Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Lip
u. Redakteur des Bühnenfachblattes
"Der Bühnenbote".

S:

Briefe eines
Junggesellen (vom speziell ethischen
Standpunkte aus), 1906. - Launen
des Glücks (Ein Großstadtbild), 1907.
- G'schwandtner Hanns (Dr. Lebens-
bild), 1908.

*Lippe, Alfred Graf zur,

geb. am
23. Juli 1863 (n. a. 1865) in Dres-
den, absolvierte das dortige Vitz-
thumsche Gymnasium und studierte
darauf in Straßburg im Elsaß und
in Leipzig die Rechte. Nachdem er
in Görlitz und einigen benachbarten
Städten eine Zeitlang als Referendar
im Staatsdienst tätig gewesen war,
schied er aus demselben und wandte
sich der Schriftstellerei zu. Er lebt seit
1894 in München.

S:

Jnnenleben
(Nn.), 1897. - Leidenschaft (Nn.),
1898.

*Lippert, Paul,

pseudon. Ernst
Deutschmann,
oder: Pater
Filucius redivivus,
wurde am
22. Mai 1833 zu Halle a. d. S. geb.,
besuchte von 1845-51 die lateinische
Schule in seiner Vaterstadt und wid-
mete sich dann acht Jahre lang dem
Buchhandel. Jm Jahre 1859 entsagte
er diesem Berufe u. gab sich bis 1864
in Berlin und Bonn humanistischen,
besonders germanistischen und kultur-
historischen Studien hin. Seit dem
März 1864 lebte er in Berlin, wo er
im folgenden Jahre die Stelle eines
Bibliothekars des königl. statistischen
Bureaus erhielt und als solcher das
"Kameralistische Repertorium" redi-
gierte. Er starb am 4. Novbr. 1906.

S:

Priapische Pechnelken (Ge.), 1863.
- Die verschollene Kaiserstochter und
ihr Kammerjude (R.), 1871. - Zwei-
hunderttausend Pfd. Sterling (N.),
1872. - Napoleon I. und sein Capua
in Berlin (R.); II, 1872. - Der blaue
Teufel, oder: Schach und matt! (R.),
1872. - Erlebnisse eines Mannes-
busens (Ge.), 1873. - Der Heiland
von der Rhön (R.); II, 1873. - Mo-
derne Schleichhändler (E.), 1874. -
[Spaltenumbruch]

Lip
Fra Diavolo (R.); II, 1875. - Aus d.
Poetenwinkel der Halbwelt (Ge.),
1878. - Trösteinsamkeit für Männer
und Kenner (Sentenzen), 1878.

*Lippert von Granberg, Jose-
phine,

geb. am 17. März 1836 in Wien,
genoß eine sehr sorgfältige Erziehung
u. zeigte schon im Alter der Kindheit
Sinn u. Neigung für Rhythmus und
Wohllaut der Sprache. Sehr jung mit
dem Architekten Ritter L. von Gr.
verheiratet, bereiste sie den Orient,
Griechenland und Jtalien. Sie be-
schäftigt sich in ihren Mußestunden
eifrig mit Musik, Malerei und Poesie,
mit kunsthistorischen und literarischen
Studien. Sie lebt in Wien.

S:

Minne-
Singen (Ge.), 1875. - Jtalien (Lyr.
Ge.), 1892. - Ausonia (Lyr. Blü-
ten), 1892. - Unter Ausonias Him-
mel (Lr., metrisch ins Jtal. übersetzt
mit deutschem Orig.-Text), 1894. -
Sicania (Blätter der Erinnerung),
1897; Ausg. in italienischer Sprache,
1900. -- Sie starb im April 1910.

