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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kur
tät Breslau, wo er Philosophie und
Philologie studierte u. seit 1846 fast
ausschließlich mit journalistischen Ar-
beiten beschäftigt war. Zuerst Mit-
arbeiter der "Schlesischen Zeitung",
trat er später in die Redaktion der
"Breslauer Zeitung" ein, bis er im
Jahre 1873 Vorstand der Aktienge-
sellschaft "Schlesische Presse" wurde,
der er bis zu seinem Tode (8. April
1881) angehörte. Er vertrat in die-
ser Zeitung die Kritik des Theaters
und der Musik, führte auch von 1877
bis 1879 die Redaktion des Feuille-
tons.

S:

Angela (R.); II, 1852. -
Goethes Frauen, 1849. - Ein Men-
schenalter Theater-Erinnerungen
(1845-80), 1882. - Einige noch unge-
druckte Dramen; z. B. Charlotte Cor-
day. - Ein Verbrecher aus dem Volke.
- Ein Mann. Lsp. - Simson und die
Philister.

*Kurowski, Ludwig,

geb. am 27.
April 1866 in Napagedl (Mähren),
wo sein Vater damals als Eisen-
bahn-Jngenieur stationiert war, be-
suchte die Volksschule in Olmütz, seit
1877 das Gymnasium in Wien und
bezog 1885 die dortige Universität,
an welcher er zunächst philosophische,
sprachwissenschaftliche und historische
Studien betrieb, um sich dann den
Naturwissenschaften u. endlich speziell
der physikalischen Geographie unter
der Leitung des Prof. Albrecht Peuck
zuzuwenden. Nachdem er 1890 zum
Dr. phil. promoviert worden war u.
dann seiner Militärpflicht als Ein-
jährig-Freiwilliger genügt hatte,
wollte er sich dem Gymnasiallehrfach
zuwenden, gab aber bei den nicht ge-
rade erfreulichen Aussichten der öster-
reichischen Mittelschullehrer diesen
Plan auf und trat Ende 1892 als
Beamter bei der k. k. privil. Kaiser-
Ferdinands-Nordbahn ein, bei wel-
cher er zuletzt die Stellung eines
Sekretärs einnahm. Später trat er
zur niederösterreichischen Landesver-
waltung über und ist jetzt Landes-
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Kur
rechnungsrat bei derselben. Seinen
Wohnsitz hatte er bis 1909 in Kloster-
neuburg, seitdem in Wien.

S:

Men-
schenbilder (Nn. u. Sk.); II, 1901.

Kurs, Alice,

siehe Alice Hesse!

*Kurs, Auguste,

wurde am 26.
November 1815 zu Berlin geboren.
Eine sorgfältige, von dem kenntnis-
reichen, strengen Vater, dem königl.
preußischen Obersten der Artillerie,
Rosenberg, und der verständigen,
liebevollen Mutter geleitete Erziehung
entwickelte frühe die glücklichen Na-
turanlagen des lebhaften Kindes und
weckte zugleich den Keim der Poesie.
Zahlreiche Lieder entstanden in ihrem
Kindes- und Mädchenalter; doch erst
nach ihrer Verheiratung (1840) mit
dem preußischen Ministerialbeamten,
nachmaligen Geh. Rat. Dr. Kurs,
wagte sie es, ein Bändchen ihrer Ge-
dichte anonym herauszugeben. Der
Erfolg ermutigte sie zu weiterer Pro-
duktion, und so füllte sie seitdem
manche Zeitschrift, manches Sammel-
werk etc. mit ihren poetischen Schöp-
fungen. Seit dem 31. Januar 1885
Witwe, starb sie in Berlin am 18.
Juli 1892.

S:

Efeublätter (Ge.),
1845. 3. A. 1854. - Am Fenster (Nn.),
1854. 3. A. 1857. - Gemüt u. Leben
(Ge.), 1855. - Aus dem Sommer
(Reisebilder), 1856. - Nora (M.),
1856. - Ein Ausflug nach Thüringen,
1860. - Cora-Lynn (D. n. e. engl.
Sg.), 1858. - Germania (Anthol.),
1861. - Ausgew. Gedichte, 1894.

*Kurth, Ferdinand Max,

geb. am
31. Mai 1879 in Berlin, erhielt hier
seine Schulbildung und widmete sich
anfänglich dem Bankfach, trat aber
bald als Zögling in die Seebachschule
des königl. Schauspielhauses ein, um
sich hier für die Bühne vorzubereiten.
Sein Beruf als Schauspieler führte
ihn dann vom Berliner Kleinen Thea-
ter an die Stadttheater in Bonn und
Görlitz und zurück an das Berliner
Theater. Seit 1902 leitet er das von
ihm gegründete Kunsttheater und die

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Kur
tät Breslau, wo er Philoſophie und
Philologie ſtudierte u. ſeit 1846 faſt
ausſchließlich mit journaliſtiſchen Ar-
beiten beſchäftigt war. Zuerſt Mit-
arbeiter der „Schleſiſchen Zeitung‟,
trat er ſpäter in die Redaktion der
„Breslauer Zeitung‟ ein, bis er im
Jahre 1873 Vorſtand der Aktienge-
ſellſchaft „Schleſiſche Preſſe‟ wurde,
der er bis zu ſeinem Tode (8. April
1881) angehörte. Er vertrat in die-
ſer Zeitung die Kritik des Theaters
und der Muſik, führte auch von 1877
bis 1879 die Redaktion des Feuille-
tons.

