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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kle
darauf zum Studium zurück u. bil-
dete sich auf autodidaktischem Wege
weiter. Von 1885-86 genügte er
seiner Militärpflicht und ging dann
nach Leipzig. Jm Jahre 1891 war
er Lehrer an der Ottoschen Schau-
spielschule zu Wien, hielt sich 1892 in
Florenz auf und lebte seit 1893 in
Rom. 1895 kehrte er nach Berlin
zurück, wo er erst die "Deutsche Tages-
zeitung" und seit 1896 die "Neue
deutsche Romanzeitung" redigierte.

S:

Schmerzliche Wonnen (R.), 1891.

Klein, Oskar,

Pseud. für Oskar
Linke;
s. d.!

*Klein, Otto,

pseud. Otto Nielk,
wurde am 11. Dez. 1857 in Katzen-
elnbogen (Prov. Hessen-Nassau) als
einziges Kind eines Lehrers geboren,
verlebte seine ersten Jugendjahre dort
in stiller, ländlicher Abgeschiedenheit,
und empfing schon damals durch den
engen Verkehr mit Natur und Men-
schen jene fest haftenden Eindrücke,
die später dem gereiften Manne die
meisten Stoffe zu seinen mit so vielem
Humor gewürzten Dialektdichtungen
lieferten. Von seinem Vater und dem
Ortspfarrer vorgebildet, trat er im
Frühling 1873 in die Obertertia des
Realgymnasiums in Wiesbaden ein
und bezog im Frühjahr 1878 die Uni-
versität Straßburg, um neuere und
romanische Philologie zu studieren.
Nach einem Jahre ging er nach Mar-
burg, wurde hier im Nov. 1881 auf
Grund einer Arbeit über "Die Dich-
tungen des Mönchs von Montaudon"
zum Dr. phil. promoviert und absol-
vierte ein Jahr später das Staats-
examen. Am 1. April 1883 trat er
als Probandus in das Lehrerkolle-
gium des Gymnasiums zu Weilburg,
wurde aber schon nach einem Monat
nach Bockenheim zur Übernahme einer
wissenschaftlichen Hilfslehrerstelle be-
rufen. Am 1. Okt. 1884 wurde er
Oberlehrer an der Oberrealschule in
Wiesbaden und hier 1905 zum Direk-
tor der in der Entwicklung begriffenen
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Kle
zweiten Qberrealschule am Zietenring
ernannt. Doch schon am 29. Oktober
1906 entriß ein plötzlicher Tod ihn
einer segensreichen Tätigkeit und dem
glücklichsten Familienkreise. Er be-
arbeitete viele Werke französischer
Schriftsteller für den Schulgebrauch,
war auch viele Jahre Mitglied der
Lesekommission des "Wiesbadener
Volksbildungsvereins", welcher die
Herausgabe der bekannten "Wies-
badener Volksbücher" oblag.

S:


For'n Kreizer Allerhand! (Ge. in
Wiesbadener Mdt.); III, 1899-1908.

Klein, Peter,

geb. am 2. Mai 1825
zu Luxemburg, besuchte das dortige
Gymnasium u. seit 1846 die Univer-
sität Lüttich, wurde im April 1847
zum Repetenten beim Athenäum in
Luxemburg ernannt, setzte seit 1849
seine Universitätsstudien in Bonn
fort u. absolvierte 1851 seine philo-
logischen Examina. Jm Jahre 1854
zum ersten Repetenten am Athenäum
befördert, erhielt er im Herbst seine
Ernennung zum Professor der fran-
zösischen Sprache am Progymnasium
zu Diekirch; doch starb er bereits am
13. Okt., noch ehe er sein Amt hatte
antreten können.

S:

Gedichte aus
dem Nachlasse, 1856. - Die Sprache
der Luxemburger, 1855.

*Klein, Rudolf,

geb. am 9. Nov.
1871 in Köln a. Rh., besuchte das
Gymnasium in Düsseldorf, betrieb
kunst- und literaturgeschichtliche Pri-
vatstudien, lebte eine Zeitlang auf
Reisen und ließ sich dann in Berlin
nieder, wo er als Schriftsteller, be-
sonders als Kunst- und Literatur-
kritiker tätig ist. Er schrieb Studien
über "Arnold Böcklin" (1801. 2. A.
1905), "Aubry Beardsley" (1902.
2. A. 1903), "Max Klinger" (1903),
"Adolf von Menzel" (1904), "Die
Düsseldorfer Ausstellung" (1904),
"Die Sezession" (1905) u. a.

S:

Das
Glück im Verbrechen (Nn.), 1899.

