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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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blieb in Berlin u. fand Entschädigung
in wissenschaftlichen Studien und
literarischer Beschäftigung.

S:

Ver-
gangenheit u. Gegenwart in Xenien,
1872. - Lyrisches u. Episches, 5 Hefte,
1876-82.

Lortzing, Max,

ein Neffe des be-
rühmten Opernkomponiften, wurde
am 3. Septbr. 1839 zu Heilsberg in
Ostpreußen geboren, widmete sich dem
Studium der Philologie u. war kurze
Zeit Hilfslehrer an verschiedenen
Gymnasien. Dann siedelte er nach
Neuyork über, wo er erst als Lehrer,
dann als Redakteur eine geachtete
Stellung einnahm. Jm Jahre 1884
kehrte er in die Heimat zurück u. blieb
hier ausschließlich literarisch tätig.
Er war unter anderem Korrespondent
der Neuyorker Staatszeitung. Am 19.
Februar 1895 starb er zu Steglitz bei
Berlin.

S:

Aus der Mappe eines
amerikanischen Offiziers, 1885.

*Lösche, Ernst Bernhard,

geb.
am 1. Sept. 1860 zu Pirna in Sachsen
als der Sohn eines Gutsbesitzers, be-
suchte die Fürstenschule zu Meißen u.
das Gymnasium zu Bautzen u. studierte
darauf 1881-85 Theologie. Nachdem
er dann ein Jahr lang Erzieher im
Hause des Grafen Eckbrecht von
Dürkheim-Montmartin zu Hannover
gewesen war, wurde er 1886 Hilfs-
geistlicher in Stollberg im Erzgebirge,
1887 Diakonus in Groitzsch u. 1896
Archidiakonus in Wurzen, wo er jetzt
noch im Amte steht. Er ist als Schrift-
steller besonders auf dem Gebiete der
inneren Mission tätig und schrieb
vorwiegend

S:

Deklamationen für
Jünglingsvereine: Der fromme
Hirte. - Der verlorene Sohn. - Wir
sind Deutsche. - König Wilhelm und
der tapfere Pommer. - Die Macht des
Gesanges. - Tatsachen beweisen. -
Gottes Wege. - Wenn die Not am
größten ist. - Der Maskenball. - Jm
Mondenschein. - Der Kaiser kommt.
- Die neue Bahn. - König Maximi-
lian u. der Gänsejunge. - Der Fisch-
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Lös
zug. - Außerdem: Morgenröte und
Nachtschatten (Lebensbild in 4 Ges.),
1896. - Hundert Lieder (Sammlung
weltl. u. geistl. Lr.), 1907. - Lebens-
bilder in kleinen Szenen (mit nur
männlichen Rollen), 1909. - Festspiele:
Jn Ehren gesühnt (1902). - Feier-
abend (1903). - Um den Abend wird
es licht (1904). - Gold in der Tiefe
(1904). - Das steinerne Kreuz (1905).
- Sie kommen alle wieder (1907).

*Loesche, Naema,

psd. Tagetis
Norrmann,
wurde als die Tochter
des Rittergutsbesitzers, Majors von
Kahlden
auf dem Gute Maltzien
(Jnsel Rügen) geboren und lebt seit
1885 als die Gattin des ordentlichen
Universitätsprofessors Dr. Georg
Loesche in Wien.

S:

Aurelia phos-
phorea
(Federrisse), 1896. - Vom
Malstock zur Haube (Br. a. d. Groß-
stadt), 1896. - Leidensgefährten.
Meraner Typen (N.), 1898. - Auf
den Bergen (Nn.), 1903. - Der Pfar-
rer im Tal (Schsp.), 1904. - Kreuz-
blumen (Relig. Ge.), 1907. - Am
wilden Pfeil (Eine kärntner Dorf-
Gesch.), 1908.

*Löscher,

Friedrich Hermann,
pseud. Friedrich Herm, wurde am
14. September 1860 zu Annaberg in
Sachsen geb., siedelte im frühen Alter
mit seinen Eltern nach Dresden über
und absolvierte hier 1880 das Kreuz-
gymnasium. Nachdem er seiner Mili-
tärpflicht genügt, bezog er 1881 die
Universität Leipzig, um Theologie zu
studieren. Daneben hörte er literari-
sche Kollegien u. war schon während
seiner Studienzeit Mitarbeiter ver-
schiedener Tageszeitungen u. humo-
ristischer u. belletristischer Zeitschrif-
ten. Nach dem Staatsexamen ging er
1884 als Hauslehrer nach Triesting-
hof in Niederösterreich, wo er zwei
Jahre blieb. Er kehrte dann nach
Sachsen (Dresden) zurück, wurde
1887 Diakonus und 1890 Pfarrer zu
Zwönitz im Erzgebirge und gibt seit
1895 "Aus dem Zwönitztale", eine

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Lor
blieb in Berlin u. fand Entſchädigung
in wiſſenſchaftlichen Studien und
literariſcher Beſchäftigung.

S:

Ver-
gangenheit u. Gegenwart in Xenien,
1872. ‒ Lyriſches u. Epiſches, 5 Hefte,
1876‒82.

