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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Lah
La Harpe-Hagen, Hilde,

Pseud.
für Hilde Spur; s. d.!

*Lahm, Karl,

geh. am 18. Septbr.
1877 in Wiesbaden als Sohn des
Chefredakteurs vom "Rheinischen Ku-
rier", J. Lahm, wandte sich nach voll-
endeter Schulbildung gleichfalls der
Journalistik und Schriftstellerei zu u.
nahm seinen Wohnsitz 1900 in Paris,
von wo aus er Berichte, Novellen u. a.
für große deutsche und österreichische
Zeitungen und Zeitschriften liefert.

S:

Paris tanzt! (Lose Bilder mit ro-
tem Faden), 1903. - Die List (Schsp.
a. d. Franz., mit Konrad Dreher), o.
J. - Villa zu vermieten! (Schw. a. d.
Franz., mit Konrad Dreher), o. J.

Lahmann, Johann Friedrich,

*
am 30. Juni 1858 in Bremen, besuchte
das dortige Gymnasium und studierte
dann in Heidelberg, Leipzig, Mün-
chen, Kiel u. Berlin die Rechte. Nach-
dem er mehrere Jahre in seiner Va-
terstadt als Referendar tätig gewesen,
verließ er die juristische Laufbahn u.
widmet sich nunmehr ganz schriftstel-
lerischer Tätigkeit.

S:

Auf den Tod
Kaiser Friedrichs (D.), 1888. - Ge-
sänge u. Balladen, 1890. - Genoveva
(Schausp.), 1893. - Ägyptische Ge-
dichte, 1904. - Skizzen und Studien,
1905. - Marino Falieri (Tr.), 1910.

*Lähn, August,

geb. am 16. Oktbr.
1867 in Prerow a. D., lebt (1894) in
Bremerhaven.

S:

Onkel Ehestifter
(Schw.), 1894. - Die gebildete Schwie-
gertochter (Schw.), 1896. - Zwischen
den Dünen (Schsp.), 1898.

Laicus, Johann,

Pseud. für Jo-
hann Wilhelm Wolf; s. d.!

Laicus, Philipp,

Pseud. für Phi-
lipp Wasserburg;
s. d.!

*Laistner, Ludwig,

geb. am 3. Nov.
1845 zu Eßlingen in Württemberg als
der Sohn des (1892 +) in ganz
Deutschland wohlbekannten Lehrers
und Führers der württembergischen
Lehrerschaft, Joh. Christ. L., kam mit
diesem 1854 nach Stuttgart, besuchte
hier das Gymnasium, studierte von
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Lam
1863-67 in Tübingen Theologie, stand
dann drittehalb Jahre im Kirchen-
dienst u. nahm 1870 Urlaub, um eine
Hauslehrerstelle in München anzu-
nehmen. Hier widmete er sich seit 1881
literarischer Tätigkeit, ging 1889 wie-
der nach Stuttgart zurück u. war hier
in der Cottaschen Buchhandlung als
literarischer Beirat tätig. Er starb
daselbst am 22. März 1896.

S:

Bar-
barossas Brautwerber (Ep. G.), 1875.
- Nebelsagen (Zur deutschen Mytho-
logie), 1879. - Golias (Studenten-
lieder d. Mittelalters, a. d. Latein.),
1879. - Novellen aus alter Zeit, 1882
(Jnhalt: Schneekind. - Der geraubte
Spielmann. - Heinrike. - Unehrliche
Leute). - Neuer deutscher Hausschatz;
hrsg. (mit Paul Heyse), 1884 ff. - Das
Rätsel der Sphinx (mythengeschicht-
lich); II, 1889. - Germanische Völker-
namen, 1892.

La Mara,

Pseud. für Marie
Lipsius;
s. d.!