S:

Angela (R.); II, 1852. ‒
Goethes Frauen, 1849. ‒ Ein Men-
ſchenalter Theater-Erinnerungen
(1845‒80), 1882. ‒ Einige noch unge-
druckte Dramen; z. B. Charlotte Cor-
day. ‒ Ein Verbrecher aus dem Volke.
‒ Ein Mann. Lſp. ‒ Simſon und die
Philiſter.

*Kurowski, Ludwig,

geb. am 27.
April 1866 in Napagedl (Mähren),
wo ſein Vater damals als Eiſen-
bahn-Jngenieur ſtationiert war, be-
ſuchte die Volksſchule in Olmütz, ſeit
1877 das Gymnaſium in Wien und
bezog 1885 die dortige Univerſität,
an welcher er zunächſt philoſophiſche,
ſprachwiſſenſchaftliche und hiſtoriſche
Studien betrieb, um ſich dann den
Naturwiſſenſchaften u. endlich ſpeziell
der phyſikaliſchen Geographie unter
der Leitung des Prof. Albrecht Peuck
zuzuwenden. Nachdem er 1890 zum
Dr. phil. promoviert worden war u.
dann ſeiner Militärpflicht als Ein-
jährig-Freiwilliger genügt hatte,
wollte er ſich dem Gymnaſiallehrfach
zuwenden, gab aber bei den nicht ge-
rade erfreulichen Ausſichten der öſter-
reichiſchen Mittelſchullehrer dieſen
Plan auf und trat Ende 1892 als
Beamter bei der k. k. privil. Kaiſer-
Ferdinands-Nordbahn ein, bei wel-
cher er zuletzt die Stellung eines
Sekretärs einnahm. Später trat er
zur niederöſterreichiſchen Landesver-
waltung über und iſt jetzt Landes-
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Kur
rechnungsrat bei derſelben. Seinen
Wohnſitz hatte er bis 1909 in Kloſter-
neuburg, ſeitdem in Wien.

S:

Men-
ſchenbilder (Nn. u. Sk.); II, 1901.

Kurs, Alice,

ſiehe Alice Heſſe!

*Kurs, Auguſte,

wurde am 26.
November 1815 zu Berlin geboren.
Eine ſorgfältige, von dem kenntnis-
reichen, ſtrengen Vater, dem königl.
preußiſchen Oberſten der Artillerie,
Roſenberg, und der verſtändigen,
liebevollen Mutter geleitete Erziehung
entwickelte frühe die glücklichen Na-
turanlagen des lebhaften Kindes und
weckte zugleich den Keim der Poeſie.
Zahlreiche Lieder entſtanden in ihrem
Kindes- und Mädchenalter; doch erſt
nach ihrer Verheiratung (1840) mit
dem preußiſchen Miniſterialbeamten,
nachmaligen Geh. Rat. Dr. Kurs,
wagte ſie es, ein Bändchen ihrer Ge-
dichte anonym herauszugeben. Der
Erfolg ermutigte ſie zu weiterer Pro-
duktion, und ſo füllte ſie ſeitdem
manche Zeitſchrift, manches Sammel-
werk ꝛc. mit ihren poetiſchen Schöp-
fungen. Seit dem 31. Januar 1885
Witwe, ſtarb ſie in Berlin am 18.
Juli 1892.

S:

Efeublätter (Ge.),
1845. 3. A. 1854. ‒ Am Fenſter (Nn.),
1854. 3. A. 1857. ‒ Gemüt u. Leben
(Ge.), 1855. ‒ Aus dem Sommer
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1856. ‒ Ein Ausflug nach Thüringen,
1860. ‒ Cora-Lynn (D. n. e. engl.
Sg.), 1858. ‒ Germania (Anthol.),
1861. ‒ Ausgew. Gedichte, 1894.

