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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Lud
dung doch vorwiegend eine autodidak-
tische. Ein Jahr lang war er Kapell-
meister am Stadtheater in Bremen.
Seit 1890 lebte er als Komponist,
Musiklehrer, Dirigent und Konzert-
meister in Berlin, redigierte hier auch
1894-97 die "Neue Berliner Musik-
zeitung". Um mehr Muße für künst-
lerisches Schaffen zu haben, siedelte
er 1903 nach Dresden über. Außer
verschiedenen Kompositionen und
Schriften über Musik veröffentlichte
er

S:

Für alle, nicht für jedermann
(Kleine Historien und Sonstiges in
gebund. und ungebund. Redeweise),
1888. - Stachel und Lorbeer! (Aus
drei Redaktionsjahren), 1897. -
Zschopauwellen (Waldheimer Spiel-
mannserinnerungen in Versen), 1900.
- Kunst und Schein (Text zur komi-
schen O.), 1899. - Artige und unar-
tige Gedichte in acht Büchern (Jn-
halt: 1. Aus jungen Tagen. - 2.
Scharfgeschliffenes. - 3. Leichte Ware.
- 4. Jm Lebensstrom. - 5. Vers-
Splitter und -Gaben. - 6. Bohe-
minchen [sep. 10. T. 1910]. - 7. Herbst-
Astern. - 8. Der Musik Angetrautes),
1905. - Fromme und unfromme Ge-
dichte in 3 Büchern (Fortsetzung des
vorigen), 1907 (Jnhalt: Aus junger
und jüngster Zeit. - Rosen und Pfeile.
- Am Kompaß des Lebens.) - Ver-
rücktheiten und Entzücktheiten eines
neuen Tannhäusers; II, 1907. (Jn-
halt: I. Das Rätsel der inneren
Stimme [sep. 1907]. - II. Harfen-
klang und Hammerschlag! Neue Ge.
und Reimsprüche [sep. 1907]). - Der
neue Logau, oder: Die Welt in Reim-
sprüchen, 1908. - Cabaret-Muse (Ge.),
1908. - Der neue Tannhäuser (Ge.),
1909. - Nasenstüber und Schabrüb-
chen in Reimsprüchen, 1909. - Der
neue Walther von der Vogelweide
(Ein Sängerduell in V.), 1910.

Ludwig, August,

pseud. August
Rabe,
wurde am 9. Juli 1867 in
Hochdorf, einem thüringischen Dorfe
geboren, besuchte das Gymnasium in
[Spaltenumbruch]

Lud
Jena und studierte dann an der dor-
tigen Universität Theologie. Jm
Jahre 1892 wurde er Pfarrer in
Taubach, 1898 in Schloßwippach,
1903 Diakonus in Herbsleben (Thü-
ringen) u. 1910 Diakonus in Jena,
wo er noch im Amte steht. L. ist ein
großer Bienenzüchter, und sein reich-
illustriertes Werk "Unsere Bienen"
(1906. 3. T. 1910) gehört zu den
bedeutsamsten auf dem Gebiet der
Bienenzucht.

S:

Humoristische Schrif-
ten; VI, 1900-09 [Jnhalt: I. Schnärz-
chen (Heitere Geschn. in Thüringer
Mdt.), 1900. - II. Schnurren (desgl.),
1902. - III. Schnaken (desgl.), 1904.
- IV. Schnozeln (desgl.), 1905. V.
Schnitzer (desgleichen), 1908. - VI.
Schnippchen (desgleichen), 1909.] -
Schnozelborn (Thüringer Dorfleben
in 4 Bildern, 1.-4. A.), 1906. - Da-
heim und draußen (Volksst., des
Schnozelborns 2. Tl.), 1908. - Die
Cyprer (Schw. für Jmkerfeste), 1909.
- Die Sanitätskolonne (Tragischer
Schw.), 1909. - Und in Jene lebt
sich's bene! (Lustiges Studentenstück),
1909

