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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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er am 3. Dezember 1902.

S:

Wiens
poetische Schwingen u. Federn, 1846.
- Gräfenberger Aquarelle (En. und
Sk.), 1848. - Abdul (Ep. G.), 1852. -
Ein Zögling des Jahres 1848 (R.);
III, 1855. 3. A. u. d. T.: Gabriel Sol-
mar, oder: Ein kleines deutsches Für-
stentum, 1863. - Am Kamin (En.); II,
1857 (Jnhalt: I. Außerhalb der Welt.
- Am grünen Tisch. - Der Herbsttag.
- Philosophie eines Kusses. - Neckar-
welle. - II. Vereint und getrennt. -
Eine Miniaturausgabe. - Badeleben
im April. - Die Verblühte. - Jakob
und Rahel). - Erzählungen eines
Heimgekehrten, 1858 (Jnhalt: Aus
Paris. - Aus Venedig. - Von der
Ostsee. - Erzählungen im Waggon. -
Schwäbische Fahrten). - Jntimes Le-
ben (Novelletten), 1860. - Novelletten;
II, 1864. - Gedichte, 1870. - Philo-
sophisch-kritische Streifzüge, 1873. -
Die Alten u. die Jungen (Dr.), 1875.
- Geflügelte Stunden (Leben, Kritik,
Dichtung); III, 1875-76. - Novellen,
1875. - Neue Gedichte, 1877. - Tote
Schuld (R.); II, 1878. - Späte Ver-
geltung (R.); II, 1879. - Gedichte
(Gesamtausg.), 1880. 4. A. 1886. - Der
ehrliche Name (R.); II, 1880. - Wande-
rers Ruhebank (En.), 1881. - Außer-
halb der Gesellschaft (R.), 1881. - Der
Abend zu Hause, 1881. - Ein Schatten
aus vergangenen Tagen (R.), 1882. -
Ein Kind des Meeres (R.), 1882. -
Der fahrende Geselle (R.), 1884. -
Vor dem Attentat (R.), 1884. - Natur
und Geist im Verhältnis zu den Kul-
turepochen, 1884. - Die schöne Wie-
nerin (R.), 1886. - Der Naturgenuß
(Eine Philosophie der Jahreszeiten),
1886. - Das Leben kein Traum (R.),
1887. - Auf einsamem Schlosse (R.),
1887. - Die Geheimrätin (N.), 1891.
- Der grundlose Optimismus (Ein
Buch d. Betrachtung), 1894. - Nach-
sommer (Neue Ge.), 1896. - Eine
mährische Gräfin (E.), 1898. - Be-
kenntnisblätter (Verstreute u. hinter-
lassene Aufzeichngn. eines Dichter-
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Lan
philosophen, eingeleit. von Philipp
Stein), 1905.

Landfermann, Dietrich Wilhelm,


geb. am 28. August 1800 zu Soest in
Westfalen als der Sohn eines Pfar-
rers, besuchte das dortige Archigym-
nasium, studierte von 1820-24 erst in
Göttingen, dann in Heidelberg Lite-
ratur und Geschichte, wurde am letz-
teren Orte wegen seiner Teilnahme
an der Burschenschaft und dem Jüng-
lingsbunde verhaftet, verurteilt und
fünf Jahre lang (1824-29) auf der
Berliner Stadtvogtei, in Schloß Kö-
penick u. auf der Zitadelle von Mag-
deburg in Haft gehalten. Nach seiner
Freilassung widmete er sich dem Lehr-
fache; er wirkte 1830-32 am Gymna-
sium in Elberfeld, dann in Soest,
wurde 1835 Direktor des Gymnasi-
ums in Duisburg und 1841 als Mit-
glied des Provinzialschulkollegiums,
des Konsistoriums und der Regierung
nach Koblenz berufen. Jn dieser Stel-
lung wirkte er für Förderung des
rheinischen Schulwesens mit großem
Erfolge. Als Geh. Regierungsrat trat
er 1873 in den Ruhestand und siedelte
nach Weinheim an der Bergstraße
über, wo er am 14. August 1882 starb.

