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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Man
erzählt (Neue M.), 1900. - Eine un-
verstandene Frau (N.), 1900. - Un-
schuldig angeklagt u. anderes (Krim.-
Nn.), 1900. - Was Gertrud erlebte
(E. f. d. reifere Jugd.), 1900. - Der
Wildfang von Wulkow (E.), 1901. -
Jn Untreue treu (N.), 1902. - Drei
Freundinnen (E.), 1903. - Um Ehre
und Leben (R.), 1904. - Des Hauses
Sonnenstrahl (E.), 1905. - Heidekom-
teßchen (E.), 1905. - Heimgefunden
(E. a. d. Leben), 1905. - Marienglück
(desgl.), 1905. - Ein Recht auf Glück
(E.), 1905. - Die Schwestern (E.),
1905. - Prinzessin Hochmut (E.),
1906. - Rose vom Waldsee (E.), 1906.
- Die blonde Monika (Eine Pensions-
gesch.), 1907. - Aus Pommerns Ver-
gangenheit (Sg. u. En. a. d. Ostsee-
bädern), 3. A. 1908. - Das zweite Ge-
sicht (En.), 1910. - Als der Flieder
blühte (Neue Sg. f. d. reifere Jugd.),
2. A. 1908.

Mancke, Reinhardt Ludwig,


geb. am 19. März 1851 in Leipzig, er-
griff die militärische Laufbahn, machte
den Krieg 1870-71 mit, wurde Offi-
zier, quittierte dann den Dienst und
begann mit Feuilletons militärisch-
humoristischen Jnhalts den Schrift-
stellerberuf. Jm Jahre 1895 ließ er
sich in Leipzig nieder, redigierte hier
seit dem 1. April 1896 das "Leipziger
Salonblatt" und lebt seit 1903 in
Freiberg i. S. als Chefredakteur der
"Freiberger Neuesten Nachrichten".

S:

Das Proletariat der Gebildeten
(Romanzyklus); V, 1896-97 (Jnhalt:
I. Der Maler. - II. Der Schriftsteller.
- III. Der frühere Offizier. - IV. Die
Tochter des Justizrats. - V. Ein glück-
liches Haus).

Mandauer,

Pseudon. für Joseph
Karl Kühnel; s. d.!

Mandelkern, Salomon,

geb. am
25. April 1846 zu Mlynow, einem
kleinen Orte bei Dubno in Wolhynien
(Rußland), widmete sich frühzeitig
dem Studium der Philologie, beson-
ders der orientalischen Sprachen, u.
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Man
absolvierte in Petersburg die akade-
mischen Kurse. Vom Senat der Pe-
tersburger Universität erhielt er für
seine Preisarbeit "Kodex der Paral-
lelstellen des Alten Testaments mit
Berücksichtigung der alten Versionen,
erklärt durch die Paläographie der
semitischen Sprachen" die Große Gol-
dene Medaille. Als Rabbiner nach
Odessa berufen, fand er neben seinen
Amtsgeschäften noch Zeit, an der dor-
tigen Hochschule die Rechte zu studie-
ren und diese Studien mit einer Dis-
sertation über "Das Erbrecht nach
mosaischen und talmudischen Gesetzen,
nach Urquellen dargestellt", abzuschlie-
ßen. Durch seine Rechtsstudien war
M. auf die abendländische Philosophie
hingelenkt worden, und um sich mit
dieser gründlich vertraut zu machen,
begab er sich nach Leipzig und Jena
und erlangte an der letzteren Univer-
sität die Würde eines Dr. phil. Jm
Jahre 1881 legte er sein Amt in
Odessa definitiv nieder und siedelte
nach Leipzig über, wo er sich vorzugs-
weise seinen wissenschaftlichen Arbei-
ten widmete, daneben aber auch als
Lehrer der slawischen und orientali-
schen Sprachen und als vereidigter
Dolmetscher am Landgericht tätig
war. Jn den Jahren 1884-85 versah
er auf kurze Zeit das Amt eines Rab-
biners in Belgrad (Serbien). M.
war ein sehr vielseitiger Schriftstel-
ler; seiner Feder entstammen eine
"Geschichte des Russischen Reiches"
(III, 1875), verschiedene Werke über
russische Sprache u. Literatur, Über-
setzungen aus dem Russischen und ins
Russische (Lessings Fabeln, 1884),
Dichtungen und Übersetzungen in die
neuhebräische Sprache, die er voll-
kommen beherrschte (Bath-Seba, Ge-
dicht in 120 Strophen, 1866. - Byrons
Hebrew Melodies,
übers., 1890) und
vor allem seine "Hebräisch-chaldäische
Konkordanz des Alten Testaments"
(1896), ein monumentales Werk, an
dem er zehn Jahre gearbeitet hat. M.

