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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kün
einfache Bürgerschule daselbst, um
dann nach seiner Konfirmation das
Friseurhandwerk zu erlernen. Jm
Jahre 1879 ging er in die Fremde u.
kam 1880 nach Berlin, wo er sich spä-
ter etablierte u. noch gegenwärtig in
seinem Gewerbe tätig ist.

S:

Schnee-
flocken (Ge.), 1897. - Auf stillen We-
gen (Ge.), 1897.

Küng, A. August,

pseud. Gott-
hold Roman,
wurde am 9. August
1857 zu Steffisburg im Kant. Bern
geboren, besuchte dort die Sekundar-
schule, dann das College in St. Aubin,
widmete sich seit 1874 dem Bankfach,
gab dasselbe aber bald wieder auf,
um die literarische Laufbahn zu ver-
folgen, u. lebte seit 1879 als Redak-
teur und Schriftsteller im Glockental
bei Thun. Er redigierte die Wochen-
schriften "Edelweiß" (1878), "Alpen-
blüten" (1880) und "Erholungsstun-
den" (1880-81). Er starb im Novbr.
1883 in seinem Heimatsorte Steffis-
burg.

S:

Aus dem Strom des Lebens
(Geschn. u. Ge.), 1881. - Geschichten in
Moll (Bilder a. d. Volksleben), 1882.

Kuno, Hermann,

Pseud. für Her-
mann Kunz;
s. d.!

*Kunow, Ewald,

* am 18. Jan.
1847 zu Konitz in Westpreußen, be-
suchte das Gymnasium seiner Vater-
stadt und studierte darauf in Berlin
klassische Philologie und Philosophie.
Nachdem er im Januar 1876 sein
Oberlehrerexamen abgelegt, wirkte er
einige Jahre als Lehrer am Gym-
nasium zu Stettin und wurde 1881
Oberlehrer am Gymnasium zu Star-
gard in Pommern. Später am Gym-
nasium in Dramburg tätig, wurde er
1907 Professor, trat am 1. Oktober
1908 in den Ruhestand und starb am
28. Juli 1909.

S:

Theodorich (Tr.),
1886. - Beobachtung über das Ver-
hältnis des Reims zum Jnhalte bei
Goethe, 1888. - Die kaiserlose Zeit
(Schsp.), 1890.

Kunowski, Taras,

Pseudon. für
Oskar Linke; s. d.!

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Kün
*Künsberg, Sophie Freiin von,


wurde am 5. Septbr. 1861 zu Karls-
bad in Böhmen als die Tochter eines
pensionierten österreich. Rittmeisters
geboren, kam aber schon im folgenden
Jahre nach Kaibitz in der bayerischen
Oberpfalz, wo der Vater sich als
Gutsbesitzer niedergelassen hatte, und
weilte hier bis zum Tode des Vaters
1877. Jhre Erziehung erhielt sie
während dieser Zeit im elterlichen
Hause durch eine Erzieherin. Mit 10
Jahren begann sie ihre schriftstelle-
rische Tätigkeit durch Beiträge für
die Kinderzeitschrift "Jllustrierte Zei-
tung für kleine Leute", u. mit 13 Jah-
ren erhielt sie bei einem Wettbewerb
für ein Gedicht den zweiten Preis.
Nach dem Tode des Vaters zog die
Mutter mit ihren vier Kindern nach
Baireuth, wo auch Sophie nach der
Mutter Tode (1886) noch bis 1892
ihren Wohnsitz beibehielt. Jnzwischen
war die ältere Schwester in ein Klo-
ster eingetreten und der Bruder, ein
Offizier, nach Amberg versetzt wor-
den. Deshalb verkauften die beiden
jüngeren Schwestern ihr Gut Kaibitz
und zogen im Mai 1892 nach Reisach
in Oberbayern, wo sie, nachdem sie
sich dort 1894 ein Landgut erbaut,
ihren ständigen Aufenthalt genom-
men haben.

S:

Weihnachten im
Walde (Ge.), 1892. - Marien-Leben
(Ge.), 1896. - Sonnwendnacht im
Walde (Ge.), 1907 (Sv.). - Alpen-
blümeln (En. u. Sk.), 1910.

Künstle, Guido,

geboren 1853 in
München, war ein Sohn des Rechts-
anwalts K. und seiner Gattin Karo-
line, geb. Welebil, die sich später als
Lina Freifrau von Berlepsch schrift-
stellerisch betätigt hat. Der Sohn er-
hielt seine Bildung in München und
ließ sich dort nach beendeten medizi-
nischen Studien als praktischer Arzt
nieder, starb aber ganz plötzlich schon
am 5. Novbr. 1879.

S:

Kohlenstoff-
Skizzen (Ein organisch-chemisches
hohes Lied), 1877. 2. A. 1882.

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[Spaltenumbruch]

Kün
einfache Bürgerſchule daſelbſt, um
dann nach ſeiner Konfirmation das
Friſeurhandwerk zu erlernen. Jm
Jahre 1879 ging er in die Fremde u.
kam 1880 nach Berlin, wo er ſich ſpä-
ter etablierte u. noch gegenwärtig in
ſeinem Gewerbe tätig iſt.

