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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kna
stellerisch tätig war und 1833 sein
zweites theologisches Examen bestand.
1834 wurde er Prediger zu Wuster-
witz bei Dramburg in Pommern und
1850 an der lutherisch-böhmischen
Bethlehemsgemeinde in Berlin. Er
starb am 27. Juli 1878 zu Dünnow
bei Stolpmünde in Pommern, wo er
im Hause seiner Tochter auf Besuch
geweilt hatte.

S:

Simon Johanna,
hast du mich lieb? (Geistliche Lr. und
Son.), 1829. Neue A. u. d. T.: Zions-
harfe, 1840. 3. A. 1843. - Liebe um
Liebe (Geistliche Lr.), 1849. - Zeug-
nisse von und aus dem Leben des
teuren Gottesmannes G. K. (hrsg.
von D. Wangemann; enthält auch
Ge.), 1879. - Einige Predigtsamm-
lungen.

Knapp, Gotthold Felician,


jüngster Sohn des Stuttgarter Stadt-
pfarrers u. Dichters Albert K., wurde
am 5. Juli 1848 zu Stuttgart ge-
boren, besuchte das Gymnasium seiner
Vaterstadt, das niedere theologische
Seminar zu Urach und studierte dann
im Stift zu Tübingen Theologie.
Nachdem er darauf an verschiedenen
Orten als Vikar gewirkt hatte, wurde
er Repetent in Tübingen und danach
Diakonus in Tuttlingen. Seit 1889
ist er Stadtpfarrer in Ravensburg.

S:

Ernst und frei (Ge.), 1886. - 40
Lieder des Leids: Benjamin. Wie
könnt' ich dein vergessen! (Manuskr.
gedr.), 1889.

*Knapp, Hermann Georg,

geb.
am 13. Apr. 1828 zu Schwendi, Ober-
amts Laupheim (Württemberg) als
der Sohn eines Lehrers, besuchte, von
seinem Vater besonders in der Musik
tüchtig vorgebildet, das Gymnasium
zu Biberach, das Konvikt zu Ehingen,
das Wilhelm-Stift in Tübingen und
die Universität Freiburg i. Br., wo
er anfänglich Theologie, später Philo-
logie und Kunstgeschichte studierte. Jn
den Jahren 1854-55 machte er große
Reisen durch Deutschland, Frankreich,
die Schweiz und Jtalien, lebte nach
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Kna
seiner Rückkehr an verschiedenen klei-
neren und größeren Orten Württem-
bergs, redigierte 1862 in Ulm das
"Ulmer Tageblatt" und das "Schwä-
bische Wochenblatt", 1863 in Biberach
den "Rißboten" und siedelte 1864 nach
Stuttgart über, wo er seitdem als
Privatlehrer tätig gewesen ist. Er +
daselbst nach langen schweren Leiden
in dürftigen Verhältnissen am 8. Jan.
1890.

S:

Luitbertus, od.: Das Bäuer-
lein von Fulgenstadt (Lg.), 1859. -
Poetische Versuche eines Prosaikers
(Ge.), 1865. - Hellauf und glattaweg
(Ge. in schwäbischer Mundart), 1873.
- Aus meinem Gärtlein (Ge.), 1878.

*Knapp, Joseph Nathanael,

der
dritte Sohn des bekannten Dichters
Albert Knapp, wurde am 18. Januar
1839 zu Stuttgart geboren, besuchte
das untere und mittlere Gymnasium,
zwischendurch auch zwei Jahre lang
das vom Direktor Strebel geleitete
Privatgymnasium daselbst, ging im
Herbst 1853 auf das Seminar zu Blau-
beuren u. wurde 1857 in das Tübin-
ger Stift aufgenommen, wo er vier
Jahre lang Philosophie und Theo-
logie studierte. Nachdem er 1861-64
als Vikar seinen leidenden Vater im
Amte unterstützt hatte, wurde er Repe-
tent im theologischen Seminar zu
Tübingen, unternahm im Sommer
1867 eine größere wissenschaftliche
Reise durch Mittel- und Norddeutsch-
land, wurde im Herbst 1867 Stadt-
vikar an der Hospitalkirche in Stutt-
gart, 1869 Diakonus und Schulinspek-
tor in Krailsheim und kehrte 1881
nach Stuttgart zurück, wo er erst Dia-
konus und 1885 Stadtpfarrer an St.
Leonhard und 1890 zweiter Stadt-
pfarrer an der Stiftskirche wurde.
Als solcher starb er am 28. Juli 1893.

S:

Gedichte, 1880. 2. A. 1884. - Kai-
serlieder (z. Gedächtnis Kaiser Wil-
helms), 1888. - Funken vom Altare
(Ge.), 1893.

