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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Klo
6. September 1856 wurde er Stifts-
kapitular am Münster zu Aachen und
1865 geheimer Ehrenkaplan des Pap-
stes. Er starb als Canonicus senior
des Kollegiatstifts daselbst am 18.
Juli 1876.

S:

Emilie, oder: Die ge-
trennte Ehe (N.), 1851. - Der Fabrik-
herr (Eine Gesch. der jüngeren Zeit),
1852. - Don Leo, oder: Die Macht
der Freundschaft (E.), 1859.

*Kloth, Heinrich,

geb. am 14. Jan.
1848 in Bockholt b. Eutin, Sohn eines
Großhufners, besuchte das Gymna-
sium in Eutin von 1857-64, erlernte
dann die Landwirtschaft und beklei-
dete in einer Reihe von zehn Jahren
verschiedene Verwalterposten auf gro-
ßen Gütern. Jm Jahre 1875 quit-
tierte er diesen Dienst und lebte bei
Verwandten u. den Eltern, war zeit-
weise auch schriftstellerisch tätig. Nach
dem Tode der Eltern kaufte er das
unter dem Namen "Kasino" bekannte
Hotel und Restaurant in Kiel, das er
noch heute leitet.

S:

De Landrats-
dochter (Plattd. E.); II, 1880. 2. A.
1885. - Sliperlisch'n (E.), 1885.

Klotz, Alois,

pseud. M. Z. Tos-
calio,
wurde am 17. Jannar 1859
in Jägerndorf, Österreich-Schlesien,
geboren, widmete sich dem kaufmän-
nischen Berufe und war seit 1886
mehrere Jahre Gemeindebeamter in
seiner Vaterstadt.

S:

Meine Jugend
(Ge.), 1889.

*Klotz, Martin,

wurde am 29. Dez.
1819 zu Haldenstein am Fuß des Ca-
landa (Graubünden) geboren. Sein
Vater war lange Zeit Ammann der
Gemeinde. Mit dem 16. Jahre bezog
K. die Kantonsschule in Chur, an der
er von 1836-41 blieb, darauf für ein
Jahr das Pädagogium in Basel und
von 1842-45 die Hochschule daselbst,
wo er Theologie studierte. Doch be-
schäftigten ihn hier und nachmals in
Berlin (1845-47) auch lebhaft Philo-
sophie, Ästhetik, Literatur- u. Kunst-
geschichte, die er bei Jakob und Wil-
helm Grimm, bei Lachmann, Hotho,
[Spaltenumbruch]

Klu
Vatke u. a. hörte. Während des Som-
mers 1846 weilte er als Gast eines
Herrn Dringlinger in Swinemünde,
und hier entstanden seine ersten Dich-
tungen. Jm Herbst 1847, eben heim-
gekehrt, ward er dazu ausersehen, als
Feldprediger eines Graubündener
Landwehrbataillons gegen den Son-
derbund mit ins Feld zu ziehen, und
hier dichtete er einige zur Situation
passende Vaterlandslieder. Hierauf
ward er Pfarrer in der Graubünde-
ner Gemeinde Jenins und verwaltete
von 1857-59 neben seiner Pfarrei
noch das Amt eines ersten evangeli-
schen Seelsorgers zu Ragatz, welches
Doppelverhältnis wegen der Entfer-
nung indes auf die Dauer nicht halt-
bar war. Er nahm deshalb 1859
einen Ruf nach Eichberg b. Altstädten
im Rheintal an, wurde 1862 Pfarrer
zu Steckborn a. Rhein und wirkt seit
1884 als solcher noch jetzt (1911) in
Jgis bei Chur.

S:

Skizzen aus der
Waidtasche eines eidgenössischen
Scharfschützen, 1848. - Wellengeplät-
scher vom Ostseestrande, (Lr.), 1855.
- Biblische Dichtungen (Anthologie),
1865. - Heil und Leben (Weihnachts-
bescherungen und Lebenserfahrungen
eines Suchenden; hrsg.), 1896. -
Stufenbilder aus Natur, Geschichte
und Leben, 1905.

Klötzer, Christian,

pseud. Renn-
dier Meisgen,
wurde am 5. Febr.
1846 in Schönheide im sächsischen Erz-
gebirge geboren und lebt als Kanz-
leirat u. Vorstand des Hauptbureaus
der königlich sächs. Staatsbahnen in
Dresden.

S:

Geharnischte Sonette
des Renndier Meisgen, 1888. - Bil-
der aus dem Maurerleben (Dn.), 1892.

*Kluckhuhn, Arnold Emil,

wur-
de am 18. Febr. 1852 zu Blüthen bei
Perleberg als der Sohn des dortigen
Pastors, späteren Superintendenten
zu Finsterwalde und Müncheberg
Julius Anton K. geboren, besuchte
das Joachimsthalsche Gymnasium in
Berlin und das Gymnasium zu Pots-

*


[Spaltenumbruch]

Klo
6. September 1856 wurde er Stifts-
kapitular am Münſter zu Aachen und
1865 geheimer Ehrenkaplan des Pap-
ſtes. Er ſtarb als Canonicus senior
des Kollegiatſtifts daſelbſt am 18.
Juli 1876.