Lortzing, Max,

ein Neffe des be-
rühmten Opernkomponiften, wurde
am 3. Septbr. 1839 zu Heilsberg in
Oſtpreußen geboren, widmete ſich dem
Studium der Philologie u. war kurze
Zeit Hilfslehrer an verſchiedenen
Gymnaſien. Dann ſiedelte er nach
Neuyork über, wo er erſt als Lehrer,
dann als Redakteur eine geachtete
Stellung einnahm. Jm Jahre 1884
kehrte er in die Heimat zurück u. blieb
hier ausſchließlich literariſch tätig.
Er war unter anderem Korreſpondent
der Neuyorker Staatszeitung. Am 19.
Februar 1895 ſtarb er zu Steglitz bei
Berlin.

S:

Aus der Mappe eines
amerikaniſchen Offiziers, 1885.

*Löſche, Ernſt Bernhard,

geb.
am 1. Sept. 1860 zu Pirna in Sachſen
als der Sohn eines Gutsbeſitzers, be-
ſuchte die Fürſtenſchule zu Meißen u.
das Gymnaſium zu Bautzen u. ſtudierte
darauf 1881‒85 Theologie. Nachdem
er dann ein Jahr lang Erzieher im
Hauſe des Grafen Eckbrecht von
Dürkheim-Montmartin zu Hannover
geweſen war, wurde er 1886 Hilfs-
geiſtlicher in Stollberg im Erzgebirge,
1887 Diakonus in Groitzſch u. 1896
Archidiakonus in Wurzen, wo er jetzt
noch im Amte ſteht. Er iſt als Schrift-
ſteller beſonders auf dem Gebiete der
inneren Miſſion tätig und ſchrieb
vorwiegend

S:

Deklamationen für
Jünglingsvereine: Der fromme
Hirte. ‒ Der verlorene Sohn. ‒ Wir
ſind Deutſche. ‒ König Wilhelm und
der tapfere Pommer. ‒ Die Macht des
Geſanges. ‒ Tatſachen beweiſen. ‒
Gottes Wege. ‒ Wenn die Not am
größten iſt. ‒ Der Maskenball. ‒ Jm
Mondenſchein. ‒ Der Kaiſer kommt.
‒ Die neue Bahn. ‒ König Maximi-
lian u. der Gänſejunge. ‒ Der Fiſch-
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Löſ
zug. ‒ Außerdem: Morgenröte und
Nachtſchatten (Lebensbild in 4 Geſ.),
1896. ‒ Hundert Lieder (Sammlung
weltl. u. geiſtl. Lr.), 1907. ‒ Lebens-
bilder in kleinen Szenen (mit nur
männlichen Rollen), 1909. ‒ Feſtſpiele:
Jn Ehren geſühnt (1902). ‒ Feier-
abend (1903). ‒ Um den Abend wird
es licht (1904). ‒ Gold in der Tiefe
(1904). ‒ Das ſteinerne Kreuz (1905).
‒ Sie kommen alle wieder (1907).

*Loeſche, Naëma,

pſd. Tagetis
Norrmann,
wurde als die Tochter
des Rittergutsbeſitzers, Majors von
Kahlden
auf dem Gute Maltzien
(Jnſel Rügen) geboren und lebt ſeit
1885 als die Gattin des ordentlichen
Univerſitätsprofeſſors Dr. Georg
Loeſche in Wien.

S:

Aurelia phos-
phorea
(Federriſſe), 1896. ‒ Vom
Malſtock zur Haube (Br. a. d. Groß-
ſtadt), 1896. ‒ Leidensgefährten.
Meraner Typen (N.), 1898. ‒ Auf
den Bergen (Nn.), 1903. ‒ Der Pfar-
rer im Tal (Schſp.), 1904. ‒ Kreuz-
blumen (Relig. Ge.), 1907. ‒ Am
wilden Pfeil (Eine kärntner Dorf-
Geſch.), 1908.

*Löſcher,

Friedrich Hermann,
pſeud. Friedrich Herm, wurde am
14. September 1860 zu Annaberg in
Sachſen geb., ſiedelte im frühen Alter
mit ſeinen Eltern nach Dresden über
und abſolvierte hier 1880 das Kreuz-
gymnaſium. Nachdem er ſeiner Mili-
tärpflicht genügt, bezog er 1881 die
Univerſität Leipzig, um Theologie zu
ſtudieren. Daneben hörte er literari-
ſche Kollegien u. war ſchon während
ſeiner Studienzeit Mitarbeiter ver-
ſchiedener Tageszeitungen u. humo-
riſtiſcher u. belletriſtiſcher Zeitſchrif-
ten. Nach dem Staatsexamen ging er
1884 als Hauslehrer nach Trieſting-
hof in Niederöſterreich, wo er zwei
Jahre blieb. Er kehrte dann nach
Sachſen (Dresden) zurück, wurde
1887 Diakonus und 1890 Pfarrer zu
Zwönitz im Erzgebirge und gibt ſeit
1895 „Aus dem Zwönitztale‟, eine

