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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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tätig. Kurz vor seinem Tode wollte
er noch einmal umkehren und die
Schriftstellerlaufbahn von vorn an-
fangen: doch starb er bereits in der
Nacht vom 6. zum 7. Juni 1874 in
Berlin.

S:

Militärisches Bilderbuch,
1860. - Unser Schiller (Ep. G.), 1860.
- Xenien, 1860. - Arabesken u. Fres-
ken; III, 1861. - Picta et Seripta
(Heitere Studien); II, 1862. - Zwölf
Sonette (für Schleswig), 1862. -
Wieder in den Krieg (Tagebuchblät-
ter), 1864. - Über die Eider an den
Alsensund, 1864. - Jm Odertale (R.);
II, 1866. - Gesammelte Novellen,
1874.

Mahler-Bloch, Franziska,

geb.
1884 zu Deutschbrood in Böhmen als
Tochter eines Kaufmanns, siedelte
noch als Kind mit ihren Eltern nach
Wien über, wo sie 1901 die Staats-
prüfung als Erzieherin ablegte. Als
solche war sie dann eine Zeitlang auf
einem Gute bei Wien tätig. Seit
1907 lebt sie als Gattin eines Guts-
besitzers bei Kremsier in Mähren.

S:


Liebesmacht (Dram. M.), 1909. - Wie
das Märchen zu den Menschen kam
(Gesamm. M.), 1910. - Märchenspiele,
1910.

*Mahlke, Karl,

* am 3. April 1854
in Köslin, widmete sich der Journa-
liftik, war 1878 Redakteur der "Er-
furter Zeitung", später der "Stol-
per Zeitung" (Pommern) und 1883
der "Danziger Zeitung".

S:

Anna
Grossi (N.), 1878. - Moderne Tragi-
komödie (Ernste und heitere Zeit-
bilder), 1882. - Graf Tantalus
(Schsp.), 1883.

*Mahlo, Richard Otto,

geb. am 16.
Mai 1870 in Großenhain in Sachsen,
besuchte die Realschule und das Pro-
gymnasium seiner Vaterstadt, danach
ein Jahr lang die Handelsschule in
Leipzig u. erlernte darauf den Buch-
handel daselbst. Nach vorübergehen-
den Stellungen in Potsdam u. Ber-
lin wurde er Volontär in der Buch-
druckerei und Redaktion des "Großen-
[Spaltenumbruch]

Mäh
hainer Tageblatts", bereiste 1889
Süddeutschland, Tirol, Oberitalien
und die Schweiz und war dann 1890
bis 1892 in seinem Berufe in Genf
tätig. Nachdem er im folgenden
Jahre seiner Militärpflicht in Dres-
den genügt hatte, war er 1894 in
Athen in Stellung, die er aber nach
10 Monaten Krankheit halber auf-
geben mußte. Seit 1895 war er Pro-
kurist in einer Verlagsbuchhandlung
und Buchdruckerei in Großenhain,
und 1901 machte er sich durch Erwer-
bung einer Buchdruckerei in Dresden
selbständig.

S:

Adria! (Nn. und Sk,
vom Adriatischen Meer, nach J. Dor-
nis), 1900. - Schneewittchen (Ein
Märchenspiel), 1899. - Ein Märchen-
traum (D. zu einem Zyklus lebender
Bilder), 1899.

*Mähly, Jakob Achilles,

geb. am
24. Dezember 1828 zu Basel als der
Sohn eines Küfermeisters, durchlief,
glücklich begabt, das Gymnasium sei-
ner Vaterstadt und studierte 1847-50
teils in Basel, teils in Göttingen, wo
besonders Karl Frdr. Hermann mäch-
tig auf ihn einwirkte, klassische Philo-
logie und promovierte 1850 zum
Dr. phil. Jm Jahre 1852 habili-
tierte er sich an der Basler Hoch-
schule als Privatdozent, widmete sich
aber daneben dem Lehrerberuf, erst
am Realgymnasium, wo er, ein Mei-
ster der Kalligraphie, Schreibunter-
richt zu erteilen hatte, dann am obe-
ren Gymnasium als Vertreter des
Lateinischen und Griechischen. Jm
Jahre 1864 rückte er zum außerordent-
lichen und 1875 zum ordentlichen
Professor der klassischen Philologie
vor, welche Stellung er in Verbin-
dung mit der Tätigkeit als Gymna-
siallehrer, bis zum Frühjahr 1890
bekleidete. Dann nötigte ihn ein
qualvolles Halsleiden, das ihm das
Sprechen fast zur Unmöglichkeit
machte, zur Pensionierung. Seine
Lage war nun wenig beneidenswert,
denn jetzt galt es, sich durch Schrift-

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Mah
tätig. Kurz vor ſeinem Tode wollte
er noch einmal umkehren und die
Schriftſtellerlaufbahn von vorn an-
fangen: doch ſtarb er bereits in der
Nacht vom 6. zum 7. Juni 1874 in
Berlin.

