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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mah
1904. - Moderne Pilger (N.), 1904.
- Selbsterlebtes. Aus den Werkstätten
deutscher Poesie und Kunst; hrsg.
1904. - Firnenglanz (R.), 1904. -
Suchende Seele (R.), 1906. - San
Martino (R.), 1906. 2. A. 1908. -
Versunkene Welten (R. von d. Jnsel
Sylt), 1908. - Kantate (R.), 1908. -
Am roten Kliff (R. v. der Jnsel Sylt),
1910. - Das Tor des Lebens (R.),
1910. - Sündige Mütter (R.), 1910.
- Das Tor des Lebens (Schsp.), 1912.

*Mahn, Paul,

geb. am 16. Oktbr.
1867 in Malchin in Mecklenburg-
Schwerin, widmete sich seit 1885 in
Rostock, München und Berlin dem
Studium der Theologie, gab dasselbe
aber nach einiger Zeit auf u. wandte
sich literarischen, kunsthistorischen
und philosophischen Studien zu, die
er durch Promotion zum Dr. phil.
zum Abschluß brachte. Seit 1891 lebt
er als Schriftsteller in Berlin, war
vorwiegend als Theaterkritiker, erst
an der "Vossischen Zeitung", dann an
der "Täglichen Rundschau" tätig und
ist seit 1909 Herausgeber des "Grenz-
boten".

S:

Angelius Silesius, der
Dichter und Mystiker, 1892. - Ger-
hart Hauptmann und der moderne
Realismus, 1894. - Lieben u. Leben
(Jnterieurs), 1898. - Kreuzfahrt
(Glossen an dem Rand des Lebens),
1902. - Der kranke Fritz (N.), 1903. -
Die Orgie des Lebens u. and. Novellen,
1909. - Birgit Wiborg (R.), 1912.

Mahner, Pastor,

Psd. für Hein-
rich Scheuffler;
s. d.!

*Mahnke, H.

geb. im Juli 1883 in
Eberswalde, besuchte d. dortige Gym-
nasium, auf dem er, da er sich lieber
mit dem Lesen philosophischer Schrift-
steller beschäftigte, nur geringe Fort-
chritte machte, so daß er in Oberter-
tia die Anstalt verließ. Er ging nach
Köln zu einem Bildhauer von Ruf,
der ihn auch freundlich aufnahm;
aber bald sah er ein, daß ihm für
diesen Beruf doch das Talent fehlte,
und nun versuchte er es auf der
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Mai
Bühne. Nach einem halben Jahre
vom Nervenfieber befallen, mußte er
in Remagen Heilung suchen u. kehrte
darauf in seine Vaterstadt zurück
(1899), wo er sich nunmehr dem Buch-
handel widmete. Seit Ostern 1902
war er in diesem Berufe in Kolberg
(Pommern) tätig.

S:

Wilde Rosen
(Gedichtzyklus), 1899. - Bekenntnisse
eines Pessimisten, 1900.

*Mai, Karl,

geb. am 15. Septbr.
1870 in Darmstadt, besuchte die groß-
herzogl. Realschule daselbst, bis er die
Berechtigung zum einjährig-freiwil-
ligen Militärdienst erworben hatte,
und trat dann in die Laufbahn eines
Subalternbeamten ein. Jm Jahre
1891 legte er die Prüfung für Ex-
peditoren- und Vorsteherstellen mit
Erfolg ab u. gelangte noch im Herbst
d. J. bei der Main-Neckar-Bahn
zur definitiven Anstellung. Seinen
Wohnsitz hat er in Darmstadt. Er
pflegt besonders das Gebiet des Hu-
mors und des Witzes, und seine hu-
moristisch-satirischen Vorträge er-
freuen sich in seiner Vaterstadt großer
Beliebtheit.

S:

Liewesfreid' un Lie-
wesleid (Lokalposse in Darmstädter
Mdt.), 1891. - Fideles Kunterbunt!
(Hum. u. Novelletten), 1894. - Al-
bum der Dialekt-Dichter des Groß-
herzogtums Hessen. 1901.

Maidorf, Marianne,

Pseud. für
Maria Matthey; s. d.!

Maienfisch, Ernst Robert,

wurde
am 12. August 1853 in Kaiserstuhl
(Kanton Aargau, Schweiz) geboren,
wo sein Vater Professor an der dor-
tigen Bezirksschule war. Durch beide
Eltern - die Mutter war in jungen
Jahren Erzieherin im Hause Benziger
in Einsiedeln -- waren die geistigen
Anlagen des hochbegabten Sohnes
aufs beste kultiviert worden, so daß
er ungewöhnlich rasch die akademi-
schen Studien absolvierte und schon
mit 23 Jahren als Dr. med. die ärzt-
liche Wirksamkeit begann. Er hatte
sich in Zürich niedergelassen u. später

*


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Mah
1904. ‒ Moderne Pilger (N.), 1904.
‒ Selbſterlebtes. Aus den Werkſtätten
deutſcher Poeſie und Kunſt; hrsg.
1904. ‒ Firnenglanz (R.), 1904. ‒
Suchende Seele (R.), 1906. ‒ San
Martino (R.), 1906. 2. A. 1908. ‒
Verſunkene Welten (R. von d. Jnſel
Sylt), 1908. ‒ Kantate (R.), 1908. ‒
Am roten Kliff (R. v. der Jnſel Sylt),
1910. ‒ Das Tor des Lebens (R.),
1910. ‒ Sündige Mütter (R.), 1910.
‒ Das Tor des Lebens (Schſp.), 1912.