Klein, Georg Theodor,

geb. am
20. März 1820 zu Straßburg i. E.,

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Kle
darauf zum Studium zurück u. bil-
dete ſich auf autodidaktiſchem Wege
weiter. Von 1885‒86 genügte er
ſeiner Militärpflicht und ging dann
nach Leipzig. Jm Jahre 1891 war
er Lehrer an der Ottoſchen Schau-
ſpielſchule zu Wien, hielt ſich 1892 in
Florenz auf und lebte ſeit 1893 in
Rom. 1895 kehrte er nach Berlin
zurück, wo er erſt die „Deutſche Tages-
zeitung‟ und ſeit 1896 die „Neue
deutſche Romanzeitung‟ redigierte.

S:

Schmerzliche Wonnen (R.), 1891.

Klein, Oskar,

Pſeud. für Oskar
Linke;
ſ. d.!

*Klein, Otto,

pſeud. Otto Nielk,
wurde am 11. Dez. 1857 in Katzen-
elnbogen (Prov. Heſſen-Naſſau) als
einziges Kind eines Lehrers geboren,
verlebte ſeine erſten Jugendjahre dort
in ſtiller, ländlicher Abgeſchiedenheit,
und empfing ſchon damals durch den
engen Verkehr mit Natur und Men-
ſchen jene feſt haftenden Eindrücke,
die ſpäter dem gereiften Manne die
meiſten Stoffe zu ſeinen mit ſo vielem
Humor gewürzten Dialektdichtungen
lieferten. Von ſeinem Vater und dem
Ortspfarrer vorgebildet, trat er im
Frühling 1873 in die Obertertia des
Realgymnaſiums in Wiesbaden ein
und bezog im Frühjahr 1878 die Uni-
verſität Straßburg, um neuere und
romaniſche Philologie zu ſtudieren.
Nach einem Jahre ging er nach Mar-
burg, wurde hier im Nov. 1881 auf
Grund einer Arbeit über „Die Dich-
tungen des Mönchs von Montaudon‟
zum Dr. phil. promoviert und abſol-
vierte ein Jahr ſpäter das Staats-
examen. Am 1. April 1883 trat er
als Probandus in das Lehrerkolle-
gium des Gymnaſiums zu Weilburg,
wurde aber ſchon nach einem Monat
nach Bockenheim zur Übernahme einer
wiſſenſchaftlichen Hilfslehrerſtelle be-
rufen. Am 1. Okt. 1884 wurde er
Oberlehrer an der Oberrealſchule in
Wiesbaden und hier 1905 zum Direk-
tor der in der Entwicklung begriffenen
[Spaltenumbruch]

Kle
zweiten Qberrealſchule am Zietenring
ernannt. Doch ſchon am 29. Oktober
1906 entriß ein plötzlicher Tod ihn
einer ſegensreichen Tätigkeit und dem
glücklichſten Familienkreiſe. Er be-
arbeitete viele Werke franzöſiſcher
Schriftſteller für den Schulgebrauch,
war auch viele Jahre Mitglied der
Leſekommiſſion des „Wiesbadener
Volksbildungsvereins‟, welcher die
Herausgabe der bekannten „Wies-
badener Volksbücher‟ oblag.

S:


For’n Kreizer Allerhand! (Ge. in
Wiesbadener Mdt.); III, 1899‒1908.

Klein, Peter,

geb. am 2. Mai 1825
zu Luxemburg, beſuchte das dortige
Gymnaſium u. ſeit 1846 die Univer-
ſität Lüttich, wurde im April 1847
zum Repetenten beim Athenäum in
Luxemburg ernannt, ſetzte ſeit 1849
ſeine Univerſitätsſtudien in Bonn
fort u. abſolvierte 1851 ſeine philo-
logiſchen Examina. Jm Jahre 1854
zum erſten Repetenten am Athenäum
befördert, erhielt er im Herbſt ſeine
Ernennung zum Profeſſor der fran-
zöſiſchen Sprache am Progymnaſium
zu Diekirch; doch ſtarb er bereits am
13. Okt., noch ehe er ſein Amt hatte
antreten können.

S:

Gedichte aus
dem Nachlaſſe, 1856. ‒ Die Sprache
der Luxemburger, 1855.

*Klein, Rudolf,

geb. am 9. Nov.
1871 in Köln a. Rh., beſuchte das
Gymnaſium in Düſſeldorf, betrieb
kunſt- und literaturgeſchichtliche Pri-
vatſtudien, lebte eine Zeitlang auf
Reiſen und ließ ſich dann in Berlin
nieder, wo er als Schriftſteller, be-
ſonders als Kunſt- und Literatur-
kritiker tätig iſt. Er ſchrieb Studien
über „Arnold Böcklin‟ (1801. 2. A.
1905), „Aubry Beardsley‟ (1902.
2. A. 1903), „Max Klinger‟ (1903),
„Adolf von Menzel‟ (1904), „Die
Düſſeldorfer Ausſtellung‟ (1904),
„Die Sezeſſion‟ (1905) u. a.

S:

Das
Glück im Verbrechen (Nn.), 1899.

