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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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veröffentlichte er dann in der Schrift
"Vier Monate vor Paris. Belage-
rungstagebuch" (1871. 2. A. 1896).
Bei Neubegründung der Universität
Straßburg wurde er dorthin als
Professor berufen (1872), wo er zehn
Jahre wirkte und u. a. seine umfang-
reiche, Probleme aus sämtlichen Ge-
bieten der Philosophie behandelnde
"Analysis der Wirklichkeit" (1876.
2. A. 1880) und das erste Heft seiner
"Gedanken und Tatsachen" (1882)
erscheinen ließ, dem seit 1899 weitere
Hefte folgten. Jm Jahre 1882 erhielt
er einen Ruf als Professor der Philo-
sophie an die durch philosophischen
Geist von alters her ausgezeichnete
Universität Jena, der er noch heute
angehört. Sein Großherzog ernannte
ihn bald darauf zum Hofrat und 1896
zum Geh. Hofrat. Jn Jena entstanden
seine Schriften "Über philosophische
Tradition" (1883) und "Die Klimax
der Theorien" (1884). Eine poetische
philosophische Sonettenfolge "Die
Konfessionen" erschien 1896 in der
"Zeitschrift für Philosophie und phi-
losophische Kritik;" denselben Ge-
danken- u. Gemütserregungen sind
auch entsprungen seine

S:

Weltwan-
derung (Ge.), 1899.

Liebrich, Karl August,

geb. am 19.
Jan. 1858 zu Wißmar, Kr. Wetzlar,
besuchte das Gymnasium zu Darm-
stadt und studierte darauf in Gießen,
Leipzig und Marburg Geschichte, Lite-
ratur und neuere Sprachen. Nachdem
er zum Dr. phil. promoviert worden,
wandte er sich der Journalistik zu,
war seit 1883 Redakteur des "Schwä-
bischen Merkur" in Stuttgart und
1903-06 Redakteur des "Neuen Stutt-
garter Tageblatts". Seit 1908 lebt
er in Gotha als freier Schriftsteller.

S:

Heinrich v. Kleist (Tr.), 1888.

Liechti, Samuel,

geb. zu Thun in
der Schweiz am 8. März 1825, widmete
sich nach kaum zurückgelegter Schulzeit
dem Schulfache, übernahm dann bei
Ausbruch des Sonderbundkrieges
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Lie
1847 die Redaktion des "Thuner
Blattes", die er bis 1854 führte, und
arbeitete von da ab mit wenigen Un-
terbrechungen als Mitarbeiter und
Redakteur an verschiedenen schweize-
rischen Blättern. Seit 1873 lebt er
als Redakteur des "Tageblattes" im
Städtchen Zofingen, Kanton Aargau.

S:

Die Schweizergeschichte im Spie-
gel der deutschen Dichtung (Antho-
logie), 1857. - Zwölf Schweizermär-
chen, 1865.

Liefeld, F. W. Albert,

geb. am
14. März 1831 zu Ludwigsfelde in der
Mark Brandenburg, diente 4 Jahre
im Regiment der schwarzen Husaren
und trat dann in das Missionshaus
zu Hermannsburg im Hannöverschen
ein. Hier bereitete er sich für den
Missionsdienst vor, ging 1861 als
Missionar nach Afrika und kam 1869
nach den Vereinigten Staaten, wo er
als lutherischer Prediger mehrere Ge-
meinden bediente. Gegenwärtig ist er
Pastor zu Lynnville, Jndiana.

S:

Er-
innerungen aus der südafrikanischen
Mission, 1891. - Erntekranz (Peri-
kopen-Lr.), 1881.

*Lienert, Meinrad,

wurde am 21.
Mai 1865 zu Einsiedeln in d. Schweiz
als der Sohn eines Landschreibers
geboren, besuchte das Gymnasium des
dortigen Klosters und dasjenige zu
Lausanne, worauf er in Heidelberg,
München u. Zürich die Rechte studierte.
Jm Jahre 1886 kehrte er nach Ein-
siedeln zurück u. wurde hier 1888 zum
Stellvertreter des Bezirks- und Ge-
richtsschreibers und 1890 zum Notar
des Waldbezirks Einsiedeln gewählt.
Jm Jahre 1903 legte er dieses Amt
nieder und zog nach Zürich, um sich
dort ausschließlich schriftstellerischer
Tätigkeit zu widmen, die ihm seit 1890
bereits erfreuliche Erfolge beschert
hatte.

S:

Flüehblümeli (En. im
schweizer Dialekt), 1891. - Jodler vom
Meisterjuzer (Lr. in Mdt.), 1893. - Ge-
schichten aus den Schwyzer Bergen
(Schrift-deutsche En.), 1894. 2. A.