*Lippmann, Jakob,

geb. 1851 (n.
a. 1853) zu Mainz, wollte sich in seiner
Jugend erst der Malerkunst, dann der
Bühne widmen, bis er infolge einer
journalistischen Jugendsünde, die ihm
drei Monate Gefängnis eintrug, seinen
wahren Beruf erkannte u. zur Schrift-
stellerei überging. Er lebt noch jetzt
in Mainz. Außer einigen polemischen
Schriften ("Die Gänseliesel in der
modernen Literatur". - "Paul Lin-
daus ,Arme Mädchen'". - "Moderne
Berühmtheiten, oder: Kunst und Lite-
ratur auf Aktien") und zahlreichen
Beiträgen für die gelesensten Zeit-
schriften veröffentlichte er

S:

Kari-
katuren (Hum.), 1883. - Nur für Na-
tur! (Hum.), 1883. - Der Tugendpreis
(N.), 1888. - Jugendsünden (Sat. R.),
1891. - Gewalt (Dr.), 1891. - Sie
lügen alle! (Lsp.), 1892. - Lassalles
Ende (Dr., Manuskr.); 2. A. u. d. T.:
Helene (Dr.), 1896. - Ein verbotenes
Schauspiel (Lsp), 3, A. 1898. - Die
Größen einer kleinen Stadt (Kom.),

*


[Spaltenumbruch]

Lip
u. Redakteur des Bühnenfachblattes
„Der Bühnenbote‟.

S:

Briefe eines
Junggeſellen (vom ſpeziell ethiſchen
Standpunkte aus), 1906. ‒ Launen
des Glücks (Ein Großſtadtbild), 1907.
‒ G’ſchwandtner Hanns (Dr. Lebens-
bild), 1908.

*Lippe, Alfred Graf zur,

geb. am
23. Juli 1863 (n. a. 1865) in Dres-
den, abſolvierte das dortige Vitz-
thumſche Gymnaſium und ſtudierte
darauf in Straßburg im Elſaß und
in Leipzig die Rechte. Nachdem er
in Görlitz und einigen benachbarten
Städten eine Zeitlang als Referendar
im Staatsdienſt tätig geweſen war,
ſchied er aus demſelben und wandte
ſich der Schriftſtellerei zu. Er lebt ſeit
1894 in München.

S:

Jnnenleben
(Nn.), 1897. ‒ Leidenſchaft (Nn.),
1898.

*Lippert, Paul,

pſeudon. Ernſt
Deutſchmann,
oder: Pater
Filucius redivivus,
wurde am
22. Mai 1833 zu Halle a. d. S. geb.,
beſuchte von 1845‒51 die lateiniſche
Schule in ſeiner Vaterſtadt und wid-
mete ſich dann acht Jahre lang dem
Buchhandel. Jm Jahre 1859 entſagte
er dieſem Berufe u. gab ſich bis 1864
in Berlin und Bonn humaniſtiſchen,
beſonders germaniſtiſchen und kultur-
hiſtoriſchen Studien hin. Seit dem
März 1864 lebte er in Berlin, wo er
im folgenden Jahre die Stelle eines
Bibliothekars des königl. ſtatiſtiſchen
Bureaus erhielt und als ſolcher das
„Kameraliſtiſche Repertorium‟ redi-
gierte. Er ſtarb am 4. Novbr. 1906.

S:

Priapiſche Pechnelken (Ge.), 1863.
‒ Die verſchollene Kaiſerstochter und
ihr Kammerjude (R.), 1871. ‒ Zwei-
hunderttauſend Pfd. Sterling (N.),
1872. ‒ Napoleon I. und ſein Capua
in Berlin (R.); II, 1872. ‒ Der blaue
Teufel, oder: Schach und matt! (R.),
1872. ‒ Erlebniſſe eines Mannes-
buſens (Ge.), 1873. ‒ Der Heiland
von der Rhön (R.); II, 1873. ‒ Mo-
derne Schleichhändler (E.), 1874. ‒
[Spaltenumbruch]

Lip
Fra Diavolo (R.); II, 1875. ‒ Aus d.
Poetenwinkel der Halbwelt (Ge.),
1878. ‒ Tröſteinſamkeit für Männer
und Kenner (Sentenzen), 1878.