*Mahn, Paul,

geb. am 16. Oktbr.
1867 in Malchin in Mecklenburg-
Schwerin, widmete ſich ſeit 1885 in
Roſtock, München und Berlin dem
Studium der Theologie, gab dasſelbe
aber nach einiger Zeit auf u. wandte
ſich literariſchen, kunſthiſtoriſchen
und philoſophiſchen Studien zu, die
er durch Promotion zum Dr. phil.
zum Abſchluß brachte. Seit 1891 lebt
er als Schriftſteller in Berlin, war
vorwiegend als Theaterkritiker, erſt
an der „Voſſiſchen Zeitung‟, dann an
der „Täglichen Rundſchau‟ tätig und
iſt ſeit 1909 Herausgeber des „Grenz-
boten‟.

S:

Angelius Sileſius, der
Dichter und Myſtiker, 1892. ‒ Ger-
hart Hauptmann und der moderne
Realismus, 1894. ‒ Lieben u. Leben
(Jnterieurs), 1898. ‒ Kreuzfahrt
(Gloſſen an dem Rand des Lebens),
1902. ‒ Der kranke Fritz (N.), 1903. ‒
Die Orgie des Lebens u. and. Novellen,
1909. ‒ Birgit Wiborg (R.), 1912.

Mahner, Paſtor,

Pſd. für Hein-
rich Scheuffler;
ſ. d.!

*Mahnke, H.

geb. im Juli 1883 in
Eberswalde, beſuchte d. dortige Gym-
naſium, auf dem er, da er ſich lieber
mit dem Leſen philoſophiſcher Schrift-
ſteller beſchäftigte, nur geringe Fort-
chritte machte, ſo daß er in Oberter-
tia die Anſtalt verließ. Er ging nach
Köln zu einem Bildhauer von Ruf,
der ihn auch freundlich aufnahm;
aber bald ſah er ein, daß ihm für
dieſen Beruf doch das Talent fehlte,
und nun verſuchte er es auf der
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Mai
Bühne. Nach einem halben Jahre
vom Nervenfieber befallen, mußte er
in Remagen Heilung ſuchen u. kehrte
darauf in ſeine Vaterſtadt zurück
(1899), wo er ſich nunmehr dem Buch-
handel widmete. Seit Oſtern 1902
war er in dieſem Berufe in Kolberg
(Pommern) tätig.

S:

Wilde Roſen
(Gedichtzyklus), 1899. ‒ Bekenntniſſe
eines Peſſimiſten, 1900.

*Mai, Karl,

geb. am 15. Septbr.
1870 in Darmſtadt, beſuchte die groß-
herzogl. Realſchule daſelbſt, bis er die
Berechtigung zum einjährig-freiwil-
ligen Militärdienſt erworben hatte,
und trat dann in die Laufbahn eines
Subalternbeamten ein. Jm Jahre
1891 legte er die Prüfung für Ex-
peditoren- und Vorſteherſtellen mit
Erfolg ab u. gelangte noch im Herbſt
d. J. bei der Main-Neckar-Bahn
zur definitiven Anſtellung. Seinen
Wohnſitz hat er in Darmſtadt. Er
pflegt beſonders das Gebiet des Hu-
mors und des Witzes, und ſeine hu-
moriſtiſch-ſatiriſchen Vorträge er-
freuen ſich in ſeiner Vaterſtadt großer
Beliebtheit.

S:

Liewesfreid’ un Lie-
wesleid (Lokalpoſſe in Darmſtädter
Mdt.), 1891. ‒ Fideles Kunterbunt!
(Hum. u. Novelletten), 1894. ‒ Al-
bum der Dialekt-Dichter des Groß-
herzogtums Heſſen. 1901.

Maidorf, Marianne,

Pſeud. für
Maria Matthey; ſ. d.!

Maienfiſch, Ernſt Robert,

wurde
am 12. Auguſt 1853 in Kaiſerſtuhl
(Kanton Aargau, Schweiz) geboren,
wo ſein Vater Profeſſor an der dor-
tigen Bezirksſchule war. Durch beide
Eltern ‒ die Mutter war in jungen
Jahren Erzieherin im Hauſe Benziger
in Einſiedeln — waren die geiſtigen
Anlagen des hochbegabten Sohnes
aufs beſte kultiviert worden, ſo daß
er ungewöhnlich raſch die akademi-
ſchen Studien abſolvierte und ſchon
mit 23 Jahren als Dr. med. die ärzt-
liche Wirkſamkeit begann. Er hatte
ſich in Zürich niedergelaſſen u. ſpäter

