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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Lam
Aus dem Leben eines bayerischen
Trompeters, 1872. - Des Türmers
Töchterlein von Rothenburg (E.),
1873. - Die Mühlenhexe (Volkserz.),
1875. - Jm Herbst gesammelt (Bunte
Fahrten); II, 1876. - Aus Alt-Ans-
bacher Zeit (E.), 1889.

*Lampert, Karl,

geb. am 4. Aug.
1811 in Gotha, trat 1837 in den her-
zoglichen Staatsdienst u. verwaltete
die Stelle eines herzoglichen Stadt-
steuerrendanten. Als dieselbe nach
gesetzlicher Änderung dem Ressort des
Gothaer Stadtrats überwiesen wurde
u. L. sich in der ihm nunmehr über-
tragenen Beschäftigung im herzog-
lichen Rent- und Steueramte nicht
wohl fühlte, ließ er sich zur Dispo-
sition stellen. Später vom Herzoge
Ernst II. zum Rat ernannt, lebte er
seinen wissenschaftlichen Neigungen
in Gotha, wo er am 17. März 1886 +.

S:

Lyrische Gedichte, 1862.

*Lampmann, Konrad,

geb. am
6. April 1868 in Dresden als ältester
Sohn des Hofphotographen Wilhelm
L., hatte von Jugend auf infolge
Jmpfung mit schlechter Lymphe mit
schmerzlichen und bösartigen Krank-
heiten zu kämpfen, so daß er nur mit
Unterbrechungen die Schule besuchen
konnte. Seine Eltern waren 1874 nach
Aufgabe ihres Geschäfts nach Kassel
übergesiedelt; hier war er bis 1881
Schüler der Realschule und dann ge-
zwungen, sich durch Privat- u. Selbst-
unterricht weiterzubilden. Den Um-
ständen entsprechend, empfing er denn
eine ungefähr kaufmännische Ausbil-
dung und konditionierte er auch zwei
Jahre in der Seiden- u. Modewaren-
branche. Da gesellte sich zu seinen
alten Leiden noch eine Rückgratsver-
krümmung, die ihm ein längeres
Stehen unmöglich machte und ihn
zwang, jeder geschäftlichen Tätigkeit
zu entsagen. Später wurde er zwar
Teilhaber der Firma "H. Siecke & Co.
Basaltwerke in Kassel", allein ver-
schiedene nervös stimmende Aufregun-
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Lan
gen legten es ihm nahe, wieder aus-
zuscheiden und sich ins Privatleben
zurückzuziehen. Seit 1883 lebt er,
glücklicherweise vor den Sorgen des
Lebens geschützt, seinen literarischen
Neigungen in Wahlershausen bei Kas-
sel.

S:

Reflexlichter. Ein Bilderbuch
für alte Kinder (Humorist. Dn.),
1903.

*Lancken, Bertha Sarah von
der,

psd. Berthold v. d. Lancken,
wurde am 9. Februar 1865 auf dem
väterlichen Gute Stavenhof in Meck-
lenburg geboren und verlebte dort
eine glückliche Kindheit. Nachdem der
Vater das Gut verkauft hatte, lebte
die Familie viel auf Reisen oder bei
Verwandten, bis sie sich 1884 dauernd
in Eberswalde niederließ. Den Plan,
sich der Bühne zu widmen, gab die
Tochter bald auf, da ihr die Theater-
verhältnisse in keiner Weise Mut zu-
sprachen, widmete sich vielmehr schrift-
stellerischer Tätigkeit, der sie auch
unentwegt treu geblieben ist. Sie
wohnt noch jetzt, nachdem sie 1889
ihren Vater u. 1892 die Mutter ver-
loren hatte, in ihrem trauten Heim
in Eberswalde.

S:

Christa (R.),
1886. - Erlöst (R.), 1890. 2. A. 1907.
- Magelone (R.), 1893. Neue Aufl.
u. d. T.: Durch Nacht zum Licht (R.),
1905. - Schloß Seligkeit (Hofgesch.)
und: Einer von beiden (E.), 1897. -
Der Günstling (R.); II, 1899. - Ein
neues Geschlecht (R.); II, 1900. - Ein-
same Seelen (R.), 1904. - Das ver-
lorene Paradies (R.), 1906. - Antje
(R.), 1906. - Um der Mutter willen
(R.), 1908. - Gräfin Sofies Heirat
(R.), 1910. - Diekleine Frau (R.), 1911.

*Land, Hans,

ursprünglich Hugo
Landsberger
geheißen, wurde am
25. Aug. 1861 in Berlin als der Sohn
eines jüdischen Geistlichen geboren,
besuchte das Joachimsthalsche Gym-
nasium daselbst u. wurde dann Kauf-
mann. Jndessen gab er diesen Beruf
bald auf und wandte sich dem Stu-
dium der Geschichte und Literatur zu,

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Lam
Aus dem Leben eines bayeriſchen
Trompeters, 1872. ‒ Des Türmers
Töchterlein von Rothenburg (E.),
1873. ‒ Die Mühlenhexe (Volkserz.),
1875. ‒ Jm Herbſt geſammelt (Bunte
Fahrten); II, 1876. ‒ Aus Alt-Ans-
bacher Zeit (E.), 1889.

