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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Lew
land, Deutschland und der Schweiz
zum Abschluß brachte. Nach seiner
Verheiratung mit einer Tochter des
aus den Tiroler Befreiungskämpfen
rühmlich bekannten Majors Teimer
Frhrrn. v. Wildau leitete er einige
Zeit die Geschäfte der väterlichen
Fabrik, zog sich dann aber auf seine
Güter Laubegg u. Waasen bei Wildon
in Steiermark zurück, wo er sich der
Landwirtschaft widmete. Auch be-
währte er sich als gesinnungsvoller
Abgeordneter auf dem steiermärkischen
Landtage. Er starb auf seinem Gute
Waasen.

S:

Schloß Wildon (Histor.
R.); III. 1844.

Lewohl, Karoline,

Enkelin des
Vorigen und Tochter des dermaligen
Besitzers von Laubegg, Karl L., wurde
um das Jahr 1854 geboren und hat
sich bereits im jugendlichen Alter als
Schriftstellerin u. Mitarbeiterin bei
mehreren Zeitschriften betätigt.

S:


Myrte und Lorbeer (E.), 1873.

Lexow, Friedrich,

geboren am 3.
(n. a. 29.) Jan. 1827 zu Tönning im
Schleswigschen als der Sohn eines
Agenten, besuchte die dortige Stadt-
schule und erlernte von 1842-46 in
Rendsburg die Buchdruckerei, worauf
er eine Zeitlang in Aalborg als
Schriftsetzer tätig war. Jm Jahre
1849 errichtete er in Rendsburg eine
Buchdruckerei, wurde wegen politi-
scher Preßvergehen angeklagt u. ver-
haftet und zu achtjähriger Zuchthaus-
strafe verurteilt. Schon nach einem
Jahre (1852) begnadigt, begab er sich
unmittelbar darauf nach Amerika und
war in Neuyork Mitarbeiter an dem
von seinem Vetter Rudolf L. heraus-
gegebenen "Neuyorker belletriftischen
Journal". Er starb daselbst am 3.
Dezbr. 1872.

S:

Auf dem Geierfels
(N.), 1862. - Jmperia (N.), 1863. -
Vornehm und gering (N.), 1864. -
Gedichte, 1872.

Lexow, Rudolf,

älterer Vetter des
Vorigen, geb. am 10. Januar 1823
in Tönning, war als Kieler Student
[Spaltenumbruch]

Ley
1848 an der Bewegung gegen Däne-
mark beteiligt, wanderte nach Amerika
aus u. lebte in Neuyork, wo er eine
Kriminalzeitung herausgab, die später
mit dem "Neuyorker belletristischen
Journal" verbunden wurde, das
wöchentlich unter L.s Redaktion er-
schien und vorzugsweise deutsche Ori-
ginalromane brachte, u. das er 1880
an ein Konsortium "Belletrist. Jour-
nal publishing Co.
" verkaufte. Seit
1864 gab L. auch "Deutsch-amerika-
nische Monatshefte" heraus. Er lebte
zuletzt als Führer des Deutschtums
in Brooklyn und starb dort im Juni
1909.

S:

Amerikanische Kriminal-
mysterien, oder: Das Leben der Ver-
brecher in Neuyork; II, 1854. - Annies
Prüfungen (R.), 1860. - Der Rubin
(N.). 1872.

Leyden, Eugen,

Pseud. für Eugen
Reichel;
s. d.!

Leyh, Eduard F.,

geb. am 6. Juni
1840 zu Meimers in Sachsen-Mei-
ningen, widmete sich dem Berufe eines
Lehrers, wanderte 1861 nach den Ver-
einigten Staaten von Nordamerika
aus, blieb hier nur kurze Zeit seinem
Berufe treu und wandte sich dann der
Journaliftik zu, für die er unzweifel-
haft hervorragende Begabung besaß.
Er trat nach verschiedenen Jrrfahrten
1864 als Berichterstatter in den "Bal-
timore Wecker" ein, übernahm 1869
die Redaktion der neugegründeten
"Maryland Staatszeitung" und war
seit 1870 Redakteur am "Deutschen
Korrespondenten" in Baltimore. Am
2. Juli 1901 starb er, ein Opfer der
damals in den V. St. herrschenden
Hitze.

S:

Der Tannhäuser (Deutsch-
amerikan. E.), 1875. - Joaquin Mil-
lers Arizonian, ins Deutsche über-
tragen, 1874.

