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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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auch in plattdeutscher Mundart zu
schreiben. Er lieferte zunächst für Zeit-
schriften zahlreiche Beiträge, die ihm
eine kleine Nebeneinnahme sicherten,
u. diese war ihm um so willkommener,
als seine Gattin durch lange Jahre
mit schwerer Krankheit zu kämpfen
hatte. L. lebt jetzt als Förster in Alt-
gandersheim am Harz und ist als
Schriftsteller fortgesetzt tätig.

S:

Wat
se sik in de Spinnstube vertellt: Fri-
jaten mit Äwwerraschungen (Plattd.
R.); II, 1892. - De Dörpkönig ('ne
Vertellige ut'r Jagdköthe), 1893. -
Dewische Minschen (Lustige plattd.
Vertelligen ut'r Wärklichkeit), 1901.
- Ut dei westfälsche Tid ('n Gedenk-
blatt an dei Jahre 1806-15), 1901.
4. A. 1904. - Ut duller Tid (E.), 1902.
- Der Fürst von Radau; II, 1903 (Jn-
halt: I. Up'n Kyffhüserberge. Him-
melsdichtung. - II. Unter der roten
Fahne. Höllendichtung). - Swanhilde
(E.), 1904. - Dat ole Testamente (E.),
1904. - Die Türken vor Kassel (Hist.
E. a. d. 7jähr. Kriege), 1905.

Lamatsch von Warnemünde,
Paul,

geb. am 13. März 1805 zu Jo-
sephstadt in Böhmen als der Sohn
eines Offiziers, der 1824 in den erb-
lichen Adelsstand erhoben ward, be-
endete 1826 in Olmütz die juridisch-
politischen Studien, wurde 1829 Un-
tersuchungskommissar des k. k. mäh-
risch-schlesischen Kriminalgerichts in
Troppau und 1831 Sekretär des Ma-
gistrats und des Kriminalgerichts in
Hradisch.

S:

Erzählungen, Sagen u.
Gedichte; II, 1840.

*Lamberg, Hugo Raimund
Reichsgraf,

wurde als der Sprosse
eines alten berühmten Geschlechts am
27. August 1833 auf Schloß Feistritz
bei Jlz in Steiermark geboren, absol-
vierte die Hochschulen zu Ungarisch-
Altenburg und Tharandt und betrat
dann zunächst die militärische Lauf-
bahn, auf der er in den Kriegen gegen
Frankreich und Jtalien (1859), gegen
Dänemark (1864) und endlich gegen
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Lam
Preußen (1866) dem Vaterlande sei-
nen Arm leihen konnte. Zwischen-
durch hatte er in den Friedenszeiten
ausgedehnte Reisen gemacht, von
denen seine 1857-58 unternommene
Orientreise die bedeutendste ist. Nach
dem Kriege von 1866 wandte sich L.
den öffentlichen Jnteressen als Ver-
waltungsbeamter zu. Er wurde zu-
nächst Landbürgermeister in Schatt-
leithen bei Graz, bald darauf auch Ab-
geordneter zum steiermärkischen Land-
tag und kam 1868 nach Salzburg, wo
er nach und nach zum Landeshaupt-
mann dieser Provinz aufrückte. Jm
Sommer 1880 trat er aus Gesund-
heitsrücksichten von allen Ämtern zu-
rück, um sich hinfort ganz seinen poe-
tischen und künstlerischen Neigungen
zu widmen. Er starb in Salzburg am
20. April 1884.

S:

Bergkräuteln
(Ge. in österreichisch-deutscher Ge-
birgsmundart), 1879. Zweite Folge,
1881. - Wo d' Welt am schönsten is
(Mundartlieder), 1882.

Lambrecht, Heinrich,

pseudon.
Ralph, geb. am 16. Novbr. 1812 zu
Oldenburg im Großherzogtum als
der Sohn eines Kaufmanns, trat am
24. April 1829 in das oldenburgische
Jnfanterieregiment ein und wurde
1848 Leutnant, als welcher er am
Feldzuge gegen Dänemark teilnahm.
Jm Jahre 1856 schied er als Ober-
leutnant aus dem Heere, übernahm
eine Verwalterstelle an der Jrren-
anstalt zu Blankenburg bei Olden-
burg, wurde später Jnspektor und
schließlich Direktor derselben. Als
solcher trat er 1884 in den Ruhestand
u. siedelte nun nach Oldenburg über,
wo er am 29. März 1898 starb.

S:

Ge-
dichte, 1840. - Die Geheimnisse von
Oldenburg, oder: Schilderungen ol-
denburgischer Zustände; 4 Hefte, 1844
bis 1845. - Sagen und Novellen aus
Oldenburgs Vorzeit; 6 Hefte, 1846
bis 1852.

*Lambrecht, Nanny,

geb. am 15.
April 1868 zu Kirchberg im Hunsrück

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Lam
auch in plattdeutſcher Mundart zu
ſchreiben. Er lieferte zunächſt für Zeit-
ſchriften zahlreiche Beiträge, die ihm
eine kleine Nebeneinnahme ſicherten,
u. dieſe war ihm um ſo willkommener,
als ſeine Gattin durch lange Jahre
mit ſchwerer Krankheit zu kämpfen
hatte. L. lebt jetzt als Förſter in Alt-
gandersheim am Harz und iſt als
Schriftſteller fortgeſetzt tätig.

