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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kym
Koeur-As (R.), 1905. - Nordische Ge-
schichten, 1909. - Der Schmied vom
Eiland (Ge. Neue Folge), 1909.

*Kym, Hedwig,

geb. am 27. Mai
1860 in Zürich als die Tochter des
odentl. Professors der Philosophie
A. L. Kym, erhielt dort eine wissen-
schaftliche Ausbildung und betätigte
sich bald als Schriftstellerin. Nach dem
Tode ihres Vaters (1900) lebte sie erst
bei ihrer Freundin Meta v. Salis in
Marschlins und seit 1904 in Capri.

S:

Gedichte, 1887. - Lieder u. Sprü-
che (mit Meta v. Salis-Marschlins),
1892. - Die Jungfrau (Dram. D.),
1898. - Neue Gedichte, 1900. - Bal-
laden aus der Schweiz, 1910.

Kyrburg, Fritz von der,

Pseud. für
Oswald Bilse; s. d.!

*Kyser, Hans,

geb. am 22. Juli
1882 in Graudenz (Westpreußen) als
Sohn des Stadtrats und Drogisten
Fritz K., absolvierte im Oktober 1902
das dortige Gymnasium u. ging dann
an die Universität Berlin, an welcher
er bis 1907 in der philosophischen
Fakultät immatrikuliert war. Er
hatte sich inzwischen verheiratet und
lebt nun als Schriftsteller in Hessen-
winkel bei Wilhelmshagen-Berlin.

S:

Der Blumenhiob (R.), 1909. - Ein-
kehr (Lr. u. Ge.), 1909. - Medusa (Tr.),
1909. - Titus u. die Jüdin (Tr.), 1911.

L., Anna Freiin von,

Pseud. für
Anna Freiin von Lilien; s. d.!

L., Ernestine von,

Pseud. für Hen-
riette Treusch von Buttlar-
Brandenfels;
s. d.!

Laatsch, Hedwig Julila,

pseudon.
Hedwig Julia, geb. am 5. Jan.
1865 in Speyer, lebte (1904) als Gat-
tin des Dr. L. in Ludwigshafen.

S:


Stille Lieder, 1904. Ein Jahr aus
meiner Jugend (Pensionstagebuch-
blätter), 1905. - Was mir ein Vöglein
sang (Ge.), 1906.

*Laban, Ferdinand,

wurde am 1.
Febr. 1856 zu Preßburg in Ungarn
von deutschen Eltern geboren, ver-
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Lab
lebte daselbst seine Kindheit und kam
mit neun Jahren zu einem Geist-
lichen in einem ungarischen Dorfe, um
die magyarische Sprache zu erlernen.
Nach Jahresfrist besuchte er das
Staatsgymnasium seiner Vaterstadt,
studierte nach dessen Absolvierung in
Wien u. Straßburg Philosophie und
Philologie und promovierte in Preß-
burg zum Dr. phil. Da es ihm aber
bei seinem entschieden deutsch-natio-
nalen Standpunkt nicht möglich war,
in seinem Heimatlande Fuß zu fassen,
so siedelte er 1883 nach Berlin über,
wo er als Hilfsarbeiter erst beim kgl.
Hausarchiv, dann an der Universi-
tätsbibliothek und seit 1891 an den
kgl. Museen tätig war und 1895 zum
Bibliothekar bei den letzteren ernannt
wurde. 1905 wurde ihm der Titel
eines Professors verliehen, und seit
1901 redigierte er das "Jahrbuch der
kgl. preußischen Kunstsammlungen".
Er starb am 30. Dezember 1910.

S:

Heinrich Joseph Collin (Beitrag
zur Literaturgeschichte), 1879. - Auf
der Haimburg (D.), 1881. - Dialogi-
sche Belustigungen (Die Hinterlassen-
schaft e. Einsiedlers), 1883.

*Labes, R. J. Eugen,

geb. am
19. April 1834 zu Nohra in Thürin-
gen, erhielt seine wissenschaftliche Vor-
bildung auf den Gymnasien zu Roß-
leben u. Weimar, studierte in Leipzig
und Jena Theologie und Philologie,
wurde 1859 Prediger und Lehrer an
Prof. Stoys akademisch-pädagogi-
schem Seminar und anderen höheren
Schulen in Jena und 1868 Lehrer am
Realgymnasium in Rostock. Hier war
er auch an der Organisation der bei-
den ersten Seminare für Lehrerinnen
in Mecklenburg beteiligt und versah
als Lehrer die Pädagogik in denselben.
Seit 1901 Oberlehrer, trat er am 1.
April 1902 in den Ruhestand.

S:

Ju-
biläumsklänge (zur 300 jährigen Ju-
belfeier der Universität Jena) von P.
O. Eta (pseud.), 1858. - Tannengrün
u. Edelweiß (Ge.), 1862. 2. A. 1872. -

*


[Spaltenumbruch]

Kym
Koeur-As (R.), 1905. ‒ Nordiſche Ge-
ſchichten, 1909. ‒ Der Schmied vom
Eiland (Ge. Neue Folge), 1909.

