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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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in ihren Beziehungen zur Frauenwelt,
1857. - Das deutsche Lustspiel in Ver-
gangenheit und Gegenwart, 1861. -
Deutsche Lyriker seit 1850 (Anthol.),
1864. - Zur Geschichte des Theaters
und der Musik, 1864. - Leipzig seit
100 Jahren, 1867. - Emil Devrient
(Biogr.-kritische Studie), 1868.

*Kneschke(-Schönau), Martha


Theresia Theophila, pseud. Walter
Schönau,
wurde am 2. Novbr. 1866
in Teplitz-Schönau (Böhmen) als
einzige Tochter eines Landwirts ge-
boren. Bereits 1869 verlor sie beide
Eltern und kam in das Haus des
Kaufmanns Richard Koppe nach Zit-
tau (Sachsen), später nach Görlitz.
Von ihm adoptiert, genoß sie eine gute
Erziehung und sollte auf Anregung
des Prinzen Schönaich-Carolath auf
Saabor, in dessen Hause sie als jun-
ges Mädchen viel verkehrte, sich als
Sängerin ausbilden. Leider erwies
sich ihre zarte Gesundheit einem sol-
chen Studium nicht gewachsen, und
so beschäftigte sich das vielseitig talen-
tierte Mädchen vorherrschend mit der
Literatur und begann mit 16 Jahren
einen Roman zu schreiben, dessen Voll-
endung jedoch durch ihre frühe Ver-
mählung mit d. Jngenieur Martin K.
verhindert wurde. Nach vierjähriger
glücklicher Ehe verlor sie den Gatten
und widmete sich nun, ins Elternhaus
zurückgekehrt, ganz der Pflege ihres
kränklichen, einzigen Kindes. Jn die-
sem Stilleben regte sich nun wieder
die schriftstellerische Ader in ihr, und
sie versuchte die Eindrücke, die sie auf
ihren größeren Reisen empfangen, zu
schildern und so ihre leidenschaftliche
Liebe zur Natur zum Ausdruck zu brin-
gen. Als sich die pekuniären Verhält-
nisse ihres Elternhauses durch langes
Siechtum ihres Vaters zu verschlech-
tern begannen, stellte sie ihre Feder
in den Dienst des Erwerbes u. wurde
eine rege Mitarbeiterin an größeren
Tageszeitungen u. illustrierten Zeit-
schriften. Durch häusliche und ge-
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schäftliche Pflichten sehr überbürdet,
standen ihr freilich nur die Nacht-
stunden zu geistiger Arbeit zur Ver-
fügung, wodurch ihre Gesundheit eben-
so sehr litt, als die Entfaltung ihres
Talents beeinträchtigt wurde. Dies
wendete sich indes zum Besseren, als
sie nach des Vaters Tode (1901) nach
Zittau verzog, wo sie in ländlicher
Stille ungestört weiter arbeitete. Seit
1908 hat sie ihren Wohnsitz in Dres-
den-Loschwitz.

S:

Wenn dich die
bösen Buben locken (Lustsp.), 1898.
- Florians Brautfahrt (Schw., mit
Schätzler-Perasini), 1900. - Ein
Danaergeschenk (Humor.), 1901. -
Eine Vergnügungsreise wider Wil-
len (Hum.), 1901. - Einsame Weih-
nachten (N.), 1902. - Die Autlerin
(Schw.), 1903. - Unwiderruflich und
andere Humoresken und Novellen,
1905. - Leonore fuhr ums Morgen-
rot (Burleske), 1906. - Auf der Spur
der weißen Frau (Zur Erinnerg. an
Burg Lauenstein), 1909.

*Knetsch, Wilhelm Alfons,

geb.
am 10. Februar 1884 in Eydtkuhnen
(Ostpreußen) als Sohn des dortigen
Postdirektors Max K., besuchte die
Gymnasien in Kottbus und Krefeld
und das Askanische Gymnasium in
Berlin, bestand an letzterem 1902 das
Abiturientenexamen u. studierte dar-
auf in Berlin und Heidelberg die
Rechte. Jm Dezbr. 1905 wurde er
Referendar beim Kammergericht in
Berlin und trat dann in den Staats-
dienst. Jm Mai 1906 erwarb er sich
in Jena die Würde eines Dr. jur.

S:

Schicksale (2 Nn.), 1908. - Ge-
stalten der Liebe (R.), 1908.

*Kniep, Karl,

geb. am 6. Oktober
1845 in Hannover, besuchte dort die
höhere Bürgerschule u. erlernte dann
das Gewerbe eines Goldarbeiters.
Nachdem er als Gehilfe in Berlin u.
Hanau tätig gewesen, wanderte er
1866 nach Amerika aus, wo er nach
kurzem Aufenthalt in Neuyork seinen
dauernden Wohnsitz in Newark (Staat

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in ihren Beziehungen zur Frauenwelt,
1857. ‒ Das deutſche Luſtſpiel in Ver-
gangenheit und Gegenwart, 1861. ‒
Deutſche Lyriker ſeit 1850 (Anthol.),
1864. ‒ Zur Geſchichte des Theaters
und der Muſik, 1864. ‒ Leipzig ſeit
100 Jahren, 1867. ‒ Emil Devrient
(Biogr.-kritiſche Studie), 1868.