S:

Wat
ſe ſik in de Spinnſtube vertellt: Fri-
jaten mit Äwwerraſchungen (Plattd.
R.); II, 1892. ‒ De Dörpkönig (’ne
Vertellige ut’r Jagdköthe), 1893. ‒
Dewiſche Minſchen (Luſtige plattd.
Vertelligen ut’r Wärklichkeit), 1901.
‒ Ut dei weſtfälſche Tid (’n Gedenk-
blatt an dei Jahre 1806‒15), 1901.
4. A. 1904. ‒ Ut duller Tid (E.), 1902.
‒ Der Fürſt von Radau; II, 1903 (Jn-
halt: I. Up’n Kyffhüſerberge. Him-
melsdichtung. ‒ II. Unter der roten
Fahne. Höllendichtung). ‒ Swanhilde
(E.), 1904. ‒ Dat ole Teſtamente (E.),
1904. ‒ Die Türken vor Kaſſel (Hiſt.
E. a. d. 7jähr. Kriege), 1905.

Lamatſch von Warnemünde,
Paul,

geb. am 13. März 1805 zu Jo-
ſephſtadt in Böhmen als der Sohn
eines Offiziers, der 1824 in den erb-
lichen Adelsſtand erhoben ward, be-
endete 1826 in Olmütz die juridiſch-
politiſchen Studien, wurde 1829 Un-
terſuchungskommiſſar des k. k. mäh-
riſch-ſchleſiſchen Kriminalgerichts in
Troppau und 1831 Sekretär des Ma-
giſtrats und des Kriminalgerichts in
Hradiſch.

S:

Erzählungen, Sagen u.
Gedichte; II, 1840.

*Lamberg, Hugo Raimund
Reichsgraf,

wurde als der Sproſſe
eines alten berühmten Geſchlechts am
27. Auguſt 1833 auf Schloß Feiſtritz
bei Jlz in Steiermark geboren, abſol-
vierte die Hochſchulen zu Ungariſch-
Altenburg und Tharandt und betrat
dann zunächſt die militäriſche Lauf-
bahn, auf der er in den Kriegen gegen
Frankreich und Jtalien (1859), gegen
Dänemark (1864) und endlich gegen
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Lam
Preußen (1866) dem Vaterlande ſei-
nen Arm leihen konnte. Zwiſchen-
durch hatte er in den Friedenszeiten
ausgedehnte Reiſen gemacht, von
denen ſeine 1857‒58 unternommene
Orientreiſe die bedeutendſte iſt. Nach
dem Kriege von 1866 wandte ſich L.
den öffentlichen Jntereſſen als Ver-
waltungsbeamter zu. Er wurde zu-
nächſt Landbürgermeiſter in Schatt-
leithen bei Graz, bald darauf auch Ab-
geordneter zum ſteiermärkiſchen Land-
tag und kam 1868 nach Salzburg, wo
er nach und nach zum Landeshaupt-
mann dieſer Provinz aufrückte. Jm
Sommer 1880 trat er aus Geſund-
heitsrückſichten von allen Ämtern zu-
rück, um ſich hinfort ganz ſeinen poe-
tiſchen und künſtleriſchen Neigungen
zu widmen. Er ſtarb in Salzburg am
20. April 1884.

S:

Bergkräuteln
(Ge. in öſterreichiſch-deutſcher Ge-
birgsmundart), 1879. Zweite Folge,
1881. ‒ Wo d’ Welt am ſchönſten is
(Mundartlieder), 1882.

Lambrecht, Heinrich,

pſeudon.
Ralph, geb. am 16. Novbr. 1812 zu
Oldenburg im Großherzogtum als
der Sohn eines Kaufmanns, trat am
24. April 1829 in das oldenburgiſche
Jnfanterieregiment ein und wurde
1848 Leutnant, als welcher er am
Feldzuge gegen Dänemark teilnahm.
Jm Jahre 1856 ſchied er als Ober-
leutnant aus dem Heere, übernahm
eine Verwalterſtelle an der Jrren-
anſtalt zu Blankenburg bei Olden-
burg, wurde ſpäter Jnſpektor und
ſchließlich Direktor derſelben. Als
ſolcher trat er 1884 in den Ruheſtand
u. ſiedelte nun nach Oldenburg über,
wo er am 29. März 1898 ſtarb.

S:

Ge-
dichte, 1840. ‒ Die Geheimniſſe von
Oldenburg, oder: Schilderungen ol-
denburgiſcher Zuſtände; 4 Hefte, 1844
bis 1845. ‒ Sagen und Novellen aus
Oldenburgs Vorzeit; 6 Hefte, 1846
bis 1852.

