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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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schichten. - Die Glocke von Attendorn.
- Der Apostat. - Wie der Großvater
die Großmutter nahm [sep. 1907]. -
Simplizissimus [später u. d. T.: Ein
Herzensstreich]. - Der schwäbische
Merkur [später u. d. T.: Das gepaarte
Heiratsgesuch]. - Abenteuer in der
Heimat. - Das Wirtshaus gegenüber).
- Dichtungen, 1839. - Ariosts rasen-
der Roland. Neu übersetzt; 3 Bdchn.
1840-41. Neue Ausg. II, 1880-81.
- Schillers Heimatjahre (Vaterländ.
R.), 1843. 3. A. 1899. - Tristan und
Jsolde (G. v. Gottfried von Straß-
burg; übertragen u. beschlossen), 1844.
3. A. 1877. - Das Paradies und die
Peri v. Thomas Moore, übers. 1844. -
Chateaubriands ausgewählte Werke,
übers. VII, 1844. - Der Sonnenwirt
(Süddeutsche Volksgesch.), 1855. Neue
Ausg. 1904. - Der Weihnachtsfund
(Ein Seelenbild a. dem schwäbischen
Volksleben), 1856. - Unter dem Tan-
nenbaum (Eine Weihnachtsgabe),
1856. - Erzählungen; II, 1858-59;
III. Bd. u. d. T.: Erzählungen, Um-
risse und Erinnerungen, 1861. - Ge-
schichtliche und künstlerische Erläute-
rungen zu L. Weißers Bilder-Atlas
zur Weltgeschichte, 1864. - Zu Shake-
speares Leben und Schaffen. Altes
und Neues, 1868. - Zum Leben Gott-
frieds von Straßburg, 1870. - Deut-
scher Novellenschatz (mit Paul Heyse
hrsg.); XXIV, 1870-76. - Aus den
Tagen der Schmach (Geschichtsbilder
a. d. Melacszeit), 1871. - Novellen-
schatz des Auslandes (mit Paul Heyse
hrsg.); XIV, 1872-76. - Falstaff und
seine Gesellen v. Paul Konewka. Text
von Hermann Kurz, 1872. - Gesam-
melte Werke; hrsg. v. Paul Heyse; X,
1874-75. [Jnhalt: I. Biographie. -
Gedichte und Dichtungen. - II.-IV.
Schillers Heimatjahre (Vaterl. R.). -
V.-VII. Der Sonnenwirt (Schwäb.
Volksgesch.). - VIII. Jugenderinne-
rungen: Fünf Bücher Denk- und
Glaubwürdigkeiten. - Erzählungen
(Das Witwenstüblein. - Bergmär-
[Spaltenumbruch]
Kur
chen. - Das Wirtshaus gegenüber).
- IX. Hauschronik und Erzählungen
(Eine reichsstädtische Glockengießer-
familie. - Wie der Großvater die
Großmutter nahm. - Das weiße Hemd.
- Den Galgen! sagt der Eichele. -
Die Zaubernacht. - Das Arkanum. -
Die blasse Apollonia. - Wiederfinden.
- Ein Herzensstreich - Das gepaarte
Heiratsgesuch. - Satirische Dorfge-
schichte). - X. Erzählungen (Die bei-
den Tubus. - Der Weihnachtsfund)].
Sämtliche Werke; hrsg. v. Hermann
Fischer; XII, 1904. - Gesammelte klei-
nere Erzählungen; hrsg. v. Hermann
Fischer; IV in 1 Bd., 1904.

*Kurz, Jsolde,

Tochter des Vori-
gen, wurde am 21. Dezember 1853 zu
Stuttgart geboren, wo sie die ersten
zehn Jahre ihres Lebens verbrachte.