S:

Emilie, oder: Die ge-
trennte Ehe (N.), 1851. ‒ Der Fabrik-
herr (Eine Geſch. der jüngeren Zeit),
1852. ‒ Don Leo, oder: Die Macht
der Freundſchaft (E.), 1859.

*Kloth, Heinrich,

geb. am 14. Jan.
1848 in Bockholt b. Eutin, Sohn eines
Großhufners, beſuchte das Gymna-
ſium in Eutin von 1857‒64, erlernte
dann die Landwirtſchaft und beklei-
dete in einer Reihe von zehn Jahren
verſchiedene Verwalterpoſten auf gro-
ßen Gütern. Jm Jahre 1875 quit-
tierte er dieſen Dienſt und lebte bei
Verwandten u. den Eltern, war zeit-
weiſe auch ſchriftſtelleriſch tätig. Nach
dem Tode der Eltern kaufte er das
unter dem Namen „Kaſino‟ bekannte
Hotel und Reſtaurant in Kiel, das er
noch heute leitet.

S:

De Landrats-
dochter (Plattd. E.); II, 1880. 2. A.
1885. ‒ Sliperliſch’n (E.), 1885.

Klotz, Alois,

pſeud. M. Z. Tos-
calio,
wurde am 17. Jannar 1859
in Jägerndorf, Öſterreich-Schleſien,
geboren, widmete ſich dem kaufmän-
niſchen Berufe und war ſeit 1886
mehrere Jahre Gemeindebeamter in
ſeiner Vaterſtadt.

S:

Meine Jugend
(Ge.), 1889.

*Klotz, Martin,

wurde am 29. Dez.
1819 zu Haldenſtein am Fuß des Ca-
landa (Graubünden) geboren. Sein
Vater war lange Zeit Ammann der
Gemeinde. Mit dem 16. Jahre bezog
K. die Kantonsſchule in Chur, an der
er von 1836‒41 blieb, darauf für ein
Jahr das Pädagogium in Baſel und
von 1842‒45 die Hochſchule daſelbſt,
wo er Theologie ſtudierte. Doch be-
ſchäftigten ihn hier und nachmals in
Berlin (1845‒47) auch lebhaft Philo-
ſophie, Äſthetik, Literatur- u. Kunſt-
geſchichte, die er bei Jakob und Wil-
helm Grimm, bei Lachmann, Hotho,
[Spaltenumbruch]

Klu
Vatke u. a. hörte. Während des Som-
mers 1846 weilte er als Gaſt eines
Herrn Dringlinger in Swinemünde,
und hier entſtanden ſeine erſten Dich-
tungen. Jm Herbſt 1847, eben heim-
gekehrt, ward er dazu auserſehen, als
Feldprediger eines Graubündener
Landwehrbataillons gegen den Son-
derbund mit ins Feld zu ziehen, und
hier dichtete er einige zur Situation
paſſende Vaterlandslieder. Hierauf
ward er Pfarrer in der Graubünde-
ner Gemeinde Jenins und verwaltete
von 1857‒59 neben ſeiner Pfarrei
noch das Amt eines erſten evangeli-
ſchen Seelſorgers zu Ragatz, welches
Doppelverhältnis wegen der Entfer-
nung indes auf die Dauer nicht halt-
bar war. Er nahm deshalb 1859
einen Ruf nach Eichberg b. Altſtädten
im Rheintal an, wurde 1862 Pfarrer
zu Steckborn a. Rhein und wirkt ſeit
1884 als ſolcher noch jetzt (1911) in
Jgis bei Chur.

S:

Skizzen aus der
Waidtaſche eines eidgenöſſiſchen
Scharfſchützen, 1848. ‒ Wellengeplät-
ſcher vom Oſtſeeſtrande, (Lr.), 1855.
‒ Bibliſche Dichtungen (Anthologie),
1865. ‒ Heil und Leben (Weihnachts-
beſcherungen und Lebenserfahrungen
eines Suchenden; hrsg.), 1896. ‒
Stufenbilder aus Natur, Geſchichte
und Leben, 1905.

Klötzer, Chriſtian,

pſeud. Renn-
dier Meisgen,
wurde am 5. Febr.
1846 in Schönheide im ſächſiſchen Erz-
gebirge geboren und lebt als Kanz-
leirat u. Vorſtand des Hauptbureaus
der königlich ſächſ. Staatsbahnen in
Dresden.

S:

Geharniſchte Sonette
des Renndier Meisgen, 1888. ‒ Bil-
der aus dem Maurerleben (Dn.), 1892.

