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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Luch
Deutungsarbeit, 1910. - Montene-
gros Heldenvolkslied "Die Hochzeit
des Maxim Crnojevie" neu übersetzt
und erklärt, 1911.

*Luchner, Oskar Friedrich,

geb.
am 21. März 1880 in Jnnsbruck als
Sohn eines Tiroler Beamten, absol-
vierte dort das Gymnasium und die
Universität, an der er die Rechte stu-
dierte, und wurde 1903 zum Dr. jur.
promoviert. Er betätigte sich danach
zuerst auf industriellem Gebiet, fand
aber schließlich wenig Gefallen daran
und trat nun zur Advokatur über.
Jn diesem Beruf war er bis zum
Frühjahr 1909 in Bozen und seitdem
in Wien tätig.

S:

O alte Burschen-
herrlichkeit (Lsp.), 1904. - Der rechte
Mann (Polit.-satir. Lsp., mit Karl
Schönfeld), 1908.

Lucia, Ellen,

Pseud. für Minna
Weyergang;
s. d.!

*Lucius, Heinrich,

Psd. für Wil-
helm Karl Eberhard Heinrich Lu-
cius,
wurde am 20. Juni 1818 zu
Jena geboren und für den Handels-
stand bestimmt. Nach vollendeter
Lehrzeit ward er Seemann, machte
von Bremen aus große Reisen, die
ihn nach Afrika, Nord- u. Südame-
rika führten, u. kehrte darauf, nach-
dem er im Kanal Schiffbruch erlit-
ten und mit knapper Not das Leben
gerettet, in seine Heimat zurück, wo
er sich meist mit deutscher und aus-
ländischer Literatur beschäftigte. Jm
Jahre 1848 gründete er ein Kolo-
nialwarengeschäft, das er jedoch spä-
ter wieder aufgab, und 1869 in
Leipzig ein Antiquariat, das er 1884
nach Halle a. d. Saale verlegte. Hier
starb er am 30. Januar 1890.

S:


Adelheid von Burgund (Schausp.),
1850. 2. A. 1876. - Otto der Große
(Schsp.); II, 1877. - Kaiser Wilhelm
der Siegreiche oder: Ems, Sedan u.
Paris (Festsp.), 1879. - Führer durch
das Saal- und Schwarzatal. 2 A.
1876. - Heldensang von 1813 (Ep.),
1883.

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Luck
Lucius, Hugo,

Pseud. für Hugo
Hecht;
s. d.!

*Lucka, Emil,

geb. am 11. Mai 1877
in Wien, hat ununterbrochen daselbst
gelebt, seine Gymnasialstudien absol-
viert und an der Universität beson-
ders philosophische Studien betrie-
ben. Seitdem ist er in seiner Vater-
stadt als Schriftsteller und Mitarbei-
ter verschiedener Zeitschriften tätig.
Außer der wissenschaftlichen Publi-
kation über "Otto Weininger. Sein
Werk und seine Persönlichkeit" (1905)
schrieb er

S:

Sternenmächte (Dn.),
1903. - Gaia. Das Leben der Erde
(D.), 1903. - Beethoven (Dr.), 1906.
- Tod u. Leben (R.), 1907. - Jsolde
Weißhand (R. aus alter Zeit), 1909.
- Das Unwiderrufliche (Vier Zwie-
gespräche), 1909. - Eine Jungfrau
(R.), 1909. -Adrian und Erika (R.),
1910.

*Luckau, Wilhelm Heinrich,

geb.
am 28. Januar 1847 in Osterwed-
dingen bei Magdeburg, entstammt
einer dörfischen Handwerkerfamilie;
sein Vater war Böttchermeister. Von
1852-61 besuchte L. die Schule in
dem Dorfe Altenweddingen, wohin
seine Eltern verzogen waren, und er-
lernte dann bei seinem Vater das
Böttcherhandwerk. Außergewöhnliche
Anlagen hoben ihn schon früh über
seine Alters- und Standesgenossen
hinaus. Nachdem er als frischer, fröh-
licher Wanderbursch einen Teil seines
deutschen Vaterlandes kennen gelernt
hatte, etablierte er sich 1883 in Mag-
deburg als Meister und betreibt als
solcher noch heute sein Geschäft. Den
gänzlichen Mangel an wissenschaft-
licher Bildung suchte er durch eifriges
Selbststudium, sowie durch den Ver-
kehr mit gebildeten Männern zu be-
seitigen. Mit 50 Jahren schrieb er
sein erstes Gedicht; weitere folgten in
der Tagespresse, und der gewonnene
Beifall ermutigte ihn dann zur Her-
ausgabe seiner

S:

Herbstblüten (Lr.
eines schlichten Mannes), 1901.

*


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Luch
Deutungsarbeit, 1910. ‒ Montene-
gros Heldenvolkslied „Die Hochzeit
des Maxim Crnojevié‟ neu überſetzt
und erklärt, 1911.

