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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kli
in die Alpengebiete u. an den Meeres-
strand erhielt seine Phantasie vielfache
Anregung zu poetischer Gestaltung des
Erlebten, doch blieben solche Äuße-
rungen immer nur auf einen kleinen
Kreis beschränkt. Erst eine 1902 nach
Norwegen und Spitzbergen unter-
nommene äußerst eindrucksvolle Reise
brachte ihn auf den Gedanken, das
übervolle Herz auch vor der Allge-
meinheit auszuschütten, u. dem ersten
wohlgelungenen Wurf folgten dann
bald weitere, die nicht weniger freund-
lich begrüßt wurden.

S:

Eine Reise
nach Norwegen u. Spitzbergen (Hum.
Schilderung a. d. Kleinstädterperspek-
tive), 1902. - Mei Rudelschtadt (Ge-
samm. Ge. in heimischer Mdt.); III,
1903-10.

*Klinghoff, Axel,

* am 16. Sept.
1882 in dem Dorfe Schenefeld in Hol-
stein, verlebte seine ersten Kinderjahre
in Wyk auf der Jnsel Föhr, besuchte
dann die Volksschule und durch zwei
Jahre das Gymnasium in Hadersleben
und widmete sich dann dem Buch-
handel. Er lebt als Buchhändler in
Jtzehoe.

S:

Fortuna und andere Er-
zählungen (mit Ella Rauch), 1903. -
Der Bandit (Operette, Musik von
Oschrit), 1903. - Neue Gedichte von
neuen Dichtern (Anthol., hrsg.), 1905.
- Gedichte, 1906.

*Klings, Karl,

* am 11. Jan. 1867
zu Geseß, Kreis Neiße, besuchte die
Volksschule seines Ortes, 1883-86 das
Lehrerseminar zu Ziegenhals, wurde
dann Hauslehrer bei dem deutschen
Konsul August Schneegans (s. d.!) in
Messina, nach seiner Rückkehr 1888
Lehrer in Osseg, Kreis Grottkau in
Schlesien, und 1890 erster Lehrer in
Würben. Jnfolge eines Prozesses,
den ein katholischer Pfarrer auf Grund
der Gedichte "Liebeswonne" gegen
K. anstrengte, der aber mit Frei-
sprechung endete, wurde dieser Ostern
1894 nach Nesselwitz, Kreis Kosel, ver-
setzt. Seit Ostern 1900 wirkt er in
Schöneberg bei Berlin.

S:

Liebes-
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Kli
wonne (Ge.), 1892. - Bunte Reihe
(Ge.), 1897. - Aus'em Rutkatelgebirge
(Schlesische Ge.), 1902. - 2. A. 1905. -
Wieland der Schmied (Dr.), 1903. -
Dideldumdei (Schlesische Ge.), 1907. -
Jm Zwielicht (En. und Sk. a. Ober-
schlesien), 1908.

Klinkhardt, Julius,

pseud. Karl
Th. Kind,
geb. am 24. Juli 1810 zu
Leipzig, widmete sich nach Besuch der
Thomasschule seit 1824 dem Buch-
handel und gründete am 1. Mai 1834
in Leipzig ein Verlagsgeschäft, das
sich im Laufe der Jahre durch Erwer-
bung anderer Verlagsrechte, durch Er-
richtung einer Buchdruckerei, Schrift-
gießerei, galvanoplastischen und litho-
graphischen Kunstanstalt, einer Buch-
binderei und zweier Filialen in Wien
u. Berlin zu einem der bedeutendsten
Geschäfte Deutschlands entwickelte,
dem er bis zu seinem am 26. April
1881 erfolgten Tod vorstand.

S:

Ge-
dichte, 1867. - Gedichte. Ausg. letzter
Hand, 1877.

*Klippel, Ernst,

geb. am 19. April
1872 in Liebau (Schlesien), besuchte
die Volks-, Oberreal- u. Baugewerk-
schule, machte sich durch Privatunter-
richt mit den klassischen Sprachen ver-
traut und studierte endlich an der
Technischen Hochschule in München
Architektur u. Altertumswissenschaft.
Bereits 1895 führten ihn Kunst- und
archäologische Studien nach Griechen-
land, Kleinasien und Jtalien. Jm
Januar 1896 folgte er einem Rufe
zum Bau der evangel. Erlöserkirche
nach Jerusalem, wo ihm außer zeit-
weiser Bauleitung auch die Bearbei-
tung der Entwürfe zur Anlage einer
deutschen Kolonie und eines Hospizes
oblag. Jm Juli 1897 für den ägyp-
tischen Staatsdienst gewonnen und
der Abteilung für die Denkmalspflege
überwiesen, hat er seither die umfang-
reichen Restaurierungen der römischen
Befestigungen in Alt-Kairo, der Mo-
scheen des Emir-al-Mardani, des
Sultan Hassan u. a., der altkoptischen

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Kli
in die Alpengebiete u. an den Meeres-
ſtrand erhielt ſeine Phantaſie vielfache
Anregung zu poetiſcher Geſtaltung des
Erlebten, doch blieben ſolche Äuße-
rungen immer nur auf einen kleinen
Kreis beſchränkt. Erſt eine 1902 nach
Norwegen und Spitzbergen unter-
nommene äußerſt eindrucksvolle Reiſe
brachte ihn auf den Gedanken, das
übervolle Herz auch vor der Allge-
meinheit auszuſchütten, u. dem erſten
wohlgelungenen Wurf folgten dann
bald weitere, die nicht weniger freund-
lich begrüßt wurden.

