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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mad
(Nn. u. Sk.), 1888. - Geschichten in
Coeur, 1890. - Laterna Magica
(Bunte Lebensbilder), 1896. - Die
Kamerunerin (Romant. Gesch.), 1897.
- Kinder des Lichts (Nn. und Sk.),
1898. - Verschlungene Fäden (N.),
1898. - Vom Karneval des Lebens
(Nn.), 1898. - Fin de siecle (Nn. u.
Sk.), 1899. - Bedenkliche Geschichten
(Nn. und Sk.), 1899. Märtyrer der
Liebe (Nn.), 1899. - Der tolle Mielke
(E.), 1899. - Der Märchenprinz (R.
a. d. Gesellschaft), 1908.

Maderspach, Giny,

geb. am 24.
April 1882 in Resicza (Süd-Ungarn),
lebt (1907) in Pullach bei München.

S:

Judas. Eine Charakteristik (E.),
1905.

*Madjera, Wolfgang,

geb. am 29.
Juni 1868 zu Wien als der Sohn des
Historienmalers Karl M., verlor
seinen Vater schon im siebenten Jahre,
genoß aber, wenn auch in beschränkten
Verhältnissen, durch seine Mutter eine
vortreffliche Erziehung. Er vollendete
1886 an der Theresianischen Ritter-
akademie in Wien seine Gymnasial-
studien und studierte darauf an der
dortigen Universität die Rechte,
nebenher auch Philosophie, deutsche
Literatur und antike Kunst. Nachdem
er 1889 mit Hilfe eines Stipendiums
eine Reise zu den Wagner-Auffüh-
rungen in Bayreuth, durch die baye-
rischen und Salzburger Alpen unter-
nommen, erlangte er 1891 die Würde
eines Dr. jur. und trat darauf in die
Dienste des Wiener Magistrats. Er
ist gegenwärtig (1905) Magistrats-
sekretär.

S:

Moderne Sonette und
Vierzeilen, 1893. - Schatten u. Sterne
(Ge.), 1902. - Helden der Väter
(Schsp.), 1902. - Ahasver (Tr.),
1903. - Märtyrer der Krone (Schsp.),
1906. - Die Kinder des Waldes (Ge.),
1909.

Mädler, Minna von,

Tochter des
1841 als Hof- und Konsistorialrat
verstorbenen Christian von Witte,
wurde am 15. Oktbr. 1804 zu Han-
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Mäd
nover geboren. Schon in früher Ju-
gend, im achten Lebensjahre, erwachte
ihr dichterisches Talent, u. ohne alle
Kenntnis der Gesetze der Metrik ver-
faßte sie mit größter Leichtigkeit kleine
Gedichte. Jn ihrem sechzehnten Jahre
etwa machte sie die Bekanntschaft des
genialen Historienmalers Ramberg,
und eine Reihenfolge von Skizzen
desselben regte sie zu ihrem ersten
größeren Gedichte "Lilli" an, das
dann auf Rambergs Betrieb zu einem
wohltätigen Zwecke veröffentlicht
wurde u. einen großen Erfolg erzielte.
Als mehrere Jahre darauf die ver-
witwete Landgräfin Elisabeth von
Hessen-Homburg. Tochter Georgs III.
von England, Hannover besuchte und
die Bekanntschaft der Dichterin
machte, ward diese ihre tägliche Ge-
sellschafterin und begleitete sie auch
nach Hamburg, wo sie einen Sommer
hindurch verweilte. Jm Verein mit
dieser geistreichen Fürstin gab Minna
Witte "Genius, Phantasie, Jmagi-
nation", eine Reihe von Sonetten -
gleichfalls zu wohltätigen Zwecken -
heraus. Am 4. Juni 1840 vermählte
sie sich mit dem berühmten Astronomen
Mädler, mit dem sie 1840 nach Dor-
pat übersiedelte, wohin er als Pro-
fessor berufen war. Auch in Livland
blieb die Dichterin unter mannig-
fachen Anregungen in gelehrten und
geselligen Kreisen Dorpats literarisch
tätig. Jm Jahre 1853 weilte sie zur
Herstellung ihrer Gesundheit lange
Zeit in ihrer Vaterstadt. Als ihr
Gatte 1865 in den Ruhestand trat,
siedelte sie mit ihm erst nach Bonn,
dann nach Hannover über, wo sie ihn
am 14. März 1874 durch den Tod ver-
lor. Sie selbst starb dort hochbetagt
am 5. März 1891.

S:

Lilli (in zehn
Liedern) von Minna (pseud.), 1826.
- Genius, Phantasie u. Jmagination
(Son.), 1834. - Das Paradies u. die
Peri (n. Thomas Moore), 1837. - Die
Psalmen (Auswahl), metrisch übers.,
1838. - Gedichte, 1848. - Stromes-

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Mad
(Nn. u. Sk.), 1888. ‒ Geſchichten in
Coeur, 1890. ‒ Laterna Magica
(Bunte Lebensbilder), 1896. ‒ Die
Kamerunerin (Romant. Geſch.), 1897.
‒ Kinder des Lichts (Nn. und Sk.),
1898. ‒ Verſchlungene Fäden (N.),
1898. ‒ Vom Karneval des Lebens
(Nn.), 1898. ‒ Fin de siècle (Nn. u.
Sk.), 1899. ‒ Bedenkliche Geſchichten
(Nn. und Sk.), 1899. Märtyrer der
Liebe (Nn.), 1899. ‒ Der tolle Mielke
(E.), 1899. ‒ Der Märchenprinz (R.
a. d. Geſellſchaft), 1908.