Als frühreifes Kind u. einzige Toch-
ter erhielt sie gemeinsam mit ihren
Brüdern unter der Leitung der Mut-
ter einen sorgfältigen Unterricht,
wobei besonders auf die klassischen
Sprachen Wert gelegt wurde, und
vom vierten Lebensjahre an, wo sie
an der Voßschen Übersetzung des
Homer lesen lernte, war ihre ganze
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tränkt, was ihrem inneren Leben
dauernde Richtung gab. Später be-
schäftigte sie sich mit dem Erlernen
der neueren Sprachen, zu welchem
Zweck sie auch vorübergehenden Auf-
enthalt in Frankreich nahm, und als
ihr Vater 1872 mit Paul Heyse den
"Novellenschatz des Auslandes" her-
ausgab, konnte ihr ein großer Teil
der Übersetzungen selbständig über-
tragen werden. Das Jahr 1876 ver-
lebte sie, mit literarischen Arbeiten
beschäftigt, zu München in dem dor-
tigen Künstler- u. Schriftstellerkreise
in angenehmer Weise. Jm Sommer
1877 vereinigte sie sich wieder mit
ihrer Familie und siedelte mit der-
selben im September dieses Jahres
nach Florenz in Jtalien über, wo ein
älterer Bruder Edgar K. (s. o.!) als

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Kur
ſchichten. ‒ Die Glocke von Attendorn.
‒ Der Apoſtat. ‒ Wie der Großvater
die Großmutter nahm [ſep. 1907]. ‒
Simpliziſſimus [ſpäter u. d. T.: Ein
Herzensſtreich]. ‒ Der ſchwäbiſche
Merkur [ſpäter u. d. T.: Das gepaarte
Heiratsgeſuch]. ‒ Abenteuer in der
Heimat. ‒ Das Wirtshaus gegenüber).
‒ Dichtungen, 1839. ‒ Arioſts raſen-
der Roland. Neu überſetzt; 3 Bdchn.
1840‒41. Neue Ausg. II, 1880‒81.
‒ Schillers Heimatjahre (Vaterländ.
R.), 1843. 3. A. 1899. ‒ Triſtan und
Jſolde (G. v. Gottfried von Straß-
burg; übertragen u. beſchloſſen), 1844.
3. A. 1877. ‒ Das Paradies und die
Peri v. Thomas Moore, überſ. 1844. ‒
Chateaubriands ausgewählte Werke,
überſ. VII, 1844. ‒ Der Sonnenwirt
(Süddeutſche Volksgeſch.), 1855. Neue
Ausg. 1904. ‒ Der Weihnachtsfund
(Ein Seelenbild a. dem ſchwäbiſchen
Volksleben), 1856. ‒ Unter dem Tan-
nenbaum (Eine Weihnachtsgabe),
1856. ‒ Erzählungen; II, 1858‒59;
III. Bd. u. d. T.: Erzählungen, Um-
riſſe und Erinnerungen, 1861. ‒ Ge-
ſchichtliche und künſtleriſche Erläute-
rungen zu L. Weißers Bilder-Atlas
zur Weltgeſchichte, 1864. ‒ Zu Shake-
ſpeares Leben und Schaffen. Altes
und Neues, 1868. ‒ Zum Leben Gott-
frieds von Straßburg, 1870. ‒ Deut-
ſcher Novellenſchatz (mit Paul Heyſe
hrsg.); XXIV, 1870‒76. ‒ Aus den
Tagen der Schmach (Geſchichtsbilder
a. d. Melacszeit), 1871. ‒ Novellen-
ſchatz des Auslandes (mit Paul Heyſe
hrsg.); XIV, 1872‒76. ‒ Falſtaff und
ſeine Geſellen v. Paul Konewka. Text
von Hermann Kurz, 1872. ‒ Geſam-
melte Werke; hrsg. v. Paul Heyſe; X,
1874‒75. [Jnhalt: I. Biographie. ‒
Gedichte und Dichtungen. ‒ II.‒IV.
Schillers Heimatjahre (Vaterl. R.). ‒
V.‒VII. Der Sonnenwirt (Schwäb.
Volksgeſch.). ‒ VIII. Jugenderinne-
rungen: Fünf Bücher Denk- und
Glaubwürdigkeiten. ‒ Erzählungen
(Das Witwenſtüblein. ‒ Bergmär-
[Spaltenumbruch]
Kur
chen. ‒ Das Wirtshaus gegenüber).
