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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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tet und 1880 seine Lehrerprüfung am
Seminar in Steinau bestanden hatte,
wurde er 1882 Lehrer in Oberleut-
mannsdorf bei Schweidnitz, wo er jetzt
noch im Amte steht.

S:

Meine Mutter-
sprooche (Poesie u. Prosa in schlesischer
Mdt.), 1893. 2. A. 1899. - Dorfpum'-
ranze. Lustige Bilder a. d. schlesischen
Dorfleben (Poesie u. Prosa in schles.
Mdt.), 1899. - Derheeme (Schläsisches
Allerlee; Geschichtel u. Versche), 1901.
- Mietebrenge (En., Hum. und Ge. in
schles. Mdt.), 1905. - Pampel Willem,
oder: Säckertärsch eim Gebirge (Hum.
Szene in schles. und hochd. Mdt.),
1907. - Wenzel Hannes, oder: Ei der
Summerfrische (Humor. Szene in
Mdt.), 1906.

Lick, Karl,

geb. am 26. Oktbr. 1859
in Zwittau (Mähren), lebt daselbst als
Kassierer und Kanzleivorstand der
Sparkasse.

S:

Hellenstein und andere
Erzählungen, 1898.

Liebach, Dr.

H., Pseud. für Her-
mann Baeblich;
s. d.!

*Liebau, Gustav,

geb. am 17. Juli
1846 zu Nordhausen, absolvierte das
Realgymnasium daselbst u. trat dann
als Supernumerar bei der Regierung
in Erfurt ein. Später beim Ober-
präsidium in Hannover beschäftigt,
kam er 1873 in das vormalige Reichs-
kanzleramt zu Berlin, wurde hier 1875
zum Geh. expedierenden Sekretär und
1888 zum Rechnungsrat ernannt.
Von seinen Schriften sind hier zu er-
wähnen

S:

William Shakespeares
Leben u. Dichten, 1873. - Erzählungen
aus der Shakespeare-Welt, 1876. -
Die Shakespeare-Galerie (Abhand-
lungen über Dramen Shakespeares),
1878. - Über allen Gipfeln ist Ruh!
(Zur Erinnerung an Goethes Aufent-
halt in Jlmenau), 1884.

*Lieber, Karl Moritz August,

ein
Bruder des bekannten deutschen Zen-
trumsführers Ernst L., wurde am 3.
August 1847 in Camberg im Taunus
als Sohn des herzoglich nassauischen
Legationsrats und Vizepräsidenten
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Lie
Dr. Moritz L. geboren, erhielt seine
Erziehung erst bei den Jesuiten in
Feldkirch (Vorarlberg), nachmals in
Metz u. Nancy, wo er sich den Ehren-
grad eines bachelier es lettres er-
warb, weilte dann eine Zeitlang in
Paris, Rom und Mainz und genügte
danach 1869 seiner Militärpflicht als
Einjähriger in Jnnsbruck, da er be-
reits 1866 in den österreichischen
Staatsverband übergetreten war.
Neben seinen anstrengenden militä-
rischen Übungen hörte er an der Uni-
versität Jnnsbruck noch philosophische
Vorlesungen, trat dann im Oktober
1870 zur medizinischen Fakultät über
und wurde im Juni 1876 zum Doktor
der gesamten Heilkunde promoviert.
Jm Jahre 1878 nahm er als k. k. Ober-
arzt und Oberleutnant der Reserve an
der Okkupation Bosniens teil, u. 1892
wurde ihm sowohl die Stelle eines
Dozenten für Somatologie u. Schul-
Hygiene am k. k. Pädagogium in
Jnnsbruck als auch die Assistenten-
stelle an dem Ambulatorium für Kin-
derkrankheiten daselbst übertragen;
beide Ämter wurden ihm 1897 ohne
jegliche Angabe eines Grundes ge-
nommen. Er ist seitdem als Dozent
bei den Schwestern vom heil. Vinzenz
und als praktischer Arzt in Jnnsbruck
tätig.

S:

Hochlandsklänge (Ge.),
1900. 3. T. 1906. - Auf stillen Pfaden,
1. u. 2. A. 1902. - Aus tiefen Schach-
ten, 1906.

Lieber, Franz,

pseudon. Arnold
Franz,
wurde am 18. März 1800
als der Sohn eines Kaufmanns in
Berlin geboren und nach Besuch des
Gymnasiums u. der Jahnschen Turn-
und Schwimmschule Lehrling im Bo-
tanischen Garten, nahm aber schon
1815 als freiwilliger Jäger an dem
Feldzuge gegen Napoleon teil. Zurück-
gekehrt und von seinen bei Namur am
20. Juni erhaltenen schweren Wunden
genesen, nahm er seine Studien wieder
auf, mußte aber, wegen seiner Bezie-
hungen zu Jahn als Demagoge poli-

*


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Lick
tet und 1880 ſeine Lehrerprüfung am
Seminar in Steinau beſtanden hatte,
wurde er 1882 Lehrer in Oberleut-
mannsdorf bei Schweidnitz, wo er jetzt
noch im Amte ſteht.