*Lippert von Granberg, Joſe-
phine,

geb. am 17. März 1836 in Wien,
genoß eine ſehr ſorgfältige Erziehung
u. zeigte ſchon im Alter der Kindheit
Sinn u. Neigung für Rhythmus und
Wohllaut der Sprache. Sehr jung mit
dem Architekten Ritter L. von Gr.
verheiratet, bereiſte ſie den Orient,
Griechenland und Jtalien. Sie be-
ſchäftigt ſich in ihren Mußeſtunden
eifrig mit Muſik, Malerei und Poeſie,
mit kunſthiſtoriſchen und literariſchen
Studien. Sie lebt in Wien.

S:

Minne-
Singen (Ge.), 1875. ‒ Jtalien (Lyr.
Ge.), 1892. ‒ Auſonia (Lyr. Blü-
ten), 1892. ‒ Unter Auſonias Him-
mel (Lr., metriſch ins Jtal. überſetzt
mit deutſchem Orig.-Text), 1894. ‒
Sicania (Blätter der Erinnerung),
1897; Ausg. in italieniſcher Sprache,
1900. — Sie ſtarb im April 1910.

*Lippmann, Jakob,

geb. 1851 (n.
a. 1853) zu Mainz, wollte ſich in ſeiner
Jugend erſt der Malerkunſt, dann der
Bühne widmen, bis er infolge einer
journaliſtiſchen Jugendſünde, die ihm
drei Monate Gefängnis eintrug, ſeinen
wahren Beruf erkannte u. zur Schrift-
ſtellerei überging. Er lebt noch jetzt
in Mainz. Außer einigen polemiſchen
Schriften („Die Gänſelieſel in der
modernen Literatur‟. ‒ „Paul Lin-
daus ‚Arme Mädchen‛‟. ‒ „Moderne
Berühmtheiten, oder: Kunſt und Lite-
ratur auf Aktien‟) und zahlreichen
Beiträgen für die geleſenſten Zeit-
ſchriften veröffentlichte er

S:

Kari-
katuren (Hum.), 1883. ‒ Nur für Na-
tur! (Hum.), 1883. ‒ Der Tugendpreis
(N.), 1888. ‒ Jugendſünden (Sat. R.),
1891. ‒ Gewalt (Dr.), 1891. ‒ Sie
lügen alle! (Lſp.), 1892. ‒ Laſſalles
Ende (Dr., Manuſkr.); 2. A. u. d. T.:
Helene (Dr.), 1896. ‒ Ein verbotenes
Schauſpiel (Lſp), 3, A. 1898. ‒ Die
Größen einer kleinen Stadt (Kom.),

