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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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3. A. 1902. - Parzival von Wolfram
von Eschenbach; übertr., 1903. - Die
Epik der deutschen Sagenkreise (Der
arme Heinrich von Hartmann v. Aue
und König Rother; übertrgn.), 1904.

*Lehmann, Ernst,

geb. am 29. Mai
1848 zu Berlin, besuchte das Gym-
nasium zum grauen Kloster daselbst,
später das Viktoria-Jnstitut in Fal-
kenberg bei Freienwalde a. O., hörte
dann einige Vorlesungen an den
Universitäten Berlin und Leipzig und
trat 1871 als Mitarbeiter in die Re-
daktion der "Spenerschen Zeitung"
ein. 1873 weilte er als Berichterstat-
ter über die Weltausstellung in Wien,
den folgenden Winter in Rom, um
Kunststudien zu machen, und kehrte
dann nach Berlin zurück, wo er seit-
dem als Schriftsteller tätig war. Jm
Jahre 1892 verlegte er seinen Wohn-
sitz nach Starnberg bei München.

S:


Eine verhängnisvolle Nacht (Lsp.),
1874. - Berliner Schattenrisse (Sk.),
1882. - Der Wohltätigkeitskuß (Lsp.),
1882.

*Lehmann, Johannes Ferdi-
nand,

geb. am 3. Juli 1864 in Rutters-
dorf, Sachsen-Altenburg, als der
Sohn des dortigen Pfarrers, der 1869
als Direktor des Vereins für innere
Mission nach Leipzig berufen ward,
erhielt seinen ersten Unterricht im
Teichmannschen Jnstitut in Leipzig,
seit 1879 auf der Fürstenschule St.
Afra in Meißen und bezog 1885 die
Universität Leipzig, an der er Theo-
logie und Philosophie studierte. Als
Student beteiligte er sich an den
Lutherfestspielen in Leipzig (1887) u.
Dresden (1888) durch Darstellung
der Titelrolle. Nach erstem theologi-
schen Examen wurde er 1889 Hilfs-
geistlicher beim Verein für innere
Mission und Lehrer an der Dumas-
schen Töchterschule, 1890 Dr. phil. u.
mit Beginn des Jahres 1892 Diako-
natsvikar zu Deuben bei Dresden.
Später wurde er Diakonus u. Neu-
jahr 1895 Pfarrer daselbst, und seit
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1899 ist er Pfarrer an St. Nicolai in
Freiberg i. S.

S:

Die heilige Nacht
(Weihnachtsfestsp.), 1891. 4. A. 1901.
- Dornröschen (Weihnachtsmärchen),
1893. - Paulus (Kirchl. Festsp.), 1894.
- Aschenbrödel (Weihnachtsmärchen),
1894. 3. A. 1908. - Zum 300 jähr.
Geburtstage Gustav Adolfs (Ein
Deklamatorium mit Ges.), 1894. -
Der Kasseetisch (Humor. Szene), 1904.
- Eine unmögliche Person (desgl.),
1904. - Die Berliner Tante (desgl.),
1904. - Wohltätigkeit (Dram. Szene),
1907. - Schneewittchen (Dram. Weih-
nachtsmärchen), 1895. - Hans im
Glück (Märchensp.), 1896. - Traum-
peter (Märchensp.), 1897. - Doktor
Allwissend (Märchensp.), 1898. - Frei-
berger Dombau-Festspiel, 1903. - Der
Trompeter (Märchensp.), 1895. -
Deutsch und frei! (Vaterl. Schsp.),
1910.