IX. Hauschronik und Erzählungen
(Eine reichsſtädtiſche Glockengießer-
familie. ‒ Wie der Großvater die
Großmutter nahm. ‒ Das weiße Hemd.
‒ Den Galgen! ſagt der Eichele. ‒
Die Zaubernacht. ‒ Das Arkanum. ‒
Die blaſſe Apollonia. ‒ Wiederfinden.
‒ Ein Herzensſtreich ‒ Das gepaarte
Heiratsgeſuch. ‒ Satiriſche Dorfge-
ſchichte). ‒ X. Erzählungen (Die bei-
den Tubus. ‒ Der Weihnachtsfund)].
Sämtliche Werke; hrsg. v. Hermann
Fiſcher; XII, 1904. ‒ Geſammelte klei-
nere Erzählungen; hrsg. v. Hermann
Fiſcher; IV in 1 Bd., 1904.

*Kurz, Jſolde,

Tochter des Vori-
gen, wurde am 21. Dezember 1853 zu
Stuttgart geboren, wo ſie die erſten
zehn Jahre ihres Lebens verbrachte.
Als frühreifes Kind u. einzige Toch-
ter erhielt ſie gemeinſam mit ihren
Brüdern unter der Leitung der Mut-
ter einen ſorgfältigen Unterricht,
wobei beſonders auf die klaſſiſchen
Sprachen Wert gelegt wurde, und
vom vierten Lebensjahre an, wo ſie
an der Voßſchen Überſetzung des
Homer leſen lernte, war ihre ganze
Jugend von klaſſiſchen Studien durch-
tränkt, was ihrem inneren Leben
dauernde Richtung gab. Später be-
ſchäftigte ſie ſich mit dem Erlernen
der neueren Sprachen, zu welchem
Zweck ſie auch vorübergehenden Auf-
enthalt in Frankreich nahm, und als
ihr Vater 1872 mit Paul Heyſe den
„Novellenſchatz des Auslandes‟ her-
ausgab, konnte ihr ein großer Teil
der Überſetzungen ſelbſtändig über-
tragen werden. Das Jahr 1876 ver-
lebte ſie, mit literariſchen Arbeiten
beſchäftigt, zu München in dem dor-
tigen Künſtler- u. Schriftſtellerkreiſe
in angenehmer Weiſe. Jm Sommer
1877 vereinigte ſie ſich wieder mit
ihrer Familie und ſiedelte mit der-
ſelben im September dieſes Jahres
nach Florenz in Jtalien über, wo ein
älterer Bruder Edgar K. (ſ. o.!) als

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[153/0157] Kur Kur ſchichten. ‒ Die Glocke von Attendorn. ‒ Der Apoſtat. ‒ Wie der Großvater die Großmutter nahm [ſep. 1907]. ‒ Simpliziſſimus [ſpäter u. d. T.: Ein Herzensſtreich]. ‒ Der ſchwäbiſche Merkur [ſpäter u. d. T.: Das gepaarte Heiratsgeſuch]. ‒ Abenteuer in der Heimat. ‒ Das Wirtshaus gegenüber). ‒ Dichtungen, 1839. ‒ Arioſts raſen- der Roland. Neu überſetzt; 3 Bdchn. 1840‒41. Neue Ausg. II, 1880‒81. ‒ Schillers Heimatjahre (Vaterländ. R.), 1843. 3. A. 1899. ‒ Triſtan und Jſolde (G. v. Gottfried von Straß- burg; übertragen u. beſchloſſen), 1844. 3. A. 1877. ‒ Das Paradies und die Peri v. Thomas Moore, überſ. 