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Lie
veröffentlichte er dann in der Schrift
„Vier Monate vor Paris. Belage-
rungstagebuch‟ (1871. 2. A. 1896).
Bei Neubegründung der Univerſität
Straßburg wurde er dorthin als
Profeſſor berufen (1872), wo er zehn
Jahre wirkte und u. a. ſeine umfang-
reiche, Probleme aus ſämtlichen Ge-
bieten der Philoſophie behandelnde
„Analyſis der Wirklichkeit‟ (1876.
2. A. 1880) und das erſte Heft ſeiner
„Gedanken und Tatſachen‟ (1882)
erſcheinen ließ, dem ſeit 1899 weitere
Hefte folgten. Jm Jahre 1882 erhielt
er einen Ruf als Profeſſor der Philo-
ſophie an die durch philoſophiſchen
Geiſt von alters her ausgezeichnete
Univerſität Jena, der er noch heute
angehört. Sein Großherzog ernannte
ihn bald darauf zum Hofrat und 1896
zum Geh. Hofrat. Jn Jena entſtanden
ſeine Schriften „Über philoſophiſche
Tradition‟ (1883) und „Die Klimax
der Theorien‟ (1884). Eine poetiſche
philoſophiſche Sonettenfolge „Die
Konfeſſionen‟ erſchien 1896 in der
„Zeitſchrift für Philoſophie und phi-
loſophiſche Kritik;‟ denſelben Ge-
danken- u. Gemütserregungen ſind
auch entſprungen ſeine

S:

Weltwan-
derung (Ge.), 1899.

Liebrich, Karl Auguſt,

geb. am 19.
Jan. 1858 zu Wißmar, Kr. Wetzlar,
beſuchte das Gymnaſium zu Darm-
ſtadt und ſtudierte darauf in Gießen,
Leipzig und Marburg Geſchichte, Lite-
ratur und neuere Sprachen. Nachdem
er zum Dr. phil. promoviert worden,
wandte er ſich der Journaliſtik zu,
war ſeit 1883 Redakteur des „Schwä-
biſchen Merkur‟ in Stuttgart und
1903‒06 Redakteur des „Neuen Stutt-
garter Tageblatts‟. Seit 1908 lebt
er in Gotha als freier Schriftſteller.

S:

Heinrich v. Kleiſt (Tr.), 1888.

Liechti, Samuel,

geb. zu Thun in
der Schweiz am 8. März 1825, widmete
ſich nach kaum zurückgelegter Schulzeit
dem Schulfache, übernahm dann bei
Ausbruch des Sonderbundkrieges
[Spaltenumbruch]

Lie
1847 die Redaktion des „Thuner
Blattes‟, die er bis 1854 führte, und
arbeitete von da ab mit wenigen Un-
terbrechungen als Mitarbeiter und
Redakteur an verſchiedenen ſchweize-
riſchen Blättern. Seit 1873 lebt er
als Redakteur des „Tageblattes‟ im
Städtchen Zofingen, Kanton Aargau.

S:

Die Schweizergeſchichte im Spie-
gel der deutſchen Dichtung (Antho-
logie), 1857. ‒ Zwölf Schweizermär-
chen, 1865.

Liefeld, F. W. Albert,

geb. am
14. März 1831 zu Ludwigsfelde in der
Mark Brandenburg, diente 4 Jahre
im Regiment der ſchwarzen Huſaren
und trat dann in das Miſſionshaus
zu Hermannsburg im Hannöverſchen
ein. Hier bereitete er ſich für den
Miſſionsdienſt vor, ging 1861 als
Miſſionar nach Afrika und kam 1869
nach den Vereinigten Staaten, wo er
als lutheriſcher Prediger mehrere Ge-
meinden bediente. Gegenwärtig iſt er
Paſtor zu Lynnville, Jndiana.

S:

Er-
innerungen aus der ſüdafrikaniſchen
Miſſion, 1891. ‒ Erntekranz (Peri-
kopen-Lr.), 1881.

*Lienert, Meinrad,

wurde am 21.
Mai 1865 zu Einſiedeln in d. Schweiz
als der Sohn eines Landſchreibers
geboren, beſuchte das Gymnaſium des
dortigen Kloſters und dasjenige zu
Lauſanne, worauf er in Heidelberg,
München u. Zürich die Rechte ſtudierte.
Jm Jahre 1886 kehrte er nach Ein-
ſiedeln zurück u. wurde hier 1888 zum
Stellvertreter des Bezirks- und Ge-
richtsſchreibers und 1890 zum Notar
des Waldbezirks Einſiedeln gewählt.
Jm Jahre 1903 legte er dieſes Amt
nieder und zog nach Zürich, um ſich
dort ausſchließlich ſchriftſtelleriſcher
Tätigkeit zu widmen, die ihm ſeit 1890
bereits erfreuliche Erfolge beſchert
hatte.

S:

Flüehblümeli (En. im
ſchweizer Dialekt), 1891. ‒ Jodler vom
Meiſterjuzer (Lr. in Mdt.), 1893. ‒ Ge-
ſchichten aus den Schwyzer Bergen
(Schrift-deutſche En.), 1894. 2. A.