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0284" n="280"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Lip</hi></fw><lb/>
u. Redakteur des Bühnenfachblattes<lb/>
&#x201E;Der Bühnenbote&#x201F;. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Briefe eines<lb/>
Jungge&#x017F;ellen (vom &#x017F;peziell ethi&#x017F;chen<lb/>
Standpunkte aus), 1906. &#x2012; Launen<lb/>
des Glücks (Ein Groß&#x017F;tadtbild), 1907.<lb/>
&#x2012; G&#x2019;&#x017F;chwandtner Hanns (Dr. Lebens-<lb/>
bild), 1908.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Lippe,</hi> Alfred Graf zur,</head>
        <p> geb. am<lb/>
23. Juli 1863 (n. a. 1865) in Dres-<lb/>
den, ab&#x017F;olvierte das dortige Vitz-<lb/>
thum&#x017F;che Gymna&#x017F;ium und &#x017F;tudierte<lb/>
darauf in Straßburg im El&#x017F;aß und<lb/>
in Leipzig die Rechte. Nachdem er<lb/>
in Görlitz und einigen benachbarten<lb/>
Städten eine Zeitlang als Referendar<lb/>
im Staatsdien&#x017F;t tätig gewe&#x017F;en war,<lb/>
&#x017F;chied er aus dem&#x017F;elben und wandte<lb/>
&#x017F;ich der Schrift&#x017F;tellerei zu. Er lebt &#x017F;eit<lb/>
1894 in München. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Jnnenleben<lb/>
(Nn.), 1897. &#x2012; Leiden&#x017F;chaft (Nn.),<lb/>
1898.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Lippert,</hi> Paul,</head>
        <p> p&#x017F;eudon. <hi rendition="#g">Ern&#x017F;t<lb/>
Deut&#x017F;chmann,</hi> oder: <hi rendition="#g">Pater<lb/>
Filucius redivivus,</hi> wurde am<lb/>
22. Mai 1833 zu Halle a. d. S. geb.,<lb/>
be&#x017F;uchte von 1845&#x2012;51 die lateini&#x017F;che<lb/>
Schule in &#x017F;einer Vater&#x017F;tadt und wid-<lb/>
mete &#x017F;ich dann acht Jahre lang dem<lb/>
Buchhandel. Jm Jahre 1859 ent&#x017F;agte<lb/>
er die&#x017F;em Berufe u. gab &#x017F;ich bis 1864<lb/>
in Berlin und Bonn humani&#x017F;ti&#x017F;chen,<lb/>
be&#x017F;onders germani&#x017F;ti&#x017F;chen und kultur-<lb/>
hi&#x017F;tori&#x017F;chen Studien hin. Seit dem<lb/>
März 1864 lebte er in Berlin, wo er<lb/>
im folgenden Jahre die Stelle eines<lb/>
Bibliothekars des königl. &#x017F;tati&#x017F;ti&#x017F;chen<lb/>
Bureaus erhielt und als &#x017F;olcher das<lb/>
&#x201E;Kamerali&#x017F;ti&#x017F;che Repertorium&#x201F; redi-<lb/>
gierte. Er &#x017F;tarb am 4. Novbr. 1906.<lb/></p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Priapi&#x017F;che Pechnelken (Ge.), 1863.<lb/>
&#x2012; Die ver&#x017F;chollene Kai&#x017F;erstochter und<lb/>
ihr Kammerjude (R.), 1871. &#x2012; Zwei-<lb/>
hunderttau&#x017F;end Pfd. Sterling (N.),<lb/>
1872. &#x2012; Napoleon <hi rendition="#aq">I.</hi> und &#x017F;ein Capua<lb/>
in Berlin (R.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1872. &#x2012; Der blaue<lb/>
Teufel, oder: Schach und matt! (R.),<lb/>
1872. &#x2012; Erlebni&#x017F;&#x017F;e eines Mannes-<lb/>
bu&#x017F;ens (Ge.), 1873. &#x2012; Der Heiland<lb/>
von der Rhön (R.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1873. &#x2012; Mo-<lb/>
derne Schleichhändler (E.), 1874. &#x2012;<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Lip</hi></fw><lb/>
Fra Diavolo (R.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1875. &#x2012; Aus d.<lb/>
Poetenwinkel der Halbwelt (Ge.),<lb/>
1878. &#x2012; Trö&#x017F;tein&#x017F;amkeit für Männer<lb/>