S:

Schnee-
flocken (Ge.), 1897. ‒ Auf ſtillen We-
gen (Ge.), 1897.

Küng, A. Auguſt,

pſeud. Gott-
hold Roman,
wurde am 9. Auguſt
1857 zu Steffisburg im Kant. Bern
geboren, beſuchte dort die Sekundar-
ſchule, dann das College in St. Aubin,
widmete ſich ſeit 1874 dem Bankfach,
gab dasſelbe aber bald wieder auf,
um die literariſche Laufbahn zu ver-
folgen, u. lebte ſeit 1879 als Redak-
teur und Schriftſteller im Glockental
bei Thun. Er redigierte die Wochen-
ſchriften „Edelweiß‟ (1878), „Alpen-
blüten‟ (1880) und „Erholungsſtun-
den‟ (1880‒81). Er ſtarb im Novbr.
1883 in ſeinem Heimatsorte Steffis-
burg.

S:

Aus dem Strom des Lebens
(Geſchn. u. Ge.), 1881. ‒ Geſchichten in
Moll (Bilder a. d. Volksleben), 1882.

Kuno, Hermann,

Pſeud. für Her-
mann Kunz;
ſ. d.!

*Kunow, Ewald,

* am 18. Jan.
1847 zu Konitz in Weſtpreußen, be-
ſuchte das Gymnaſium ſeiner Vater-
ſtadt und ſtudierte darauf in Berlin
klaſſiſche Philologie und Philoſophie.
Nachdem er im Januar 1876 ſein
Oberlehrerexamen abgelegt, wirkte er
einige Jahre als Lehrer am Gym-
naſium zu Stettin und wurde 1881
Oberlehrer am Gymnaſium zu Star-
gard in Pommern. Später am Gym-
naſium in Dramburg tätig, wurde er
1907 Profeſſor, trat am 1. Oktober
1908 in den Ruheſtand und ſtarb am
28. Juli 1909.

S:

Theodorich (Tr.),
1886. ‒ Beobachtung über das Ver-
hältnis des Reims zum Jnhalte bei
Goethe, 1888. ‒ Die kaiſerloſe Zeit
(Schſp.), 1890.

Kunowski, Taras,

Pſeudon. für
Oskar Linke; ſ. d.!

[Spaltenumbruch]
Kün
*Künsberg, Sophie Freiin von,


wurde am 5. Septbr. 1861 zu Karls-
bad in Böhmen als die Tochter eines
penſionierten öſterreich. Rittmeiſters
geboren, kam aber ſchon im folgenden
Jahre nach Kaibitz in der bayeriſchen
Oberpfalz, wo der Vater ſich als
Gutsbeſitzer niedergelaſſen hatte, und
weilte hier bis zum Tode des Vaters
1877. Jhre Erziehung erhielt ſie
während dieſer Zeit im elterlichen
Hauſe durch eine Erzieherin. Mit 10
Jahren begann ſie ihre ſchriftſtelle-
riſche Tätigkeit durch Beiträge für
die Kinderzeitſchrift „Jlluſtrierte Zei-
tung für kleine Leute‟, u. mit 13 Jah-
ren erhielt ſie bei einem Wettbewerb
für ein Gedicht den zweiten Preis.
Nach dem Tode des Vaters zog die
Mutter mit ihren vier Kindern nach
Baireuth, wo auch Sophie nach der
Mutter Tode (1886) noch bis 1892
ihren Wohnſitz beibehielt. Jnzwiſchen
war die ältere Schweſter in ein Klo-
ſter eingetreten und der Bruder, ein
Offizier, nach Amberg verſetzt wor-
den. Deshalb verkauften die beiden
jüngeren Schweſtern ihr Gut Kaibitz
und zogen im Mai 1892 nach Reiſach
in Oberbayern, wo ſie, nachdem ſie
ſich dort 1894 ein Landgut erbaut,
ihren ſtändigen Aufenthalt genom-
men haben.

S:

Weihnachten im
Walde (Ge.), 1892. ‒ Marien-Leben
(Ge.), 1896. ‒ Sonnwendnacht im
Walde (Ge.), 1907 (Sv.). ‒ Alpen-
blümeln (En. u. Sk.), 1910.

Künſtle, Guido,

geboren 1853 in
München, war ein Sohn des Rechts-
anwalts K. und ſeiner Gattin Karo-
line, geb. Welebil, die ſich ſpäter als
Lina Freifrau von Berlepſch ſchrift-
ſtelleriſch betätigt hat. Der Sohn er-
hielt ſeine Bildung in München und
ließ ſich dort nach beendeten medizi-
niſchen Studien als praktiſcher Arzt
nieder, ſtarb aber ganz plötzlich ſchon
am 5. Novbr. 1879.

S:

Kohlenſtoff-
Skizzen (Ein organiſch-chemiſches
hohes Lied), 1877. 2. A. 1882.

