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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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jetzt als Kritiker für verschiedene
Blätter tätig ist.

S:

Abschied (Schsp.),
1900. - Sumpf (Sitten-Kom.), 1905.
- Pflicht (Schsp.), 1906.

*Leineweber, Marie,

bekannt
unter ihrem Mädchennamen Mary
Koch,
wurde am 13. Novbr. 1859 zu
Lüderode in der Provinz Sachsen ge-
boren, verlebte ihre Jugendzeit zu
Heiligenstadt u. empfing auch in dem
dortigen Lehrerinnenseminar ihre
Ausbildung für ihren Beruf. Seit
dem 1. Oktbr. 1878 war sie als Leh-
rerin in Krefeld tätig u. siedelte nach
ihrer Verheiratung 1888 nach Berlin
über.

S:

Loreley (Ep.-lyr. D.), 1885.

Leiningen, Helene Gräfin zu,

geb.
am 6. August 1865 in Breslau, lebt
(1902) in Wiesbaden.

S:

Jm Vor-
zimmer des Kaisers (Hist. Dr.), 1905.

*Leiningen-Westerburg, Jose-
phine Gräfin zu,

wurde am 8. April
1835 zu Bamberg als die Tochter des
berühmten Geographen, Geschichts-
forschers, Militärs und Dichters Karl
Spruner von Merz geboren und
vermählte sich am 8. Febr. 1855 mit
dem bayerischen Offizier Thomas
Grafen zu L., der am 7. Juli 1887 als
Oberstleutnant a. D. starb. Sie lebt
seit Jahren in Kassel u. ist die Mutter
des als tüchtigen Heraldiker bekannten
Rittmeisters a. D. Karl Emich Grafen
zu L. Erst nach dem Tode ihres Gatten
ging sie an die Sammlung u. Heraus-
gabe ihrer Gedichte, von denen bisher
erschienen

S:

Dichtungen; IV, 1897
bis 1905. - Erlebtes und Fabuliertes;
II, 1899. - Was mir die Sonne er-
zählte, 1905.

Leinweber, E.,

Pseud. für Wil-
helm Emil Leonhardt; s. d.!

*Leipoldt, Ludwig Oskar,

geb.
am 10. Mai 1859 in Plauen im Vogt-
lande (Sachsen) als der Sohn des
Drechslermeisters Wilhelm Ludwig
L., besuchte seit 1865 die Bürgerschule
daselbst und hatte die Absicht, Bild-
hauer oder Landschaftsmaler zu wer-
den; doch entschied er sich nach dem
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Vorbilde seines ältesten Bruders, des
in Sachsen bekannten Geographen
Prof. Dr. Gustav L., für den Lehrer-
beruf und bezog 1873 das Seminar
in seiner Vaterstadt, das er 1879 ab-
solvierte. Shakespeare und Schiller
standen damals im Mittelpunkt seines
Jnteresses und führten ihn bald der
dramatischen Dichtung zu. Jm Jahre
1879 wurde er Hilfslehrer in Pöhl bei
Plauen, 1881 in Reusa bei Plauen,
1882 in Langenbuch bei Mühltroff,
1883 ständiger Lehrer in Frohburg
bei Leipzig und 1901 in Reusa, nach
dessen Eingemeindung in die Stadt
Plauen er jetzt Lehrer und stellver-
tretender Direktor an der X. Bürger-
schule ist.

S:

Wahrheit und Glaube
(Schsp.), 1898. Neue Ausg. u. d. T.:
Wahrheit (Schsp.), 1906. - Jm roten
Hirsch'n, oder: Venus' Durchgang
(Lsp.), 1900. - De Husapethek (Schw.
in vogtländ. Mdt.), 1901.

Leipziger, Leon,

pseud. Der Ro-
land von Berlin,
geboren am 17.
Dezbr. 1861 zu Breslau als der Sohn
einer hochangesehenen Familie, kam
1875 mit seinen Eltern nach Berlin
u. besuchte hier das französische Gym-
nasium. An der Universität Heidelberg
studierte er die Rechte, absolvierte sein
Referendarexamen und erwarb sich die
Würde eines Dr. jur. Nachdem er 1890
die zweite Staatsprüfung bestanden,
arbeitete er einige Jahre als Assessor
am Amtsgericht I in Berlin und ließ
sich im Sommer 1893 daselbst als
Rechtsanwalt nieder. Neben der
Rechtsflege widmete sich L. auch der
Journalistik und Schriftstellerei und
trat im Herbst 1893 als Miteigen-
tümer, Leiter und sogar als Theater-
kritiker in die Tageszeitung "Das
kleine Journal" ein, das am 15. Jan.
1894 in seinen alleinigen Besitz über-
ging. Nach Aufgabe derselben grün-
dete er 1903 die Wochenschrift für das
Berliner Leben, "Der Roland von
Berlin", die er noch heute herausgibt.

S:

Berlin 1893 (Dram. Revue), 1893.

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jetzt als Kritiker für verſchiedene
Blätter tätig iſt.

S:

Abſchied (Schſp.),
1900. ‒ Sumpf (Sitten-Kom.), 1905.
‒ Pflicht (Schſp.), 1906.