Knapp, Ernst Martin Christian
Ludwig,

Bruder des bekannten

*


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Kna
ſtelleriſch tätig war und 1833 ſein
zweites theologiſches Examen beſtand.
1834 wurde er Prediger zu Wuſter-
witz bei Dramburg in Pommern und
1850 an der lutheriſch-böhmiſchen
Bethlehemsgemeinde in Berlin. Er
ſtarb am 27. Juli 1878 zu Dünnow
bei Stolpmünde in Pommern, wo er
im Hauſe ſeiner Tochter auf Beſuch
geweilt hatte.

S:

Simon Johanna,
haſt du mich lieb? (Geiſtliche Lr. und
Son.), 1829. Neue A. u. d. T.: Zions-
harfe, 1840. 3. A. 1843. ‒ Liebe um
Liebe (Geiſtliche Lr.), 1849. ‒ Zeug-
niſſe von und aus dem Leben des
teuren Gottesmannes G. K. (hrsg.
von D. Wangemann; enthält auch
Ge.), 1879. ‒ Einige Predigtſamm-
lungen.

Knapp, Gotthold Felician,


jüngſter Sohn des Stuttgarter Stadt-
pfarrers u. Dichters Albert K., wurde
am 5. Juli 1848 zu Stuttgart ge-
boren, beſuchte das Gymnaſium ſeiner
Vaterſtadt, das niedere theologiſche
Seminar zu Urach und ſtudierte dann
im Stift zu Tübingen Theologie.
Nachdem er darauf an verſchiedenen
Orten als Vikar gewirkt hatte, wurde
er Repetent in Tübingen und danach
Diakonus in Tuttlingen. Seit 1889
iſt er Stadtpfarrer in Ravensburg.

S:

Ernſt und frei (Ge.), 1886. ‒ 40
Lieder des Leids: Benjamin. Wie
könnt’ ich dein vergeſſen! (Manuſkr.
gedr.), 1889.

*Knapp, Hermann Georg,

geb.
am 13. Apr. 1828 zu Schwendi, Ober-
amts Laupheim (Württemberg) als
der Sohn eines Lehrers, beſuchte, von
ſeinem Vater beſonders in der Muſik
tüchtig vorgebildet, das Gymnaſium
zu Biberach, das Konvikt zu Ehingen,
das Wilhelm-Stift in Tübingen und
die Univerſität Freiburg i. Br., wo
er anfänglich Theologie, ſpäter Philo-
logie und Kunſtgeſchichte ſtudierte. Jn
den Jahren 1854‒55 machte er große
Reiſen durch Deutſchland, Frankreich,
die Schweiz und Jtalien, lebte nach
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Kna
ſeiner Rückkehr an verſchiedenen klei-
neren und größeren Orten Württem-
bergs, redigierte 1862 in Ulm das
„Ulmer Tageblatt‟ und das „Schwä-
biſche Wochenblatt‟, 1863 in Biberach
den „Rißboten‟ und ſiedelte 1864 nach
Stuttgart über, wo er ſeitdem als
Privatlehrer tätig geweſen iſt. Er †
daſelbſt nach langen ſchweren Leiden
in dürftigen Verhältniſſen am 8. Jan.
1890.

S:

Luitbertus, od.: Das Bäuer-
lein von Fulgenſtadt (Lg.), 1859. ‒
Poetiſche Verſuche eines Proſaikers
(Ge.), 1865. ‒ Hellauf und glattaweg
(Ge. in ſchwäbiſcher Mundart), 1873.
‒ Aus meinem Gärtlein (Ge.), 1878.

*Knapp, Joſeph Nathanael,

der
dritte Sohn des bekannten Dichters
Albert Knapp, wurde am 18. Januar
1839 zu Stuttgart geboren, beſuchte
das untere und mittlere Gymnaſium,
zwiſchendurch auch zwei Jahre lang
das vom Direktor Strebel geleitete
Privatgymnaſium daſelbſt, ging im
Herbſt 1853 auf das Seminar zu Blau-
beuren u. wurde 1857 in das Tübin-
ger Stift aufgenommen, wo er vier
Jahre lang Philoſophie und Theo-
logie ſtudierte. Nachdem er 1861‒64
als Vikar ſeinen leidenden Vater im
Amte unterſtützt hatte, wurde er Repe-
tent im theologiſchen Seminar zu
Tübingen, unternahm im Sommer
1867 eine größere wiſſenſchaftliche
Reiſe durch Mittel- und Norddeutſch-
land, wurde im Herbſt 1867 Stadt-
vikar an der Hoſpitalkirche in Stutt-
gart, 1869 Diakonus und Schulinſpek-
tor in Krailsheim und kehrte 1881
nach Stuttgart zurück, wo er erſt Dia-
konus und 1885 Stadtpfarrer an St.
Leonhard und 1890 zweiter Stadt-
pfarrer an der Stiftskirche wurde.
Als ſolcher ſtarb er am 28. Juli 1893.

S:

Gedichte, 1880. 2. A. 1884. ‒ Kai-
ſerlieder (z. Gedächtnis Kaiſer Wil-
helms), 1888. ‒ Funken vom Altare
(Ge.), 1893.