Maderſpach, Giny,

geb. am 24.
April 1882 in Reſicza (Süd-Ungarn),
lebt (1907) in Pullach bei München.

S:

Judas. Eine Charakteriſtik (E.),
1905.

*Madjera, Wolfgang,

geb. am 29.
Juni 1868 zu Wien als der Sohn des
Hiſtorienmalers Karl M., verlor
ſeinen Vater ſchon im ſiebenten Jahre,
genoß aber, wenn auch in beſchränkten
Verhältniſſen, durch ſeine Mutter eine
vortreffliche Erziehung. Er vollendete
1886 an der Thereſianiſchen Ritter-
akademie in Wien ſeine Gymnaſial-
ſtudien und ſtudierte darauf an der
dortigen Univerſität die Rechte,
nebenher auch Philoſophie, deutſche
Literatur und antike Kunſt. Nachdem
er 1889 mit Hilfe eines Stipendiums
eine Reiſe zu den Wagner-Auffüh-
rungen in Bayreuth, durch die baye-
riſchen und Salzburger Alpen unter-
nommen, erlangte er 1891 die Würde
eines Dr. jur. und trat darauf in die
Dienſte des Wiener Magiſtrats. Er
iſt gegenwärtig (1905) Magiſtrats-
ſekretär.

S:

Moderne Sonette und
Vierzeilen, 1893. ‒ Schatten u. Sterne
(Ge.), 1902. ‒ Helden der Väter
(Schſp.), 1902. ‒ Ahasver (Tr.),
1903. ‒ Märtyrer der Krone (Schſp.),
1906. ‒ Die Kinder des Waldes (Ge.),
1909.

Mädler, Minna von,

Tochter des
1841 als Hof- und Konſiſtorialrat
verſtorbenen Chriſtian von Witte,
wurde am 15. Oktbr. 1804 zu Han-
[Spaltenumbruch]

Mäd
nover geboren. Schon in früher Ju-
gend, im achten Lebensjahre, erwachte
ihr dichteriſches Talent, u. ohne alle
Kenntnis der Geſetze der Metrik ver-
faßte ſie mit größter Leichtigkeit kleine
Gedichte. Jn ihrem ſechzehnten Jahre
etwa machte ſie die Bekanntſchaft des
genialen Hiſtorienmalers Ramberg,
und eine Reihenfolge von Skizzen
desſelben regte ſie zu ihrem erſten
größeren Gedichte „Lilli‟ an, das
dann auf Rambergs Betrieb zu einem
wohltätigen Zwecke veröffentlicht
wurde u. einen großen Erfolg erzielte.
Als mehrere Jahre darauf die ver-
witwete Landgräfin Eliſabeth von
Heſſen-Homburg. Tochter Georgs III.
von England, Hannover beſuchte und
die Bekanntſchaft der Dichterin
machte, ward dieſe ihre tägliche Ge-
ſellſchafterin und begleitete ſie auch
nach Hamburg, wo ſie einen Sommer
hindurch verweilte. Jm Verein mit
dieſer geiſtreichen Fürſtin gab Minna
Witte „Genius, Phantaſie, Jmagi-
nation‟, eine Reihe von Sonetten ‒
gleichfalls zu wohltätigen Zwecken ‒
heraus. Am 4. Juni 1840 vermählte
ſie ſich mit dem berühmten Aſtronomen
Mädler, mit dem ſie 1840 nach Dor-
pat überſiedelte, wohin er als Pro-
feſſor berufen war. Auch in Livland
blieb die Dichterin unter mannig-
fachen Anregungen in gelehrten und
geſelligen Kreiſen Dorpats literariſch
tätig. Jm Jahre 1853 weilte ſie zur
Herſtellung ihrer Geſundheit lange
Zeit in ihrer Vaterſtadt. Als ihr
Gatte 1865 in den Ruheſtand trat,
ſiedelte ſie mit ihm erſt nach Bonn,
dann nach Hannover über, wo ſie ihn
am 14. März 1874 durch den Tod ver-
lor. Sie ſelbſt ſtarb dort hochbetagt
am 5. März 1891.

S:

Lilli (in zehn
Liedern) von Minna (pſeud.), 1826.
‒ Genius, Phantaſie u. Jmagination
(Son.), 1834. ‒ Das Paradies u. die
Peri (n. Thomas Moore), 1837. ‒ Die
Pſalmen (Auswahl), metriſch überſ.,
1838. ‒ Gedichte, 1848. ‒ Stromes-

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 340. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/344>, abgerufen am 27.03.2019.