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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Löw
in Böhmen (n. a. in Wien), besuchte
das akademische und Josephstädter
Gymnasium in Wien und bezog dar-
auf die dortige Universität, um Me-
dizin zu studieren. Aber schon nach
einem Jahre ergriff er die journali-
stische Laufbahn bei der "Korrespon-
denz Wilhelm" (1870) und trat am
15. April 1873 als Lokalberichterstat-
ter unter O. F. Berg (s. d.) in die
Redaktion des "Jllustrierten Wiener
Extrablatt" ein. Später für die aus-
wärtigen Berichte bestimmt, machte
er sich bald durch seine Arbeiten einen
bekannten Namen. Er war Kriegs-
berichterstatter 1876 im serbisch-tür-
kischen Kriege, 1877 im russisch-tür-
kischen, 1878 im bosnischen und 1885
im bulgarisch-serbischen Feldzuge, wie
auch im mazedonischen Aufstande und
bereiste im Jnteresse seines Blatts
Europa, Nordamerika und Afrika
von Ägypten bis Marokko. Jm Jahre
1894 wurde er Stellvertreter des
Chefredakteurs am "Jllustr. Wiener
Extrablatt" und 1898 gemeinsam
mit Julius Bauer Chefredakteur. Er
starb am 27. Dezember 1905 an den
Folgen einer Blinddarmoperation.

S:

Geschichten aus der Wienerstadt,
1888. 2. A. 1889. - Jm Fiaker nach
Paris, 1889. 2. A. 1891.

Löwy-Leszlenyi, Bernhard,


siehe Bernhard Leszlenyi!

Loy, Arthur von,

psd. für Helene
von Düring-Oetken; s. d.!

Lua, August Ludwig,

wurde am
31. Juli 1819 zu Großneuendorf bei
Küstrin geboren, wo sein Vater Büd-
ner u. Schlächter war, kam nach sei-
ner Konfirmation auf die Präpa-
randenanstalt in Berlin und besuchte
hier von 1839-42 das Lehrerseminar,
wo er zu Diesterwegs besten Schü-
lern gehörte. Nachdem er eine kurze
Zeit als Lehrer an Privatschulen in
Berlin gewirkt, wandte er sich aus-
schließlich der Journalistik u. Schrift-
stellerei zu. Mit J. A. Klein gab er
eine Zeitlang die literarische Zeit-
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Lub
schrift "Der Lesegarten" heraus und
war dann kurze Zeit Redakteur der
"Altpreußischen Zeitung" und der
"Elbinger Zeitung". Später ging er
nach Danzig, wo er 15 Jahre lang
das "Danziger Dampfboot" redi-
gierte, und kehrte nach 1872 nach Ber-
lin zurück, wo er am 28. September
1876 im Hedwigs-Krankenhause starb.

S:

Gedichte, 1840. - Lorenzo (Tr.),
1845. - Lieder zum Pestalozzifeste.
1845. - Gedichte für die Kindheit u.
Jugend, 1845. - Ein Heiratsgesuch
(P.), 1847. - Der Emissär (Lustsp.),
1851. - Der Dorfgelehrte (Volkserz.),
1853. - Der Bürgerssohn von Va-
lencia (Tr.), 1854. - Thomasine,
oder: Ein Schwur (Tr.), 1872. -
Joseph in Ägypten (Musikal. Dr.),
1872.

*Lubarsch, Rudolf,

psd. L. Schu-
bar,
wurde am 5. Januar 1807
(nicht 1810) zu Schwerin a. d. Warthe
in der Provinz Posen geboren und
anfänglich dem Handelsstand zuge-
führt. Später widmete er sich jedoch
den Studien und besuchte die Uni-
versitäten Halle und Leipzig, redi-
gierte darauf die von ihm im Groß-
herzogtum Posen gegründete Zeit-
schrift "Lesefrüchte" und ging 1839
nach Berlin, wo er sich zuerst der
Journalistik, seit 1842 aber aus-
schließlich der Romanliteratur zu-
wandte. Jm Jahre 1872 verließ er
Berlin und siedelte nach Ludwigslust
in Mecklenburg über, wo er noch
fortlaufend journalistisch tätig blieb
und bis kurz vor seinem Tode an-
sässig war. Er starb am 1. Juni 1883
in Hagenow in Mecklenburg. Seine
Schriften "Denkwürdigkeiten Louis
Napoleons" (1860) und Regierungs-
geschichte Napoleons III. (1863) wur-
den seiner Zeit viel gelesen.