*Lamare, Franz de,

pseud. F. vom
See,
entstammt einer alten franzö-
sischen Familie, die den Namen de
Provence et de Mare
führte und dem
Geschlechte der Bourbons aus dem
Hause Conde angehörte. Er wurde am
9. Juni 1843 zu Neuhof bei Walken-
ried am Harz geboren, wo sein Vater
herzol. braunschweigischer Revierför-
ster war, besuchte vom 11. Jahre an
das königliche Realgymnasium in
Nordhausen und stand bereits vor dem
Abiturientenexamen, als er wegen
eines Gedichtes 1861 die Schule ver-
lassen mußte. Wider Willen mußte er
nun Forstmann werden. Zwar bildete
er sich auf Grundlage seines Wissens
durch Privatstudien weiter, um später
auf einer Forstakademie sich für den
höheren Forstdienst auszubilden; al-
lein diese Absicht konnte infolge des
Todes des Vaters nicht verwirklicht
werden, und so blieb L. im Subaltern-
dienst. Auf einer Reise nach der Wart-
burg lernte er in Eisenach Fritz Reuter
kennen und wurde dadurch angeregt,

*

[Spaltenumbruch]
Lah
La Harpe-Hagen, Hilde,

Pſeud.
für Hilde Spur; ſ. d.!

*Lahm, Karl,

geh. am 18. Septbr.
1877 in Wiesbaden als Sohn des
Chefredakteurs vom „Rheiniſchen Ku-
rier‟, J. Lahm, wandte ſich nach voll-
endeter Schulbildung gleichfalls der
Journaliſtik und Schriftſtellerei zu u.
nahm ſeinen Wohnſitz 1900 in Paris,
von wo aus er Berichte, Novellen u. a.
für große deutſche und öſterreichiſche
Zeitungen und Zeitſchriften liefert.

S:

Paris tanzt! (Loſe Bilder mit ro-
tem Faden), 1903. ‒ Die Liſt (Schſp.
a. d. Franz., mit Konrad Dreher), o.
J. ‒ Villa zu vermieten! (Schw. a. d.
Franz., mit Konrad Dreher), o. J.

Lahmann, Johann Friedrich,

*
am 30. Juni 1858 in Bremen, beſuchte
das dortige Gymnaſium und ſtudierte
dann in Heidelberg, Leipzig, Mün-
chen, Kiel u. Berlin die Rechte. Nach-
dem er mehrere Jahre in ſeiner Va-
terſtadt als Referendar tätig geweſen,
verließ er die juriſtiſche Laufbahn u.
widmet ſich nunmehr ganz ſchriftſtel-
leriſcher Tätigkeit.

S:

Auf den Tod
Kaiſer Friedrichs (D.), 1888. ‒ Ge-
ſänge u. Balladen, 1890. ‒ Genoveva
(Schauſp.), 1893. ‒ Ägyptiſche Ge-
dichte, 1904. ‒ Skizzen und Studien,
1905. ‒ Marino Falieri (Tr.), 1910.

*Lähn, Auguſt,

geb. am 16. Oktbr.
1867 in Prerow a. D., lebt (1894) in
Bremerhaven.

S:

Onkel Eheſtifter
(Schw.), 1894. ‒ Die gebildete Schwie-
gertochter (Schw.), 1896. ‒ Zwiſchen
den Dünen (Schſp.), 1898.

Laicus, Johann,

Pſeud. für Jo-
hann Wilhelm Wolf; ſ. d.!

Laicus, Philipp,

Pſeud. für Phi-
lipp Waſſerburg;
ſ. d.!