*Lehmann, Jonas Jon,

pseudon.
Hans Wellberg, ein Sohn des
bekannten Rabbiners Meir Markus
L. (s. u.!), wurde am 19. Sept. 1865
zu Mainz geboren, besuchte das dor-
tige humanistische Gymnasium, stu-
dierte dann in Darmstadt, München
und Zürich Elektrotechnik u. Physik,
wandte sich aber in Heidelberg unter
dem Einfluß Kuno Fischers gänzlich
der Philosophie zu, worin er auch
1889 promoviert wurde. Er genügte
dann seiner Militärpflicht u. erhielt
1892 das Offizierspatent. Seitdem
lebte er als Privatgelehrter u. Schrift-
steller in Mainz, bis er 1895 seinen
Wohnsitz nach Berlin verlegte. Hier
erwarb er 1896 die "Breslauer Zei-
tung", die er zu neuer Blüte brachte
und noch heute von Berlin aus leitet.
Auch ist er Präsident des Aufsichtsrats
der Vertriebsstelle deutscher Bühnen-
schriftsteller.

S:

Verlorene Blätter
(Ge.), 1891. - Ein Wunderkind (N.),
1891. - Der Günstling des Zaren (R.),
1892. - Heißhunger (Dr.), 1893. - Die
Flucht vor d. Schwiegermutter (Lsp.),
1894. - Die offizielle Frau (Schsp.),

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Leh
3. A. 1902. ‒ Parzival von Wolfram
von Eſchenbach; übertr., 1903. ‒ Die
Epik der deutſchen Sagenkreiſe (Der
arme Heinrich von Hartmann v. Aue
und König Rother; übertrgn.), 1904.

*Lehmann, Ernſt,

geb. am 29. Mai
1848 zu Berlin, beſuchte das Gym-
naſium zum grauen Kloſter daſelbſt,
ſpäter das Viktoria-Jnſtitut in Fal-
kenberg bei Freienwalde a. O., hörte
dann einige Vorleſungen an den
Univerſitäten Berlin und Leipzig und
trat 1871 als Mitarbeiter in die Re-
daktion der „Spenerſchen Zeitung‟
ein. 1873 weilte er als Berichterſtat-
ter über die Weltausſtellung in Wien,
den folgenden Winter in Rom, um
Kunſtſtudien zu machen, und kehrte
dann nach Berlin zurück, wo er ſeit-
dem als Schriftſteller tätig war. Jm
Jahre 1892 verlegte er ſeinen Wohn-
ſitz nach Starnberg bei München.

S:


Eine verhängnisvolle Nacht (Lſp.),
1874. ‒ Berliner Schattenriſſe (Sk.),
1882. ‒ Der Wohltätigkeitskuß (Lſp.),
1882.

*Lehmann, Johannes Ferdi-
nand,

geb. am 3. Juli 1864 in Rutters-
dorf, Sachſen-Altenburg, als der
Sohn des dortigen Pfarrers, der 1869
als Direktor des Vereins für innere
Miſſion nach Leipzig berufen ward,
erhielt ſeinen erſten Unterricht im
Teichmannſchen Jnſtitut in Leipzig,
ſeit 1879 auf der Fürſtenſchule St.
Afra in Meißen und bezog 1885 die
Univerſität Leipzig, an der er Theo-
logie und Philoſophie ſtudierte. Als
Student beteiligte er ſich an den
Lutherfeſtſpielen in Leipzig (1887) u.
Dresden (1888) durch Darſtellung
der Titelrolle. Nach erſtem theologi-
ſchen Examen wurde er 1889 Hilfs-
geiſtlicher beim Verein für innere
Miſſion und Lehrer an der Dumas-
ſchen Töchterſchule, 1890 Dr. phil. u.
mit Beginn des Jahres 1892 Diako-
natsvikar zu Deuben bei Dresden.
Später wurde er Diakonus u. Neu-
jahr 1895 Pfarrer daſelbſt, und ſeit
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Leh
1899 iſt er Pfarrer an St. Nicolai in
Freiberg i. S.