*Lampert, Karl,

geb. am 4. Aug.
1811 in Gotha, trat 1837 in den her-
zoglichen Staatsdienſt u. verwaltete
die Stelle eines herzoglichen Stadt-
ſteuerrendanten. Als dieſelbe nach
geſetzlicher Änderung dem Reſſort des
Gothaer Stadtrats überwieſen wurde
u. L. ſich in der ihm nunmehr über-
tragenen Beſchäftigung im herzog-
lichen Rent- und Steueramte nicht
wohl fühlte, ließ er ſich zur Dispo-
ſition ſtellen. Später vom Herzoge
Ernſt II. zum Rat ernannt, lebte er
ſeinen wiſſenſchaftlichen Neigungen
in Gotha, wo er am 17. März 1886 †.

S:

Lyriſche Gedichte, 1862.

*Lampmann, Konrad,

geb. am
6. April 1868 in Dresden als älteſter
Sohn des Hofphotographen Wilhelm
L., hatte von Jugend auf infolge
Jmpfung mit ſchlechter Lymphe mit
ſchmerzlichen und bösartigen Krank-
heiten zu kämpfen, ſo daß er nur mit
Unterbrechungen die Schule beſuchen
konnte. Seine Eltern waren 1874 nach
Aufgabe ihres Geſchäfts nach Kaſſel
übergeſiedelt; hier war er bis 1881
Schüler der Realſchule und dann ge-
zwungen, ſich durch Privat- u. Selbſt-
unterricht weiterzubilden. Den Um-
ſtänden entſprechend, empfing er denn
eine ungefähr kaufmänniſche Ausbil-
dung und konditionierte er auch zwei
Jahre in der Seiden- u. Modewaren-
branche. Da geſellte ſich zu ſeinen
alten Leiden noch eine Rückgratsver-
krümmung, die ihm ein längeres
Stehen unmöglich machte und ihn
zwang, jeder geſchäftlichen Tätigkeit
zu entſagen. Später wurde er zwar
Teilhaber der Firma „H. Siecke & Co.
Baſaltwerke in Kaſſel‟, allein ver-
ſchiedene nervös ſtimmende Aufregun-
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Lan
gen legten es ihm nahe, wieder aus-
zuſcheiden und ſich ins Privatleben
zurückzuziehen. Seit 1883 lebt er,
glücklicherweiſe vor den Sorgen des
Lebens geſchützt, ſeinen literariſchen
Neigungen in Wahlershauſen bei Kaſ-
ſel.

S:

Reflexlichter. Ein Bilderbuch
für alte Kinder (Humoriſt. Dn.),
1903.

*Lancken, Bertha Sarah von
der,

pſd. Berthold v. d. Lancken,
wurde am 9. Februar 1865 auf dem
väterlichen Gute Stavenhof in Meck-
lenburg geboren und verlebte dort
eine glückliche Kindheit. Nachdem der
Vater das Gut verkauft hatte, lebte
die Familie viel auf Reiſen oder bei
Verwandten, bis ſie ſich 1884 dauernd
in Eberswalde niederließ. Den Plan,
ſich der Bühne zu widmen, gab die
Tochter bald auf, da ihr die Theater-
verhältniſſe in keiner Weiſe Mut zu-
ſprachen, widmete ſich vielmehr ſchrift-
ſtelleriſcher Tätigkeit, der ſie auch
unentwegt treu geblieben iſt. Sie
wohnt noch jetzt, nachdem ſie 1889
ihren Vater u. 1892 die Mutter ver-
loren hatte, in ihrem trauten Heim
in Eberswalde.

S:

Chriſta (R.),
1886. ‒ Erlöſt (R.), 1890. 2. A. 1907.
‒ Magelone (R.), 1893. Neue Aufl.
u. d. T.: Durch Nacht zum Licht (R.),
1905. ‒ Schloß Seligkeit (Hofgeſch.)
und: Einer von beiden (E.), 1897. ‒
Der Günſtling (R.); II, 1899. ‒ Ein
neues Geſchlecht (R.); II, 1900. ‒ Ein-
ſame Seelen (R.), 1904. ‒ Das ver-
lorene Paradies (R.), 1906. ‒ Antje
(R.), 1906. ‒ Um der Mutter willen
(R.), 1908. ‒ Gräfin Sofies Heirat
(R.), 1910. ‒ Diekleine Frau (R.), 1911.