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Man
erzählt (Neue M.), 1900. ‒ Eine un-
verſtandene Frau (N.), 1900. ‒ Un-
ſchuldig angeklagt u. anderes (Krim.-
Nn.), 1900. ‒ Was Gertrud erlebte
(E. f. d. reifere Jugd.), 1900. ‒ Der
Wildfang von Wulkow (E.), 1901. ‒
Jn Untreue treu (N.), 1902. ‒ Drei
Freundinnen (E.), 1903. ‒ Um Ehre
und Leben (R.), 1904. ‒ Des Hauſes
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(E. a. d. Leben), 1905. ‒ Marienglück
(desgl.), 1905. ‒ Ein Recht auf Glück
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‒ Die blonde Monika (Eine Penſions-
geſch.), 1907. ‒ Aus Pommerns Ver-
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bädern), 3. A. 1908. ‒ Das zweite Ge-
ſicht (En.), 1910. ‒ Als der Flieder
blühte (Neue Sg. f. d. reifere Jugd.),
2. A. 1908.

Mancke, Reinhardt Ludwig,


geb. am 19. März 1851 in Leipzig, er-
griff die militäriſche Laufbahn, machte
den Krieg 1870‒71 mit, wurde Offi-
zier, quittierte dann den Dienſt und
begann mit Feuilletons militäriſch-
humoriſtiſchen Jnhalts den Schrift-
ſtellerberuf. Jm Jahre 1895 ließ er
ſich in Leipzig nieder, redigierte hier
ſeit dem 1. April 1896 das „Leipziger
Salonblatt‟ und lebt ſeit 1903 in
Freiberg i. S. als Chefredakteur der
„Freiberger Neueſten Nachrichten‟.

S:

Das Proletariat der Gebildeten
(Romanzyklus); V, 1896‒97 (Jnhalt:
I. Der Maler. ‒ II. Der Schriftſteller.
III. Der frühere Offizier. ‒ IV. Die
Tochter des Juſtizrats. ‒ V. Ein glück-
liches Haus).

Mandauer,

Pſeudon. für Joſeph
Karl Kühnel; ſ. d.!

Mandelkern, Salomon,

geb. am
25. April 1846 zu Mlynow, einem
kleinen Orte bei Dubno in Wolhynien
(Rußland), widmete ſich frühzeitig
dem Studium der Philologie, beſon-
ders der orientaliſchen Sprachen, u.
[Spaltenumbruch]

Man
abſolvierte in Petersburg die akade-
miſchen Kurſe. Vom Senat der Pe-
tersburger Univerſität erhielt er für
ſeine Preisarbeit „Kodex der Paral-
lelſtellen des Alten Teſtaments mit
Berückſichtigung der alten Verſionen,
erklärt durch die Paläographie der
ſemitiſchen Sprachen‟ die Große Gol-
dene Medaille. Als Rabbiner nach
Odeſſa berufen, fand er neben ſeinen
Amtsgeſchäften noch Zeit, an der dor-
tigen Hochſchule die Rechte zu ſtudie-
ren und dieſe Studien mit einer Diſ-
ſertation über „Das Erbrecht nach
moſaiſchen und talmudiſchen Geſetzen,
nach Urquellen dargeſtellt‟, abzuſchlie-
ßen. Durch ſeine Rechtsſtudien war
M. auf die abendländiſche Philoſophie
hingelenkt worden, und um ſich mit
dieſer gründlich vertraut zu machen,
begab er ſich nach Leipzig und Jena
und erlangte an der letzteren Univer-
ſität die Würde eines Dr. phil. Jm
Jahre 1881 legte er ſein Amt in
Odeſſa definitiv nieder und ſiedelte
nach Leipzig über, wo er ſich vorzugs-
weiſe ſeinen wiſſenſchaftlichen Arbei-
ten widmete, daneben aber auch als
Lehrer der ſlawiſchen und orientali-
ſchen Sprachen und als vereidigter
Dolmetſcher am Landgericht tätig
war. Jn den Jahren 1884‒85 verſah
er auf kurze Zeit das Amt eines Rab-
biners in Belgrad (Serbien). M.
war ein ſehr vielſeitiger Schriftſtel-
ler; ſeiner Feder entſtammen eine
„Geſchichte des Ruſſiſchen Reiches‟
(III, 1875), verſchiedene Werke über
ruſſiſche Sprache u. Literatur, Über-
ſetzungen aus dem Ruſſiſchen und ins
Ruſſiſche (Leſſings Fabeln, 1884),
Dichtungen und Überſetzungen in die
neuhebräiſche Sprache, die er voll-
kommen beherrſchte (Bath-Seba, Ge-
dicht in 120 Strophen, 1866. ‒ Byrons
Hebrew Melodies,
überſ., 1890) und
vor allem ſeine „Hebräiſch-chaldäiſche
Konkordanz des Alten Teſtaments‟
(1896), ein monumentales Werk, an
dem er zehn Jahre gearbeitet hat. M.