*Leythäuser-Melano, Max,


wurde 1853 zu Passau als der Sohn
eines Regierungsrats geboren, be-
suchte das humanistische Gymnasium
zu Bamberg, verließ dasselbe aber bei
Ausbruch des Krieges 1870, um sich

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Lew
land, Deutſchland und der Schweiz
zum Abſchluß brachte. Nach ſeiner
Verheiratung mit einer Tochter des
aus den Tiroler Befreiungskämpfen
rühmlich bekannten Majors Teimer
Frhrrn. v. Wildau leitete er einige
Zeit die Geſchäfte der väterlichen
Fabrik, zog ſich dann aber auf ſeine
Güter Laubegg u. Waaſen bei Wildon
in Steiermark zurück, wo er ſich der
Landwirtſchaft widmete. Auch be-
währte er ſich als geſinnungsvoller
Abgeordneter auf dem ſteiermärkiſchen
Landtage. Er ſtarb auf ſeinem Gute
Waaſen.

S:

Schloß Wildon (Hiſtor.
R.); III. 1844.

Lewohl, Karoline,

Enkelin des
Vorigen und Tochter des dermaligen
Beſitzers von Laubegg, Karl L., wurde
um das Jahr 1854 geboren und hat
ſich bereits im jugendlichen Alter als
Schriftſtellerin u. Mitarbeiterin bei
mehreren Zeitſchriften betätigt.

S:


Myrte und Lorbeer (E.), 1873.

Lexow, Friedrich,

geboren am 3.
(n. a. 29.) Jan. 1827 zu Tönning im
Schleswigſchen als der Sohn eines
Agenten, beſuchte die dortige Stadt-
ſchule und erlernte von 1842‒46 in
Rendsburg die Buchdruckerei, worauf
er eine Zeitlang in Aalborg als
Schriftſetzer tätig war. Jm Jahre
1849 errichtete er in Rendsburg eine
Buchdruckerei, wurde wegen politi-
ſcher Preßvergehen angeklagt u. ver-
haftet und zu achtjähriger Zuchthaus-
ſtrafe verurteilt. Schon nach einem
Jahre (1852) begnadigt, begab er ſich
unmittelbar darauf nach Amerika und
war in Neuyork Mitarbeiter an dem
von ſeinem Vetter Rudolf L. heraus-
gegebenen „Neuyorker belletriftiſchen
Journal‟. Er ſtarb daſelbſt am 3.
Dezbr. 1872.

S:

Auf dem Geierfels
(N.), 1862. ‒ Jmperia (N.), 1863. ‒
Vornehm und gering (N.), 1864. ‒
Gedichte, 1872.

Lexow, Rudolf,

älterer Vetter des
Vorigen, geb. am 10. Januar 1823
in Tönning, war als Kieler Student
[Spaltenumbruch]

Ley
1848 an der Bewegung gegen Däne-
mark beteiligt, wanderte nach Amerika
aus u. lebte in Neuyork, wo er eine
Kriminalzeitung herausgab, die ſpäter
mit dem „Neuyorker belletriſtiſchen
Journal‟ verbunden wurde, das
wöchentlich unter L.s Redaktion er-
ſchien und vorzugsweiſe deutſche Ori-
ginalromane brachte, u. das er 1880
an ein Konſortium „Belletrist. Jour-
nal publishing Co.
‟ verkaufte. Seit
1864 gab L. auch „Deutſch-amerika-
niſche Monatshefte‟ heraus. Er lebte
zuletzt als Führer des Deutſchtums
in Brooklyn und ſtarb dort im Juni
1909.

S:

Amerikaniſche Kriminal-
myſterien, oder: Das Leben der Ver-
brecher in Neuyork; II, 1854. ‒ Annies
Prüfungen (R.), 1860. ‒ Der Rubin
(N.). 1872.

Leyden, Eugen,

Pſeud. für Eugen
Reichel;
ſ. d.!

Leyh, Eduard F.,

geb. am 6. Juni
1840 zu Meimers in Sachſen-Mei-
ningen, widmete ſich dem Berufe eines
Lehrers, wanderte 1861 nach den Ver-
einigten Staaten von Nordamerika
aus, blieb hier nur kurze Zeit ſeinem
Berufe treu und wandte ſich dann der
Journaliftik zu, für die er unzweifel-
haft hervorragende Begabung beſaß.
Er trat nach verſchiedenen Jrrfahrten
1864 als Berichterſtatter in den „Bal-
timore Wecker‟ ein, übernahm 1869
die Redaktion der neugegründeten
„Maryland Staatszeitung‟ und war
ſeit 1870 Redakteur am „Deutſchen
Korreſpondenten‟ in Baltimore. Am
2. Juli 1901 ſtarb er, ein Opfer der
damals in den V. St. herrſchenden
Hitze.

S:

Der Tannhäuſer (Deutſch-
amerikan. E.), 1875. ‒ Joaquin Mil-
lers Arizonian, ins Deutſche über-
tragen, 1874.