S:

Die heilige Nacht
(Weihnachtsfeſtſp.), 1891. 4. A. 1901.
‒ Dornröschen (Weihnachtsmärchen),
1893. ‒ Paulus (Kirchl. Feſtſp.), 1894.
‒ Aſchenbrödel (Weihnachtsmärchen),
1894. 3. A. 1908. ‒ Zum 300 jähr.
Geburtstage Guſtav Adolfs (Ein
Deklamatorium mit Geſ.), 1894. ‒
Der Kaſſeetiſch (Humor. Szene), 1904.
‒ Eine unmögliche Perſon (desgl.),
1904. ‒ Die Berliner Tante (desgl.),
1904. ‒ Wohltätigkeit (Dram. Szene),
1907. ‒ Schneewittchen (Dram. Weih-
nachtsmärchen), 1895. ‒ Hans im
Glück (Märchenſp.), 1896. ‒ Traum-
peter (Märchenſp.), 1897. ‒ Doktor
Allwiſſend (Märchenſp.), 1898. ‒ Frei-
berger Dombau-Feſtſpiel, 1903. ‒ Der
Trompeter (Märchenſp.), 1895. ‒
Deutſch und frei! (Vaterl. Schſp.),
1910.

*Lehmann, Jonas Jon,

pſeudon.
Hans Wellberg, ein Sohn des
bekannten Rabbiners Meir Markus
L. (ſ. u.!), wurde am 19. Sept. 1865
zu Mainz geboren, beſuchte das dor-
tige humaniſtiſche Gymnaſium, ſtu-
dierte dann in Darmſtadt, München
und Zürich Elektrotechnik u. Phyſik,
wandte ſich aber in Heidelberg unter
dem Einfluß Kuno Fiſchers gänzlich
der Philoſophie zu, worin er auch
1889 promoviert wurde. Er genügte
dann ſeiner Militärpflicht u. erhielt
1892 das Offizierspatent. Seitdem
lebte er als Privatgelehrter u. Schrift-
ſteller in Mainz, bis er 1895 ſeinen
Wohnſitz nach Berlin verlegte. Hier
erwarb er 1896 die „Breslauer Zei-
tung‟, die er zu neuer Blüte brachte
und noch heute von Berlin aus leitet.
Auch iſt er Präſident des Aufſichtsrats
der Vertriebsſtelle deutſcher Bühnen-
ſchriftſteller.

S:

Verlorene Blätter
(Ge.), 1891. ‒ Ein Wunderkind (N.),
1891. ‒ Der Günſtling des Zaren (R.),
1892. ‒ Heißhunger (Dr.), 1893. ‒ Die
Flucht vor d. Schwiegermutter (Lſp.),
1894. ‒ Die offizielle Frau (Schſp.),