*Laiſtner, Ludwig,

geb. am 3. Nov.
1845 zu Eßlingen in Württemberg als
der Sohn des (1892 †) in ganz
Deutſchland wohlbekannten Lehrers
und Führers der württembergiſchen
Lehrerſchaft, Joh. Chriſt. L., kam mit
dieſem 1854 nach Stuttgart, beſuchte
hier das Gymnaſium, ſtudierte von
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Lam
1863‒67 in Tübingen Theologie, ſtand
dann drittehalb Jahre im Kirchen-
dienſt u. nahm 1870 Urlaub, um eine
Hauslehrerſtelle in München anzu-
nehmen. Hier widmete er ſich ſeit 1881
literariſcher Tätigkeit, ging 1889 wie-
der nach Stuttgart zurück u. war hier
in der Cottaſchen Buchhandlung als
literariſcher Beirat tätig. Er ſtarb
daſelbſt am 22. März 1896.

S:

Bar-
baroſſas Brautwerber (Ep. G.), 1875.
‒ Nebelſagen (Zur deutſchen Mytho-
logie), 1879. ‒ Golias (Studenten-
lieder d. Mittelalters, a. d. Latein.),
1879. ‒ Novellen aus alter Zeit, 1882
(Jnhalt: Schneekind. ‒ Der geraubte
Spielmann. ‒ Heinrike. ‒ Unehrliche
Leute). ‒ Neuer deutſcher Hausſchatz;
hrsg. (mit Paul Heyſe), 1884 ff. ‒ Das
Rätſel der Sphinx (mythengeſchicht-
lich); II, 1889. ‒ Germaniſche Völker-
namen, 1892.

La Mara,

Pſeud. für Marie
Lipſius;
ſ. d.!

*Lamare, Franz de,

pſeud. F. vom
See,
entſtammt einer alten franzö-
ſiſchen Familie, die den Namen de
Provence et de Mare
führte und dem
Geſchlechte der Bourbons aus dem
Hauſe Condé angehörte. Er wurde am
9. Juni 1843 zu Neuhof bei Walken-
ried am Harz geboren, wo ſein Vater
herzol. braunſchweigiſcher Revierför-
ſter war, beſuchte vom 11. Jahre an
das königliche Realgymnaſium in
Nordhauſen und ſtand bereits vor dem
Abiturientenexamen, als er wegen
eines Gedichtes 1861 die Schule ver-
laſſen mußte. Wider Willen mußte er
nun Forſtmann werden. Zwar bildete
er ſich auf Grundlage ſeines Wiſſens
durch Privatſtudien weiter, um ſpäter
auf einer Forſtakademie ſich für den
höheren Forſtdienſt auszubilden; al-
lein dieſe Abſicht konnte infolge des
Todes des Vaters nicht verwirklicht
werden, und ſo blieb L. im Subaltern-
dienſt. Auf einer Reiſe nach der Wart-
burg lernte er in Eiſenach Fritz Reuter
kennen und wurde dadurch angeregt,

