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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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3 Reihen, 1910-11. - Sonnenschein,
komm herein! (Bilder aus meinem
Leben), 1911.

Krauschner, Jrma,

wurde am 5.
Dezbr. 1856 in Neutra (Ungarn) als
die Tochter eines österreich. Staats-
beamten geboren u., da sie ihre Mutter
frühe verloren, in einem Wiener Jn-
stitute und dann im Pädagogium in
Wien erzogen. Nach dem Tode des
Vaters kam sie in das Haus ihres
Oheims nach Prag und bildete sich
hier in der kaiserlichen Bildungsan-
stalt zur Lehrerin aus. Später ver-
heiratete sie sich mit ihrem Vetter, der
sich als Kaufmann in Moskau nieder-
gelassen hatte, und hier lebt sie, nach-
dem sie 1895 Witwe geworden, auch
jetzt noch. Die Erträge ihrer schrift-
stellerischen Tätigkeit müssen ihr die
Mittel bieten, ihren Kindern eine gute
Erziehung zu teil werden zu lassen.

S:

Gedichte, 1900.

*Krause, August Friedrich,

geb. am
28. August 1872 in Breslau, besuchte
die dortige Volksschule und bildete sich
dann auf einer Präparandenanstalt
zum Eintritt in das Lehrerseminar in
Münsterberg vor, das er 1892 absol-
vierte. Er wirkte dann vier Jahre als
zweiter Lehrer in Mittel-Podiebrad
bei Strohlauf in Schlesien und über-
nahm dann ein Lehramt in Breslau.
Hier redigierte er vom Januar 1902
bis Mai 1904 die literarische Monats-
schrift "Der Osten", das Organ des
Vereins "Breslauer Dichterschule".

S:

Schlesisches Dichterbuch (Anthol.,
hrsg.), 1902. - Unter dem starken Le-
ben (En. u. Sk. aus Schlesien), 1904.
- Sonnensucher (R.), 1907. - Das
stille Leuchten (R.), 1910.

*Krause, Helene von,

pseud. C.
von Hellen, wurde am 13. Januar
1841 zu Brandenburg a. d. Havel als
die Tochter des damals im 6. Küras-
sierregiment stehenden Leutnants von
Boddien
und seiner Frau, geb. von
Arnim, geboren u. verlebte ihre Kind-
heit bei mannigfachem Wohnungs-
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wechsel der Eltern in Wusterwitz, einem
Gute in der Neumark, in Schwedt a.
d. Oder und in Klein Plasten, einem
Gute in Mecklenburg. Von großem
Einfluß auf ihre geistige Entwicklung
waren die drei Jahre, welche sie in
dem Meyerschen Töchterpensionat in
Ludwigslust zubrachte. Danach weilte
sie mehrere Jahre in Neustrelitz, wo
ihr Vater das Amt eines Hofmar-
schalls erhalten hatte. Am 28. Sept.
1862 verheiratete sie sich mit dem Leut-
nant im Kürassierregiment Königin,
Karl von Krause, und nahm ihren
Wohnsitz in Pasewalk, siedelte aber
1889, in welchem Jahre ihr Gatte als
Oberstleutnant den Abschied nahm,
nach Ludwigslust über. Außer einer
Reihe von Novellen im "Daheim",
"Daheim-Kalender", "Quellwasser",
"Reichsbotenkalender" und andern
Zeitschriften veröffentlichte sie

S:

Der
Herr Diakonus (N.), 1884. - Ursula
(N.), 1885. - Um der andern willen
(E.), 1892. - Hanna (E.), 1894. - Jm
Strom der Großstadt (E.), 1894. -
Godolaw (E.), 1894. - Freiheit (E.),
1894. - Und dennoch! (E.), 1895. -
Zwei Miniaturen (Nn.), 1897. - Wort
und Waffen (R. a. d. Reformation),
1898. - Er kommt (E.), 1898. - Durch
tiefe Wasser (E.), 1898. - Weihnachts-
licht (E. a. d. Z. d. 30jähr. Kr.), 1898.
- Kleiner Krieg (E. a. d. Chron. von
Hildesheim), 1899. - Das Testament
des Kaisers (R. a. d. römischen Kaiser-
zeit), 1901. - An der Schwelle (Eine
Hofgesch.), 1903. - Tina (E.), 1903. -
Der Schatz des Pfarrers von Poppen-
burg. Heimat (2 En.), 1904. - Doro-
thees Geheimnis (E.), 1905. - Eine
gefangene Seele (R.), 1906. - Fritz
von Jürgas (R.), 1909.

Krause, Karl,

geb. am 3. Jan. 1870
in Arnstadt in Thüringen, wurde
Schriftsetzer, war als solcher in Lübeck
tätig, hier zugleich Reporter der "Lü-
beckischen Anzeigen", (1895) zweiter
Redakteur derselben, (1897) Redakteur
der "Hamburger Zeitung" in Wands-

*


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Kra
3 Reihen, 1910‒11. ‒ Sonnenſchein,
komm herein! (Bilder aus meinem
Leben), 1911.

Krauſchner, Jrma,

wurde am 5.
Dezbr. 1856 in Neutra (Ungarn) als
die Tochter eines öſterreich. Staats-
beamten geboren u., da ſie ihre Mutter
frühe verloren, in einem Wiener Jn-
ſtitute und dann im Pädagogium in
Wien erzogen. Nach dem Tode des
Vaters kam ſie in das Haus ihres
Oheims nach Prag und bildete ſich
hier in der kaiſerlichen Bildungsan-
ſtalt zur Lehrerin aus. Später ver-
heiratete ſie ſich mit ihrem Vetter, der
ſich als Kaufmann in Moskau nieder-
gelaſſen hatte, und hier lebt ſie, nach-
dem ſie 1895 Witwe geworden, auch
jetzt noch. Die Erträge ihrer ſchrift-
ſtelleriſchen Tätigkeit müſſen ihr die
Mittel bieten, ihren Kindern eine gute
Erziehung zu teil werden zu laſſen.

S:

Gedichte, 1900.

*Krauſe, Auguſt Friedrich,

geb. am
28. Auguſt 1872 in Breslau, beſuchte
die dortige Volksſchule und bildete ſich
dann auf einer Präparandenanſtalt
zum Eintritt in das Lehrerſeminar in
Münſterberg vor, das er 1892 abſol-
vierte. Er wirkte dann vier Jahre als
zweiter Lehrer in Mittel-Podiebrad
bei Strohlauf in Schleſien und über-
nahm dann ein Lehramt in Breslau.
Hier redigierte er vom Januar 1902
bis Mai 1904 die literariſche Monats-
ſchrift „Der Oſten‟, das Organ des
Vereins „Breslauer Dichterſchule‟.

S:

Schleſiſches Dichterbuch (Anthol.,
hrsg.), 1902. ‒ Unter dem ſtarken Le-
ben (En. u. Sk. aus Schleſien), 1904.
‒ Sonnenſucher (R.), 1907. ‒ Das
ſtille Leuchten (R.), 1910.