*Kluckhuhn, Arnold Emil,

wur-
de am 18. Febr. 1852 zu Blüthen bei
Perleberg als der Sohn des dortigen
Paſtors, ſpäteren Superintendenten
zu Finſterwalde und Müncheberg
Julius Anton K. geboren, beſuchte
das Joachimsthalſche Gymnaſium in
Berlin und das Gymnaſium zu Pots-

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[23/0027] Klo Klu 6. September 1856 wurde er Stifts- kapitular am Münſter zu Aachen und 1865 geheimer Ehrenkaplan des Pap- ſtes. Er ſtarb als Canonicus senior des Kollegiatſtifts daſelbſt am 18. Juli 1876. S: Emilie, oder: Die ge- trennte Ehe (N.), 1851. ‒ Der Fabrik- herr (Eine Geſch. der jüngeren Zeit), 1852. ‒ Don Leo, oder: Die Macht der Freundſchaft (E.), 1859. *Kloth, Heinrich, geb. am 14. Jan. 1848 in Bockholt b. Eutin, Sohn eines Großhufners, beſuchte das Gymna- ſium in Eutin von 1857‒64, erlernte dann die Landwirtſchaft und beklei- dete in einer Reihe von zehn Jahren verſchiedene Verwalterpoſten auf gro- ßen Gütern. Jm Jahre 1875 quit- tierte er dieſen Dienſt und lebte bei Verwandten u. den Eltern, war zeit- weiſe auch ſchriftſtelleriſch tätig. Nach dem Tode der Eltern kaufte er das unter dem Namen „Kaſino‟ bekannte Hotel und Reſtaurant in Kiel, das er noch heute leitet. S: De Landrats- dochter (Plattd. E.); II, 1880. 2. A. 1885. ‒ Sliperliſch’n (E.), 1885. Klotz, Alois, pſeud. M. Z. Tos- calio, wurde am 17. Jannar 1859 in Jägerndorf, Öſterreich-Schleſien, geboren, widmete ſich dem kaufmän- niſchen Berufe und war ſeit 1886 mehrere Jahre Gemeindebeamter in ſeiner Vaterſtadt. S: Meine Jugend (Ge.), 1889. *Klotz, Martin, wurde am 29. Dez. 1819 zu Haldenſtein am Fuß des Ca- landa (Graubünden) geboren. Sein Vater war lange Zeit Ammann der Gemeinde. Mit dem 16. Jahre bezog K. die Kantonsſchule in Chur, an der er von 1836‒41 blieb, darauf für ein Jahr das Pädagogium in Baſel und von 1842‒45 die Hochſchule daſelbſt, wo er Theologie ſtudierte. Doch be- ſchäftigten ihn hier und nachmals in Berlin (1845‒47) auch lebhaft Philo- ſophie, Äſthetik, Literatur- u. Kunſt- geſchichte, die er bei Jakob und Wil- helm Grimm, bei Lachmann, Hotho, Vatke u. a. hörte. Während des Som- mers 1846 weilte er als Gaſt eines Herrn Dringlinger in Swinemünde, und hier entſtanden ſeine erſten Dich- tungen. Jm Herbſt 1847, eben heim- gekehrt, ward er dazu auserſehen, als Feldprediger eines Graubündener Landwehrbataillons gegen den Son- derbund mit ins Feld zu ziehen, und hier dichtete er einige zur Situation paſſende Vaterlandslieder. Hierauf ward er Pfarrer in der Graubünde- ner Gemeinde Jenins und verwaltete von 1857‒59 neben ſeiner Pfarrei noch das Amt eines erſten evangeli- ſchen Seelſorgers zu Ragatz, welches Doppelverhältnis wegen der Entfer- nung indes auf die Dauer nicht halt- bar war. Er nahm deshalb 1859 einen Ruf nach Eichberg b. Altſtädten im Rheintal an, wurde 1862 Pfarrer zu Steckborn a. Rhein und wirkt ſeit 1884 als ſolcher noch jetzt (1911) in Jgis bei Chur. S: Skizzen aus der Waidtaſche eines eidgenöſſiſchen Scharfſchützen, 1848. ‒ Wellengeplät- ſcher vom Oſtſeeſtrande, (Lr.), 1855. ‒ Bibliſche Dichtungen (Anthologie), 1865. ‒ Heil und Leben (Weihnachts- beſcherungen und Lebenserfahrungen eines Suchenden; hrsg.), 1896. ‒ Stufenbilder aus Natur, Geſchichte und Leben, 1905. Klötzer, Chriſtian, pſeud. Renn- dier Meisgen, wurde am 5. Febr. 1846 in Schönheide im ſächſiſchen Erz- gebirge geboren und lebt als Kanz- leirat u. Vorſtand des Hauptbureaus der königlich ſächſ. Staatsbahnen in Dresden. S: Geharniſchte Sonette des Renndier Meisgen, 1888. ‒ Bil- der aus dem Maurerleben (Dn.), 1892. *Kluckhuhn, Arnold Emil, wur- de am 18. Febr. 1852 zu Blüthen bei Perleberg als der Sohn des dortigen Paſtors, ſpäteren Superintendenten zu Finſterwalde und Müncheberg Julius Anton K. geboren, beſuchte das Joachimsthalſche Gymnaſium in Berlin und das Gymnaſium zu Pots- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 23. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/27>, abgerufen am 26.03.2019.