*Kurth, Ferdinand Max,

geb. am
31. Mai 1879 in Berlin, erhielt hier
ſeine Schulbildung und widmete ſich
anfänglich dem Bankfach, trat aber
bald als Zögling in die Seebachſchule
des königl. Schauſpielhauſes ein, um
ſich hier für die Bühne vorzubereiten.
Sein Beruf als Schauſpieler führte
ihn dann vom Berliner Kleinen Thea-
ter an die Stadttheater in Bonn und
Görlitz und zurück an das Berliner
Theater. Seit 1902 leitet er das von
ihm gegründete Kunſttheater und die

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[150/0154] Kur Kur tät Breslau, wo er Philoſophie und Philologie ſtudierte u. ſeit 1846 faſt ausſchließlich mit journaliſtiſchen Ar- beiten beſchäftigt war. Zuerſt Mit- arbeiter der „Schleſiſchen Zeitung‟, trat er ſpäter in die Redaktion der „Breslauer Zeitung‟ ein, bis er im Jahre 1873 Vorſtand der Aktienge- ſellſchaft „Schleſiſche Preſſe‟ wurde, der er bis zu ſeinem Tode (8. April 1881) angehörte. Er vertrat in die- ſer Zeitung die Kritik des Theaters und der Muſik, führte auch von 1877 bis 1879 die Redaktion des Feuille- tons. S: Angela (R.); II, 1852. ‒ Goethes Frauen, 1849. ‒ Ein Men- ſchenalter Theater-Erinnerungen (1845‒80), 1882. ‒ Einige noch unge- druckte Dramen; z. B. Charlotte Cor- day. ‒ Ein Verbrecher aus dem Volke. ‒ Ein Mann. Lſp. ‒ Simſon und die Philiſter. *Kurowski, Ludwig, geb. am 27. April 1866 in Napagedl (Mähren), wo ſein Vater damals als Eiſen- bahn-Jngenieur ſtationiert war, be- ſuchte die Volksſchule in Olmütz, ſeit 1877 das Gymnaſium in Wien und bezog 1885 die dortige Univerſität, an welcher er zunächſt philoſophiſche, ſprachwiſſenſchaftliche und hiſtoriſche Studien betrieb, um ſich dann den Naturwiſſenſchaften u. endlich ſpeziell der phyſikaliſchen Geographie unter der Leitung des Prof. Albrecht Peuck zuzuwenden. Nachdem er 1890 zum Dr. phil. promoviert worden war u. dann ſeiner Militärpflicht als Ein- jährig-Freiwilliger genügt hatte, wollte er ſich dem Gymnaſiallehrfach zuwenden, gab aber bei den nicht ge- rade erfreulichen Ausſichten der öſter- reichiſchen Mittelſchullehrer dieſen Plan auf und trat Ende 1892 als Beamter bei der k. k. privil. Kaiſer- Ferdinands-Nordbahn ein, bei wel- cher er zuletzt die Stellung eines Sekretärs einnahm. Später trat er zur niederöſterreichiſchen Landesver- waltung über und iſt jetzt Landes- rechnungsrat bei derſelben. Seinen Wohnſitz hatte er bis 1909 in Kloſter- neuburg, ſeitdem in Wien. S: Men- ſchenbilder (Nn. u. Sk.); II, 1901. Kurs, Alice, ſiehe Alice Heſſe! *Kurs, Auguſte, wurde am 26. November 1815 zu Berlin geboren. Eine ſorgfältige, von dem kenntnis- reichen, ſtrengen Vater, dem königl. preußiſchen Oberſten der Artillerie, Roſenberg, und der verſtändigen, liebevollen Mutter geleitete Erziehung entwickelte frühe die glücklichen Na- turanlagen des lebhaften Kindes und weckte zugleich den Keim der Poeſie. Zahlreiche Lieder entſtanden in ihrem Kindes- und Mädchenalter; doch erſt nach ihrer Verheiratung (1840) mit dem preußiſchen Miniſterialbeamten, nachmaligen Geh. Rat. Dr. Kurs, wagte ſie es, ein Bändchen ihrer Ge- dichte anonym herauszugeben. Der Erfolg ermutigte ſie zu weiterer Pro- duktion, und ſo füllte ſie ſeitdem manche Zeitſchrift, manches Sammel- werk ꝛc. mit ihren poetiſchen Schöp- fungen. Seit dem 31. Januar 1885 Witwe, ſtarb ſie in Berlin am 18. Juli 1892. S: Efeublätter (Ge.), 1845. 3. A. 1854. ‒ Am Fenſter (Nn.), 1854. 3. A. 1857. ‒ Gemüt u. Leben (Ge.), 1855. ‒ Aus dem Sommer (Reiſebilder), 1856. ‒ Nora (M.), 1856. ‒ Ein Ausflug nach Thüringen, 1860. ‒ Cora-Lynn (D. n. e. engl. Sg.), 1858. ‒ Germania (Anthol.), 1861. ‒ Ausgew. Gedichte, 1894. *Kurth, Ferdinand Max, geb. am 31. Mai 1879 in Berlin, erhielt hier ſeine Schulbildung und widmete ſich anfänglich dem Bankfach, trat aber bald als Zögling in die Seebachſchule des königl. Schauſpielhauſes ein, um ſich hier für die Bühne vorzubereiten. Sein Beruf als Schauſpieler führte ihn dann vom Berliner Kleinen Thea- ter an die Stadttheater in Bonn und Görlitz und zurück an das Berliner Theater. Seit 1902 leitet er das von ihm gegründete Kunſttheater und die *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 150. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/154>, abgerufen am 27.03.2019.