Ludwig, Elisabeth Wilhelmine,


wurde am 29. Juli 1831 zu Augs-
burg als die Tochter gebildeter und
wohlhabender Eltern geboren u. von
tüchtigen Lehrern unterrichtet. Schon
im achten Jahre empfand sie das Be-
dürfnis, den Reichtum ihrer Gedan-
ken in Liedern auszusprechen, u. mit
15 Jahren übergab sie viele ihrer Ge-
dichte den verschiedensten belletristi-
schen Zeitschriften. Ein früher Tod
setzte der weiteren Entfaltung ihres
Talents ein schnelles Ziel. Sie starb
am 7. August 1850.

S:

Gedichte,
1850.

*Ludwig, Marie Elisabeth,


pseud. E. Ludovici, stammt aus
einem schlesischen Pfarrhause, absol-
vierte ihr Lehrerinnenexamen und
studierte später Philosophie u. Lite-
raturgeschichte. Sie lebt jetzt (1910)
in Cunnersdorf (Schles.).

S:

Sterne

* 21*


[Spaltenumbruch]

Lud
dung doch vorwiegend eine autodidak-
tiſche. Ein Jahr lang war er Kapell-
meiſter am Stadtheater in Bremen.
Seit 1890 lebte er als Komponiſt,
Muſiklehrer, Dirigent und Konzert-
meiſter in Berlin, redigierte hier auch
1894‒97 die „Neue Berliner Muſik-
zeitung‟. Um mehr Muße für künſt-
leriſches Schaffen zu haben, ſiedelte
er 1903 nach Dresden über. Außer
verſchiedenen Kompoſitionen und
Schriften über Muſik veröffentlichte
er

S:

Für alle, nicht für jedermann
(Kleine Hiſtorien und Sonſtiges in
gebund. und ungebund. Redeweiſe),
1888. ‒ Stachel und Lorbeer! (Aus
drei Redaktionsjahren), 1897. ‒
Zſchopauwellen (Waldheimer Spiel-
mannserinnerungen in Verſen), 1900.
‒ Kunſt und Schein (Text zur komi-
ſchen O.), 1899. ‒ Artige und unar-
tige Gedichte in acht Büchern (Jn-
halt: 1. Aus jungen Tagen. ‒ 2.
Scharfgeſchliffenes. ‒ 3. Leichte Ware.
‒ 4. Jm Lebensſtrom. ‒ 5. Vers-
Splitter und -Gaben. ‒ 6. Bohè-
minchen [ſep. 10. T. 1910]. ‒ 7. Herbſt-
Aſtern. ‒ 8. Der Muſik Angetrautes),
1905. ‒ Fromme und unfromme Ge-
dichte in 3 Büchern (Fortſetzung des
vorigen), 1907 (Jnhalt: Aus junger
und jüngſter Zeit. ‒ Roſen und Pfeile.
‒ Am Kompaß des Lebens.) ‒ Ver-
rücktheiten und Entzücktheiten eines
neuen Tannhäuſers; II, 1907. (Jn-
halt: I. Das Rätſel der inneren
Stimme [ſep. 1907]. ‒ II. Harfen-
klang und Hammerſchlag! Neue Ge.
und Reimſprüche [ſep. 1907]). ‒ Der
neue Logau, oder: Die Welt in Reim-
ſprüchen, 1908. ‒ Cabaret-Muſe (Ge.),
1908. ‒ Der neue Tannhäuſer (Ge.),
1909. ‒ Naſenſtüber und Schabrüb-
chen in Reimſprüchen, 1909. ‒ Der
neue Walther von der Vogelweide
(Ein Sängerduell in V.), 1910.