S:

Me-
moiren eines Verurteilten, 1842. -
Memoiren eines Edelmannes; II,
1843. - Louise (Aus den Papieren
eines Staatsmannes), 1843. - St.
Truyen (R.); II, 1844. - Gesammelte

*


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Löw
in Böhmen (n. a. in Wien), beſuchte
das akademiſche und Joſephſtädter
Gymnaſium in Wien und bezog dar-
auf die dortige Univerſität, um Me-
dizin zu ſtudieren. Aber ſchon nach
einem Jahre ergriff er die journali-
ſtiſche Laufbahn bei der „Korreſpon-
denz Wilhelm‟ (1870) und trat am
15. April 1873 als Lokalberichterſtat-
ter unter O. F. Berg (ſ. d.) in die
Redaktion des „Jlluſtrierten Wiener
Extrablatt‟ ein. Später für die aus-
wärtigen Berichte beſtimmt, machte
er ſich bald durch ſeine Arbeiten einen
bekannten Namen. Er war Kriegs-
berichterſtatter 1876 im ſerbiſch-tür-
kiſchen Kriege, 1877 im ruſſiſch-tür-
kiſchen, 1878 im bosniſchen und 1885
im bulgariſch-ſerbiſchen Feldzuge, wie
auch im mazedoniſchen Aufſtande und
bereiſte im Jntereſſe ſeines Blatts
Europa, Nordamerika und Afrika
von Ägypten bis Marokko. Jm Jahre
1894 wurde er Stellvertreter des
Chefredakteurs am „Jlluſtr. Wiener
Extrablatt‟ und 1898 gemeinſam
mit Julius Bauer Chefredakteur. Er
ſtarb am 27. Dezember 1905 an den
Folgen einer Blinddarmoperation.

S:

Geſchichten aus der Wienerſtadt,
1888. 2. A. 1889. ‒ Jm Fiaker nach
Paris, 1889. 2. A. 1891.

Löwy-Leszlényi, Bernhard,


ſiehe Bernhard Leszlényi!

Loy, Arthur von,

pſd. für Helene
von Düring-Oetken; ſ. d.!

Lua, Auguſt Ludwig,

wurde am
31. Juli 1819 zu Großneuendorf bei
Küſtrin geboren, wo ſein Vater Büd-
ner u. Schlächter war, kam nach ſei-
ner Konfirmation auf die Präpa-
randenanſtalt in Berlin und beſuchte
hier von 1839‒42 das Lehrerſeminar,
wo er zu Dieſterwegs beſten Schü-
lern gehörte. Nachdem er eine kurze
Zeit als Lehrer an Privatſchulen in
Berlin gewirkt, wandte er ſich aus-
ſchließlich der Journaliſtik u. Schrift-
ſtellerei zu. Mit J. A. Klein gab er
eine Zeitlang die literariſche Zeit-
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Lub
ſchrift „Der Leſegarten‟ heraus und
war dann kurze Zeit Redakteur der
„Altpreußiſchen Zeitung‟ und der
„Elbinger Zeitung‟. Später ging er
nach Danzig, wo er 15 Jahre lang
das „Danziger Dampfboot‟ redi-
gierte, und kehrte nach 1872 nach Ber-
lin zurück, wo er am 28. September
1876 im Hedwigs-Krankenhauſe ſtarb.

S:

Gedichte, 1840. ‒ Lorenzo (Tr.),
1845. ‒ Lieder zum Peſtalozzifeſte.
1845. ‒ Gedichte für die Kindheit u.
Jugend, 1845. ‒ Ein Heiratsgeſuch
(P.), 1847. ‒ Der Emiſſär (Luſtſp.),
1851. ‒ Der Dorfgelehrte (Volkserz.),
1853. ‒ Der Bürgersſohn von Va-
lencia (Tr.), 1854. ‒ Thomaſine,
oder: Ein Schwur (Tr.), 1872. ‒
Joſeph in Ägypten (Muſikal. Dr.),
1872.

*Lubarſch, Rudolf,

pſd. L. Schu-
bar,
wurde am 5. Januar 1807
(nicht 1810) zu Schwerin a. d. Warthe
in der Provinz Poſen geboren und
anfänglich dem Handelsſtand zuge-
führt. Später widmete er ſich jedoch
den Studien und beſuchte die Uni-
verſitäten Halle und Leipzig, redi-
gierte darauf die von ihm im Groß-
herzogtum Poſen gegründete Zeit-
ſchrift „Leſefrüchte‟ und ging 1839
nach Berlin, wo er ſich zuerſt der
Journaliſtik, ſeit 1842 aber aus-
ſchließlich der Romanliteratur zu-
wandte. Jm Jahre 1872 verließ er
Berlin und ſiedelte nach Ludwigsluſt
in Mecklenburg über, wo er noch
fortlaufend journaliſtiſch tätig blieb
und bis kurz vor ſeinem Tode an-
ſäſſig war. Er ſtarb am 1. Juni 1883
in Hagenow in Mecklenburg. Seine
Schriften „Denkwürdigkeiten Louis
Napoleons‟ (1860) und Regierungs-
geſchichte Napoleons III. (1863) wur-
den ſeiner Zeit viel geleſen.