*Kym, Hedwig,

geb. am 27. Mai
1860 in Zürich als die Tochter des
odentl. Profeſſors der Philoſophie
A. L. Kym, erhielt dort eine wiſſen-
ſchaftliche Ausbildung und betätigte
ſich bald als Schriftſtellerin. Nach dem
Tode ihres Vaters (1900) lebte ſie erſt
bei ihrer Freundin Meta v. Salis in
Marſchlins und ſeit 1904 in Capri.

S:

Gedichte, 1887. ‒ Lieder u. Sprü-
che (mit Meta v. Salis-Marſchlins),
1892. ‒ Die Jungfrau (Dram. D.),
1898. ‒ Neue Gedichte, 1900. ‒ Bal-
laden aus der Schweiz, 1910.

Kyrburg, Fritz von der,

Pſeud. für
Oswald Bilſe; ſ. d.!

*Kyſer, Hans,

geb. am 22. Juli
1882 in Graudenz (Weſtpreußen) als
Sohn des Stadtrats und Drogiſten
Fritz K., abſolvierte im Oktober 1902
das dortige Gymnaſium u. ging dann
an die Univerſität Berlin, an welcher
er bis 1907 in der philoſophiſchen
Fakultät immatrikuliert war. Er
hatte ſich inzwiſchen verheiratet und
lebt nun als Schriftſteller in Heſſen-
winkel bei Wilhelmshagen-Berlin.

S:

Der Blumenhiob (R.), 1909. ‒ Ein-
kehr (Lr. u. Ge.), 1909. ‒ Meduſa (Tr.),
1909. ‒ Titus u. die Jüdin (Tr.), 1911.

L., Anna Freiin von,

Pſeud. für
Anna Freiin von Lilien; ſ. d.!

L., Erneſtine von,

Pſeud. für Hen-
riette Treuſch von Buttlar-
Brandenfels;
ſ. d.!

Laatſch, Hedwig Julila,

pſeudon.
Hedwig Julia, geb. am 5. Jan.
1865 in Speyer, lebte (1904) als Gat-
tin des Dr. L. in Ludwigshafen.

S:


Stille Lieder, 1904. Ein Jahr aus
meiner Jugend (Penſionstagebuch-
blätter), 1905. ‒ Was mir ein Vöglein
ſang (Ge.), 1906.

*Laban, Ferdinand,

wurde am 1.
Febr. 1856 zu Preßburg in Ungarn
von deutſchen Eltern geboren, ver-
[Spaltenumbruch]

Lab
lebte daſelbſt ſeine Kindheit und kam
mit neun Jahren zu einem Geiſt-
lichen in einem ungariſchen Dorfe, um
die magyariſche Sprache zu erlernen.
Nach Jahresfriſt beſuchte er das
Staatsgymnaſium ſeiner Vaterſtadt,
ſtudierte nach deſſen Abſolvierung in
Wien u. Straßburg Philoſophie und
Philologie und promovierte in Preß-
burg zum Dr. phil. Da es ihm aber
bei ſeinem entſchieden deutſch-natio-
nalen Standpunkt nicht möglich war,
in ſeinem Heimatlande Fuß zu faſſen,
ſo ſiedelte er 1883 nach Berlin über,
wo er als Hilfsarbeiter erſt beim kgl.
Hausarchiv, dann an der Univerſi-
tätsbibliothek und ſeit 1891 an den
kgl. Muſeen tätig war und 1895 zum
Bibliothekar bei den letzteren ernannt
wurde. 1905 wurde ihm der Titel
eines Profeſſors verliehen, und ſeit
1901 redigierte er das „Jahrbuch der
kgl. preußiſchen Kunſtſammlungen‟.
Er ſtarb am 30. Dezember 1910.

S:

Heinrich Joſeph Collin (Beitrag
zur Literaturgeſchichte), 1879. ‒ Auf
der Haimburg (D.), 1881. ‒ Dialogi-
ſche Beluſtigungen (Die Hinterlaſſen-
ſchaft e. Einſiedlers), 1883.

*Labes, R. J. Eugen,

geb. am
19. April 1834 zu Nohra in Thürin-
gen, erhielt ſeine wiſſenſchaftliche Vor-
bildung auf den Gymnaſien zu Roß-
leben u. Weimar, ſtudierte in Leipzig
und Jena Theologie und Philologie,
wurde 1859 Prediger und Lehrer an
Prof. Stoys akademiſch-pädagogi-
ſchem Seminar und anderen höheren
Schulen in Jena und 1868 Lehrer am
Realgymnaſium in Roſtock. Hier war
er auch an der Organiſation der bei-
den erſten Seminare für Lehrerinnen
in Mecklenburg beteiligt und verſah
als Lehrer die Pädagogik in denſelben.
Seit 1901 Oberlehrer, trat er am 1.
April 1902 in den Ruheſtand.