*Kneſchke(-Schönau), Martha


Thereſia Theophila, pſeud. Walter
Schönau,
wurde am 2. Novbr. 1866
in Teplitz-Schönau (Böhmen) als
einzige Tochter eines Landwirts ge-
boren. Bereits 1869 verlor ſie beide
Eltern und kam in das Haus des
Kaufmanns Richard Koppe nach Zit-
tau (Sachſen), ſpäter nach Görlitz.
Von ihm adoptiert, genoß ſie eine gute
Erziehung und ſollte auf Anregung
des Prinzen Schönaich-Carolath auf
Saabor, in deſſen Hauſe ſie als jun-
ges Mädchen viel verkehrte, ſich als
Sängerin ausbilden. Leider erwies
ſich ihre zarte Geſundheit einem ſol-
chen Studium nicht gewachſen, und
ſo beſchäftigte ſich das vielſeitig talen-
tierte Mädchen vorherrſchend mit der
Literatur und begann mit 16 Jahren
einen Roman zu ſchreiben, deſſen Voll-
endung jedoch durch ihre frühe Ver-
mählung mit d. Jngenieur Martin K.
verhindert wurde. Nach vierjähriger
glücklicher Ehe verlor ſie den Gatten
und widmete ſich nun, ins Elternhaus
zurückgekehrt, ganz der Pflege ihres
kränklichen, einzigen Kindes. Jn die-
ſem Stilleben regte ſich nun wieder
die ſchriftſtelleriſche Ader in ihr, und
ſie verſuchte die Eindrücke, die ſie auf
ihren größeren Reiſen empfangen, zu
ſchildern und ſo ihre leidenſchaftliche
Liebe zur Natur zum Ausdruck zu brin-
gen. Als ſich die pekuniären Verhält-
niſſe ihres Elternhauſes durch langes
Siechtum ihres Vaters zu verſchlech-
tern begannen, ſtellte ſie ihre Feder
in den Dienſt des Erwerbes u. wurde
eine rege Mitarbeiterin an größeren
Tageszeitungen u. illuſtrierten Zeit-
ſchriften. Durch häusliche und ge-
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ſchäftliche Pflichten ſehr überbürdet,
ſtanden ihr freilich nur die Nacht-
ſtunden zu geiſtiger Arbeit zur Ver-
fügung, wodurch ihre Geſundheit eben-
ſo ſehr litt, als die Entfaltung ihres
Talents beeinträchtigt wurde. Dies
wendete ſich indes zum Beſſeren, als
ſie nach des Vaters Tode (1901) nach
Zittau verzog, wo ſie in ländlicher
Stille ungeſtört weiter arbeitete. Seit
1908 hat ſie ihren Wohnſitz in Dres-
den-Loſchwitz.

S:

Wenn dich die
böſen Buben locken (Luſtſp.), 1898.
‒ Florians Brautfahrt (Schw., mit
Schätzler-Peraſini), 1900. ‒ Ein
Danaërgeſchenk (Humor.), 1901. ‒
Eine Vergnügungsreiſe wider Wil-
len (Hum.), 1901. ‒ Einſame Weih-
nachten (N.), 1902. ‒ Die Autlerin
(Schw.), 1903. ‒ Unwiderruflich und
andere Humoresken und Novellen,
1905. ‒ Leonore fuhr ums Morgen-
rot (Burleske), 1906. ‒ Auf der Spur
der weißen Frau (Zur Erinnerg. an
Burg Lauenſtein), 1909.

*Knetſch, Wilhelm Alfons,

geb.
am 10. Februar 1884 in Eydtkuhnen
(Oſtpreußen) als Sohn des dortigen
Poſtdirektors Max K., beſuchte die
Gymnaſien in Kottbus und Krefeld
und das Askaniſche Gymnaſium in
Berlin, beſtand an letzterem 1902 das
Abiturientenexamen u. ſtudierte dar-
auf in Berlin und Heidelberg die
Rechte. Jm Dezbr. 1905 wurde er
Referendar beim Kammergericht in
Berlin und trat dann in den Staats-
dienſt. Jm Mai 1906 erwarb er ſich
in Jena die Würde eines Dr. jur.

S:

Schickſale (2 Nn.), 1908. ‒ Ge-
ſtalten der Liebe (R.), 1908.