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[346/0350] Mah Mai 1904. ‒ Moderne Pilger (N.), 1904. ‒ Selbſterlebtes. Aus den Werkſtätten deutſcher Poeſie und Kunſt; hrsg. 1904. ‒ Firnenglanz (R.), 1904. ‒ Suchende Seele (R.), 1906. ‒ San Martino (R.), 1906. 2. A. 1908. ‒ Verſunkene Welten (R. von d. Jnſel Sylt), 1908. ‒ Kantate (R.), 1908. ‒ Am roten Kliff (R. v. der Jnſel Sylt), 1910. ‒ Das Tor des Lebens (R.), 1910. ‒ Sündige Mütter (R.), 1910. ‒ Das Tor des Lebens (Schſp.), 1912. *Mahn, Paul, geb. am 16. Oktbr. 1867 in Malchin in Mecklenburg- Schwerin, widmete ſich ſeit 1885 in Roſtock, München und Berlin dem Studium der Theologie, gab dasſelbe aber nach einiger Zeit auf u. wandte ſich literariſchen, kunſthiſtoriſchen und philoſophiſchen Studien zu, die er durch Promotion zum Dr. phil. zum Abſchluß brachte. Seit 1891 lebt er als Schriftſteller in Berlin, war vorwiegend als Theaterkritiker, erſt an der „Voſſiſchen Zeitung‟, dann an der „Täglichen Rundſchau‟ tätig und iſt ſeit 1909 Herausgeber des „Grenz- boten‟. S: Angelius Sileſius, der Dichter und Myſtiker, 1892. ‒ Ger- hart Hauptmann und der moderne Realismus, 1894. ‒ Lieben u. Leben (Jnterieurs), 1898. ‒ Kreuzfahrt (Gloſſen an dem Rand des Lebens), 1902. ‒ Der kranke Fritz (N.), 1903. ‒ Die Orgie des Lebens u. and. Novellen, 1909. ‒ Birgit Wiborg (R.), 1912. Mahner, Paſtor, Pſd. für Hein- rich Scheuffler; ſ. d.! *Mahnke, H. geb. im Juli 1883 in Eberswalde, beſuchte d. dortige Gym- naſium, auf dem er, da er ſich lieber mit dem Leſen philoſophiſcher Schrift- ſteller beſchäftigte, nur geringe Fort- chritte machte, ſo daß er in Oberter- tia die Anſtalt verließ. Er ging nach Köln zu einem Bildhauer von Ruf, der ihn auch freundlich aufnahm; aber bald ſah er ein, daß ihm für dieſen Beruf doch das Talent fehlte, und nun verſuchte er es auf der Bühne. Nach einem halben Jahre vom Nervenfieber befallen, mußte er in Remagen Heilung ſuchen u. kehrte darauf in ſeine Vaterſtadt zurück (1899), wo er ſich nunmehr dem Buch- handel widmete. Seit Oſtern 1902 war er in dieſem Berufe in Kolberg (Pommern) tätig. S: Wilde Roſen (Gedichtzyklus), 1899. ‒ Bekenntniſſe eines Peſſimiſten, 1900. *Mai, Karl, geb. am 15. Septbr. 1870 in Darmſtadt, beſuchte die groß- herzogl. Realſchule daſelbſt, bis er die Berechtigung zum einjährig-freiwil- ligen Militärdienſt erworben hatte, und trat dann in die Laufbahn eines Subalternbeamten ein. Jm Jahre 1891 legte er die Prüfung für Ex- peditoren- und Vorſteherſtellen mit Erfolg ab u. gelangte noch im Herbſt d. J. bei der Main-Neckar-Bahn zur definitiven Anſtellung. Seinen Wohnſitz hat er in Darmſtadt. Er pflegt beſonders das Gebiet des Hu- mors und des Witzes, und ſeine hu- moriſtiſch-ſatiriſchen Vorträge er- freuen ſich in ſeiner Vaterſtadt großer Beliebtheit. S: Liewesfreid’ un Lie- wesleid (Lokalpoſſe in Darmſtädter Mdt.), 1891. ‒ Fideles Kunterbunt! (Hum. u. Novelletten), 1894. ‒ Al- bum der Dialekt-Dichter des Groß- herzogtums Heſſen. 1901. Maidorf, Marianne, Pſeud. für Maria Matthey; ſ. d.! Maienfiſch, Ernſt Robert, wurde am 12. Auguſt 1853 in Kaiſerſtuhl (Kanton Aargau, Schweiz) geboren, wo ſein Vater Profeſſor an der dor- tigen Bezirksſchule war. Durch beide Eltern ‒ die Mutter war in jungen Jahren Erzieherin im Hauſe Benziger in Einſiedeln — waren die geiſtigen Anlagen des hochbegabten Sohnes aufs beſte kultiviert worden, ſo daß er ungewöhnlich raſch die akademi- ſchen Studien abſolvierte und ſchon mit 23 Jahren als Dr. med. die ärzt- liche Wirkſamkeit begann. Er hatte ſich in Zürich niedergelaſſen u. ſpäter *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 346. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/350>, abgerufen am 27.03.2019.