S:

Meine Mutter-
ſprooche (Poeſie u. Proſa in ſchleſiſcher
Mdt.), 1893. 2. A. 1899. ‒ Dorfpum’-
ranze. Luſtige Bilder a. d. ſchleſiſchen
Dorfleben (Poeſie u. Proſa in ſchleſ.
Mdt.), 1899. ‒ Derheeme (Schläſiſches
Allerlee; Geſchichtel u. Verſche), 1901.
‒ Mietebrenge (En., Hum. und Ge. in
ſchleſ. Mdt.), 1905. ‒ Pampel Willem,
oder: Säckertärſch eim Gebirge (Hum.
Szene in ſchleſ. und hochd. Mdt.),
1907. ‒ Wenzel Hannes, oder: Ei der
Summerfriſche (Humor. Szene in
Mdt.), 1906.

Lick, Karl,

geb. am 26. Oktbr. 1859
in Zwittau (Mähren), lebt daſelbſt als
Kaſſierer und Kanzleivorſtand der
Sparkaſſe.

S:

Hellenſtein und andere
Erzählungen, 1898.

Liebach, Dr.

H., Pſeud. für Her-
mann Baeblich;
ſ. d.!

*Liebau, Guſtav,

geb. am 17. Juli
1846 zu Nordhauſen, abſolvierte das
Realgymnaſium daſelbſt u. trat dann
als Supernumerar bei der Regierung
in Erfurt ein. Später beim Ober-
präſidium in Hannover beſchäftigt,
kam er 1873 in das vormalige Reichs-
kanzleramt zu Berlin, wurde hier 1875
zum Geh. expedierenden Sekretär und
1888 zum Rechnungsrat ernannt.
Von ſeinen Schriften ſind hier zu er-
wähnen

S:

William Shakeſpeares
Leben u. Dichten, 1873. ‒ Erzählungen
aus der Shakeſpeare-Welt, 1876. ‒
Die Shakeſpeare-Galerie (Abhand-
lungen über Dramen Shakeſpeares),
1878. ‒ Über allen Gipfeln iſt Ruh!
(Zur Erinnerung an Goethes Aufent-
halt in Jlmenau), 1884.

*Lieber, Karl Moritz Auguſt,

ein
Bruder des bekannten deutſchen Zen-
trumsführers Ernſt L., wurde am 3.
Auguſt 1847 in Camberg im Taunus
als Sohn des herzoglich naſſauiſchen
Legationsrats und Vizepräſidenten
[Spaltenumbruch]

Lie
Dr. Moritz L. geboren, erhielt ſeine
Erziehung erſt bei den Jeſuiten in
Feldkirch (Vorarlberg), nachmals in
Metz u. Nancy, wo er ſich den Ehren-
grad eines bachelier ès lettres er-
warb, weilte dann eine Zeitlang in
Paris, Rom und Mainz und genügte
danach 1869 ſeiner Militärpflicht als
Einjähriger in Jnnsbruck, da er be-
reits 1866 in den öſterreichiſchen
Staatsverband übergetreten war.
Neben ſeinen anſtrengenden militä-
riſchen Übungen hörte er an der Uni-
verſität Jnnsbruck noch philoſophiſche
Vorleſungen, trat dann im Oktober
1870 zur mediziniſchen Fakultät über
und wurde im Juni 1876 zum Doktor
der geſamten Heilkunde promoviert.
Jm Jahre 1878 nahm er als k. k. Ober-
arzt und Oberleutnant der Reſerve an
der Okkupation Bosniens teil, u. 1892
wurde ihm ſowohl die Stelle eines
Dozenten für Somatologie u. Schul-
Hygiene am k. k. Pädagogium in
Jnnsbruck als auch die Aſſiſtenten-
ſtelle an dem Ambulatorium für Kin-
derkrankheiten daſelbſt übertragen;
beide Ämter wurden ihm 1897 ohne
jegliche Angabe eines Grundes ge-
nommen. Er iſt ſeitdem als Dozent
bei den Schweſtern vom heil. Vinzenz
und als praktiſcher Arzt in Jnnsbruck
tätig.

S:

Hochlandsklänge (Ge.),
1900. 3. T. 1906. ‒ Auf ſtillen Pfaden,
1. u. 2. A. 1902. ‒ Aus tiefen Schach-
ten, 1906.