*Kniep, Karl,

geb. am 6. Oktober
1845 in Hannover, beſuchte dort die
höhere Bürgerſchule u. erlernte dann
das Gewerbe eines Goldarbeiters.
Nachdem er als Gehilfe in Berlin u.
Hanau tätig geweſen, wanderte er
1866 nach Amerika aus, wo er nach
kurzem Aufenthalt in Neuyork ſeinen
dauernden Wohnſitz in Newark (Staat

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[28/0032] Kne Kni in ihren Beziehungen zur Frauenwelt, 1857. ‒ Das deutſche Luſtſpiel in Ver- gangenheit und Gegenwart, 1861. ‒ Deutſche Lyriker ſeit 1850 (Anthol.), 1864. ‒ Zur Geſchichte des Theaters und der Muſik, 1864. ‒ Leipzig ſeit 100 Jahren, 1867. ‒ Emil Devrient (Biogr.-kritiſche Studie), 1868. *Kneſchke(-Schönau), Martha Thereſia Theophila, pſeud. Walter Schönau, wurde am 2. Novbr. 1866 in Teplitz-Schönau (Böhmen) als einzige Tochter eines Landwirts ge- boren. Bereits 1869 verlor ſie beide Eltern und kam in das Haus des Kaufmanns Richard Koppe nach Zit- tau (Sachſen), ſpäter nach Görlitz. Von ihm adoptiert, genoß ſie eine gute Erziehung und ſollte auf Anregung des Prinzen Schönaich-Carolath auf Saabor, in deſſen Hauſe ſie als jun- ges Mädchen viel verkehrte, ſich als Sängerin ausbilden. Leider erwies ſich ihre zarte Geſundheit einem ſol- chen Studium nicht gewachſen, und ſo beſchäftigte ſich das vielſeitig talen- tierte Mädchen vorherrſchend mit der Literatur und begann mit 16 Jahren einen Roman zu ſchreiben, deſſen Voll- endung jedoch durch ihre frühe Ver- mählung mit d. Jngenieur Martin K. verhindert wurde. Nach vierjähriger glücklicher Ehe verlor ſie den Gatten und widmete ſich nun, ins Elternhaus zurückgekehrt, ganz der Pflege ihres kränklichen, einzigen Kindes. Jn die- ſem Stilleben regte ſich nun wieder die ſchriftſtelleriſche Ader in ihr, und ſie verſuchte die Eindrücke, die ſie auf ihren größeren Reiſen empfangen, zu ſchildern und ſo ihre leidenſchaftliche Liebe zur Natur zum Ausdruck zu brin- gen. Als ſich die pekuniären Verhält- niſſe ihres Elternhauſes durch langes Siechtum ihres Vaters zu verſchlech- tern begannen, ſtellte ſie ihre Feder in den Dienſt des Erwerbes u. wurde eine rege Mitarbeiterin an größeren Tageszeitungen u. illuſtrierten Zeit- ſchriften. Durch häusliche und ge- ſchäftliche Pflichten ſehr überbürdet, ſtanden ihr freilich nur die Nacht- ſtunden zu geiſtiger Arbeit zur Ver- fügung, wodurch ihre Geſundheit eben- ſo ſehr litt, als die Entfaltung ihres Talents beeinträchtigt wurde. Dies wendete ſich indes zum Beſſeren, als ſie nach des Vaters Tode (1901) nach Zittau verzog, wo ſie in ländlicher Stille ungeſtört weiter arbeitete. Seit 1908 hat ſie ihren Wohnſitz in Dres- den-Loſchwitz. S: Wenn dich die böſen Buben locken (Luſtſp.), 1898. ‒ Florians Brautfahrt (Schw., mit Schätzler-Peraſini), 1900. ‒ Ein Danaërgeſchenk (Humor.), 1901. ‒ Eine Vergnügungsreiſe wider Wil- len (Hum.), 1901. ‒ Einſame Weih- nachten (N.), 1902. ‒ Die Autlerin (Schw.), 1903. ‒ Unwiderruflich und andere Humoresken und Novellen, 1905. ‒ Leonore fuhr ums Morgen- rot (Burleske), 1906. ‒ Auf der Spur der weißen Frau (Zur Erinnerg. an Burg Lauenſtein), 1909. *Knetſch, Wilhelm Alfons, geb. am 10. Februar 1884 in Eydtkuhnen (Oſtpreußen) als Sohn des dortigen Poſtdirektors Max K., beſuchte die Gymnaſien in Kottbus und Krefeld und das Askaniſche Gymnaſium in Berlin, beſtand an letzterem 1902 das Abiturientenexamen u. ſtudierte dar- auf in Berlin und Heidelberg die Rechte. Jm Dezbr. 1905 wurde er Referendar beim Kammergericht in Berlin und trat dann in den Staats- dienſt. Jm Mai 1906 erwarb er ſich in Jena die Würde eines Dr. jur. S: Schickſale (2 Nn.), 1908. ‒ Ge- ſtalten der Liebe (R.), 1908. *Kniep, Karl, geb. am 6. Oktober 1845 in Hannover, beſuchte dort die höhere Bürgerſchule u. erlernte dann das Gewerbe eines Goldarbeiters. Nachdem er als Gehilfe in Berlin u. Hanau tätig geweſen, wanderte er 1866 nach Amerika aus, wo er nach kurzem Aufenthalt in Neuyork ſeinen dauernden Wohnſitz in Newark (Staat *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 28. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/32>, abgerufen am 19.03.2019.