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[304/0308] Lor Löſ blieb in Berlin u. fand Entſchädigung in wiſſenſchaftlichen Studien und literariſcher Beſchäftigung. S: Ver- gangenheit u. Gegenwart in Xenien, 1872. ‒ Lyriſches u. Epiſches, 5 Hefte, 1876‒82. Lortzing, Max, ein Neffe des be- rühmten Opernkomponiften, wurde am 3. Septbr. 1839 zu Heilsberg in Oſtpreußen geboren, widmete ſich dem Studium der Philologie u. war kurze Zeit Hilfslehrer an verſchiedenen Gymnaſien. Dann ſiedelte er nach Neuyork über, wo er erſt als Lehrer, dann als Redakteur eine geachtete Stellung einnahm. Jm Jahre 1884 kehrte er in die Heimat zurück u. blieb hier ausſchließlich literariſch tätig. Er war unter anderem Korreſpondent der Neuyorker Staatszeitung. Am 19. Februar 1895 ſtarb er zu Steglitz bei Berlin. S: Aus der Mappe eines amerikaniſchen Offiziers, 1885. *Löſche, Ernſt Bernhard, geb. am 1. Sept. 1860 zu Pirna in Sachſen als der Sohn eines Gutsbeſitzers, be- ſuchte die Fürſtenſchule zu Meißen u. das Gymnaſium zu Bautzen u. ſtudierte darauf 1881‒85 Theologie. Nachdem er dann ein Jahr lang Erzieher im Hauſe des Grafen Eckbrecht von Dürkheim-Montmartin zu Hannover geweſen war, wurde er 1886 Hilfs- geiſtlicher in Stollberg im Erzgebirge, 1887 Diakonus in Groitzſch u. 1896 Archidiakonus in Wurzen, wo er jetzt noch im Amte ſteht. Er iſt als Schrift- ſteller beſonders auf dem Gebiete der inneren Miſſion tätig und ſchrieb vorwiegend S: Deklamationen für Jünglingsvereine: Der fromme Hirte. ‒ Der verlorene Sohn. ‒ Wir ſind Deutſche. ‒ König Wilhelm und der tapfere Pommer. ‒ Die Macht des Geſanges. ‒ Tatſachen beweiſen. ‒ Gottes Wege. ‒ Wenn die Not am größten iſt. ‒ Der Maskenball. ‒ Jm Mondenſchein. ‒ Der Kaiſer kommt. ‒ Die neue Bahn. ‒ König Maximi- lian u. der Gänſejunge. ‒ Der Fiſch- zug. ‒ Außerdem: Morgenröte und Nachtſchatten (Lebensbild in 4 Geſ.), 1896. ‒ Hundert Lieder (Sammlung weltl. u. geiſtl. Lr.), 1907. ‒ Lebens- bilder in kleinen Szenen (mit nur männlichen Rollen), 1909. ‒ Feſtſpiele: Jn Ehren geſühnt (1902). ‒ Feier- abend (1903). ‒ Um den Abend wird es licht (1904). ‒ Gold in der Tiefe (1904). ‒ Das ſteinerne Kreuz (1905). ‒ Sie kommen alle wieder (1907). *Loeſche, Naëma, pſd. Tagetis Norrmann, wurde als die Tochter des Rittergutsbeſitzers, Majors von Kahlden auf dem Gute Maltzien (Jnſel Rügen) geboren und lebt ſeit 1885 als die Gattin des ordentlichen Univerſitätsprofeſſors Dr. Georg Loeſche in Wien. S: Aurelia phos- phorea (Federriſſe), 1896. ‒ Vom Malſtock zur Haube (Br. a. d. Groß- ſtadt), 1896. ‒ Leidensgefährten. Meraner Typen (N.), 1898. ‒ Auf den Bergen (Nn.), 1903. ‒ Der Pfar- rer im Tal (Schſp.), 1904. ‒ Kreuz- blumen (Relig. Ge.), 1907. ‒ Am wilden Pfeil (Eine kärntner Dorf- Geſch.), 1908. *Löſcher, Friedrich Hermann, pſeud. Friedrich Herm, wurde am 14. September 1860 zu Annaberg in Sachſen geb., ſiedelte im frühen Alter mit ſeinen Eltern nach Dresden über und abſolvierte hier 1880 das Kreuz- gymnaſium. Nachdem er ſeiner Mili- tärpflicht genügt, bezog er 1881 die Univerſität Leipzig, um Theologie zu ſtudieren. Daneben hörte er literari- ſche Kollegien u. war ſchon während ſeiner Studienzeit Mitarbeiter ver- ſchiedener Tageszeitungen u. humo- riſtiſcher u. belletriſtiſcher Zeitſchrif- ten. Nach dem Staatsexamen ging er 1884 als Hauslehrer nach Trieſting- hof in Niederöſterreich, wo er zwei Jahre blieb. Er kehrte dann nach Sachſen (Dresden) zurück, wurde 1887 Diakonus und 1890 Pfarrer zu Zwönitz im Erzgebirge und gibt ſeit 1895 „Aus dem Zwönitztale‟, eine *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 304. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/308>, abgerufen am 17.11.2018.