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[212/0216] Leh Leh 3. A. 1902. ‒ Parzival von Wolfram von Eſchenbach; übertr., 1903. ‒ Die Epik der deutſchen Sagenkreiſe (Der arme Heinrich von Hartmann v. Aue und König Rother; übertrgn.), 1904. *Lehmann, Ernſt, geb. am 29. Mai 1848 zu Berlin, beſuchte das Gym- naſium zum grauen Kloſter daſelbſt, ſpäter das Viktoria-Jnſtitut in Fal- kenberg bei Freienwalde a. O., hörte dann einige Vorleſungen an den Univerſitäten Berlin und Leipzig und trat 1871 als Mitarbeiter in die Re- daktion der „Spenerſchen Zeitung‟ ein. 1873 weilte er als Berichterſtat- ter über die Weltausſtellung in Wien, den folgenden Winter in Rom, um Kunſtſtudien zu machen, und kehrte dann nach Berlin zurück, wo er ſeit- dem als Schriftſteller tätig war. Jm Jahre 1892 verlegte er ſeinen Wohn- ſitz nach Starnberg bei München. S: Eine verhängnisvolle Nacht (Lſp.), 1874. ‒ Berliner Schattenriſſe (Sk.), 1882. ‒ Der Wohltätigkeitskuß (Lſp.), 1882. *Lehmann, Johannes Ferdi- nand, geb. am 3. Juli 1864 in Rutters- dorf, Sachſen-Altenburg, als der Sohn des dortigen Pfarrers, der 1869 als Direktor des Vereins für innere Miſſion nach Leipzig berufen ward, erhielt ſeinen erſten Unterricht im Teichmannſchen Jnſtitut in Leipzig, ſeit 1879 auf der Fürſtenſchule St. Afra in Meißen und bezog 1885 die Univerſität Leipzig, an der er Theo- logie und Philoſophie ſtudierte. Als Student beteiligte er ſich an den Lutherfeſtſpielen in Leipzig (1887) u. Dresden (1888) durch Darſtellung der Titelrolle. Nach erſtem theologi- ſchen Examen wurde er 1889 Hilfs- geiſtlicher beim Verein für innere Miſſion und Lehrer an der Dumas- ſchen Töchterſchule, 1890 Dr. phil. u. mit Beginn des Jahres 1892 Diako- natsvikar zu Deuben bei Dresden. Später wurde er Diakonus u. Neu- jahr 1895 Pfarrer daſelbſt, und ſeit 1899 iſt er Pfarrer an St. Nicolai in Freiberg i. S. S: Die heilige Nacht (Weihnachtsfeſtſp.), 1891. 4. A. 1901. ‒ Dornröschen (Weihnachtsmärchen), 1893. ‒ Paulus (Kirchl. Feſtſp.), 1894. ‒ Aſchenbrödel (Weihnachtsmärchen), 1894. 3. A. 1908. ‒ Zum 300 jähr. Geburtstage Guſtav Adolfs (Ein Deklamatorium mit Geſ.), 1894. ‒ Der Kaſſeetiſch (Humor. Szene), 1904. ‒ Eine unmögliche Perſon (desgl.), 1904. ‒ Die Berliner Tante (desgl.), 1904. ‒ Wohltätigkeit (Dram. Szene), 1907. ‒ Schneewittchen (Dram. Weih- nachtsmärchen), 1895. ‒ Hans im Glück (Märchenſp.), 1896. ‒ Traum- peter (Märchenſp.), 1897. ‒ Doktor Allwiſſend (Märchenſp.), 1898. ‒ Frei- berger Dombau-Feſtſpiel, 1903. ‒ Der Trompeter (Märchenſp.), 1895. ‒ Deutſch und frei! (Vaterl. Schſp.), 1910. *Lehmann, Jonas Jon, pſeudon. Hans Wellberg, ein Sohn des bekannten Rabbiners Meir Markus L. (ſ. u.!), wurde am 19. Sept. 1865 zu Mainz geboren, beſuchte das dor- tige humaniſtiſche Gymnaſium, ſtu- dierte dann in Darmſtadt, München und Zürich Elektrotechnik u. Phyſik, wandte ſich aber in Heidelberg unter dem Einfluß Kuno Fiſchers gänzlich der Philoſophie zu, worin er auch 1889 promoviert wurde. Er genügte dann ſeiner Militärpflicht u. erhielt 1892 das Offizierspatent. Seitdem lebte er als Privatgelehrter u. Schrift- ſteller in Mainz, bis er 1895 ſeinen Wohnſitz nach Berlin verlegte. Hier erwarb er 1896 die „Breslauer Zei- tung‟, die er zu neuer Blüte brachte und noch heute von Berlin aus leitet. Auch iſt er Präſident des Aufſichtsrats der Vertriebsſtelle deutſcher Bühnen- ſchriftſteller. S: Verlorene Blätter (Ge.), 1891. ‒ Ein Wunderkind (N.), 1891. ‒ Der Günſtling des Zaren (R.), 1892. ‒ Heißhunger (Dr.), 1893. ‒ Die Flucht vor d. Schwiegermutter (Lſp.), 1894. ‒ Die offizielle Frau (Schſp.), *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 212. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/216>, abgerufen am 23.03.2019.