*Krauſe, Helene von,

pſeud. C.
von Hellen, wurde am 13. Januar
1841 zu Brandenburg a. d. Havel als
die Tochter des damals im 6. Küraſ-
ſierregiment ſtehenden Leutnants von
Boddien
und ſeiner Frau, geb. von
Arnim, geboren u. verlebte ihre Kind-
heit bei mannigfachem Wohnungs-
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Kra
wechſel der Eltern in Wuſterwitz, einem
Gute in der Neumark, in Schwedt a.
d. Oder und in Klein Plaſten, einem
Gute in Mecklenburg. Von großem
Einfluß auf ihre geiſtige Entwicklung
waren die drei Jahre, welche ſie in
dem Meyerſchen Töchterpenſionat in
Ludwigsluſt zubrachte. Danach weilte
ſie mehrere Jahre in Neuſtrelitz, wo
ihr Vater das Amt eines Hofmar-
ſchalls erhalten hatte. Am 28. Sept.
1862 verheiratete ſie ſich mit dem Leut-
nant im Küraſſierregiment Königin,
Karl von Krauſe, und nahm ihren
Wohnſitz in Paſewalk, ſiedelte aber
1889, in welchem Jahre ihr Gatte als
Oberſtleutnant den Abſchied nahm,
nach Ludwigsluſt über. Außer einer
Reihe von Novellen im „Daheim‟,
„Daheim-Kalender‟, „Quellwaſſer‟,
„Reichsbotenkalender‟ und andern
Zeitſchriften veröffentlichte ſie

S:

Der
Herr Diakonus (N.), 1884. ‒ Urſula
(N.), 1885. ‒ Um der andern willen
(E.), 1892. ‒ Hanna (E.), 1894. ‒ Jm
Strom der Großſtadt (E.), 1894. ‒
Godolaw (E.), 1894. ‒ Freiheit (E.),
1894. ‒ Und dennoch! (E.), 1895. ‒
Zwei Miniaturen (Nn.), 1897. ‒ Wort
und Waffen (R. a. d. Reformation),
1898. ‒ Er kommt (E.), 1898. ‒ Durch
tiefe Waſſer (E.), 1898. ‒ Weihnachts-
licht (E. a. d. Z. d. 30jähr. Kr.), 1898.
‒ Kleiner Krieg (E. a. d. Chron. von
Hildesheim), 1899. ‒ Das Teſtament
des Kaiſers (R. a. d. römiſchen Kaiſer-
zeit), 1901. ‒ An der Schwelle (Eine
Hofgeſch.), 1903. ‒ Tina (E.), 1903. ‒
Der Schatz des Pfarrers von Poppen-
burg. Heimat (2 En.), 1904. ‒ Doro-
thees Geheimnis (E.), 1905. ‒ Eine
gefangene Seele (R.), 1906. ‒ Fritz
von Jürgas (R.), 1909.

Krauſe, Karl,

geb. am 3. Jan. 1870
in Arnſtadt in Thüringen, wurde
Schriftſetzer, war als ſolcher in Lübeck
tätig, hier zugleich Reporter der „Lü-
beckiſchen Anzeigen‟, (1895) zweiter
Redakteur derſelben, (1897) Redakteur
der „Hamburger Zeitung‟ in Wands-