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[144/0148] Kün Kün einfache Bürgerſchule daſelbſt, um dann nach ſeiner Konfirmation das Friſeurhandwerk zu erlernen. Jm Jahre 1879 ging er in die Fremde u. kam 1880 nach Berlin, wo er ſich ſpä- ter etablierte u. noch gegenwärtig in ſeinem Gewerbe tätig iſt. S: Schnee- flocken (Ge.), 1897. ‒ Auf ſtillen We- gen (Ge.), 1897. Küng, A. Auguſt, pſeud. Gott- hold Roman, wurde am 9. Auguſt 1857 zu Steffisburg im Kant. Bern geboren, beſuchte dort die Sekundar- ſchule, dann das College in St. Aubin, widmete ſich ſeit 1874 dem Bankfach, gab dasſelbe aber bald wieder auf, um die literariſche Laufbahn zu ver- folgen, u. lebte ſeit 1879 als Redak- teur und Schriftſteller im Glockental bei Thun. Er redigierte die Wochen- ſchriften „Edelweiß‟ (1878), „Alpen- blüten‟ (1880) und „Erholungsſtun- den‟ (1880‒81). Er ſtarb im Novbr. 1883 in ſeinem Heimatsorte Steffis- burg. S: Aus dem Strom des Lebens (Geſchn. u. Ge.), 1881. ‒ Geſchichten in Moll (Bilder a. d. Volksleben), 1882. Kuno, Hermann, Pſeud. für Her- mann Kunz; ſ. d.! *Kunow, Ewald, * am 18. Jan. 1847 zu Konitz in Weſtpreußen, be- ſuchte das Gymnaſium ſeiner Vater- ſtadt und ſtudierte darauf in Berlin klaſſiſche Philologie und Philoſophie. Nachdem er im Januar 1876 ſein Oberlehrerexamen abgelegt, wirkte er einige Jahre als Lehrer am Gym- naſium zu Stettin und wurde 1881 Oberlehrer am Gymnaſium zu Star- gard in Pommern. Später am Gym- naſium in Dramburg tätig, wurde er 1907 Profeſſor, trat am 1. Oktober 1908 in den Ruheſtand und ſtarb am 28. Juli 1909. S: Theodorich (Tr.), 1886. ‒ Beobachtung über das Ver- hältnis des Reims zum Jnhalte bei Goethe, 1888. ‒ Die kaiſerloſe Zeit (Schſp.), 1890. Kunowski, Taras, Pſeudon. für Oskar Linke; ſ. d.! *Künsberg, Sophie Freiin von, wurde am 5. Septbr. 1861 zu Karls- bad in Böhmen als die Tochter eines penſionierten öſterreich. Rittmeiſters geboren, kam aber ſchon im folgenden Jahre nach Kaibitz in der bayeriſchen Oberpfalz, wo der Vater ſich als Gutsbeſitzer niedergelaſſen hatte, und weilte hier bis zum Tode des Vaters 1877. Jhre Erziehung erhielt ſie während dieſer Zeit im elterlichen Hauſe durch eine Erzieherin. Mit 10 Jahren begann ſie ihre ſchriftſtelle- riſche Tätigkeit durch Beiträge für die Kinderzeitſchrift „Jlluſtrierte Zei- tung für kleine Leute‟, u. mit 13 Jah- ren erhielt ſie bei einem Wettbewerb für ein Gedicht den zweiten Preis. Nach dem Tode des Vaters zog die Mutter mit ihren vier Kindern nach Baireuth, wo auch Sophie nach der Mutter Tode (1886) noch bis 1892 ihren Wohnſitz beibehielt. Jnzwiſchen war die ältere Schweſter in ein Klo- ſter eingetreten und der Bruder, ein Offizier, nach Amberg verſetzt wor- den. Deshalb verkauften die beiden jüngeren Schweſtern ihr Gut Kaibitz und zogen im Mai 1892 nach Reiſach in Oberbayern, wo ſie, nachdem ſie ſich dort 1894 ein Landgut erbaut, ihren ſtändigen Aufenthalt genom- men haben. S: Weihnachten im Walde (Ge.), 1892. ‒ Marien-Leben (Ge.), 1896. ‒ Sonnwendnacht im Walde (Ge.), 1907 (Sv.). ‒ Alpen- blümeln (En. u. Sk.), 1910. Künſtle, Guido, geboren 1853 in München, war ein Sohn des Rechts- anwalts K. und ſeiner Gattin Karo- line, geb. Welebil, die ſich ſpäter als Lina Freifrau von Berlepſch ſchrift- ſtelleriſch betätigt hat. Der Sohn er- hielt ſeine Bildung in München und ließ ſich dort nach beendeten medizi- niſchen Studien als praktiſcher Arzt nieder, ſtarb aber ganz plötzlich ſchon am 5. Novbr. 1879. S: Kohlenſtoff- Skizzen (Ein organiſch-chemiſches hohes Lied), 1877. 2. A. 1882. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 144. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/148>, abgerufen am 23.03.2019.