1844. ‒ Chateaubriands ausgewählte Werke, überſ. VII, 1844. ‒ Der Sonnenwirt (Süddeutſche Volksgeſch.), 1855. Neue Ausg. 1904. ‒ Der Weihnachtsfund (Ein Seelenbild a. dem ſchwäbiſchen Volksleben), 1856. ‒ Unter dem Tan- nenbaum (Eine Weihnachtsgabe), 1856. ‒ Erzählungen; II, 1858‒59; III. Bd. u. d. T.: Erzählungen, Um- riſſe und Erinnerungen, 1861. ‒ Ge- ſchichtliche und künſtleriſche Erläute- rungen zu L. Weißers Bilder-Atlas zur Weltgeſchichte, 1864. ‒ Zu Shake- ſpeares Leben und Schaffen. Altes und Neues, 1868. ‒ Zum Leben Gott- frieds von Straßburg, 1870. ‒ Deut- ſcher Novellenſchatz (mit Paul Heyſe hrsg.); XXIV, 1870‒76. ‒ Aus den Tagen der Schmach (Geſchichtsbilder a. d. Melacszeit), 1871. ‒ Novellen- ſchatz des Auslandes (mit Paul Heyſe hrsg.); XIV, 1872‒76. ‒ Falſtaff und ſeine Geſellen v. Paul Konewka. Text von Hermann Kurz, 1872. ‒ Geſam- melte Werke; hrsg. v. Paul Heyſe; X, 1874‒75. [Jnhalt: I. Biographie. ‒ Gedichte und Dichtungen. ‒ II.‒IV. Schillers Heimatjahre (Vaterl. R.). ‒ V.‒VII. Der Sonnenwirt (Schwäb. Volksgeſch.). ‒ VIII. Jugenderinne- rungen: Fünf Bücher Denk- und Glaubwürdigkeiten. ‒ Erzählungen (Das Witwenſtüblein. ‒ Bergmär- chen. ‒ Das Wirtshaus gegenüber). ‒ IX. Hauschronik und Erzählungen (Eine reichsſtädtiſche Glockengießer- familie. ‒ Wie der Großvater die Großmutter nahm. ‒ Das weiße Hemd. ‒ Den Galgen! ſagt der Eichele. ‒ Die Zaubernacht. ‒ Das Arkanum. ‒ Die blaſſe Apollonia. ‒ Wiederfinden. ‒ Ein Herzensſtreich ‒ Das gepaarte Heiratsgeſuch. ‒ Satiriſche Dorfge- ſchichte). ‒ X. Erzählungen (Die bei- den Tubus. ‒ Der Weihnachtsfund)]. Sämtliche Werke; hrsg. v. Hermann Fiſcher; XII, 1904. ‒ Geſammelte klei- nere Erzählungen; hrsg. v. Hermann Fiſcher; IV in 1 Bd., 1904. *Kurz, Jſolde, Tochter des Vori- gen, wurde am 21. Dezember 1853 zu Stuttgart geboren, wo ſie die erſten zehn Jahre ihres Lebens verbrachte. Als frühreifes Kind u. einzige Toch- ter erhielt ſie gemeinſam mit ihren Brüdern unter der Leitung der Mut- ter einen ſorgfältigen Unterricht, wobei beſonders auf die klaſſiſchen Sprachen Wert gelegt wurde, und vom vierten Lebensjahre an, wo ſie an der Voßſchen Überſetzung des Homer leſen lernte, war ihre ganze Jugend von klaſſiſchen Studien durch- tränkt, was ihrem inneren Leben dauernde Richtung gab. Später be- ſchäftigte ſie ſich mit dem Erlernen der neueren Sprachen, zu welchem Zweck ſie auch vorübergehenden Auf- enthalt in Frankreich nahm, und als ihr Vater 1872 mit Paul Heyſe den „Novellenſchatz des Auslandes‟ her- ausgab, konnte ihr ein großer Teil der Überſetzungen ſelbſtändig über- tragen werden. Das Jahr 1876 ver- lebte ſie, mit literariſchen Arbeiten beſchäftigt, zu München in dem dor- tigen Künſtler- u. Schriftſtellerkreiſe in angenehmer Weiſe. Jm Sommer 1877 vereinigte ſie ſich wieder mit ihrer Familie und ſiedelte mit der- ſelben im September dieſes Jahres nach Florenz in Jtalien über, wo ein älterer Bruder Edgar K. (ſ. o.!) als *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 153. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/157>, abgerufen am 22.03.2019.