S:

Ju-
biläumsklänge (zur 300 jährigen Ju-
belfeier der Univerſität Jena) von P.
O. Eta (pſeud.), 1858. ‒ Tannengrün
u. Edelweiß (Ge.), 1862. 2. A. 1872. ‒

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[158/0162] Kym Lab Koeur-As (R.), 1905. ‒ Nordiſche Ge- ſchichten, 1909. ‒ Der Schmied vom Eiland (Ge. Neue Folge), 1909. *Kym, Hedwig, geb. am 27. Mai 1860 in Zürich als die Tochter des odentl. Profeſſors der Philoſophie A. L. Kym, erhielt dort eine wiſſen- ſchaftliche Ausbildung und betätigte ſich bald als Schriftſtellerin. Nach dem Tode ihres Vaters (1900) lebte ſie erſt bei ihrer Freundin Meta v. Salis in Marſchlins und ſeit 1904 in Capri. S: Gedichte, 1887. ‒ Lieder u. Sprü- che (mit Meta v. Salis-Marſchlins), 1892. ‒ Die Jungfrau (Dram. D.), 1898. ‒ Neue Gedichte, 1900. ‒ Bal- laden aus der Schweiz, 1910. Kyrburg, Fritz von der, Pſeud. für Oswald Bilſe; ſ. d.! *Kyſer, Hans, geb. am 22. Juli 1882 in Graudenz (Weſtpreußen) als Sohn des Stadtrats und Drogiſten Fritz K., abſolvierte im Oktober 1902 das dortige Gymnaſium u. ging dann an die Univerſität Berlin, an welcher er bis 1907 in der philoſophiſchen Fakultät immatrikuliert war. Er hatte ſich inzwiſchen verheiratet und lebt nun als Schriftſteller in Heſſen- winkel bei Wilhelmshagen-Berlin. S: Der Blumenhiob (R.), 1909. ‒ Ein- kehr (Lr. u. Ge.), 1909. ‒ Meduſa (Tr.), 1909. ‒ Titus u. die Jüdin (Tr.), 1911. L., Anna Freiin von, Pſeud. für Anna Freiin von Lilien; ſ. d.! L., Erneſtine von, Pſeud. für Hen- riette Treuſch von Buttlar- Brandenfels; ſ. d.! Laatſch, Hedwig Julila, pſeudon. Hedwig Julia, geb. am 5. Jan. 1865 in Speyer, lebte (1904) als Gat- tin des Dr. L. in Ludwigshafen. S: Stille Lieder, 1904. Ein Jahr aus meiner Jugend (Penſionstagebuch- blätter), 1905. ‒ Was mir ein Vöglein ſang (Ge.), 1906. *Laban, Ferdinand, wurde am 1. Febr. 1856 zu Preßburg in Ungarn von deutſchen Eltern geboren, ver- lebte daſelbſt ſeine Kindheit und kam mit neun Jahren zu einem Geiſt- lichen in einem ungariſchen Dorfe, um die magyariſche Sprache zu erlernen. Nach Jahresfriſt beſuchte er das Staatsgymnaſium ſeiner Vaterſtadt, ſtudierte nach deſſen Abſolvierung in Wien u. Straßburg Philoſophie und Philologie und promovierte in Preß- burg zum Dr. phil. Da es ihm aber bei ſeinem entſchieden deutſch-natio- nalen Standpunkt nicht möglich war, in ſeinem Heimatlande Fuß zu faſſen, ſo ſiedelte er 1883 nach Berlin über, wo er als Hilfsarbeiter erſt beim kgl. Hausarchiv, dann an der Univerſi- tätsbibliothek und ſeit 1891 an den kgl. Muſeen tätig war und 1895 zum Bibliothekar bei den letzteren ernannt wurde. 1905 wurde ihm der Titel eines Profeſſors verliehen, und ſeit 1901 redigierte er das „Jahrbuch der kgl. preußiſchen Kunſtſammlungen‟. Er ſtarb am 30. Dezember 1910. S: Heinrich Joſeph Collin (Beitrag zur Literaturgeſchichte), 1879. ‒ Auf der Haimburg (D.), 1881. ‒ Dialogi- ſche Beluſtigungen (Die Hinterlaſſen- ſchaft e. Einſiedlers), 1883. *Labes, R. J. Eugen, geb. am 19. April 1834 zu Nohra in Thürin- gen, erhielt ſeine wiſſenſchaftliche Vor- bildung auf den Gymnaſien zu Roß- leben u. Weimar, ſtudierte in Leipzig und Jena Theologie und Philologie, wurde 1859 Prediger und Lehrer an Prof. Stoys akademiſch-pädagogi- ſchem Seminar und anderen höheren Schulen in Jena und 1868 Lehrer am Realgymnaſium in Roſtock. Hier war er auch an der Organiſation der bei- den erſten Seminare für Lehrerinnen in Mecklenburg beteiligt und verſah als Lehrer die Pädagogik in denſelben. Seit 1901 Oberlehrer, trat er am 1. April 1902 in den Ruheſtand. S: Ju- biläumsklänge (zur 300 jährigen Ju- belfeier der Univerſität Jena) von P. O. Eta (pſeud.), 1858. ‒ Tannengrün u. Edelweiß (Ge.), 1862. 2. A. 1872. ‒ *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 158. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/162>, abgerufen am 27.03.2019.