S:

Gedichte (Manuskript für Freun-
de), 1857.

Landmann, Marie,

geboren am
15. Februar 1850 in Berlin, siedelte
1863 mit ihren Eltern nach Neuto-
mischel in der Provinz Posen über u.
besuchte 1866-68 eine Pensionsanstalt
in Grünberg (Schlesien), worauf sie
1868 ihr Lehrerinnenexamen ablegte.
Sie unterrichtete zunächst durch eine
Reihe von Jahren ihre jüngeren
Schwestern, war später Vorsteherin
einer kleinen Privatschule in Neuto-
mischel u. ging, nachdem sie ihre Prü-
fung als Schulvorsteherin abgelegt,
1882 nach Breslau, wo sie seit dem
März 1884 teils als Pensionsvor-
steherin, teits als Schriftstellerin tätig
war. Sie war Mitbegründerin des
Breslauer Vereins "Frauenwohl"

*


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Lan
er am 3. Dezember 1902.

S:

Wiens
poetiſche Schwingen u. Federn, 1846.
‒ Gräfenberger Aquarelle (En. und
Sk.), 1848. ‒ Abdul (Ep. G.), 1852. ‒
Ein Zögling des Jahres 1848 (R.);
III, 1855. 3. A. u. d. T.: Gabriel Sol-
mar, oder: Ein kleines deutſches Für-
ſtentum, 1863. ‒ Am Kamin (En.); II,
1857 (Jnhalt: I. Außerhalb der Welt.
‒ Am grünen Tiſch. ‒ Der Herbſttag.
‒ Philoſophie eines Kuſſes. ‒ Neckar-
welle. ‒ II. Vereint und getrennt. ‒
Eine Miniaturausgabe. ‒ Badeleben
im April. ‒ Die Verblühte. ‒ Jakob
und Rahel). ‒ Erzählungen eines
Heimgekehrten, 1858 (Jnhalt: Aus
Paris. ‒ Aus Venedig. ‒ Von der
Oſtſee. ‒ Erzählungen im Waggon. ‒
Schwäbiſche Fahrten). ‒ Jntimes Le-
ben (Novelletten), 1860. ‒ Novelletten;
II, 1864. ‒ Gedichte, 1870. ‒ Philo-
ſophiſch-kritiſche Streifzüge, 1873. ‒
Die Alten u. die Jungen (Dr.), 1875.
‒ Geflügelte Stunden (Leben, Kritik,
Dichtung); III, 1875‒76. ‒ Novellen,
1875. ‒ Neue Gedichte, 1877. ‒ Tote
Schuld (R.); II, 1878. ‒ Späte Ver-
geltung (R.); II, 1879. ‒ Gedichte
(Geſamtausg.), 1880. 4. A. 1886. ‒ Der
ehrliche Name (R.); II, 1880. ‒ Wande-
rers Ruhebank (En.), 1881. ‒ Außer-
halb der Geſellſchaft (R.), 1881. ‒ Der
Abend zu Hauſe, 1881. ‒ Ein Schatten
aus vergangenen Tagen (R.), 1882. ‒
Ein Kind des Meeres (R.), 1882. ‒
Der fahrende Geſelle (R.), 1884. ‒
Vor dem Attentat (R.), 1884. ‒ Natur
und Geiſt im Verhältnis zu den Kul-
turepochen, 1884. ‒ Die ſchöne Wie-
nerin (R.), 1886. ‒ Der Naturgenuß
(Eine Philoſophie der Jahreszeiten),
1886. ‒ Das Leben kein Traum (R.),
1887. ‒ Auf einſamem Schloſſe (R.),
1887. ‒ Die Geheimrätin (N.), 1891.
‒ Der grundloſe Optimismus (Ein
Buch d. Betrachtung), 1894. ‒ Nach-
ſommer (Neue Ge.), 1896. ‒ Eine
mähriſche Gräfin (E.), 1898. ‒ Be-
kenntnisblätter (Verſtreute u. hinter-
laſſene Aufzeichngn. eines Dichter-
[Spaltenumbruch]

Lan
philoſophen, eingeleit. von Philipp
Stein), 1905.