S:

Militäriſches Bilderbuch,
1860. ‒ Unſer Schiller (Ep. G.), 1860.
‒ Xenien, 1860. ‒ Arabesken u. Fres-
ken; III, 1861. ‒ Picta et Seripta
(Heitere Studien); II, 1862. ‒ Zwölf
Sonette (für Schleswig), 1862. ‒
Wieder in den Krieg (Tagebuchblät-
ter), 1864. ‒ Über die Eider an den
Alſenſund, 1864. ‒ Jm Odertale (R.);
II, 1866. ‒ Geſammelte Novellen,
1874.

Mahler-Bloch, Franziska,

geb.
1884 zu Deutſchbrood in Böhmen als
Tochter eines Kaufmanns, ſiedelte
noch als Kind mit ihren Eltern nach
Wien über, wo ſie 1901 die Staats-
prüfung als Erzieherin ablegte. Als
ſolche war ſie dann eine Zeitlang auf
einem Gute bei Wien tätig. Seit
1907 lebt ſie als Gattin eines Guts-
beſitzers bei Kremſier in Mähren.

S:


Liebesmacht (Dram. M.), 1909. ‒ Wie
das Märchen zu den Menſchen kam
(Geſamm. M.), 1910. ‒ Märchenſpiele,
1910.

*Mahlke, Karl,

* am 3. April 1854
in Köslin, widmete ſich der Journa-
liftik, war 1878 Redakteur der „Er-
furter Zeitung‟, ſpäter der „Stol-
per Zeitung‟ (Pommern) und 1883
der „Danziger Zeitung‟.

S:

Anna
Groſſi (N.), 1878. ‒ Moderne Tragi-
komödie (Ernſte und heitere Zeit-
bilder), 1882. ‒ Graf Tantalus
(Schſp.), 1883.

*Mahlo, Richard Otto,

geb. am 16.
Mai 1870 in Großenhain in Sachſen,
beſuchte die Realſchule und das Pro-
gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, danach
ein Jahr lang die Handelsſchule in
Leipzig u. erlernte darauf den Buch-
handel daſelbſt. Nach vorübergehen-
den Stellungen in Potsdam u. Ber-
lin wurde er Volontär in der Buch-
druckerei und Redaktion des „Großen-
[Spaltenumbruch]

Mäh
hainer Tageblatts‟, bereiſte 1889
Süddeutſchland, Tirol, Oberitalien
und die Schweiz und war dann 1890
bis 1892 in ſeinem Berufe in Genf
tätig. Nachdem er im folgenden
Jahre ſeiner Militärpflicht in Dres-
den genügt hatte, war er 1894 in
Athen in Stellung, die er aber nach
10 Monaten Krankheit halber auf-
geben mußte. Seit 1895 war er Pro-
kuriſt in einer Verlagsbuchhandlung
und Buchdruckerei in Großenhain,
und 1901 machte er ſich durch Erwer-
bung einer Buchdruckerei in Dresden
ſelbſtändig.

S:

Adria! (Nn. und Sk,
vom Adriatiſchen Meer, nach J. Dor-
nis), 1900. ‒ Schneewittchen (Ein
Märchenſpiel), 1899. ‒ Ein Märchen-
traum (D. zu einem Zyklus lebender
Bilder), 1899.

*Mähly, Jakob Achilles,

geb. am
24. Dezember 1828 zu Baſel als der
Sohn eines Küfermeiſters, durchlief,
glücklich begabt, das Gymnaſium ſei-
ner Vaterſtadt und ſtudierte 1847‒50
teils in Baſel, teils in Göttingen, wo
beſonders Karl Frdr. Hermann mäch-
tig auf ihn einwirkte, klaſſiſche Philo-
logie und promovierte 1850 zum
Dr. phil. Jm Jahre 1852 habili-
tierte er ſich an der Basler Hoch-
ſchule als Privatdozent, widmete ſich
aber daneben dem Lehrerberuf, erſt
am Realgymnaſium, wo er, ein Mei-
ſter der Kalligraphie, Schreibunter-
richt zu erteilen hatte, dann am obe-
ren Gymnaſium als Vertreter des
Lateiniſchen und Griechiſchen. Jm
Jahre 1864 rückte er zum außerordent-
lichen und 1875 zum ordentlichen
Profeſſor der klaſſiſchen Philologie
vor, welche Stellung er in Verbin-
dung mit der Tätigkeit als Gymna-
ſiallehrer, bis zum Frühjahr 1890
bekleidete. Dann nötigte ihn ein
qualvolles Halsleiden, das ihm das
Sprechen faſt zur Unmöglichkeit
machte, zur Penſionierung. Seine
Lage war nun wenig beneidenswert,
denn jetzt galt es, ſich durch Schrift-