*Leineweber, Marie,

bekannt
unter ihrem Mädchennamen Mary
Koch,
wurde am 13. Novbr. 1859 zu
Lüderode in der Provinz Sachſen ge-
boren, verlebte ihre Jugendzeit zu
Heiligenſtadt u. empfing auch in dem
dortigen Lehrerinnenſeminar ihre
Ausbildung für ihren Beruf. Seit
dem 1. Oktbr. 1878 war ſie als Leh-
rerin in Krefeld tätig u. ſiedelte nach
ihrer Verheiratung 1888 nach Berlin
über.

S:

Loreley (Ep.-lyr. D.), 1885.

Leiningen, Helene Gräfin zu,

geb.
am 6. Auguſt 1865 in Breslau, lebt
(1902) in Wiesbaden.

S:

Jm Vor-
zimmer des Kaiſers (Hiſt. Dr.), 1905.

*Leiningen-Weſterburg, Joſe-
phine Gräfin zu,

wurde am 8. April
1835 zu Bamberg als die Tochter des
berühmten Geographen, Geſchichts-
forſchers, Militärs und Dichters Karl
Spruner von Merz geboren und
vermählte ſich am 8. Febr. 1855 mit
dem bayeriſchen Offizier Thomas
Grafen zu L., der am 7. Juli 1887 als
Oberſtleutnant a. D. ſtarb. Sie lebt
ſeit Jahren in Kaſſel u. iſt die Mutter
des als tüchtigen Heraldiker bekannten
Rittmeiſters a. D. Karl Emich Grafen
zu L. Erſt nach dem Tode ihres Gatten
ging ſie an die Sammlung u. Heraus-
gabe ihrer Gedichte, von denen bisher
erſchienen

S:

Dichtungen; IV, 1897
bis 1905. ‒ Erlebtes und Fabuliertes;
II, 1899. ‒ Was mir die Sonne er-
zählte, 1905.

Leinweber, E.,

Pſeud. für Wil-
helm Emil Leonhardt; ſ. d.!

*Leipoldt, Ludwig Oskar,

geb.
am 10. Mai 1859 in Plauen im Vogt-
lande (Sachſen) als der Sohn des
Drechſlermeiſters Wilhelm Ludwig
L., beſuchte ſeit 1865 die Bürgerſchule
daſelbſt und hatte die Abſicht, Bild-
hauer oder Landſchaftsmaler zu wer-
den; doch entſchied er ſich nach dem
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Vorbilde ſeines älteſten Bruders, des
in Sachſen bekannten Geographen
Prof. Dr. Guſtav L., für den Lehrer-
beruf und bezog 1873 das Seminar
in ſeiner Vaterſtadt, das er 1879 ab-
ſolvierte. Shakeſpeare und Schiller
ſtanden damals im Mittelpunkt ſeines
Jntereſſes und führten ihn bald der
dramatiſchen Dichtung zu. Jm Jahre
1879 wurde er Hilfslehrer in Pöhl bei
Plauen, 1881 in Reuſa bei Plauen,
1882 in Langenbuch bei Mühltroff,
1883 ſtändiger Lehrer in Frohburg
bei Leipzig und 1901 in Reuſa, nach
deſſen Eingemeindung in die Stadt
Plauen er jetzt Lehrer und ſtellver-
tretender Direktor an der X. Bürger-
ſchule iſt.

S:

Wahrheit und Glaube
(Schſp.), 1898. Neue Ausg. u. d. T.:
Wahrheit (Schſp.), 1906. ‒ Jm roten
Hirſch’n, oder: Venus’ Durchgang
(Lſp.), 1900. ‒ De Huſapethek (Schw.
in vogtländ. Mdt.), 1901.

Leipziger, Leon,

pſeud. Der Ro-
land von Berlin,
geboren am 17.
Dezbr. 1861 zu Breslau als der Sohn
einer hochangeſehenen Familie, kam
1875 mit ſeinen Eltern nach Berlin
u. beſuchte hier das franzöſiſche Gym-
naſium. An der Univerſität Heidelberg
ſtudierte er die Rechte, abſolvierte ſein
Referendarexamen und erwarb ſich die
Würde eines Dr. jur. Nachdem er 1890
die zweite Staatsprüfung beſtanden,
arbeitete er einige Jahre als Aſſeſſor
am Amtsgericht I in Berlin und ließ
ſich im Sommer 1893 daſelbſt als
Rechtsanwalt nieder. Neben der
Rechtsflege widmete ſich L. auch der
Journaliſtik und Schriftſtellerei und
trat im Herbſt 1893 als Miteigen-
tümer, Leiter und ſogar als Theater-
kritiker in die Tageszeitung „Das
kleine Journal‟ ein, das am 15. Jan.
1894 in ſeinen alleinigen Beſitz über-
ging. Nach Aufgabe derſelben grün-
dete er 1903 die Wochenſchrift für das
Berliner Leben, „Der Roland von
Berlin‟, die er noch heute herausgibt.

S:

Berlin 1893 (Dram. Revue), 1893.