*Luchner, Oskar Friedrich,

geb.
am 21. März 1880 in Jnnsbruck als
Sohn eines Tiroler Beamten, abſol-
vierte dort das Gymnaſium und die
Univerſität, an der er die Rechte ſtu-
dierte, und wurde 1903 zum Dr. jur.
promoviert. Er betätigte ſich danach
zuerſt auf induſtriellem Gebiet, fand
aber ſchließlich wenig Gefallen daran
und trat nun zur Advokatur über.
Jn dieſem Beruf war er bis zum
Frühjahr 1909 in Bozen und ſeitdem
in Wien tätig.

S:

O alte Burſchen-
herrlichkeit (Lſp.), 1904. ‒ Der rechte
Mann (Polit.-ſatir. Lſp., mit Karl
Schönfeld), 1908.

Lucia, Ellen,

Pſeud. für Minna
Weyergang;
ſ. d.!

*Lucius, Heinrich,

Pſd. für Wil-
helm Karl Eberhard Heinrich Lu-
cius,
wurde am 20. Juni 1818 zu
Jena geboren und für den Handels-
ſtand beſtimmt. Nach vollendeter
Lehrzeit ward er Seemann, machte
von Bremen aus große Reiſen, die
ihn nach Afrika, Nord- u. Südame-
rika führten, u. kehrte darauf, nach-
dem er im Kanal Schiffbruch erlit-
ten und mit knapper Not das Leben
gerettet, in ſeine Heimat zurück, wo
er ſich meiſt mit deutſcher und aus-
ländiſcher Literatur beſchäftigte. Jm
Jahre 1848 gründete er ein Kolo-
nialwarengeſchäft, das er jedoch ſpä-
ter wieder aufgab, und 1869 in
Leipzig ein Antiquariat, das er 1884
nach Halle a. d. Saale verlegte. Hier
ſtarb er am 30. Januar 1890.

S:


Adelheid von Burgund (Schauſp.),
1850. 2. A. 1876. ‒ Otto der Große
(Schſp.); II, 1877. ‒ Kaiſer Wilhelm
der Siegreiche oder: Ems, Sedan u.
Paris (Feſtſp.), 1879. ‒ Führer durch
das Saal- und Schwarzatal. 2 A.
1876. ‒ Heldenſang von 1813 (Ep.),
1883.

[Spaltenumbruch]
Luck
Lucius, Hugo,

Pſeud. für Hugo
Hecht;
ſ. d.!

*Lucka, Emil,

geb. am 11. Mai 1877
in Wien, hat ununterbrochen daſelbſt
gelebt, ſeine Gymnaſialſtudien abſol-
viert und an der Univerſität beſon-
ders philoſophiſche Studien betrie-
ben. Seitdem iſt er in ſeiner Vater-
ſtadt als Schriftſteller und Mitarbei-
ter verſchiedener Zeitſchriften tätig.
Außer der wiſſenſchaftlichen Publi-
kation über „Otto Weininger. Sein
Werk und ſeine Perſönlichkeit‟ (1905)
ſchrieb er

S:

Sternenmächte (Dn.),
1903. ‒ Gaia. Das Leben der Erde
(D.), 1903. ‒ Beethoven (Dr.), 1906.
‒ Tod u. Leben (R.), 1907. ‒ Jſolde
Weißhand (R. aus alter Zeit), 1909.
‒ Das Unwiderrufliche (Vier Zwie-
geſpräche), 1909. ‒ Eine Jungfrau
(R.), 1909. ‒Adrian und Erika (R.),
1910.

*Luckau, Wilhelm Heinrich,

geb.
am 28. Januar 1847 in Oſterwed-
dingen bei Magdeburg, entſtammt
einer dörfiſchen Handwerkerfamilie;
ſein Vater war Böttchermeiſter. Von
1852‒61 beſuchte L. die Schule in
dem Dorfe Altenweddingen, wohin
ſeine Eltern verzogen waren, und er-
lernte dann bei ſeinem Vater das
Böttcherhandwerk. Außergewöhnliche
Anlagen hoben ihn ſchon früh über
ſeine Alters- und Standesgenoſſen
hinaus. Nachdem er als friſcher, fröh-
licher Wanderburſch einen Teil ſeines
deutſchen Vaterlandes kennen gelernt
hatte, etablierte er ſich 1883 in Mag-
deburg als Meiſter und betreibt als
ſolcher noch heute ſein Geſchäft. Den
gänzlichen Mangel an wiſſenſchaft-
licher Bildung ſuchte er durch eifriges
Selbſtſtudium, ſowie durch den Ver-
kehr mit gebildeten Männern zu be-
ſeitigen. Mit 50 Jahren ſchrieb er
ſein erſtes Gedicht; weitere folgten in
der Tagespreſſe, und der gewonnene
Beifall ermutigte ihn dann zur Her-
ausgabe ſeiner

S:

Herbſtblüten (Lr.
eines ſchlichten Mannes), 1901.