S:

Eine Reiſe
nach Norwegen u. Spitzbergen (Hum.
Schilderung a. d. Kleinſtädterperſpek-
tive), 1902. ‒ Mei Rudelſchtadt (Ge-
ſamm. Ge. in heimiſcher Mdt.); III,
1903‒10.

*Klinghoff, Axel,

* am 16. Sept.
1882 in dem Dorfe Schenefeld in Hol-
ſtein, verlebte ſeine erſten Kinderjahre
in Wyk auf der Jnſel Föhr, beſuchte
dann die Volksſchule und durch zwei
Jahre das Gymnaſium in Hadersleben
und widmete ſich dann dem Buch-
handel. Er lebt als Buchhändler in
Jtzehoe.

S:

Fortuna und andere Er-
zählungen (mit Ella Rauch), 1903. ‒
Der Bandit (Operette, Muſik von
Oſchrit), 1903. ‒ Neue Gedichte von
neuen Dichtern (Anthol., hrsg.), 1905.
‒ Gedichte, 1906.

*Klings, Karl,

* am 11. Jan. 1867
zu Geſeß, Kreis Neiße, beſuchte die
Volksſchule ſeines Ortes, 1883‒86 das
Lehrerſeminar zu Ziegenhals, wurde
dann Hauslehrer bei dem deutſchen
Konſul Auguſt Schneegans (ſ. d.!) in
Meſſina, nach ſeiner Rückkehr 1888
Lehrer in Oſſeg, Kreis Grottkau in
Schleſien, und 1890 erſter Lehrer in
Würben. Jnfolge eines Prozeſſes,
den ein katholiſcher Pfarrer auf Grund
der Gedichte „Liebeswonne‟ gegen
K. anſtrengte, der aber mit Frei-
ſprechung endete, wurde dieſer Oſtern
1894 nach Neſſelwitz, Kreis Koſel, ver-
ſetzt. Seit Oſtern 1900 wirkt er in
Schöneberg bei Berlin.

S:

Liebes-
[Spaltenumbruch]

Kli
wonne (Ge.), 1892. ‒ Bunte Reihe
(Ge.), 1897. ‒ Aus’em Rutkatelgebirge
(Schleſiſche Ge.), 1902. ‒ 2. A. 1905. ‒
Wieland der Schmied (Dr.), 1903. ‒
Dideldumdei (Schleſiſche Ge.), 1907. ‒
Jm Zwielicht (En. und Sk. a. Ober-
ſchleſien), 1908.

Klinkhardt, Julius,

pſeud. Karl
Th. Kind,
geb. am 24. Juli 1810 zu
Leipzig, widmete ſich nach Beſuch der
Thomasſchule ſeit 1824 dem Buch-
handel und gründete am 1. Mai 1834
in Leipzig ein Verlagsgeſchäft, das
ſich im Laufe der Jahre durch Erwer-
bung anderer Verlagsrechte, durch Er-
richtung einer Buchdruckerei, Schrift-
gießerei, galvanoplaſtiſchen und litho-
graphiſchen Kunſtanſtalt, einer Buch-
binderei und zweier Filialen in Wien
u. Berlin zu einem der bedeutendſten
Geſchäfte Deutſchlands entwickelte,
dem er bis zu ſeinem am 26. April
1881 erfolgten Tod vorſtand.

S:

Ge-
dichte, 1867. ‒ Gedichte. Ausg. letzter
Hand, 1877.