Landfermann, Dietrich Wilhelm,


geb. am 28. Auguſt 1800 zu Soeſt in
Weſtfalen als der Sohn eines Pfar-
rers, beſuchte das dortige Archigym-
naſium, ſtudierte von 1820‒24 erſt in
Göttingen, dann in Heidelberg Lite-
ratur und Geſchichte, wurde am letz-
teren Orte wegen ſeiner Teilnahme
an der Burſchenſchaft und dem Jüng-
lingsbunde verhaftet, verurteilt und
fünf Jahre lang (1824‒29) auf der
Berliner Stadtvogtei, in Schloß Kö-
penick u. auf der Zitadelle von Mag-
deburg in Haft gehalten. Nach ſeiner
Freilaſſung widmete er ſich dem Lehr-
fache; er wirkte 1830‒32 am Gymna-
ſium in Elberfeld, dann in Soeſt,
wurde 1835 Direktor des Gymnaſi-
ums in Duisburg und 1841 als Mit-
glied des Provinzialſchulkollegiums,
des Konſiſtoriums und der Regierung
nach Koblenz berufen. Jn dieſer Stel-
lung wirkte er für Förderung des
rheiniſchen Schulweſens mit großem
Erfolge. Als Geh. Regierungsrat trat
er 1873 in den Ruheſtand und ſiedelte
nach Weinheim an der Bergſtraße
über, wo er am 14. Auguſt 1882 ſtarb.

S:

Gedichte (Manuſkript für Freun-
de), 1857.

Landmann, Marie,

geboren am
15. Februar 1850 in Berlin, ſiedelte
1863 mit ihren Eltern nach Neuto-
miſchel in der Provinz Poſen über u.
beſuchte 1866‒68 eine Penſionsanſtalt
in Grünberg (Schleſien), worauf ſie
1868 ihr Lehrerinnenexamen ablegte.
Sie unterrichtete zunächſt durch eine
Reihe von Jahren ihre jüngeren
Schweſtern, war ſpäter Vorſteherin
einer kleinen Privatſchule in Neuto-
miſchel u. ging, nachdem ſie ihre Prü-
fung als Schulvorſteherin abgelegt,
1882 nach Breslau, wo ſie ſeit dem
März 1884 teils als Penſionsvor-
ſteherin, teits als Schriftſtellerin tätig
war. Sie war Mitbegründerin des
Breslauer Vereins „Frauenwohl‟