Lieber, Franz,

pſeudon. Arnold
Franz,
wurde am 18. März 1800
als der Sohn eines Kaufmanns in
Berlin geboren und nach Beſuch des
Gymnaſiums u. der Jahnſchen Turn-
und Schwimmſchule Lehrling im Bo-
taniſchen Garten, nahm aber ſchon
1815 als freiwilliger Jäger an dem
Feldzuge gegen Napoleon teil. Zurück-
gekehrt und von ſeinen bei Namur am
20. Juni erhaltenen ſchweren Wunden
geneſen, nahm er ſeine Studien wieder
auf, mußte aber, wegen ſeiner Bezie-
hungen zu Jahn als Demagoge poli-

*
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[251/0255] Lick Lie tet und 1880 ſeine Lehrerprüfung am Seminar in Steinau beſtanden hatte, wurde er 1882 Lehrer in Oberleut- mannsdorf bei Schweidnitz, wo er jetzt noch im Amte ſteht. S: Meine Mutter- ſprooche (Poeſie u. Proſa in ſchleſiſcher Mdt.), 1893. 2. A. 1899. ‒ Dorfpum’- ranze. Luſtige Bilder a. d. ſchleſiſchen Dorfleben (Poeſie u. Proſa in ſchleſ. Mdt.), 1899. ‒ Derheeme (Schläſiſches Allerlee; Geſchichtel u. Verſche), 1901. ‒ Mietebrenge (En., Hum. und Ge. in ſchleſ. Mdt.), 1905. ‒ Pampel Willem, oder: Säckertärſch eim Gebirge (Hum. Szene in ſchleſ. und hochd. Mdt.), 1907. ‒ Wenzel Hannes, oder: Ei der Summerfriſche (Humor. Szene in Mdt.), 1906. Lick, Karl, geb. am 26. Oktbr. 1859 in Zwittau (Mähren), lebt daſelbſt als Kaſſierer und Kanzleivorſtand der Sparkaſſe. S: Hellenſtein und andere Erzählungen, 1898. Liebach, Dr. H., Pſeud. für Her- mann Baeblich; ſ. d.! *Liebau, Guſtav, geb. am 17. Juli 1846 zu Nordhauſen, abſolvierte das Realgymnaſium daſelbſt u. trat dann als Supernumerar bei der Regierung in Erfurt ein. Später beim Ober- präſidium in Hannover beſchäftigt, kam er 1873 in das vormalige Reichs- kanzleramt zu Berlin, wurde hier 1875 zum Geh. expedierenden Sekretär und 1888 zum Rechnungsrat ernannt. Von ſeinen Schriften ſind hier zu er- wähnen S: William Shakeſpeares Leben u. Dichten, 1873. ‒ Erzählungen aus der Shakeſpeare-Welt, 1876. ‒ Die Shakeſpeare-Galerie (Abhand- lungen über Dramen Shakeſpeares), 1878. ‒ Über allen Gipfeln iſt Ruh! (Zur Erinnerung an Goethes Aufent- halt in Jlmenau), 1884. *Lieber, Karl Moritz Auguſt, ein Bruder des bekannten deutſchen Zen- trumsführers Ernſt L., wurde am 3. Auguſt 1847 in Camberg im Taunus als Sohn des herzoglich naſſauiſchen Legationsrats und Vizepräſidenten Dr. Moritz L. geboren, erhielt ſeine Erziehung erſt bei den Jeſuiten in Feldkirch (Vorarlberg), nachmals in Metz u. Nancy, wo er ſich den Ehren- grad eines bachelier ès lettres er- warb, weilte dann eine Zeitlang in Paris, Rom und Mainz und genügte danach 1869 ſeiner Militärpflicht als Einjähriger in Jnnsbruck, da er be- reits 1866 in den öſterreichiſchen Staatsverband übergetreten war. Neben ſeinen anſtrengenden militä- riſchen Übungen hörte er an der Uni- verſität Jnnsbruck noch philoſophiſche Vorleſungen, trat dann im Oktober 1870 zur mediziniſchen Fakultät über und wurde im Juni 1876 zum Doktor der geſamten Heilkunde promoviert. Jm Jahre 1878 nahm er als k. k. Ober- arzt und Oberleutnant der Reſerve an der Okkupation Bosniens teil, u. 1892 wurde ihm ſowohl die Stelle eines Dozenten für Somatologie u. Schul- Hygiene am k. k. Pädagogium in Jnnsbruck als auch die Aſſiſtenten- ſtelle an dem Ambulatorium für Kin- derkrankheiten daſelbſt übertragen; beide Ämter wurden ihm 1897 ohne jegliche Angabe eines Grundes ge- nommen. Er iſt ſeitdem als Dozent bei den Schweſtern vom heil. Vinzenz und als praktiſcher Arzt in Jnnsbruck tätig. S: Hochlandsklänge (Ge.), 1900. 3. T. 1906. ‒ Auf ſtillen Pfaden, 1. u. 2. A. 1902. ‒ Aus tiefen Schach- ten, 1906. Lieber, Franz, pſeudon. Arnold Franz, wurde am 18. März 1800 als der Sohn eines Kaufmanns in Berlin geboren und nach Beſuch des Gymnaſiums u. der Jahnſchen Turn- und Schwimmſchule Lehrling im Bo- taniſchen Garten, nahm aber ſchon 1815 als freiwilliger Jäger an dem Feldzuge gegen Napoleon teil. Zurück- gekehrt und von ſeinen bei Namur am 20. Juni erhaltenen ſchweren Wunden geneſen, nahm er ſeine Studien wieder auf, mußte aber, wegen ſeiner Bezie- hungen zu Jahn als Demagoge poli- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 251. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/255>, abgerufen am 27.03.2019.