S:

Me-
moiren eines Verurteilten, 1842. ‒
Memoiren eines Edelmannes; II,
1843. ‒ Louiſe (Aus den Papieren
eines Staatsmannes), 1843. ‒ St.
Truyen (R.); II, 1844. ‒ Geſammelte

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[314/0318] Löw Lub in Böhmen (n. a. in Wien), beſuchte das akademiſche und Joſephſtädter Gymnaſium in Wien und bezog dar- auf die dortige Univerſität, um Me- dizin zu ſtudieren. Aber ſchon nach einem Jahre ergriff er die journali- ſtiſche Laufbahn bei der „Korreſpon- denz Wilhelm‟ (1870) und trat am 15. April 1873 als Lokalberichterſtat- ter unter O. F. Berg (ſ. d.) in die Redaktion des „Jlluſtrierten Wiener Extrablatt‟ ein. Später für die aus- wärtigen Berichte beſtimmt, machte er ſich bald durch ſeine Arbeiten einen bekannten Namen. Er war Kriegs- berichterſtatter 1876 im ſerbiſch-tür- kiſchen Kriege, 1877 im ruſſiſch-tür- kiſchen, 1878 im bosniſchen und 1885 im bulgariſch-ſerbiſchen Feldzuge, wie auch im mazedoniſchen Aufſtande und bereiſte im Jntereſſe ſeines Blatts Europa, Nordamerika und Afrika von Ägypten bis Marokko. Jm Jahre 1894 wurde er Stellvertreter des Chefredakteurs am „Jlluſtr. Wiener Extrablatt‟ und 1898 gemeinſam mit Julius Bauer Chefredakteur. Er ſtarb am 27. Dezember 1905 an den Folgen einer Blinddarmoperation. S: Geſchichten aus der Wienerſtadt, 1888. 2. A. 1889. ‒ Jm Fiaker nach Paris, 1889. 2. A. 1891. Löwy-Leszlényi, Bernhard, ſiehe Bernhard Leszlényi! Loy, Arthur von, pſd. für Helene von Düring-Oetken; ſ. d.! Lua, Auguſt Ludwig, wurde am 31. Juli 1819 zu Großneuendorf bei Küſtrin geboren, wo ſein Vater Büd- ner u. Schlächter war, kam nach ſei- ner Konfirmation auf die Präpa- randenanſtalt in Berlin und beſuchte hier von 1839‒42 das Lehrerſeminar, wo er zu Dieſterwegs beſten Schü- lern gehörte. Nachdem er eine kurze Zeit als Lehrer an Privatſchulen in Berlin gewirkt, wandte er ſich aus- ſchließlich der Journaliſtik u. Schrift- ſtellerei zu. Mit J. A. Klein gab er eine Zeitlang die literariſche Zeit- ſchrift „Der Leſegarten‟ heraus und war dann kurze Zeit Redakteur der „Altpreußiſchen Zeitung‟ und der „Elbinger Zeitung‟. Später ging er nach Danzig, wo er 15 Jahre lang das „Danziger Dampfboot‟ redi- gierte, und kehrte nach 1872 nach Ber- lin zurück, wo er am 28. September 1876 im Hedwigs-Krankenhauſe ſtarb. S: Gedichte, 1840. ‒ Lorenzo (Tr.), 1845. ‒ Lieder zum Peſtalozzifeſte. 1845. ‒ Gedichte für die Kindheit u. Jugend, 1845. ‒ Ein Heiratsgeſuch (P.), 1847. ‒ Der Emiſſär (Luſtſp.), 1851. ‒ Der Dorfgelehrte (Volkserz.), 1853. ‒ Der Bürgersſohn von Va- lencia (Tr.), 1854. ‒ Thomaſine, oder: Ein Schwur (Tr.), 1872. ‒ Joſeph in Ägypten (Muſikal. Dr.), 1872. *Lubarſch, Rudolf, pſd. L. Schu- bar, wurde am 5. Januar 1807 (nicht 1810) zu Schwerin a. d. Warthe in der Provinz Poſen geboren und anfänglich dem Handelsſtand zuge- führt. Später widmete er ſich jedoch den Studien und beſuchte die Uni- verſitäten Halle und Leipzig, redi- gierte darauf die von ihm im Groß- herzogtum Poſen gegründete Zeit- ſchrift „Leſefrüchte‟ und ging 1839 nach Berlin, wo er ſich zuerſt der Journaliſtik, ſeit 1842 aber aus- ſchließlich der Romanliteratur zu- wandte. Jm Jahre 1872 verließ er Berlin und ſiedelte nach Ludwigsluſt in Mecklenburg über, wo er noch fortlaufend journaliſtiſch tätig blieb und bis kurz vor ſeinem Tode an- ſäſſig war. Er ſtarb am 1. Juni 1883 in Hagenow in Mecklenburg. Seine Schriften „Denkwürdigkeiten Louis Napoleons‟ (1860) und Regierungs- geſchichte Napoleons III. (1863) wur- den ſeiner Zeit viel geleſen. S: Me- moiren eines Verurteilten, 1842. ‒ Memoiren eines Edelmannes; II, 1843. ‒ Louiſe (Aus den Papieren eines Staatsmannes), 1843. ‒ St. Truyen (R.); II, 1844. ‒ Geſammelte *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 314. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/318>, abgerufen am 27.03.2019.