*Land, Hans,

urſprünglich Hugo
Landsberger
geheißen, wurde am
25. Aug. 1861 in Berlin als der Sohn
eines jüdiſchen Geiſtlichen geboren,
beſuchte das Joachimsthalſche Gym-
naſium daſelbſt u. wurde dann Kauf-
mann. Jndeſſen gab er dieſen Beruf
bald auf und wandte ſich dem Stu-
dium der Geſchichte und Literatur zu,

*
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[166/0170] Lam Lan Aus dem Leben eines bayeriſchen Trompeters, 1872. ‒ Des Türmers Töchterlein von Rothenburg (E.), 1873. ‒ Die Mühlenhexe (Volkserz.), 1875. ‒ Jm Herbſt geſammelt (Bunte Fahrten); II, 1876. ‒ Aus Alt-Ans- bacher Zeit (E.), 1889. *Lampert, Karl, geb. am 4. Aug. 1811 in Gotha, trat 1837 in den her- zoglichen Staatsdienſt u. verwaltete die Stelle eines herzoglichen Stadt- ſteuerrendanten. Als dieſelbe nach geſetzlicher Änderung dem Reſſort des Gothaer Stadtrats überwieſen wurde u. L. ſich in der ihm nunmehr über- tragenen Beſchäftigung im herzog- lichen Rent- und Steueramte nicht wohl fühlte, ließ er ſich zur Dispo- ſition ſtellen. Später vom Herzoge Ernſt II. zum Rat ernannt, lebte er ſeinen wiſſenſchaftlichen Neigungen in Gotha, wo er am 17. März 1886 †. S: Lyriſche Gedichte, 1862. *Lampmann, Konrad, geb. am 6. April 1868 in Dresden als älteſter Sohn des Hofphotographen Wilhelm L., hatte von Jugend auf infolge Jmpfung mit ſchlechter Lymphe mit ſchmerzlichen und bösartigen Krank- heiten zu kämpfen, ſo daß er nur mit Unterbrechungen die Schule beſuchen konnte. Seine Eltern waren 1874 nach Aufgabe ihres Geſchäfts nach Kaſſel übergeſiedelt; hier war er bis 1881 Schüler der Realſchule und dann ge- zwungen, ſich durch Privat- u. Selbſt- unterricht weiterzubilden. Den Um- ſtänden entſprechend, empfing er denn eine ungefähr kaufmänniſche Ausbil- dung und konditionierte er auch zwei Jahre in der Seiden- u. Modewaren- branche. Da geſellte ſich zu ſeinen alten Leiden noch eine Rückgratsver- krümmung, die ihm ein längeres Stehen unmöglich machte und ihn zwang, jeder geſchäftlichen Tätigkeit zu entſagen. Später wurde er zwar Teilhaber der Firma „H. Siecke & Co. Baſaltwerke in Kaſſel‟, allein ver- ſchiedene nervös ſtimmende Aufregun- gen legten es ihm nahe, wieder aus- zuſcheiden und ſich ins Privatleben zurückzuziehen. Seit 1883 lebt er, glücklicherweiſe vor den Sorgen des Lebens geſchützt, ſeinen literariſchen Neigungen in Wahlershauſen bei Kaſ- ſel. S: Reflexlichter. Ein Bilderbuch für alte Kinder (Humoriſt. Dn.), 1903. *Lancken, Bertha Sarah von der, pſd. Berthold v. d. Lancken, wurde am 9. Februar 1865 auf dem väterlichen Gute Stavenhof in Meck- lenburg geboren und verlebte dort eine glückliche Kindheit. Nachdem der Vater das Gut verkauft hatte, lebte die Familie viel auf Reiſen oder bei Verwandten, bis ſie ſich 1884 dauernd in Eberswalde niederließ. Den Plan, ſich der Bühne zu widmen, gab die Tochter bald auf, da ihr die Theater- verhältniſſe in keiner Weiſe Mut zu- ſprachen, widmete ſich vielmehr ſchrift- ſtelleriſcher Tätigkeit, der ſie auch unentwegt treu geblieben iſt. Sie wohnt noch jetzt, nachdem ſie 1889 ihren Vater u. 1892 die Mutter ver- loren hatte, in ihrem trauten Heim in Eberswalde. S: Chriſta (R.), 1886. ‒ Erlöſt (R.), 1890. 2. A. 1907. ‒ Magelone (R.), 1893. Neue Aufl. u. d. T.: Durch Nacht zum Licht (R.), 1905. ‒ Schloß Seligkeit (Hofgeſch.) und: Einer von beiden (E.), 1897. ‒ Der Günſtling (R.); II, 1899. ‒ Ein neues Geſchlecht (R.); II, 1900. ‒ Ein- ſame Seelen (R.), 1904. ‒ Das ver- lorene Paradies (R.), 1906. ‒ Antje (R.), 1906. ‒ Um der Mutter willen (R.), 1908. ‒ Gräfin Sofies Heirat (R.), 1910. ‒ Diekleine Frau (R.), 1911. *Land, Hans, urſprünglich Hugo Landsberger geheißen, wurde am 25. Aug. 1861 in Berlin als der Sohn eines jüdiſchen Geiſtlichen geboren, beſuchte das Joachimsthalſche Gym- naſium daſelbſt u. wurde dann Kauf- mann. Jndeſſen gab er dieſen Beruf bald auf und wandte ſich dem Stu- dium der Geſchichte und Literatur zu, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 166. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/170>, abgerufen am 26.04.2018.