Ludwig, Auguſt,

pſeud. Auguſt
Rabe,
wurde am 9. Juli 1867 in
Hochdorf, einem thüringiſchen Dorfe
geboren, beſuchte das Gymnaſium in
[Spaltenumbruch]

Lud
Jena und ſtudierte dann an der dor-
tigen Univerſität Theologie. Jm
Jahre 1892 wurde er Pfarrer in
Taubach, 1898 in Schloßwippach,
1903 Diakonus in Herbsleben (Thü-
ringen) u. 1910 Diakonus in Jena,
wo er noch im Amte ſteht. L. iſt ein
großer Bienenzüchter, und ſein reich-
illuſtriertes Werk „Unſere Bienen‟
(1906. 3. T. 1910) gehört zu den
bedeutſamſten auf dem Gebiet der
Bienenzucht.

S:

Humoriſtiſche Schrif-
ten; VI, 1900‒09 [Jnhalt: I. Schnärz-
chen (Heitere Geſchn. in Thüringer
Mdt.), 1900. ‒ II. Schnurren (desgl.),
1902. ‒ III. Schnaken (desgl.), 1904.
IV. Schnozeln (desgl.), 1905. V.
Schnitzer (desgleichen), 1908. ‒ VI.
Schnippchen (desgleichen), 1909.] ‒
Schnozelborn (Thüringer Dorfleben
in 4 Bildern, 1.‒4. A.), 1906. ‒ Da-
heim und draußen (Volksſt., des
Schnozelborns 2. Tl.), 1908. ‒ Die
Cyprer (Schw. für Jmkerfeſte), 1909.
‒ Die Sanitätskolonne (Tragiſcher
Schw.), 1909. ‒ Und in Jene lebt
ſich’s bene! (Luſtiges Studentenſtück),
1909

Ludwig, Eliſabeth Wilhelmine,


wurde am 29. Juli 1831 zu Augs-
burg als die Tochter gebildeter und
wohlhabender Eltern geboren u. von
tüchtigen Lehrern unterrichtet. Schon
im achten Jahre empfand ſie das Be-
dürfnis, den Reichtum ihrer Gedan-
ken in Liedern auszuſprechen, u. mit
15 Jahren übergab ſie viele ihrer Ge-
dichte den verſchiedenſten belletriſti-
ſchen Zeitſchriften. Ein früher Tod
ſetzte der weiteren Entfaltung ihres
Talents ein ſchnelles Ziel. Sie ſtarb
am 7. Auguſt 1850.

S:

Gedichte,
1850.

*Ludwig, Marie Eliſabeth,


pſeud. E. Ludovici, ſtammt aus
einem ſchleſiſchen Pfarrhauſe, abſol-
vierte ihr Lehrerinnenexamen und
ſtudierte ſpäter Philoſophie u. Lite-
raturgeſchichte. Sie lebt jetzt (1910)
in Cunnersdorf (Schleſ.).

S:

Sterne

* 21*
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[323/0327] Lud Lud dung doch vorwiegend eine autodidak- tiſche. Ein Jahr lang war er Kapell- meiſter am Stadtheater in Bremen. Seit 1890 lebte er als Komponiſt, Muſiklehrer, Dirigent und Konzert- meiſter in Berlin, redigierte hier auch 1894‒97 die „Neue Berliner Muſik- zeitung‟. Um mehr Muße für künſt- leriſches Schaffen zu haben, ſiedelte er 1903 nach Dresden über. Außer verſchiedenen Kompoſitionen und Schriften über Muſik veröffentlichte er S: Für alle, nicht für jedermann (Kleine Hiſtorien und Sonſtiges in gebund. und ungebund. Redeweiſe), 1888. ‒ Stachel und Lorbeer! (Aus drei Redaktionsjahren), 1897. ‒ Zſchopauwellen (Waldheimer Spiel- mannserinnerungen in Verſen), 1900. ‒ Kunſt und Schein (Text zur komi- ſchen O.), 1899. ‒ Artige und unar- tige Gedichte in acht Büchern (Jn- halt: 1. Aus jungen Tagen. ‒ 2. Scharfgeſchliffenes. ‒ 3. Leichte Ware. ‒ 4. Jm Lebensſtrom. ‒ 5. Vers- Splitter und -Gaben. ‒ 6. Bohè- minchen [ſep. 10. T. 1910]. ‒ 7. Herbſt- Aſtern. ‒ 8. Der Muſik Angetrautes), 1905. ‒ Fromme und unfromme Ge- dichte in 3 Büchern (Fortſetzung des vorigen), 1907 (Jnhalt: Aus junger und jüngſter Zeit. ‒ Roſen und Pfeile. ‒ Am Kompaß des Lebens.) ‒ Ver- rücktheiten und Entzücktheiten eines neuen Tannhäuſers; II, 1907. (Jn- halt: I. Das Rätſel der inneren Stimme [ſep. 1907]. ‒ II. Harfen- klang und Hammerſchlag! Neue Ge. und Reimſprüche [ſep. 1907]). ‒ Der neue Logau, oder: Die Welt in Reim- ſprüchen, 1908. ‒ Cabaret-Muſe (Ge.), 1908. ‒ Der neue Tannhäuſer (Ge.), 1909. ‒ Naſenſtüber und Schabrüb- chen in Reimſprüchen, 1909. ‒ Der neue Walther von der Vogelweide (Ein Sängerduell in V.), 1910. Ludwig, Auguſt, pſeud. Auguſt Rabe, wurde am 9. Juli 1867 in Hochdorf, einem thüringiſchen Dorfe geboren, beſuchte das Gymnaſium in Jena und ſtudierte dann an der dor- tigen Univerſität Theologie. Jm Jahre 1892 wurde er Pfarrer in Taubach, 1898 in Schloßwippach, 1903 Diakonus in Herbsleben (Thü- ringen) u. 1910 Diakonus in Jena, wo er noch im Amte ſteht. L. iſt ein großer Bienenzüchter, und ſein reich- illuſtriertes Werk „Unſere Bienen‟ (1906. 3. T. 1910) gehört zu den bedeutſamſten auf dem Gebiet der Bienenzucht. S: Humoriſtiſche Schrif- ten; VI, 1900‒09 [Jnhalt: I. Schnärz- chen (Heitere Geſchn. in Thüringer Mdt.), 1900. ‒ II. Schnurren (desgl.), 1902. ‒ III. Schnaken (desgl.), 1904. ‒ IV. Schnozeln (desgl.), 1905. V. Schnitzer (desgleichen), 1908. ‒ VI. Schnippchen (desgleichen), 1909.] ‒ Schnozelborn (Thüringer Dorfleben in 4 Bildern, 1.‒4. A.), 1906. ‒ Da- heim und draußen (Volksſt., des Schnozelborns 2. Tl.), 1908. ‒ Die Cyprer (Schw. für Jmkerfeſte), 1909. ‒ Die Sanitätskolonne (Tragiſcher Schw.), 1909. ‒ Und in Jene lebt ſich’s bene! (Luſtiges Studentenſtück), 1909 Ludwig, Eliſabeth Wilhelmine, wurde am 29. Juli 1831 zu Augs- burg als die Tochter gebildeter und wohlhabender Eltern geboren u. von tüchtigen Lehrern unterrichtet. Schon im achten Jahre empfand ſie das Be- dürfnis, den Reichtum ihrer Gedan- ken in Liedern auszuſprechen, u. mit 15 Jahren übergab ſie viele ihrer Ge- dichte den verſchiedenſten belletriſti- ſchen Zeitſchriften. Ein früher Tod ſetzte der weiteren Entfaltung ihres Talents ein ſchnelles Ziel. Sie ſtarb am 7. Auguſt 1850. S: Gedichte, 1850. *Ludwig, Marie Eliſabeth, pſeud. E. Ludovici, ſtammt aus einem ſchleſiſchen Pfarrhauſe, abſol- vierte ihr Lehrerinnenexamen und ſtudierte ſpäter Philoſophie u. Lite- raturgeſchichte. Sie lebt jetzt (1910) in Cunnersdorf (Schleſ.). S: Sterne * 21*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 323. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/327>, abgerufen am 18.03.2019.