeitſchriften, ſchrieb
auch ſein hiſtoriſches Schauſpiel „Jda
v. Toggenburg“, das in jener Gegend
oft mit Erfolg aufgeführt ward.
Später war er Lehrer in Dübendorf
bei Zürich. Von hier ſandte ihn der
Erziehungsrat als Abgeordneten auf
die Pariſer Weltausſtellung (1889),
u. 1892 bereiſte er im Auftrage einer
hochgeſtellten Perſönlichkeit Jtalien,
Frankreich, Tunis, Algier, Marokko,
Spanien und Portugal, über welche
Reiſe er dann in verſchiedenen Zei-
tungen und in öffentlichen Vorträgen
berichtete. Seit 1904 wirkt H. als
Lehrer in Feuerthalen bei Schaffhau-
ſen. Von ſeinen vielen Arbeiten ſind
erſt wenige in die Öffentlichkeit ge-
langt.

S:

Gedichte u. Deklamationen,
3 Hefte, Grüningen o. J. (Jnhalt:
1. Weihnachts-Ge. – 2. Neujahrs-

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[74/0078] Har Har begann. Die leidenſchaftliche Liebe zur Natur, zur Heimat und zur Ein- ſamkeit machte ſie zur Dichterin, und an ihrem 13. Geburtstage überraſch- ten einige Freunde ſie mit einer Aus- gabe ihrer bis dahin verfaßten Ge- dichte, was indes von der Dichterin nicht als eine reine Freude empfun- den ward. Jm folgenden Sommer weilte ſie am Gardaſee, und hier ent- ſtand ihr Roman „Wenn ’s Morgen wird“, den die Romanzeitung zum Abdruck brachte. Nach Abſchluß ihrer Schulbildung wandte ſich Thea v. H. der Bühne zu und wirkt jetzt (1909) am Hoftheater in Weimar. S: Ge- dichte, 1902. – Weimar (Ein Som- mertagstraum). Tiefurt (Memoiren eines Sonnenſtrahls). Belvedere (Jn einer Vollmondnacht). Drei Mär- chendichtungen, 1908. *Harder, Agnes, geb. am 24. März 1864 zu Königsberg in Pr. als die Tochter eines Juriſten, der ſpäter nach Wehlau u. dann als Landgerichts- direktor nach Elbing kam, beſuchte hier die höhere Töchterſchule und das Lehrerinnenſeminar u. legte im Sep- tember 1883 die Prüfung für Lehre- rinnen an höheren Töchterſchulen ab. Sie lebte auch ſpäter im Hauſe ihres Vaters, der danach als Landgerichts- präſident nach Stargard in Pommern und 1898 in gleicher Eigenſchaft nach Königsberg verſetzt ward u. nach ſei- ner Penſionierung (1902) nach Ber- lin (Wilmersdorf) überſiedelte, wo er im Dezbr. 1907 ſtarb. S: Erkämpft (R.), 1893. – Sommervögel (Eine launige Geſchichte), 1894. – Mein Gummimännchen (A. heiteren Stun- den), 1896. – Doktor Eiſenbart (Fa- milienroman), 1897. – Stille Helden (R.), 1898. – Jm Kaleidoſkop (R.); III, 1898. – ... und hätte der Liebe nicht (3 Nn.), 1900 (Jnhalt: Bis ans Ende. – Ein vergeſſener Kuß. – Leit- motive). – Wider den gelben Drachen (Abenteuer zweier jungen Helden während des Boxeraufſtandes), 1900. – Jm Wunderlande Jtalien (Reiſen und Studien deutſcher Jünglinge), 1902. – Engelchen und Bengelchen (Ein Buch für junge Mdchn. u. junge Mütter), 1903. 3. A. 1905. 2. Teil u. d. T.: Bredablick, 1906. – Unter goldenem Joch (R. a. d. Geſellſchaft), 1904. – Nach Amerika durchgebrannt (Eine wahre Geſch. f. d. Jugd.), 1903. – Tönerne Füße (Die Geſch. einer Enttäuſchung), 1904. – Siebenſchläfer (R.), 1904. – Jrdiſche und himmliſche Liebe (R.), 1905. – Liebe (Philoſoph. Betrachtg.), 1905. – Rahel Baldbereit (N.), 1907. – Vom Rain des Lebens, 1907. – Frau Maja (R.), 1909. – Anno dazumal (R. a. Oſtpreuß.), 1910. *Hardmeier, Rudolf, geb. am 2. Dezbr. 1859 in Küsnacht am Züricher See als Sohn eines Förſters, der frühzeitig ſeinen Sohn für alle Na- turſchönheiten zu begeiſtern wußte, beſuchte die Primar- und Sekundar- ſchule und das zürcheriſche kantonale Lehrerſeminar und erhielt ſeine erſte Anſtellung in der kleinen Bergge- meinde Sternenberg im Züricher Oberland. Hier begann er ſeine jour- naliſtiſche Tätigkeit für verſchiedene Tagesblätter u. Zeitſchriften, ſchrieb auch ſein hiſtoriſches Schauſpiel „Jda v. Toggenburg“, das in jener Gegend oft mit Erfolg aufgeführt ward. Später war er Lehrer in Dübendorf bei Zürich. Von hier ſandte ihn der Erziehungsrat als Abgeordneten auf die Pariſer Weltausſtellung (1889), u. 1892 bereiſte er im Auftrage einer hochgeſtellten Perſönlichkeit Jtalien, Frankreich, Tunis, Algier, Marokko, Spanien und Portugal, über welche Reiſe er dann in verſchiedenen Zei- tungen und in öffentlichen Vorträgen berichtete. Seit 1904 wirkt H. als Lehrer in Feuerthalen bei Schaffhau- ſen. Von ſeinen vielen Arbeiten ſind erſt wenige in die Öffentlichkeit ge- langt. S: Gedichte u. Deklamationen, 3 Hefte, Grüningen o. J. (Jnhalt: 1. Weihnachts-Ge. – 2. Neujahrs- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 74. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/78>, abgerufen am 21.03.2019.