*Leythäuſer-Melano, Max,


wurde 1853 zu Paſſau als der Sohn
eines Regierungsrats geboren, be-
ſuchte das humaniſtiſche Gymnaſium
zu Bamberg, verließ dasſelbe aber bei
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[248/0252] Lew Ley land, Deutſchland und der Schweiz zum Abſchluß brachte. Nach ſeiner Verheiratung mit einer Tochter des aus den Tiroler Befreiungskämpfen rühmlich bekannten Majors Teimer Frhrrn. v. Wildau leitete er einige Zeit die Geſchäfte der väterlichen Fabrik, zog ſich dann aber auf ſeine Güter Laubegg u. Waaſen bei Wildon in Steiermark zurück, wo er ſich der Landwirtſchaft widmete. Auch be- währte er ſich als geſinnungsvoller Abgeordneter auf dem ſteiermärkiſchen Landtage. Er ſtarb auf ſeinem Gute Waaſen. S: Schloß Wildon (Hiſtor. R.); III. 1844. Lewohl, Karoline, Enkelin des Vorigen und Tochter des dermaligen Beſitzers von Laubegg, Karl L., wurde um das Jahr 1854 geboren und hat ſich bereits im jugendlichen Alter als Schriftſtellerin u. Mitarbeiterin bei mehreren Zeitſchriften betätigt. S: Myrte und Lorbeer (E.), 1873. Lexow, Friedrich, geboren am 3. (n. a. 29.) Jan. 1827 zu Tönning im Schleswigſchen als der Sohn eines Agenten, beſuchte die dortige Stadt- ſchule und erlernte von 1842‒46 in Rendsburg die Buchdruckerei, worauf er eine Zeitlang in Aalborg als Schriftſetzer tätig war. Jm Jahre 1849 errichtete er in Rendsburg eine Buchdruckerei, wurde wegen politi- ſcher Preßvergehen angeklagt u. ver- haftet und zu achtjähriger Zuchthaus- ſtrafe verurteilt. Schon nach einem Jahre (1852) begnadigt, begab er ſich unmittelbar darauf nach Amerika und war in Neuyork Mitarbeiter an dem von ſeinem Vetter Rudolf L. heraus- gegebenen „Neuyorker belletriftiſchen Journal‟. Er ſtarb daſelbſt am 3. Dezbr. 1872. S: Auf dem Geierfels (N.), 1862. ‒ Jmperia (N.), 1863. ‒ Vornehm und gering (N.), 1864. ‒ Gedichte, 1872. Lexow, Rudolf, älterer Vetter des Vorigen, geb. am 10. Januar 1823 in Tönning, war als Kieler Student 1848 an der Bewegung gegen Däne- mark beteiligt, wanderte nach Amerika aus u. lebte in Neuyork, wo er eine Kriminalzeitung herausgab, die ſpäter mit dem „Neuyorker belletriſtiſchen Journal‟ verbunden wurde, das wöchentlich unter L.s Redaktion er- ſchien und vorzugsweiſe deutſche Ori- ginalromane brachte, u. das er 1880 an ein Konſortium „Belletrist. Jour- nal publishing Co.‟ verkaufte. Seit 1864 gab L. auch „Deutſch-amerika- niſche Monatshefte‟ heraus. Er lebte zuletzt als Führer des Deutſchtums in Brooklyn und ſtarb dort im Juni 1909. S: Amerikaniſche Kriminal- myſterien, oder: Das Leben der Ver- brecher in Neuyork; II, 1854. ‒ Annies Prüfungen (R.), 1860. ‒ Der Rubin (N.). 1872. Leyden, Eugen, Pſeud. für Eugen Reichel; ſ. d.! Leyh, Eduard F., geb. am 6. Juni 1840 zu Meimers in Sachſen-Mei- ningen, widmete ſich dem Berufe eines Lehrers, wanderte 1861 nach den Ver- einigten Staaten von Nordamerika aus, blieb hier nur kurze Zeit ſeinem Berufe treu und wandte ſich dann der Journaliftik zu, für die er unzweifel- haft hervorragende Begabung beſaß. Er trat nach verſchiedenen Jrrfahrten 1864 als Berichterſtatter in den „Bal- timore Wecker‟ ein, übernahm 1869 die Redaktion der neugegründeten „Maryland Staatszeitung‟ und war ſeit 1870 Redakteur am „Deutſchen Korreſpondenten‟ in Baltimore. Am 2. Juli 1901 ſtarb er, ein Opfer der damals in den V. St. herrſchenden Hitze. S: Der Tannhäuſer (Deutſch- amerikan. E.), 1875. ‒ Joaquin Mil- lers Arizonian, ins Deutſche über- tragen, 1874. *Leythäuſer-Melano, Max, wurde 1853 zu Paſſau als der Sohn eines Regierungsrats geboren, be- ſuchte das humaniſtiſche Gymnaſium zu Bamberg, verließ dasſelbe aber bei Ausbruch des Krieges 1870, um ſich *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 248. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/252>, abgerufen am 20.03.2019.