und Kenner (Sentenzen), 1878.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Lippert von Granberg,</hi> Jo&#x017F;e-<lb/>
phine,</head>
        <p> geb. am 17. März 1836 in Wien,<lb/>
genoß eine &#x017F;ehr &#x017F;orgfältige Erziehung<lb/>
u. zeigte &#x017F;chon im Alter der Kindheit<lb/>
Sinn u. Neigung für Rhythmus und<lb/>
Wohllaut der Sprache. Sehr jung mit<lb/>
dem Architekten Ritter L. von Gr.<lb/>
verheiratet, berei&#x017F;te &#x017F;ie den Orient,<lb/>
Griechenland und Jtalien. Sie be-<lb/>
&#x017F;chäftigt &#x017F;ich in ihren Muße&#x017F;tunden<lb/>
eifrig mit Mu&#x017F;ik, Malerei und Poe&#x017F;ie,<lb/>
mit kun&#x017F;thi&#x017F;tori&#x017F;chen und literari&#x017F;chen<lb/>
Studien. Sie lebt in Wien. </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Minne-<lb/>
Singen (Ge.), 1875. &#x2012; Jtalien (Lyr.<lb/>
Ge.), 1892. &#x2012; Au&#x017F;onia (Lyr. Blü-<lb/>
ten), 1892. &#x2012; Unter Au&#x017F;onias Him-<lb/>
mel (Lr., metri&#x017F;ch ins Jtal. über&#x017F;etzt<lb/>
mit deut&#x017F;chem Orig.-Text), 1894. &#x2012;<lb/>
Sicania (Blätter der Erinnerung),<lb/>
1897; Ausg. in italieni&#x017F;cher Sprache,<lb/>
1900. &#x2014; Sie &#x017F;tarb im April 1910.</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Lippmann,</hi> Jakob,</head>
        <p> geb. 1851 (n.<lb/>
a. 1853) zu Mainz, wollte &#x017F;ich in &#x017F;einer<lb/>
Jugend er&#x017F;t der Malerkun&#x017F;t, dann der<lb/>
Bühne widmen, bis er infolge einer<lb/>
journali&#x017F;ti&#x017F;chen Jugend&#x017F;ünde, die ihm<lb/>
drei Monate Gefängnis eintrug, &#x017F;einen<lb/>
wahren Beruf erkannte u. zur Schrift-<lb/>
&#x017F;tellerei überging. Er lebt noch jetzt<lb/>
in Mainz. Außer einigen polemi&#x017F;chen<lb/>
Schriften (&#x201E;Die Gän&#x017F;elie&#x017F;el in der<lb/>
modernen Literatur&#x201F;. &#x2012; &#x201E;Paul Lin-<lb/>
daus &#x201A;Arme Mädchen&#x201B;&#x201F;. &#x2012; &#x201E;Moderne<lb/>
Berühmtheiten, oder: Kun&#x017F;t und Lite-<lb/>
ratur auf Aktien&#x201F;) und zahlreichen<lb/>
Beiträgen für die gele&#x017F;en&#x017F;ten Zeit-<lb/>
&#x017F;chriften veröffentlichte er </p>
      </div><lb/>
      <div type="bibliography" n="1">
        <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
        <p> Kari-<lb/>
katuren (Hum.), 1883. &#x2012; Nur für Na-<lb/>
tur! (Hum.), 1883. &#x2012; Der Tugendpreis<lb/>
(N.), 1888. &#x2012; Jugend&#x017F;ünden (Sat. R.),<lb/>
1891. &#x2012; Gewalt (Dr.), 1891. &#x2012; Sie<lb/>
lügen alle! (L&#x017F;p.), 1892. &#x2012; La&#x017F;&#x017F;alles<lb/>
Ende (Dr., Manu&#x017F;kr.); 2. A. u. d. T.:<lb/>
Helene (Dr.), 1896. &#x2012; Ein verbotenes<lb/>
Schau&#x017F;piel (L&#x017F;p), 3, A. 1898. &#x2012; Die<lb/>
Größen einer kleinen Stadt (Kom.),<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[280/0284] Lip Lip u. Redakteur des Bühnenfachblattes „Der Bühnenbote‟. S: Briefe eines Junggeſellen (vom ſpeziell ethiſchen Standpunkte aus), 1906. ‒ Launen des Glücks (Ein Großſtadtbild), 1907. ‒ G’ſchwandtner Hanns (Dr. Lebens- bild), 1908. *Lippe, Alfred Graf zur, geb. am 23. Juli 1863 (n. a. 1865) in Dres- den, abſolvierte das dortige Vitz- thumſche Gymnaſium und ſtudierte darauf in Straßburg im Elſaß und in Leipzig die Rechte. Nachdem er in Görlitz und