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[169/0173] Lan Lan er am 3. Dezember 1902. S: Wiens poetiſche Schwingen u. Federn, 1846. ‒ Gräfenberger Aquarelle (En. und Sk.), 1848. ‒ Abdul (Ep. G.), 1852. ‒ Ein Zögling des Jahres 1848 (R.); III, 1855. 3. A. u. d. T.: Gabriel Sol- mar, oder: Ein kleines deutſches Für- ſtentum, 1863. ‒ Am Kamin (En.); II, 1857 (Jnhalt: I. Außerhalb der Welt. ‒ Am grünen Tiſch. ‒ Der Herbſttag. ‒ Philoſophie eines Kuſſes. ‒ Neckar- welle. ‒ II. Vereint und getrennt. ‒ Eine Miniaturausgabe. ‒ Badeleben im April. ‒ Die Verblühte. ‒ Jakob und Rahel). ‒ Erzählungen eines Heimgekehrten, 1858 (Jnhalt: Aus Paris. ‒ Aus Venedig. ‒ Von der Oſtſee. ‒ Erzählungen im Waggon. ‒ Schwäbiſche Fahrten). ‒ Jntimes Le- ben (Novelletten), 1860. ‒ Novelletten; II, 1864. ‒ Gedichte, 1870. ‒ Philo- ſophiſch-kritiſche Streifzüge, 1873. ‒ Die Alten u. die Jungen (Dr.), 1875. ‒ Geflügelte Stunden (Leben, Kritik, Dichtung); III, 1875‒76. ‒ Novellen, 1875. ‒ Neue Gedichte, 1877. ‒ Tote Schuld (R.); II, 1878. ‒ Späte Ver- geltung (R.); II, 1879. ‒ Gedichte (Geſamtausg.), 1880. 4. A. 1886. ‒ Der ehrliche Name (R.); II, 1880. ‒ Wande- rers Ruhebank (En.), 1881. ‒ Außer- halb der Geſellſchaft (R.), 1881. ‒ Der Abend zu Hauſe, 1881. ‒ Ein Schatten aus vergangenen Tagen (R.), 1882. ‒ Ein Kind des Meeres (R.), 1882. ‒ Der fahrende Geſelle (R.), 1884. ‒ Vor dem Attentat (R.), 1884. ‒ Natur und Geiſt im Verhältnis zu den Kul- turepochen, 1884. ‒ Die ſchöne Wie- nerin (R.), 1886. ‒ Der Naturgenuß (Eine Philoſophie der Jahreszeiten), 1886. ‒ Das Leben kein Traum (R.), 1887. ‒ Auf einſamem Schloſſe (R.), 1887. ‒ Die Geheimrätin (N.), 1891. ‒ Der grundloſe Optimismus (Ein Buch d. Betrachtung), 1894. ‒ Nach- ſommer (Neue Ge.), 1896. ‒ Eine mähriſche Gräfin (E.), 1898. ‒ Be- kenntnisblätter (Verſtreute u. hinter- laſſene Aufzeichngn. eines Dichter- philoſophen, eingeleit. von Philipp Stein), 1905. Landfermann, Dietrich Wilhelm, geb. am 28. Auguſt 1800 zu Soeſt in Weſtfalen als der Sohn eines Pfar- rers, beſuchte das dortige Archigym- naſium, ſtudierte von 1820‒24 erſt in Göttingen, dann in Heidelberg Lite- ratur und Geſchichte, wurde am letz- teren Orte wegen ſeiner Teilnahme an der Burſchenſchaft und dem Jüng- lingsbunde verhaftet, verurteilt und fünf Jahre lang (1824‒29) auf der Berliner Stadtvogtei, in Schloß Kö- penick u. auf der Zitadelle von Mag- deburg in Haft gehalten. Nach ſeiner Freilaſſung widmete er ſich dem Lehr- fache; er wirkte 1830‒32 am Gymna- ſium in Elberfeld, dann in Soeſt, wurde 1835 Direktor des Gymnaſi- ums in Duisburg und 1841 als Mit- glied des Provinzialſchulkollegiums, des Konſiſtoriums und der Regierung nach Koblenz berufen. Jn dieſer Stel- lung wirkte er für Förderung des rheiniſchen Schulweſens mit großem Erfolge. Als Geh. Regierungsrat trat er 1873 in den Ruheſtand und ſiedelte nach Weinheim an der Bergſtraße über, wo er am 14. Auguſt 1882 ſtarb. S: Gedichte (Manuſkript für Freun- de), 1857. Landmann, Marie, geboren am 15. Februar 1850 in Berlin, ſiedelte 1863 mit ihren Eltern nach Neuto- miſchel in der Provinz Poſen über u. beſuchte 1866‒68 eine Penſionsanſtalt in Grünberg (Schleſien), worauf ſie 1868 ihr Lehrerinnenexamen ablegte. Sie unterrichtete zunächſt durch eine Reihe von Jahren ihre jüngeren Schweſtern, war ſpäter Vorſteherin einer kleinen Privatſchule in Neuto- miſchel u. ging, nachdem ſie ihre Prü- fung als Schulvorſteherin abgelegt, 1882 nach Breslau, wo ſie ſeit dem März 1884 teils als Penſionsvor- ſteherin, teits als Schriftſtellerin tätig war. Sie war Mitbegründerin des Breslauer Vereins „Frauenwohl‟ *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 169. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/173>, abgerufen am 26.04.2018.