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[100/0104] Kra Kra 3 Reihen, 1910‒11. ‒ Sonnenſchein, komm herein! (Bilder aus meinem Leben), 1911. Krauſchner, Jrma, wurde am 5. Dezbr. 1856 in Neutra (Ungarn) als die Tochter eines öſterreich. Staats- beamten geboren u., da ſie ihre Mutter frühe verloren, in einem Wiener Jn- ſtitute und dann im Pädagogium in Wien erzogen. Nach dem Tode des Vaters kam ſie in das Haus ihres Oheims nach Prag und bildete ſich hier in der kaiſerlichen Bildungsan- ſtalt zur Lehrerin aus. Später ver- heiratete ſie ſich mit ihrem Vetter, der ſich als Kaufmann in Moskau nieder- gelaſſen hatte, und hier lebt ſie, nach- dem ſie 1895 Witwe geworden, auch jetzt noch. Die Erträge ihrer ſchrift- ſtelleriſchen Tätigkeit müſſen ihr die Mittel bieten, ihren Kindern eine gute Erziehung zu teil werden zu laſſen. S: Gedichte, 1900. *Krauſe, Auguſt Friedrich, geb. am 28. Auguſt 1872 in Breslau, beſuchte die dortige Volksſchule und bildete ſich dann auf einer Präparandenanſtalt zum Eintritt in das Lehrerſeminar in Münſterberg vor, das er 1892 abſol- vierte. Er wirkte dann vier Jahre als zweiter Lehrer in Mittel-Podiebrad bei Strohlauf in Schleſien und über- nahm dann ein Lehramt in Breslau. Hier redigierte er vom Januar 1902 bis Mai 1904 die literariſche Monats- ſchrift „Der Oſten‟, das Organ des Vereins „Breslauer Dichterſchule‟. S: Schleſiſches Dichterbuch (Anthol., hrsg.), 1902. ‒ Unter dem ſtarken Le- ben (En. u. Sk. aus Schleſien), 1904. ‒ Sonnenſucher (R.), 1907. ‒ Das ſtille Leuchten (R.), 1910. *Krauſe, Helene von, pſeud. C. von Hellen, wurde am 13. Januar 1841 zu Brandenburg a. d. Havel als die Tochter des damals im 6. Küraſ- ſierregiment ſtehenden Leutnants von Boddien und ſeiner Frau, geb. von Arnim, geboren u. verlebte ihre Kind- heit bei mannigfachem Wohnungs- wechſel der Eltern in Wuſterwitz, einem Gute in der Neumark, in Schwedt a. d. Oder und in Klein Plaſten, einem Gute in Mecklenburg. Von großem Einfluß auf ihre geiſtige Entwicklung waren die drei Jahre, welche ſie in dem Meyerſchen Töchterpenſionat in Ludwigsluſt zubrachte. Danach weilte ſie mehrere Jahre in Neuſtrelitz, wo ihr Vater das Amt eines Hofmar- ſchalls erhalten hatte. Am 28. Sept. 1862 verheiratete ſie ſich mit dem Leut- nant im Küraſſierregiment Königin, Karl von Krauſe, und nahm ihren Wohnſitz in Paſewalk, ſiedelte aber 1889, in welchem Jahre ihr Gatte als Oberſtleutnant den Abſchied nahm, nach Ludwigsluſt über. Außer einer Reihe von Novellen im „Daheim‟, „Daheim-Kalender‟, „Quellwaſſer‟, „Reichsbotenkalender‟ und andern Zeitſchriften veröffentlichte ſie S: Der Herr Diakonus (N.), 1884. ‒ Urſula (N.), 1885. ‒ Um der andern willen (E.), 1892. ‒ Hanna (E.), 1894. ‒ Jm Strom der Großſtadt (E.), 1894. ‒ Godolaw (E.), 1894. ‒ Freiheit (E.), 1894. ‒ Und dennoch! (E.), 1895. ‒ Zwei Miniaturen (Nn.), 1897. ‒ Wort und Waffen (R. a. d. Reformation), 1898. ‒ Er kommt (E.), 1898. ‒ Durch tiefe Waſſer (E.), 1898. ‒ Weihnachts- licht (E. a. d. Z. d. 30jähr. Kr.), 1898. ‒ Kleiner Krieg (E. a. d. Chron. von Hildesheim), 1899. ‒ Das Teſtament des Kaiſers (R. a. d. römiſchen Kaiſer- zeit), 1901. ‒ An der Schwelle (Eine Hofgeſch.), 1903. ‒ Tina (E.), 1903. ‒ Der Schatz des Pfarrers von Poppen- burg. Heimat (2 En.), 1904. ‒ Doro- thees Geheimnis (E.), 1905. ‒ Eine gefangene Seele (R.), 1906. ‒ Fritz von Jürgas (R.), 1909. Krauſe, Karl, geb. am 3. Jan. 1870 in Arnſtadt in Thüringen, wurde Schriftſetzer, war als ſolcher in Lübeck tätig, hier zugleich Reporter der „Lü- beckiſchen Anzeigen‟, (1895) zweiter Redakteur derſelben, (1897) Redakteur der „Hamburger Zeitung‟ in Wands- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 100. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/104>, abgerufen am 27.03.2019.