einigen benachbarten Städten eine Zeitlang als Referendar im Staatsdienſt tätig geweſen war, ſchied er aus demſelben und wandte ſich der Schriftſtellerei zu. Er lebt ſeit 1894 in München. S: Jnnenleben (Nn.), 1897. ‒ Leidenſchaft (Nn.), 1898. *Lippert, Paul, pſeudon. Ernſt Deutſchmann, oder: Pater Filucius redivivus, wurde am 22. Mai 1833 zu Halle a. d. S. geb., beſuchte von 1845‒51 die lateiniſche Schule in ſeiner Vaterſtadt und wid- mete ſich dann acht Jahre lang dem Buchhandel. Jm Jahre 1859 entſagte er dieſem Berufe u. gab ſich bis 1864 in Berlin und Bonn humaniſtiſchen, beſonders germaniſtiſchen und kultur- hiſtoriſchen Studien hin. Seit dem März 1864 lebte er in Berlin, wo er im folgenden Jahre die Stelle eines Bibliothekars des königl. ſtatiſtiſchen Bureaus erhielt und als ſolcher das „Kameraliſtiſche Repertorium‟ redi- gierte. Er ſtarb am 4. Novbr. 1906. S: Priapiſche Pechnelken (Ge.), 1863. ‒ Die verſchollene Kaiſerstochter und ihr Kammerjude (R.), 1871. ‒ Zwei- hunderttauſend Pfd. Sterling (N.), 1872. ‒ Napoleon I. und ſein Capua in Berlin (R.); II, 1872. ‒ Der blaue Teufel, oder: Schach und matt! (R.), 1872. ‒ Erlebniſſe eines Mannes- buſens (Ge.), 1873. ‒ Der Heiland von der Rhön (R.); II, 1873. ‒ Mo- derne Schleichhändler (E.), 1874. ‒ Fra Diavolo (R.); II, 1875. ‒ Aus d. Poetenwinkel der Halbwelt (Ge.), 1878. ‒ Tröſteinſamkeit für Männer und Kenner (Sentenzen), 1878. *Lippert von Granberg, Joſe- phine, geb. am 17. März 1836 in Wien, genoß eine ſehr ſorgfältige Erziehung u. zeigte ſchon im Alter der Kindheit Sinn u. Neigung für Rhythmus und Wohllaut der Sprache. Sehr jung mit dem Architekten Ritter L. von Gr. verheiratet, bereiſte ſie den Orient, Griechenland und Jtalien. Sie be- ſchäftigt ſich in ihren Mußeſtunden eifrig mit Muſik, Malerei und Poeſie, mit kunſthiſtoriſchen und literariſchen Studien. Sie lebt in Wien. S: Minne- Singen (Ge.), 1875. ‒ Jtalien (Lyr. Ge.), 1892. ‒ Auſonia (Lyr. Blü- ten), 1892. ‒ Unter Auſonias Him- mel (Lr., metriſch ins Jtal. überſetzt mit deutſchem Orig.-Text), 1894. ‒ Sicania (Blätter der Erinnerung), 1897; Ausg. in italieniſcher Sprache, 1900. — Sie ſtarb im April 1910. *Lippmann, Jakob, geb. 1851 (n. a. 1853) zu Mainz, wollte ſich in ſeiner Jugend erſt der Malerkunſt, dann der Bühne widmen, bis er infolge einer journaliſtiſchen Jugendſünde, die ihm drei Monate Gefängnis eintrug, ſeinen wahren Beruf erkannte u. zur Schrift- ſtellerei überging. Er lebt noch jetzt in Mainz. Außer einigen polemiſchen Schriften („Die Gänſelieſel in der modernen Literatur‟. ‒ „Paul Lin- daus ‚Arme Mädchen‛‟. ‒ „Moderne Berühmtheiten, oder: Kunſt und Lite- ratur auf Aktien‟) und zahlreichen Beiträgen für die geleſenſten Zeit- ſchriften veröffentlichte er S: Kari- katuren (Hum.), 1883. ‒ Nur für Na- tur! (Hum.), 1883. ‒ Der Tugendpreis (N.), 1888. ‒ Jugendſünden (Sat. R.), 1891. ‒ Gewalt (Dr.), 1891. ‒ Sie lügen alle! (Lſp.), 1892. ‒ Laſſalles Ende (Dr., Manuſkr.); 2. A. u. d. T.: Helene (Dr.), 1896. ‒ Ein verbotenes Schauſpiel (Lſp), 3, A. 1898. ‒ Die Größen einer kleinen Stadt (Kom.), *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/284
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 280. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/284>, abgerufen am 20.03.2019.