*Klippel, Ernſt,

geb. am 19. April
1872 in Liebau (Schleſien), beſuchte
die Volks-, Oberreal- u. Baugewerk-
ſchule, machte ſich durch Privatunter-
richt mit den klaſſiſchen Sprachen ver-
traut und ſtudierte endlich an der
Techniſchen Hochſchule in München
Architektur u. Altertumswiſſenſchaft.
Bereits 1895 führten ihn Kunſt- und
archäologiſche Studien nach Griechen-
land, Kleinaſien und Jtalien. Jm
Januar 1896 folgte er einem Rufe
zum Bau der evangel. Erlöſerkirche
nach Jeruſalem, wo ihm außer zeit-
weiſer Bauleitung auch die Bearbei-
tung der Entwürfe zur Anlage einer
deutſchen Kolonie und eines Hoſpizes
oblag. Jm Juli 1897 für den ägyp-
tiſchen Staatsdienſt gewonnen und
der Abteilung für die Denkmalspflege
überwieſen, hat er ſeither die umfang-
reichen Reſtaurierungen der römiſchen
Befeſtigungen in Alt-Kairo, der Mo-
ſcheen des Emir-al-Mardani, des
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[18/0022] Kli Kli in die Alpengebiete u. an den Meeres- ſtrand erhielt ſeine Phantaſie vielfache Anregung zu poetiſcher Geſtaltung des Erlebten, doch blieben ſolche Äuße- rungen immer nur auf einen kleinen Kreis beſchränkt. Erſt eine 1902 nach Norwegen und Spitzbergen unter- nommene äußerſt eindrucksvolle Reiſe brachte ihn auf den Gedanken, das übervolle Herz auch vor der Allge- meinheit auszuſchütten, u. dem erſten wohlgelungenen Wurf folgten dann bald weitere, die nicht weniger freund- lich begrüßt wurden. S: Eine Reiſe nach Norwegen u. Spitzbergen (Hum. Schilderung a. d. Kleinſtädterperſpek- tive), 1902. ‒ Mei Rudelſchtadt (Ge- ſamm. Ge. in heimiſcher Mdt.); III, 1903‒10. *Klinghoff, Axel, * am 16. Sept. 1882 in dem Dorfe Schenefeld in Hol- ſtein, verlebte ſeine erſten Kinderjahre in Wyk auf der Jnſel Föhr, beſuchte dann die Volksſchule und durch zwei Jahre das Gymnaſium in Hadersleben und widmete ſich dann dem Buch- handel. Er lebt als Buchhändler in Jtzehoe. S: Fortuna und andere Er- zählungen (mit Ella Rauch), 1903. ‒ Der Bandit (Operette, Muſik von Oſchrit), 1903. ‒ Neue Gedichte von neuen Dichtern (Anthol., hrsg.), 1905. ‒ Gedichte, 1906. *Klings, Karl, * am 11. Jan. 1867 zu Geſeß, Kreis Neiße, beſuchte die Volksſchule ſeines Ortes, 1883‒86 das Lehrerſeminar zu Ziegenhals, wurde dann Hauslehrer bei dem deutſchen Konſul Auguſt Schneegans (ſ. d.!) in Meſſina, nach ſeiner Rückkehr 1888 Lehrer in Oſſeg, Kreis Grottkau in Schleſien, und 1890 erſter Lehrer in Würben. Jnfolge eines Prozeſſes, den ein katholiſcher Pfarrer auf Grund der Gedichte „Liebeswonne‟ gegen K. anſtrengte, der aber mit Frei- ſprechung endete, wurde dieſer Oſtern 1894 nach Neſſelwitz, Kreis Koſel, ver- ſetzt. Seit Oſtern 1900 wirkt er in Schöneberg bei Berlin. S: Liebes- wonne (Ge.), 1892. ‒ Bunte Reihe (Ge.), 1897. ‒ Aus’em Rutkatelgebirge (Schleſiſche Ge.), 1902. ‒ 2. A. 1905. ‒ Wieland der Schmied (Dr.), 1903. ‒ Dideldumdei (Schleſiſche Ge.), 1907. ‒ Jm Zwielicht (En. und Sk. a. Ober- ſchleſien), 1908. Klinkhardt, Julius, pſeud. Karl Th. Kind, geb. am 24. Juli 1810 zu Leipzig, widmete ſich nach Beſuch der Thomasſchule ſeit 1824 dem Buch- handel und gründete am 1. Mai 1834 in Leipzig ein Verlagsgeſchäft, das ſich im Laufe der Jahre durch Erwer- bung anderer Verlagsrechte, durch Er- richtung einer Buchdruckerei, Schrift- gießerei, galvanoplaſtiſchen und litho- graphiſchen Kunſtanſtalt, einer Buch- binderei und zweier Filialen in Wien u. Berlin zu einem der bedeutendſten Geſchäfte Deutſchlands entwickelte, dem er bis zu ſeinem am 26. April 1881 erfolgten Tod vorſtand. S: Ge- dichte, 1867. ‒ Gedichte. Ausg. letzter Hand, 1877. *Klippel, Ernſt, geb. am 19. April 1872 in Liebau (Schleſien), beſuchte die Volks-, Oberreal- u. Baugewerk- ſchule, machte ſich durch Privatunter- richt mit den klaſſiſchen Sprachen ver- traut und ſtudierte endlich an der Techniſchen Hochſchule in München Architektur u. Altertumswiſſenſchaft. Bereits 1895 führten ihn Kunſt- und archäologiſche Studien nach Griechen- land, Kleinaſien und Jtalien. Jm Januar 1896 folgte er einem Rufe zum Bau der evangel. Erlöſerkirche nach Jeruſalem, wo ihm außer zeit- weiſer Bauleitung auch die Bearbei- tung der Entwürfe zur Anlage einer deutſchen Kolonie und eines Hoſpizes oblag. Jm Juli 1897 für den ägyp- tiſchen Staatsdienſt gewonnen und der Abteilung für die Denkmalspflege überwieſen, hat er ſeither die umfang- reichen Reſtaurierungen der römiſchen Befeſtigungen in Alt-Kairo, der Mo- ſcheen des Emir-al-Mardani, des Sultan Haſſan u. a., der altkoptiſchen *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 18. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/22>, abgerufen am 14.11.2018.