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[344/0348] Mah Mäh tätig. Kurz vor ſeinem Tode wollte er noch einmal umkehren und die Schriftſtellerlaufbahn von vorn an- fangen: doch ſtarb er bereits in der Nacht vom 6. zum 7. Juni 1874 in Berlin. S: Militäriſches Bilderbuch, 1860. ‒ Unſer Schiller (Ep. G.), 1860. ‒ Xenien, 1860. ‒ Arabesken u. Fres- ken; III, 1861. ‒ Picta et Seripta (Heitere Studien); II, 1862. ‒ Zwölf Sonette (für Schleswig), 1862. ‒ Wieder in den Krieg (Tagebuchblät- ter), 1864. ‒ Über die Eider an den Alſenſund, 1864. ‒ Jm Odertale (R.); II, 1866. ‒ Geſammelte Novellen, 1874. Mahler-Bloch, Franziska, geb. 1884 zu Deutſchbrood in Böhmen als Tochter eines Kaufmanns, ſiedelte noch als Kind mit ihren Eltern nach Wien über, wo ſie 1901 die Staats- prüfung als Erzieherin ablegte. Als ſolche war ſie dann eine Zeitlang auf einem Gute bei Wien tätig. Seit 1907 lebt ſie als Gattin eines Guts- beſitzers bei Kremſier in Mähren. S: Liebesmacht (Dram. M.), 1909. ‒ Wie das Märchen zu den Menſchen kam (Geſamm. M.), 1910. ‒ Märchenſpiele, 1910. *Mahlke, Karl, * am 3. April 1854 in Köslin, widmete ſich der Journa- liftik, war 1878 Redakteur der „Er- furter Zeitung‟, ſpäter der „Stol- per Zeitung‟ (Pommern) und 1883 der „Danziger Zeitung‟. S: Anna Groſſi (N.), 1878. ‒ Moderne Tragi- komödie (Ernſte und heitere Zeit- bilder), 1882. ‒ Graf Tantalus (Schſp.), 1883. *Mahlo, Richard Otto, geb. am 16. Mai 1870 in Großenhain in Sachſen, beſuchte die Realſchule und das Pro- gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, danach ein Jahr lang die Handelsſchule in Leipzig u. erlernte darauf den Buch- handel daſelbſt. Nach vorübergehen- den Stellungen in Potsdam u. Ber- lin wurde er Volontär in der Buch- druckerei und Redaktion des „Großen- hainer Tageblatts‟, bereiſte 1889 Süddeutſchland, Tirol, Oberitalien und die Schweiz und war dann 1890 bis 1892 in ſeinem Berufe in Genf tätig. Nachdem er im folgenden Jahre ſeiner Militärpflicht in Dres- den genügt hatte, war er 1894 in Athen in Stellung, die er aber nach 10 Monaten Krankheit halber auf- geben mußte. Seit 1895 war er Pro- kuriſt in einer Verlagsbuchhandlung und Buchdruckerei in Großenhain, und 1901 machte er ſich durch Erwer- bung einer Buchdruckerei in Dresden ſelbſtändig. S: Adria! (Nn. und Sk, vom Adriatiſchen Meer, nach J. Dor- nis), 1900. ‒ Schneewittchen (Ein Märchenſpiel), 1899. ‒ Ein Märchen- traum (D. zu einem Zyklus lebender Bilder), 1899. *Mähly, Jakob Achilles, geb. am 24. Dezember 1828 zu Baſel als der Sohn eines Küfermeiſters, durchlief, glücklich begabt, das Gymnaſium ſei- ner Vaterſtadt und ſtudierte 1847‒50 teils in Baſel, teils in Göttingen, wo beſonders Karl Frdr. Hermann mäch- tig auf ihn einwirkte, klaſſiſche Philo- logie und promovierte 1850 zum Dr. phil. Jm Jahre 1852 habili- tierte er ſich an der Basler Hoch- ſchule als Privatdozent, widmete ſich aber daneben dem Lehrerberuf, erſt am Realgymnaſium, wo er, ein Mei- ſter der Kalligraphie, Schreibunter- richt zu erteilen hatte, dann am obe- ren Gymnaſium als Vertreter des Lateiniſchen und Griechiſchen. Jm Jahre 1864 rückte er zum außerordent- lichen und 1875 zum ordentlichen Profeſſor der klaſſiſchen Philologie vor, welche Stellung er in Verbin- dung mit der Tätigkeit als Gymna- ſiallehrer, bis zum Frühjahr 1890 bekleidete. Dann nötigte ihn ein qualvolles Halsleiden, das ihm das Sprechen faſt zur Unmöglichkeit machte, zur Penſionierung. Seine Lage war nun wenig beneidenswert, denn jetzt galt es, ſich durch Schrift- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 344. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/348>, abgerufen am 26.03.2019.