*Lambrecht, Nanny,

geb. am 15.
April 1868 zu Kirchberg im Hunsrück

* 11 *
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[163/0167] Lam Lam auch in plattdeutſcher Mundart zu ſchreiben. Er lieferte zunächſt für Zeit- ſchriften zahlreiche Beiträge, die ihm eine kleine Nebeneinnahme ſicherten, u. dieſe war ihm um ſo willkommener, als ſeine Gattin durch lange Jahre mit ſchwerer Krankheit zu kämpfen hatte. L. lebt jetzt als Förſter in Alt- gandersheim am Harz und iſt als Schriftſteller fortgeſetzt tätig. S: Wat ſe ſik in de Spinnſtube vertellt: Fri- jaten mit Äwwerraſchungen (Plattd. R.); II, 1892. ‒ De Dörpkönig (’ne Vertellige ut’r Jagdköthe), 1893. ‒ Dewiſche Minſchen (Luſtige plattd. Vertelligen ut’r Wärklichkeit), 1901. ‒ Ut dei weſtfälſche Tid (’n Gedenk- blatt an dei Jahre 1806‒15), 1901. 4. A. 1904. ‒ Ut duller Tid (E.), 1902. ‒ Der Fürſt von Radau; II, 1903 (Jn- halt: I. Up’n Kyffhüſerberge. Him- melsdichtung. ‒ II. Unter der roten Fahne. Höllendichtung). ‒ Swanhilde (E.), 1904. ‒ Dat ole Teſtamente (E.), 1904. ‒ Die Türken vor Kaſſel (Hiſt. E. a. d. 7jähr. Kriege), 1905. Lamatſch von Warnemünde, Paul, geb. am 13. März 1805 zu Jo- ſephſtadt in Böhmen als der Sohn eines Offiziers, der 1824 in den erb- lichen Adelsſtand erhoben ward, be- endete 1826 in Olmütz die juridiſch- politiſchen Studien, wurde 1829 Un- terſuchungskommiſſar des k. k. mäh- riſch-ſchleſiſchen Kriminalgerichts in Troppau und 1831 Sekretär des Ma- giſtrats und des Kriminalgerichts in Hradiſch. S: Erzählungen, Sagen u. Gedichte; II, 1840. *Lamberg, Hugo Raimund Reichsgraf, wurde als der Sproſſe eines alten berühmten Geſchlechts am 27. Auguſt 1833 auf Schloß Feiſtritz bei Jlz in Steiermark geboren, abſol- vierte die Hochſchulen zu Ungariſch- Altenburg und Tharandt und betrat dann zunächſt die militäriſche Lauf- bahn, auf der er in den Kriegen gegen Frankreich und Jtalien (1859), gegen Dänemark (1864) und endlich gegen Preußen (1866) dem Vaterlande ſei- nen Arm leihen konnte. Zwiſchen- durch hatte er in den Friedenszeiten ausgedehnte Reiſen gemacht, von denen ſeine 1857‒58 unternommene Orientreiſe die bedeutendſte iſt. Nach dem Kriege von 1866 wandte ſich L. den öffentlichen Jntereſſen als Ver- waltungsbeamter zu. Er wurde zu- nächſt Landbürgermeiſter in Schatt- leithen bei Graz, bald darauf auch Ab- geordneter zum ſteiermärkiſchen Land- tag und kam 1868 nach Salzburg, wo er nach und nach zum Landeshaupt- mann dieſer Provinz aufrückte. Jm Sommer 1880 trat er aus Geſund- heitsrückſichten von allen Ämtern zu- rück, um ſich hinfort ganz ſeinen poe- tiſchen und künſtleriſchen Neigungen zu widmen. Er ſtarb in Salzburg am 20. April 1884. S: Bergkräuteln (Ge. in öſterreichiſch-deutſcher Ge- birgsmundart), 1879. Zweite Folge, 1881. ‒ Wo d’ Welt am ſchönſten is (Mundartlieder), 1882. Lambrecht, Heinrich, pſeudon. Ralph, geb. am 16. Novbr. 1812 zu Oldenburg im Großherzogtum als der Sohn eines Kaufmanns, trat am 24. April 1829 in das oldenburgiſche Jnfanterieregiment ein und wurde 1848 Leutnant, als welcher er am Feldzuge gegen Dänemark teilnahm. Jm Jahre 1856 ſchied er als Ober- leutnant aus dem Heere, übernahm eine Verwalterſtelle an der Jrren- anſtalt zu Blankenburg bei Olden- burg, wurde ſpäter Jnſpektor und ſchließlich Direktor derſelben. Als ſolcher trat er 1884 in den Ruheſtand u. ſiedelte nun nach Oldenburg über, wo er am 29. März 1898 ſtarb. S: Ge- dichte, 1840. ‒ Die Geheimniſſe von Oldenburg, oder: Schilderungen ol- denburgiſcher Zuſtände; 4 Hefte, 1844 bis 1845. ‒ Sagen und Novellen aus Oldenburgs Vorzeit; 6 Hefte, 1846 bis 1852. *Lambrecht, Nanny, geb. am 15. April 1868 zu Kirchberg im Hunsrück * 11 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 163. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/167>, abgerufen am 19.03.2019.