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[356/0360] Man Man erzählt (Neue M.), 1900. ‒ Eine un- verſtandene Frau (N.), 1900. ‒ Un- ſchuldig angeklagt u. anderes (Krim.- Nn.), 1900. ‒ Was Gertrud erlebte (E. f. d. reifere Jugd.), 1900. ‒ Der Wildfang von Wulkow (E.), 1901. ‒ Jn Untreue treu (N.), 1902. ‒ Drei Freundinnen (E.), 1903. ‒ Um Ehre und Leben (R.), 1904. ‒ Des Hauſes Sonnenſtrahl (E.), 1905. ‒ Heidekom- teßchen (E.), 1905. ‒ Heimgefunden (E. a. d. Leben), 1905. ‒ Marienglück (desgl.), 1905. ‒ Ein Recht auf Glück (E.), 1905. ‒ Die Schweſtern (E.), 1905. ‒ Prinzeſſin Hochmut (E.), 1906. ‒ Roſe vom Waldſee (E.), 1906. ‒ Die blonde Monika (Eine Penſions- geſch.), 1907. ‒ Aus Pommerns Ver- gangenheit (Sg. u. En. a. d. Oſtſee- bädern), 3. A. 1908. ‒ Das zweite Ge- ſicht (En.), 1910. ‒ Als der Flieder blühte (Neue Sg. f. d. reifere Jugd.), 2. A. 1908. Mancke, Reinhardt Ludwig, geb. am 19. März 1851 in Leipzig, er- griff die militäriſche Laufbahn, machte den Krieg 1870‒71 mit, wurde Offi- zier, quittierte dann den Dienſt und begann mit Feuilletons militäriſch- humoriſtiſchen Jnhalts den Schrift- ſtellerberuf. Jm Jahre 1895 ließ er ſich in Leipzig nieder, redigierte hier ſeit dem 1. April 1896 das „Leipziger Salonblatt‟ und lebt ſeit 1903 in Freiberg i. S. als Chefredakteur der „Freiberger Neueſten Nachrichten‟. S: Das Proletariat der Gebildeten (Romanzyklus); V, 1896‒97 (Jnhalt: I. Der Maler. ‒ II. Der Schriftſteller. ‒ III. Der frühere Offizier. ‒ IV. Die Tochter des Juſtizrats. ‒ V. Ein glück- liches Haus). Mandauer, Pſeudon. für Joſeph Karl Kühnel; ſ. d.! Mandelkern, Salomon, geb. am 25. April 1846 zu Mlynow, einem kleinen Orte bei Dubno in Wolhynien (Rußland), widmete ſich frühzeitig dem Studium der Philologie, beſon- ders der orientaliſchen Sprachen, u. abſolvierte in Petersburg die akade- miſchen Kurſe. Vom Senat der Pe- tersburger Univerſität erhielt er für ſeine Preisarbeit „Kodex der Paral- lelſtellen des Alten Teſtaments mit Berückſichtigung der alten Verſionen, erklärt durch die Paläographie der ſemitiſchen Sprachen‟ die Große Gol- dene Medaille. Als Rabbiner nach Odeſſa berufen, fand er neben ſeinen Amtsgeſchäften noch Zeit, an der dor- tigen Hochſchule die Rechte zu ſtudie- ren und dieſe Studien mit einer Diſ- ſertation über „Das Erbrecht nach moſaiſchen und talmudiſchen Geſetzen, nach Urquellen dargeſtellt‟, abzuſchlie- ßen. Durch ſeine Rechtsſtudien war M. auf die abendländiſche Philoſophie hingelenkt worden, und um ſich mit dieſer gründlich vertraut zu machen, begab er ſich nach Leipzig und Jena und erlangte an der letzteren Univer- ſität die Würde eines Dr. phil. Jm Jahre 1881 legte er ſein Amt in Odeſſa definitiv nieder und ſiedelte nach Leipzig über, wo er ſich vorzugs- weiſe ſeinen wiſſenſchaftlichen Arbei- ten widmete, daneben aber auch als Lehrer der ſlawiſchen und orientali- ſchen Sprachen und als vereidigter Dolmetſcher am Landgericht tätig war. Jn den Jahren 1884‒85 verſah er auf kurze Zeit das Amt eines Rab- biners in Belgrad (Serbien). M. war ein ſehr vielſeitiger Schriftſtel- ler; ſeiner Feder entſtammen eine „Geſchichte des Ruſſiſchen Reiches‟ (III, 1875), verſchiedene Werke über ruſſiſche Sprache u. Literatur, Über- ſetzungen aus dem Ruſſiſchen und ins Ruſſiſche (Leſſings Fabeln, 1884), Dichtungen und Überſetzungen in die neuhebräiſche Sprache, die er voll- kommen beherrſchte (Bath-Seba, Ge- dicht in 120 Strophen, 1866. ‒ Byrons Hebrew Melodies, überſ., 1890) und vor allem ſeine „Hebräiſch-chaldäiſche Konkordanz des Alten Teſtaments‟ (1896), ein monumentales Werk, an dem er zehn Jahre gearbeitet hat. M. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 356. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/360>, abgerufen am 22.03.2019.