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[319/0323] Luch Luck Deutungsarbeit, 1910. ‒ Montene- gros Heldenvolkslied „Die Hochzeit des Maxim Crnojevié‟ neu überſetzt und erklärt, 1911. *Luchner, Oskar Friedrich, geb. am 21. März 1880 in Jnnsbruck als Sohn eines Tiroler Beamten, abſol- vierte dort das Gymnaſium und die Univerſität, an der er die Rechte ſtu- dierte, und wurde 1903 zum Dr. jur. promoviert. Er betätigte ſich danach zuerſt auf induſtriellem Gebiet, fand aber ſchließlich wenig Gefallen daran und trat nun zur Advokatur über. Jn dieſem Beruf war er bis zum Frühjahr 1909 in Bozen und ſeitdem in Wien tätig. S: O alte Burſchen- herrlichkeit (Lſp.), 1904. ‒ Der rechte Mann (Polit.-ſatir. Lſp., mit Karl Schönfeld), 1908. Lucia, Ellen, Pſeud. für Minna Weyergang; ſ. d.! *Lucius, Heinrich, Pſd. für Wil- helm Karl Eberhard Heinrich Lu- cius, wurde am 20. Juni 1818 zu Jena geboren und für den Handels- ſtand beſtimmt. Nach vollendeter Lehrzeit ward er Seemann, machte von Bremen aus große Reiſen, die ihn nach Afrika, Nord- u. Südame- rika führten, u. kehrte darauf, nach- dem er im Kanal Schiffbruch erlit- ten und mit knapper Not das Leben gerettet, in ſeine Heimat zurück, wo er ſich meiſt mit deutſcher und aus- ländiſcher Literatur beſchäftigte. Jm Jahre 1848 gründete er ein Kolo- nialwarengeſchäft, das er jedoch ſpä- ter wieder aufgab, und 1869 in Leipzig ein Antiquariat, das er 1884 nach Halle a. d. Saale verlegte. Hier ſtarb er am 30. Januar 1890. S: Adelheid von Burgund (Schauſp.), 1850. 2. A. 1876. ‒ Otto der Große (Schſp.); II, 1877. ‒ Kaiſer Wilhelm der Siegreiche oder: Ems, Sedan u. Paris (Feſtſp.), 1879. ‒ Führer durch das Saal- und Schwarzatal. 2 A. 1876. ‒ Heldenſang von 1813 (Ep.), 1883. Lucius, Hugo, Pſeud. für Hugo Hecht; ſ. d.! *Lucka, Emil, geb. am 11. Mai 1877 in Wien, hat ununterbrochen daſelbſt gelebt, ſeine Gymnaſialſtudien abſol- viert und an der Univerſität beſon- ders philoſophiſche Studien betrie- ben. Seitdem iſt er in ſeiner Vater- ſtadt als Schriftſteller und Mitarbei- ter verſchiedener Zeitſchriften tätig. Außer der wiſſenſchaftlichen Publi- kation über „Otto Weininger. Sein Werk und ſeine Perſönlichkeit‟ (1905) ſchrieb er S: Sternenmächte (Dn.), 1903. ‒ Gaia. Das Leben der Erde (D.), 1903. ‒ Beethoven (Dr.), 1906. ‒ Tod u. Leben (R.), 1907. ‒ Jſolde Weißhand (R. aus alter Zeit), 1909. ‒ Das Unwiderrufliche (Vier Zwie- geſpräche), 1909. ‒ Eine Jungfrau (R.), 1909. ‒Adrian und Erika (R.), 1910. *Luckau, Wilhelm Heinrich, geb. am 28. Januar 1847 in Oſterwed- dingen bei Magdeburg, entſtammt einer dörfiſchen Handwerkerfamilie; ſein Vater war Böttchermeiſter. Von 1852‒61 beſuchte L. die Schule in dem Dorfe Altenweddingen, wohin ſeine Eltern verzogen waren, und er- lernte dann bei ſeinem Vater das Böttcherhandwerk. Außergewöhnliche Anlagen hoben ihn ſchon früh über ſeine Alters- und Standesgenoſſen hinaus. Nachdem er als friſcher, fröh- licher Wanderburſch einen Teil ſeines deutſchen Vaterlandes kennen gelernt hatte, etablierte er ſich 1883 in Mag- deburg als Meiſter und betreibt als ſolcher noch heute ſein Geſchäft. Den gänzlichen Mangel an wiſſenſchaft- licher Bildung ſuchte er durch eifriges Selbſtſtudium, ſowie durch den Ver- kehr mit gebildeten Männern zu be- ſeitigen. Mit 50 Jahren ſchrieb er ſein erſtes Gedicht; weitere folgten in der Tagespreſſe, und der gewonnene Beifall ermutigte ihn dann zur Her- ausgabe ſeiner S: Herbſtblüten (Lr. eines ſchlichten Mannes), 1901. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 319. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/323>, abgerufen am 18.03.2019.