Knapp, Ernſt Martin Chriſtian
Ludwig,

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*
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[25/0029] Kna Kna ſtelleriſch tätig war und 1833 ſein zweites theologiſches Examen beſtand. 1834 wurde er Prediger zu Wuſter- witz bei Dramburg in Pommern und 1850 an der lutheriſch-böhmiſchen Bethlehemsgemeinde in Berlin. Er ſtarb am 27. Juli 1878 zu Dünnow bei Stolpmünde in Pommern, wo er im Hauſe ſeiner Tochter auf Beſuch geweilt hatte. S: Simon Johanna, haſt du mich lieb? (Geiſtliche Lr. und Son.), 1829. Neue A. u. d. T.: Zions- harfe, 1840. 3. A. 1843. ‒ Liebe um Liebe (Geiſtliche Lr.), 1849. ‒ Zeug- niſſe von und aus dem Leben des teuren Gottesmannes G. K. (hrsg. von D. Wangemann; enthält auch Ge.), 1879. ‒ Einige Predigtſamm- lungen. Knapp, Gotthold Felician, jüngſter Sohn des Stuttgarter Stadt- pfarrers u. Dichters Albert K., wurde am 5. Juli 1848 zu Stuttgart ge- boren, beſuchte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, das niedere theologiſche Seminar zu Urach und ſtudierte dann im Stift zu Tübingen Theologie. Nachdem er darauf an verſchiedenen Orten als Vikar gewirkt hatte, wurde er Repetent in Tübingen und danach Diakonus in Tuttlingen. Seit 1889 iſt er Stadtpfarrer in Ravensburg. S: Ernſt und frei (Ge.), 1886. ‒ 40 Lieder des Leids: Benjamin. Wie könnt’ ich dein vergeſſen! (Manuſkr. gedr.), 1889. *Knapp, Hermann Georg, geb. am 13. Apr. 1828 zu Schwendi, Ober- amts Laupheim (Württemberg) als der Sohn eines Lehrers, beſuchte, von ſeinem Vater beſonders in der Muſik tüchtig vorgebildet, das Gymnaſium zu Biberach, das Konvikt zu Ehingen, das Wilhelm-Stift in Tübingen und die Univerſität Freiburg i. Br., wo er anfänglich Theologie, ſpäter Philo- logie und Kunſtgeſchichte ſtudierte. Jn den Jahren 1854‒55 machte er große Reiſen durch Deutſchland, Frankreich, die Schweiz und Jtalien, lebte nach ſeiner Rückkehr an verſchiedenen klei- neren und größeren Orten Württem- bergs, redigierte 1862 in Ulm das „Ulmer Tageblatt‟ und das „Schwä- biſche Wochenblatt‟, 1863 in Biberach den „Rißboten‟ und ſiedelte 1864 nach Stuttgart über, wo er ſeitdem als Privatlehrer tätig geweſen iſt. Er † daſelbſt nach langen ſchweren Leiden in dürftigen Verhältniſſen am 8. Jan. 1890. S: Luitbertus, od.: Das Bäuer- lein von Fulgenſtadt (Lg.), 1859. ‒ Poetiſche Verſuche eines Proſaikers (Ge.), 1865. ‒ Hellauf und glattaweg (Ge. in ſchwäbiſcher Mundart), 1873. ‒ Aus meinem Gärtlein (Ge.), 1878. *Knapp, Joſeph Nathanael, der dritte Sohn des bekannten Dichters Albert Knapp, wurde am 18. Januar 1839 zu Stuttgart geboren, beſuchte das untere und mittlere Gymnaſium, zwiſchendurch auch zwei Jahre lang das vom Direktor Strebel geleitete Privatgymnaſium daſelbſt, ging im Herbſt 1853 auf das Seminar zu Blau- beuren u. wurde 1857 in das Tübin- ger Stift aufgenommen, wo er vier Jahre lang Philoſophie und Theo- logie ſtudierte. Nachdem er 1861‒64 als Vikar ſeinen leidenden Vater im Amte unterſtützt hatte, wurde er Repe- tent im theologiſchen Seminar zu Tübingen, unternahm im Sommer 1867 eine größere wiſſenſchaftliche Reiſe durch Mittel- und Norddeutſch- land, wurde im Herbſt 1867 Stadt- vikar an der Hoſpitalkirche in Stutt- gart, 1869 Diakonus und Schulinſpek- tor in Krailsheim und kehrte 1881 nach Stuttgart zurück, wo er erſt Dia- konus und 1885 Stadtpfarrer an St. Leonhard und 1890 zweiter Stadt- pfarrer an der Stiftskirche wurde. Als ſolcher ſtarb er am 28. Juli 1893. S: Gedichte, 1880. 2. A. 1884. ‒ Kai- ſerlieder (z. Gedächtnis Kaiſer Wil- helms), 1888. ‒ Funken vom Altare (Ge.), 1893. Knapp, Ernſt Martin Chriſtian Ludwig, Bruder des bekannten *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 25. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/29>, abgerufen am 26.03.2019.