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[256/0260] Lie Lie veröffentlichte er dann in der Schrift „Vier Monate vor Paris. Belage- rungstagebuch‟ (1871. 2. A. 1896). Bei Neubegründung der Univerſität Straßburg wurde er dorthin als Profeſſor berufen (1872), wo er zehn Jahre wirkte und u. a. ſeine umfang- reiche, Probleme aus ſämtlichen Ge- bieten der Philoſophie behandelnde „Analyſis der Wirklichkeit‟ (1876. 2. A. 1880) und das erſte Heft ſeiner „Gedanken und Tatſachen‟ (1882) erſcheinen ließ, dem ſeit 1899 weitere Hefte folgten. Jm Jahre 1882 erhielt er einen Ruf als Profeſſor der Philo- ſophie an die durch philoſophiſchen Geiſt von alters her ausgezeichnete Univerſität Jena, der er noch heute angehört. Sein Großherzog ernannte ihn bald darauf zum Hofrat und 1896 zum Geh. Hofrat. Jn Jena entſtanden ſeine Schriften „Über philoſophiſche Tradition‟ (1883) und „Die Klimax der Theorien‟ (1884). Eine poetiſche philoſophiſche Sonettenfolge „Die Konfeſſionen‟ erſchien 1896 in der „Zeitſchrift für Philoſophie und phi- loſophiſche Kritik;‟ denſelben Ge- danken- u. Gemütserregungen ſind auch entſprungen ſeine S: Weltwan- derung (Ge.), 1899. Liebrich, Karl Auguſt, geb. am 19. Jan. 1858 zu Wißmar, Kr. Wetzlar, beſuchte das Gymnaſium zu Darm- ſtadt und ſtudierte darauf in Gießen, Leipzig und Marburg Geſchichte, Lite- ratur und neuere Sprachen. Nachdem er zum Dr. phil. promoviert worden, wandte er ſich der Journaliſtik zu, war ſeit 1883 Redakteur des „Schwä- biſchen Merkur‟ in Stuttgart und 1903‒06 Redakteur des „Neuen Stutt- garter Tageblatts‟. Seit 1908 lebt er in Gotha als freier Schriftſteller. S: Heinrich v. Kleiſt (Tr.), 1888. Liechti, Samuel, geb. zu Thun in der Schweiz am 8. März 1825, widmete ſich nach kaum zurückgelegter Schulzeit dem Schulfache, übernahm dann bei Ausbruch des Sonderbundkrieges 1847 die Redaktion des „Thuner Blattes‟, die er bis 1854 führte, und arbeitete von da ab mit wenigen Un- terbrechungen als Mitarbeiter und Redakteur an verſchiedenen ſchweize- riſchen Blättern. Seit 1873 lebt er als Redakteur des „Tageblattes‟ im Städtchen Zofingen, Kanton Aargau. S: Die Schweizergeſchichte im Spie- gel der deutſchen Dichtung (Antho- logie), 1857. ‒ Zwölf Schweizermär- chen, 1865. Liefeld, F. W. Albert, geb. am 14. März 1831 zu Ludwigsfelde in der Mark Brandenburg, diente 4 Jahre im Regiment der ſchwarzen Huſaren und trat dann in das Miſſionshaus zu Hermannsburg im Hannöverſchen ein. Hier bereitete er ſich für den Miſſionsdienſt vor, ging 1861 als Miſſionar nach Afrika und kam 1869 nach den Vereinigten Staaten, wo er als lutheriſcher Prediger mehrere Ge- meinden bediente. Gegenwärtig iſt er Paſtor zu Lynnville, Jndiana. S: Er- innerungen aus der ſüdafrikaniſchen Miſſion, 1891. ‒ Erntekranz (Peri- kopen-Lr.), 1881. *Lienert, Meinrad, wurde am 21. Mai 1865 zu Einſiedeln in d. Schweiz als der Sohn eines Landſchreibers geboren, beſuchte das Gymnaſium des dortigen Kloſters und dasjenige zu Lauſanne, worauf er in Heidelberg, München u. Zürich die Rechte ſtudierte. Jm Jahre 1886 kehrte er nach Ein- ſiedeln zurück u. wurde hier 1888 zum Stellvertreter des Bezirks- und Ge- richtsſchreibers und 1890 zum Notar des Waldbezirks Einſiedeln gewählt. Jm Jahre 1903 legte er dieſes Amt nieder und zog nach Zürich, um ſich dort ausſchließlich ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit zu widmen, die ihm ſeit 1890 bereits erfreuliche Erfolge beſchert hatte. S: Flüehblümeli (En. im ſchweizer Dialekt), 1891. ‒ Jodler vom Meiſterjuzer (Lr. in Mdt.), 1893. ‒ Ge- ſchichten aus den Schwyzer Bergen (Schrift-deutſche En.), 1894. 2. A. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 256. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/260>, abgerufen am 27.03.2019.