Klein, Georg Theodor,

geb. am
20. März 1820 zu Straßburg i. E.,

*
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[7/0011] Kle Kle darauf zum Studium zurück u. bil- dete ſich auf autodidaktiſchem Wege weiter. Von 1885‒86 genügte er ſeiner Militärpflicht und ging dann nach Leipzig. Jm Jahre 1891 war er Lehrer an der Ottoſchen Schau- ſpielſchule zu Wien, hielt ſich 1892 in Florenz auf und lebte ſeit 1893 in Rom. 1895 kehrte er nach Berlin zurück, wo er erſt die „Deutſche Tages- zeitung‟ und ſeit 1896 die „Neue deutſche Romanzeitung‟ redigierte. S: Schmerzliche Wonnen (R.), 1891. Klein, Oskar, Pſeud. für Oskar Linke; ſ. d.! *Klein, Otto, pſeud. Otto Nielk, wurde am 11. Dez. 1857 in Katzen- elnbogen (Prov. Heſſen-Naſſau) als einziges Kind eines Lehrers geboren, verlebte ſeine erſten Jugendjahre dort in ſtiller, ländlicher Abgeſchiedenheit, und empfing ſchon damals durch den engen Verkehr mit Natur und Men- ſchen jene feſt haftenden Eindrücke, die ſpäter dem gereiften Manne die meiſten Stoffe zu ſeinen mit ſo vielem Humor gewürzten Dialektdichtungen lieferten. Von ſeinem Vater und dem Ortspfarrer vorgebildet, trat er im Frühling 1873 in die Obertertia des Realgymnaſiums in Wiesbaden ein und bezog im Frühjahr 1878 die Uni- verſität Straßburg, um neuere und romaniſche Philologie zu ſtudieren. Nach einem Jahre ging er nach Mar- burg, wurde hier im Nov. 1881 auf Grund einer Arbeit über „Die Dich- tungen des Mönchs von Montaudon‟ zum Dr. phil. promoviert und abſol- vierte ein Jahr ſpäter das Staats- examen. Am 1. April 1883 trat er als Probandus in das Lehrerkolle- gium des Gymnaſiums zu Weilburg, wurde aber ſchon nach einem Monat nach Bockenheim zur Übernahme einer wiſſenſchaftlichen Hilfslehrerſtelle be- rufen. Am 1. Okt. 1884 wurde er Oberlehrer an der Oberrealſchule in Wiesbaden und hier 1905 zum Direk- tor der in der Entwicklung begriffenen zweiten Qberrealſchule am Zietenring ernannt. Doch ſchon am 29. Oktober 1906 entriß ein plötzlicher Tod ihn einer ſegensreichen Tätigkeit und dem glücklichſten Familienkreiſe. Er be- arbeitete viele Werke franzöſiſcher Schriftſteller für den Schulgebrauch, war auch viele Jahre Mitglied der Leſekommiſſion des „Wiesbadener Volksbildungsvereins‟, welcher die Herausgabe der bekannten „Wies- badener Volksbücher‟ oblag. S: For’n Kreizer Allerhand! (Ge. in Wiesbadener Mdt.); III, 1899‒1908. Klein, Peter, geb. am 2. Mai 1825 zu Luxemburg, beſuchte das dortige Gymnaſium u. ſeit 1846 die Univer- ſität Lüttich, wurde im April 1847 zum Repetenten beim Athenäum in Luxemburg ernannt, ſetzte ſeit 1849 ſeine Univerſitätsſtudien in Bonn fort u. abſolvierte 1851 ſeine philo- logiſchen Examina. Jm Jahre 1854 zum erſten Repetenten am Athenäum befördert, erhielt er im Herbſt ſeine Ernennung zum Profeſſor der fran- zöſiſchen Sprache am Progymnaſium zu Diekirch; doch ſtarb er bereits am 13. Okt., noch ehe er ſein Amt hatte antreten können. S: Gedichte aus dem Nachlaſſe, 1856. ‒ Die Sprache der Luxemburger, 1855. *Klein, Rudolf, geb. am 9. Nov. 1871 in Köln a. Rh., beſuchte das Gymnaſium in Düſſeldorf, betrieb kunſt- und literaturgeſchichtliche Pri- vatſtudien, lebte eine Zeitlang auf Reiſen und ließ ſich dann in Berlin nieder, wo er als Schriftſteller, be- ſonders als Kunſt- und Literatur- kritiker tätig iſt. Er ſchrieb Studien über „Arnold Böcklin‟ (1801. 2. A. 1905), „Aubry Beardsley‟ (1902. 2. A. 1903), „Max Klinger‟ (1903), „Adolf von Menzel‟ (1904), „Die Düſſeldorfer Ausſtellung‟ (1904), „Die Sezeſſion‟ (1905) u. a. S: Das Glück im Verbrechen (Nn.), 1899. Klein, Georg Theodor, geb. am 20. März 1820 zu Straßburg i. E., *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 7. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/11>, abgerufen am 23.03.2019.