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[162/0166] Lah Lam La Harpe-Hagen, Hilde, Pſeud. für Hilde Spur; ſ. d.! *Lahm, Karl, geh. am 18. Septbr. 1877 in Wiesbaden als Sohn des Chefredakteurs vom „Rheiniſchen Ku- rier‟, J. Lahm, wandte ſich nach voll- endeter Schulbildung gleichfalls der Journaliſtik und Schriftſtellerei zu u. nahm ſeinen Wohnſitz 1900 in Paris, von wo aus er Berichte, Novellen u. a. für große deutſche und öſterreichiſche Zeitungen und Zeitſchriften liefert. S: Paris tanzt! (Loſe Bilder mit ro- tem Faden), 1903. ‒ Die Liſt (Schſp. a. d. Franz., mit Konrad Dreher), o. J. ‒ Villa zu vermieten! (Schw. a. d. Franz., mit Konrad Dreher), o. J. Lahmann, Johann Friedrich, * am 30. Juni 1858 in Bremen, beſuchte das dortige Gymnaſium und ſtudierte dann in Heidelberg, Leipzig, Mün- chen, Kiel u. Berlin die Rechte. Nach- dem er mehrere Jahre in ſeiner Va- terſtadt als Referendar tätig geweſen, verließ er die juriſtiſche Laufbahn u. widmet ſich nunmehr ganz ſchriftſtel- leriſcher Tätigkeit. S: Auf den Tod Kaiſer Friedrichs (D.), 1888. ‒ Ge- ſänge u. Balladen, 1890. ‒ Genoveva (Schauſp.), 1893. ‒ Ägyptiſche Ge- dichte, 1904. ‒ Skizzen und Studien, 1905. ‒ Marino Falieri (Tr.), 1910. *Lähn, Auguſt, geb. am 16. Oktbr. 1867 in Prerow a. D., lebt (1894) in Bremerhaven. S: Onkel Eheſtifter (Schw.), 1894. ‒ Die gebildete Schwie- gertochter (Schw.), 1896. ‒ Zwiſchen den Dünen (Schſp.), 1898. Laicus, Johann, Pſeud. für Jo- hann Wilhelm Wolf; ſ. d.! Laicus, Philipp, Pſeud. für Phi- lipp Waſſerburg; ſ. d.! *Laiſtner, Ludwig, geb. am 3. Nov. 1845 zu Eßlingen in Württemberg als der Sohn des (1892 †) in ganz Deutſchland wohlbekannten Lehrers und Führers der württembergiſchen Lehrerſchaft, Joh. Chriſt. L., kam mit dieſem 1854 nach Stuttgart, beſuchte hier das Gymnaſium, ſtudierte von 1863‒67 in Tübingen Theologie, ſtand dann drittehalb Jahre im Kirchen- dienſt u. nahm 1870 Urlaub, um eine Hauslehrerſtelle in München anzu- nehmen. Hier widmete er ſich ſeit 1881 literariſcher Tätigkeit, ging 1889 wie- der nach Stuttgart zurück u. war hier in der Cottaſchen Buchhandlung als literariſcher Beirat tätig. Er ſtarb daſelbſt am 22. März 1896. S: Bar- baroſſas Brautwerber (Ep. G.), 1875. ‒ Nebelſagen (Zur deutſchen Mytho- logie), 1879. ‒ Golias (Studenten- lieder d. Mittelalters, a. d. Latein.), 1879. ‒ Novellen aus alter Zeit, 1882 (Jnhalt: Schneekind. ‒ Der geraubte Spielmann. ‒ Heinrike. ‒ Unehrliche Leute). ‒ Neuer deutſcher Hausſchatz; hrsg. (mit Paul Heyſe), 1884 ff. ‒ Das Rätſel der Sphinx (mythengeſchicht- lich); II, 1889. ‒ Germaniſche Völker- namen, 1892. La Mara, Pſeud. für Marie Lipſius; ſ. d.! *Lamare, Franz de, pſeud. F. vom See, entſtammt einer alten franzö- ſiſchen Familie, die den Namen de Provence et de Mare führte und dem Geſchlechte der Bourbons aus dem Hauſe Condé angehörte. Er wurde am 9. Juni 1843 zu Neuhof bei Walken- ried am Harz geboren, wo ſein Vater herzol. braunſchweigiſcher Revierför- ſter war, beſuchte vom 11. Jahre an das königliche Realgymnaſium in Nordhauſen und ſtand bereits vor dem Abiturientenexamen, als er wegen eines Gedichtes 1861 die Schule ver- laſſen mußte. Wider Willen mußte er nun Forſtmann werden. Zwar bildete er ſich auf Grundlage ſeines Wiſſens durch Privatſtudien weiter, um ſpäter auf einer Forſtakademie ſich für den höheren Forſtdienſt auszubilden; al- lein dieſe Abſicht konnte infolge des Todes des Vaters nicht verwirklicht werden, und ſo blieb L. im Subaltern- dienſt. Auf einer Reiſe nach der Wart- burg lernte er in Eiſenach Fritz Reuter kennen und wurde dadurch angeregt, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 162. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/166>, abgerufen am 22.04.2018.