*
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[220/0224] Lei Lei jetzt als Kritiker für verſchiedene Blätter tätig iſt. S: Abſchied (Schſp.), 1900. ‒ Sumpf (Sitten-Kom.), 1905. ‒ Pflicht (Schſp.), 1906. *Leineweber, Marie, bekannt unter ihrem Mädchennamen Mary Koch, wurde am 13. Novbr. 1859 zu Lüderode in der Provinz Sachſen ge- boren, verlebte ihre Jugendzeit zu Heiligenſtadt u. empfing auch in dem dortigen Lehrerinnenſeminar ihre Ausbildung für ihren Beruf. Seit dem 1. Oktbr. 1878 war ſie als Leh- rerin in Krefeld tätig u. ſiedelte nach ihrer Verheiratung 1888 nach Berlin über. S: Loreley (Ep.-lyr. D.), 1885. Leiningen, Helene Gräfin zu, geb. am 6. Auguſt 1865 in Breslau, lebt (1902) in Wiesbaden. S: Jm Vor- zimmer des Kaiſers (Hiſt. Dr.), 1905. *Leiningen-Weſterburg, Joſe- phine Gräfin zu, wurde am 8. April 1835 zu Bamberg als die Tochter des berühmten Geographen, Geſchichts- forſchers, Militärs und Dichters Karl Spruner von Merz geboren und vermählte ſich am 8. Febr. 1855 mit dem bayeriſchen Offizier Thomas Grafen zu L., der am 7. Juli 1887 als Oberſtleutnant a. D. ſtarb. Sie lebt ſeit Jahren in Kaſſel u. iſt die Mutter des als tüchtigen Heraldiker bekannten Rittmeiſters a. D. Karl Emich Grafen zu L. Erſt nach dem Tode ihres Gatten ging ſie an die Sammlung u. Heraus- gabe ihrer Gedichte, von denen bisher erſchienen S: Dichtungen; IV, 1897 bis 1905. ‒ Erlebtes und Fabuliertes; II, 1899. ‒ Was mir die Sonne er- zählte, 1905. Leinweber, E., Pſeud. für Wil- helm Emil Leonhardt; ſ. d.! *Leipoldt, Ludwig Oskar, geb. am 10. Mai 1859 in Plauen im Vogt- lande (Sachſen) als der Sohn des Drechſlermeiſters Wilhelm Ludwig L., beſuchte ſeit 1865 die Bürgerſchule daſelbſt und hatte die Abſicht, Bild- hauer oder Landſchaftsmaler zu wer- den; doch entſchied er ſich nach dem Vorbilde ſeines älteſten Bruders, des in Sachſen bekannten Geographen Prof. Dr. Guſtav L., für den Lehrer- beruf und bezog 1873 das Seminar in ſeiner Vaterſtadt, das er 1879 ab- ſolvierte. Shakeſpeare und Schiller ſtanden damals im Mittelpunkt ſeines Jntereſſes und führten ihn bald der dramatiſchen Dichtung zu. Jm Jahre 1879 wurde er Hilfslehrer in Pöhl bei Plauen, 1881 in Reuſa bei Plauen, 1882 in Langenbuch bei Mühltroff, 1883 ſtändiger Lehrer in Frohburg bei Leipzig und 1901 in Reuſa, nach deſſen Eingemeindung in die Stadt Plauen er jetzt Lehrer und ſtellver- tretender Direktor an der X. Bürger- ſchule iſt. S: Wahrheit und Glaube (Schſp.), 1898. Neue Ausg. u. d. T.: Wahrheit (Schſp.), 1906. ‒ Jm roten Hirſch’n, oder: Venus’ Durchgang (Lſp.), 1900. ‒ De Huſapethek (Schw. in vogtländ. Mdt.), 1901. Leipziger, Leon, pſeud. Der Ro- land von Berlin, geboren am 17. Dezbr. 1861 zu Breslau als der Sohn einer hochangeſehenen Familie, kam 1875 mit ſeinen Eltern nach Berlin u. beſuchte hier das franzöſiſche Gym- naſium. An der Univerſität Heidelberg ſtudierte er die Rechte, abſolvierte ſein Referendarexamen und erwarb ſich die Würde eines Dr. jur. Nachdem er 1890 die zweite Staatsprüfung beſtanden, arbeitete er einige Jahre als Aſſeſſor am Amtsgericht I in Berlin und ließ ſich im Sommer 1893 daſelbſt als Rechtsanwalt nieder. Neben der Rechtsflege widmete ſich L. auch der Journaliſtik und Schriftſtellerei und trat im Herbſt 1893 als Miteigen- tümer, Leiter und ſogar als Theater- kritiker in die Tageszeitung „Das kleine Journal‟ ein, das am 15. Jan. 1894 in ſeinen alleinigen Beſitz über- ging. Nach Aufgabe derſelben grün- dete er 1903 die Wochenſchrift für das Berliner Leben, „Der Roland von Berlin‟, die er noch heute herausgibt. S: Berlin 1893 (Dram. Revue), 1893. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 220. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/224>, abgerufen am 19.03.2019.